Rezension des Monats April

Die Ostergeschichte. Anselm Grün. Ill. von Giuliano Ferri. Wien u.a.: Herder 2012. O. Pag.: überw. Ill. ; 29 cm.
ISBN 9783451711084 geb.: 12.95€

Nah entlang an den biblischen Überlieferungen erzählt Amseln Grün bewegend und eindrücklich die Ostergeschichte nach.

Dies ist ein Buch, mit dem man Kindern die Geschichte der Passion und der Auferstehung Jesu einfach und eindrücklich nahe bringen kann. Ohne falschen Pathos, eng an der biblischen Überlieferung und zugleich um große Klarheit bemüht werden die letzten Tage Jesu erzählt. Dabei beachtet Grün, was an zeitgeschichtlichen Fakten wichtig zu wissen ist, obwohl seine Darstellung der Hohen Priester und deren Rolle beim Todesurteil des Pilatus nicht unstrittig ist. (Eine Betonung der Bedeutung der Ängste der römischen Herrscher und deren Entscheidung, Jesus hinzurichten, wäre ebenfalls erzählerisch möglich und richtig gewesen.) Ingesamt aber ist die Geschichte logisch und sachlich klar wiedergegeben. Nach Folter und Hinrichtung gelingt es Grün, die Auferstehungserfahrung der Frauen und der Emmausjünger überzeugend nachzuerzählen. Missionsbefehl und nahende Himmelfahrt sind in diesem Zusammenhang glaubwürdig und aussagekräftig. Der gelungene Text wird von starken Bildern des italienischen Künstlers Giuliano Ferri unterstützt.

Für Kinderkirche, Religionsunterricht sowie Lesekreis mit Kleinkindern bestens geeignet.

Signatur: Jc|Jm 1
Schlagworte: Ostern|Jesus|Auferstehung|Hoffnung
Bewertung: +++
Rez.: Christiane Thiel

Zur Bestellung

 

Rezension des Monats März

Kinder dieser Welt. Dt. von Cornelia Panzacchi. München: Dorling Kindersley 2012. 127 S.: überw. Ill. ; 29 cm. Aus d. Engl.
ISBN 9783831020980 geb.: 14.95€

Fotosachbuch über das Leben von Kindern in aller Welt mit neuem Konzept.

Dieses wunderschön gestaltete großformatige Fotosachbuch stellt Kinder aus aller Welt in ihrer jeweiligen Lebenssituation vor und legt dabei den Schwerpunkt auf Kinderrechte. Das unterscheidet es von älteren Büchern mit ähnlichem Titel. Beim Recht auf Leben geht es beispielsweise darum, wie bei uns und anderswo sauberes Wasser geholt wird, warum Schule wichtig ist - und nicht alle Kinder zur Schule gehen können oder wie unterschiedlich ein Zuhause aussehen kann. Immer werden die jungen Leser mit einbezogen, auf ihren Wasserverbrauch oder ihre eigene Familie angesprochen. Ein Teil des Buches portraitiert Kinder, die arbeiten müssen oder die in einem Krieg als Soldaten kämpften. Durch konkrete positive Beispiele erfahren die Leser, wie diese Kinder wieder in den Alltag integriert werden können. Überall auf der Welt mischen sich Jungen und Mädchen ein und spielen eine wichtige Rolle in ihrer Gemeinschaft, das ist die Botschaft dieses ermutigenden, vielfältigen Buches.

Ein Buch voller Anregungen und schöner Portraits. Eine Fundgrube für Kindergarten und Grundschule und ein Lesevergnügen für junge Leser ab 6 Jahren.

Signatur: Js
Schlagworte: Kindheit|Kinderrechte|Vielfalt|Interkulturalität
Rez.: Regina Riepe

Zur Bestellung

 

Rezension des Monats Februar

Der Poet der kleinen Dinge. Roman. Marie-Sabine Roger. Dt. von Claudia Kalscheuer. 1. Aufl.Hamburg: Hoffmann & Campe 2011. 238 S. ; 21 cm. Aus d. Franz.
ISBN 9783455400953 geb.: 18.99€

Eine charmante kleine Geschichte über vier Außenseiter die zusammen aufbrechen und das Glück finden.

"Wie viele Menschen abonnieren aus Versehen das Unglück und kündigen dann nie wieder?" So geht es wohl Alex, Cédric und Olivier. Alle Drei sind auf ihre Art unglücklich. Alex wird von ihrer Bindungsangst ruhelos von Ort zu Ort getrieben. Cédric trauert seiner großen Liebe hinterher und verfällt in Lethargie. Olivier, genannt der Zackenbarsch, hat ein großes Ziel im Leben: Aus leeren Bierdosen einen Staudamm bauen. Doch dann tritt Gèrard in ihr Leben. Gèrard ist stark geistig behindert, kann kaum sprechen oder laufen und strahlt doch eine solche Fröhlichkeit und Lebensfreude aus, daß etwas aufbricht in aller Leben. Zusammen machen sie sich auf und finden das Glück. - Nach ihrem Bestseller „Das Labyrinth der Wörter“ legt Marie-Sabine Roger wieder ein bezauberndes Buch vor. Die Geschichte wird abwechselnd aus Cedrics und Alex’ Perspektive erzählt, dadurch werden die Charaktere lebendig und plastisch. Die einzelnen Personen werden generell sehr liebevoll und detailreich beschrieben. Ein Buch, das Hoffnung macht und dabei erfreulich frei von Kitsch ist.

Zur Anschaffung breit empfohlen.

Signatur: SL
Schlagworte: Außenseiter|Behinderung|Lebensfreude
Bewertung: +++
Rez.: Maike Linne

Zur Bestellung

 

Rezension des Monats Januar

Mama Mutig. Wie ich das erste Frauendorf Afrikas gründete. Rebecca Lolosoli. Birgit Virnich. München: Südwest-Verl. 2011. 232 S. ; 21 cm.
ISBN 9783517087139 geb.: 17.99€

Rebecca Lobosoli setzt sich gegen die absolut frauenfeindliche Welt Afrikas zur Wehr: gemeinsam mit anderen unterdrückten Frauen gründet sie „Umoja“, das erste Frauendorf Afrikas.

Sie wächst eingebunden in die archaischen Strukturen der halbnomadischen Samuru (Kenia) auf. Der Vater erzieht die Tochter erstaunlicher Weise zu selbstbewusstem Handeln. Erst als ihr Ehemann anfängt sie zu prügeln, setzt sich Rebecca zur Wehr, erst nur halbherzig, dann aber vehement, nachem sie halbtot geschlagen wurde. Gemeinsam mit anderen misshandelten Frauen ihres Stammes gründet sie ein Frauendorf, abgeschottet von der feindlichen Umgebung. Rebecca engagiert sich bis in den Kongo für Frauenangelegenheiten, wird international bekannt und mit Preisen für ihren Mut geehrt. Die Fernsehjournalistin Birgit Virnich aus Südafrika, die den Kontinent aus eigener Erfahrung gut kennt, zeichnet das eindringliches Porträt einer ungewöhnlichen Frau und rückt gleichzeitig die grauenvollen Lebensbedingungen afrikanischer Frauen in den Focus.

Spannende und eindrucksvolle Dokumentation des Kampfes mutiger Frauen um Eigenständigkeit, Anerkennung und Freiheit in einer mehr als frauenfeindlichen Umgebung. Erschütternd, dabei aber informativ und sehr lesenswert!

Signatur: Bb|Ef
Schlagworte: Afrika|Frauen|Unterdrückung|Selbsthilfe
Bewertung: +++
Rez.: Ulrike Müller-Hückstädt

Zur Bestellung

 

Rezension des Monats Dezember

Die Weihnachtserzählung. Rainer Oberthür. Ill. Renate Seelig. Stuttgart: Gabriel 2011. o. Pag.: überw. Ill.; 31 cm.
ISBN 9783522302623 geb.: 12.95€

Ein Bilderbuch, das die Weihnachtsgeschichte in einen umfassend theologischen und historisch-kritischen Zusammenhang stellt.

Nach „Die Ostererzählung“ haben Rainer Oberthür und Renate Seelig jetzt auch eine Weihnachtserzählung in Bilderbuchform verfasst. Auch sie beginnt mit einer Kinderfrage: Warum feiern wir eigentlich Weihnachten, Papa?“ und verbindet so die Leserin/den Leser mit dem Geschehen des Buches. Die Antwort beginnt bei Ostern, nimmt kirchengeschichtliche Entwicklungen auf und führt dann mit den beiden Evangelisten Matthäus und Lukas in das Weihnachtsgeschehen hinein. Dabei werden die jeweilige theologische Zielsetzung und alttestamentliche Bezüge deutlich. Am Ende wird klar, dass Ostern und Weihnachten genauso zusammen gehören wie das alte und das neue Testament. Trotz aller Komplexität ist Oberthür hier wieder eine klar strukturierte Erzählung in gut verständlicher Sprache gelungen. Die ausdrucksstarken Bilder von Seelig machen die Texte noch anschaulicher. Also ein Buch, das sich in seinem umfassenden Anspruch deutlich von anderen Weihnachtsbüchern absetzt und in keiner Bücherei fehlen sollte.

Sehr geeignet für Kinder ab 6 Jahren, auch zum Einsatz in Schule und Kirchengemeinde. Empfohlen für Büchereien, aber auch zum Eigenbesitz. Eingeschränkt geeignet für Kindertageseinrichtungen.

Signatur: Jc|Jm 1
Schlagworte: Weihnachten|Ostern|Bibel|Advent
Bewertung: +++
Rez.: Susanne Betz

Zur Bestellung

Rezension des Monats November

Ich will in den Himmel oder als glückliche Kuh wiedergeboren werden. Vom demütigen Versuch, ein religiöser Mensch zu werden. Jürgen Schmieder. Ill. von Hanni Schmieder. 1. Aufl.München: C. Bertelsmann 2011. 365 S. : Ill. ; 21 cm.
ISBN 9783570100875 geb.: 14.99€

J . Schmieder versucht mit Ernst, Respekt und Humor sich über Religionen zu informieren und ihre Regeln zu beachten.

Der Autor möchte in diesem Leben und in der Ewigkeit glücklich werden, so versucht er als "All-Theist" möglichste viele Religionen kennenzulernen und so zu leben, dass er vielen verschiedenen Gottheiten und ihren Ansprüchen gerecht werden kann. Schmieder wurde in Niederbayern katholisch sozialisiert und beginnt seinen Weg mit einem zweistündigen Gespräch mit Gott in seiner Heimatkirche, kauft 150 Bücher und informiert sich u.a. über den Islam, Buddismus und Sekten. Mögen manche seiner Fragen (Ist Apple eine Religion?) und Versuche ein religiöser Mensch zu werden skurril klingen, fasziniert doch der Ernst mit dem er sein Projekt "All-Theist" zu werden betreibt. Mit Humor, Ernst und Selbstkritik berichtet er z. B. davon, wie er seine Freunde bittet, ihm seine negativen Eigenschaften zu nennen und zugibt, wie mühsam er nur die Antworten ertragen kann. Nachdenkens- und lesenswert!

Geeignet für alle selbstkritischen religiösen Menschen, für alle, die Anstöße zum Nachdenken über Religion suchen und die gerne auch über sich selbst lachen.

Signatur: Cm|Cd 1
Schlagworte: Christentum|Weltreligionen
Bewertung: +++
Rez.: Heike Lüttgens

Zur Bestellung

Rezension des Monats Oktober

Bankster. Roman. Guðmundur Òskarsson. Dt. von Anika Lüders. Frankfurt am Main: Frankfurter Verl. - Anst. 2011. 253 S. ; 22 cm. Aus d. Isländ.
ISBN 9783627001773 geb.: 22.90€

Die Geschichte eines isländischen Bankers in der Finanzkrise 2008.

Der junge Banker Markús führt das Leben eines erfolgreichen Geschäftsmannes auf Island, bis er im Zuge der Finanzkrise unerwartet seinen Job verliert, nur wenige Tage, bevor auch seine Freundin Harpa, ebenfalls im Bankensektor tätig, arbeitslos wird. Markús beginnt ein Tagebuch zu schreiben, weder sonderlich regelmäßig, noch stets mit großer Begeisterung; dafür aber mit einer guten Prise Humor und Sarkasmus gewürzt. - Der Autor Guðmundur Óskarsson war selbst Bankangestellter, als die Finanzkrise Island 2008 mit Härte traf. Seine Schilderungen im Buch dürfen daher sicherlich zu gewissem Grad als autobiografisch gelten. Gekonnt versteht er es, die sonderbare Stimmung eines unerwartet arbeitslos gewordenen Geschäftsmannes darzustellen, der sich irgendwo zwischen Selbstmitleid und Selbsterkenntnis zu verlieren droht – dies aber für den Leser derart unterhaltend, dass man das Buch immer wieder zur Hand nimmt, um weiterzulesen.

Pointierte Unterhaltung mit isländischem Charme, die gerade im Kontext der diesjährigen Frankfurter Buchmesse jedem politisch und kulturell interessierten Leser zu empfehlen ist.

Signatur: SL
Schlagworte: Island|Finanzkrise|Familie
Bewertung: ++
Rez.: Jan van Nahl

Zur Bestellung

 

Rezension des Monats September

Mittwochtage. oder „Nichts wie weg“, sagt Tante Hulda. Sylvia Heinlein. Ill. von Anke Kuhl. 1. Aufl.Hildesheim: Gerstenberg 2011. 125 S. : Ill. ; 22 cm.
ISBN 9783836952767 geb.: 12.95€

Mädchen setzt sich ein für ihre Tante mit geistiger Behinderung und beginnt eigene Standpunkte zu vertreten

Sara ist in der Schulklasse Außenseiterin, denn sieschwärmt nicht für Ponys. Deshalb sind die Mittwochtage für sie so wichtig, an denen sie Tante Hulda in ihrer Wohngruppe besucht. Hulda ist die Schwester ihrer Mutter und hat eine geistige Behinderung. In ihrer direkten Art ist sie Saras Eltern oftmals peinlich. Mama möchte aus ihrer Tochter lieber ein Tennis spielendes Model machen.Als Sara deshalb keine Zeit für Besuche zu finden scheint, rastet Hulda aus: Deshalb soll sie nun aufs Land ziehen. Sara, die bisher nicht wagte, gegen ihre Mutter zu opponieren, reißt mit Hulda aus. Einige Punker helfen ihnen in der Not, und die Reise findet ein gutes Ende: Saras Mutter lenkt ein, Hulda bleibt wo sie ist und die Mittwochtage sind gerettet. Das Buch ist nicht nur spannend erzählt, sondern beschreibt einfühlend und realitätsnahe die Situationen und Gefühlswelten von Menschen mit Behinderungen.

Das Buch ist ein literarisch gelungenes Plädoyer für Integration und Toleranz und damit sehr gut geeignet für Gespräche in Familie, Schule, Kirchengemeinde und Beratung.

Signatur: Ju 1/2
Schlagworte: Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung|Eigenständigkeit|Famileinkonflikte
Rez.: Birgit Krohn-Grimberghe

Zur Bestellung

 

Rezension des Monats August

Lieber Mischa. ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich dir das nicht . Lena Gorelik. München: Graf 2011. 184 S. ; 21 cm.
ISBN 9783862200122 geb.: 18.00€

Mit Humor und Selbstironie reflektiert die Autorin die jüdisch-sowjetisch-deutsche Identität ihrer Familie.

Die Autorin ist als Jugendliche mit der Familie aus der Sowjetunion, wo es keinen Gott und keine jüdische Religion gab, nach Deutschland eingewandert. In einem langen Monolog erzählt sie ihrem kleinen Sohn Mischa das ABC der jüdischen Identität. Humorvoll ironisch beschreibt sie die skurrilen Versuche ihrer Familie, die jüdischen Feste angemessen zu feiern. In ihrer humorvollen Weisheit sinnt sie über die „Wahrheit" der 10 wichtigsten antisemitischen Vorurteile, belegt zudem, dass alle Verallgemeinerungen über die „jüdische Mamme" und ihre schwierige Beziehungen zu ihren Kindern wahr sind. Manchem Leser hält sie einen Spiegel vor, indem sie heitere Begebenheiten über Antisemiten, Philosemiten und Konvertiten zum Besten gibt. Dabei wird ihr Herzensanliegen deutlich: Den Juden ihr Judesein zu lassen - mit all seinen Verrücktheiten - und nicht zu meinen, man könne mal eben ein Jude werden. Ein urkomischer Bericht über das Leben in „Falafel-Land" (Israel), rundet die Betrachtungen ab.

Mit gewisser Achtung vor der ironischen Selbstkritik liest man dieses Buch mit großer Freude. Eine schöne Ergänzung der früheren Romane der Autorin.

Signatur: SL
Schlagworte: Judentum|Deutschland
Bewertung: +++
Rez.: Bettina Rehbein

Zur Bestellung

 

Rezension des Monats Juli

Im Meer schwimmen Krokodile. Eine wahre Geschichte. Fabio Geda. Dt. von Christiane Burkhardt. 1. Aufl.München: Knaus 2011. 186 S. ; 21 cm. Aus d. Ital.
ISBN 9783813504040 geb.: 16.99€

Wahre Geschichte eines 10-jährigen afghanischen Flüchtlingsjungen, der eine Odyssee um die halbe Welt überlebt.

Eniatollah gehört zum Volksstamm der in Afghanistan verfolgten Hazara. Um ihren Sohn vor einer Verschleppung durch die Taliban zu bewahren, schmuggelt seine Mutter ihn nach Pakistan und lässt ihn dort allein zurück. Ausgestattet mit drei Lebensregeln: Nicht betrügen, nicht stehlen und niemals eine Waffe benutzen, schlägt sich Eniat alleine durch. Er arbeitet als Kindersklave für Onkel Rahin und als Verkäufer auf dem Bazar. In der Hoffnung auf ein besseres Leben im Iran vertraut er sich Schleppern an, schuftet auf dem Bau, wird mehrmals von der Polizei abgeschoben. Nach einer lebensgefährlichen Reise durch die Türkei überlebt er unvorstellbare Torturen in den Bergen, gelangt irgendwann nach Griechenland und schließlich nach Italien. Dort beginnt in einer Pflegefamilie sein zweites Leben als anerkannter politisch verfolgter Flüchtling. Das neue Leben eröffnet ihm Bildungschancen und nicht zuletzt die Möglichkeit, nach all den Jahren, endlich seine Mutter aufzuspüren.

Dieser in der Erzähltechnik des reflektierenden Dialogs zwischen dem italienischen Autor und Eniat geschriebenen Romans ist allen Lesern ans Herz gelegt.

Signatur: Ju 3|SL
Schlagworte: Flucht|Afghanistan
Rez.: Bettina Rehbein

Zur Bestellung

Rezension des Monats Juni

Von den Sternen bis zum Tau. Eine Entdeckungsreise durch die Natur. Jens Soentgen. Ill. von Vitali Konstantinov. 3. Aufl.Wuppertal: Hammer 2011. 405 S. : Ill. ; 24 cm.
ISBN 9783779502913 geb.: 24.90€

Der Philosoph gibt eine universelle, durch Anregungen für Experimente ergänzte Einführung in Naturphänomene.

Soentgen ist Philosoph und hat beispielsweise schon das erfolgreiche "Selbstdenken" geschrieben. Jetzt behandelt so unterschiedliche Phänomene wie Sonne, Mond und Sterne, die Wunder der Roseninsel im Starnberger See, Bäume, Vögel und Schmetterlinge, Staub, Erde und Kiesel, Mikroorganismen und anderes. Soentgen versteht es, Liebe und Begeisterung für die Natur zu vermitteln,wie das nur ganz selten gelingt. Dazu bietet er durchweg leicht durchzuführende Experimente an, die zur Vertiefung des Wissens dienen können. Ein großartiger Text für Jugendliche und Erwachsene, der durch künstlerische, etwas altmodisch wirkende braune Federzeichnungen illustriert ist. Das Werk wird kaum veralten und kann über viele Jahre Interesse finden. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis regt zur weiteren Beschäftigung an.

Ein so gehaltvolles Buch erscheint nicht alle Tage! Überall empfohlen, auch für Schulbüchereien.

Signatur: Jn
Schlagworte: Naturwissenschaft|Astronomie
Bewertung: +++
Rez.: Rolf Raschka

Zur Bestellung

 

Rezension des Monats Mai

Werkbuch Kinderlesebibel. Einführungen, Rahmenerzählungen, Materialien. Michael Landgraf. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2011. 119 S. : Ill. ; 30 cm.
ISBN 9783525580189 kt.: 14.95€

Das Werkbuch zur „Kinderlesebibel“ (ISBN 978-3-525-58017-2) mit Einführungen, Rahmenerzählungen, Materialien und Kopiervorlagen.

Das Werkbuch bietet zu jedem Geschichtenblock eine theologische Einführung, einen Bezug zur Lebenswelt der Kinder, Kompetenzziele und kreative Impulse. Die Rahmenerzählungen nehmen die Grundfragen der biblischen Texte auf und bearbeiten sie über Identifikationsfiguren. Lea und Ruben stellen sich den Themen aus der Sicht der Lebenswelt zur Zeit Jesu. Marie und Martin setzen sich mit den biblischen Geschichten aus heutiger Perspektive auseinander. Aus den biblischen Geschichten heraus wird das Kirchenjahr akzentuiert. - Die vielen Arbeitsblätter für Kinder zielen auf Leseverständnis, kreatives Schreiben und Textlernen ab. Dabei sind sie ganz auf die Texte der Kinderlesebibel bezogen.

Empfohlen für (religions-)pädagogische Fachkräfte, die in Schule und Kirchengemeinde mit Kindern im Alter von 6 – 9 Jahren arbeiten. Besonders für den Einsatz im Religionsunterricht geeignet.

Signatur: Pc 6
Schlagworte: Kinderbibel|Biblische Erzählungen
Bewertung: +++
Rez.: Susanne Betz

Zur Bestellung