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Stevenson, Robin: Der Sommer, in dem ich die Bienen rettete. Dt. von Bettina Münch. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verl. 2017. 249 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-499-21782-1, geb.: 16,99 €

Eine Patchworkfamilie macht sich auf, die Menschheit zu retten und findet heraus, dass sie bei sich selbst anfangen muss.

Jade macht ernst. Ohne ihre Kinder an der Entscheidung zu beteiligen, kündigt sie die Wohnung, meldet die Teenager von der Schule ab und verfrachtet die ganze Familie in einen klapprigen alten Bus, mit dem sie Kanada durchqueren und die Menschen vor dem Aussterben der Bienen und ihrem drohenden Untergang  warnen will. Wolf ist 12 Jahre alt und hat so überhaupt keine Lust darauf, seine Heimat zu verlassen, in einem lächerlichen Bienenkostüm aufzutreten und sich ausnutzen zu lassen. Doch wie sich durchsetzen, wenn die Mutter nicht zuhört, die kleinen Zwillingsschwestern seine Hilfe brauchen, die große Stiefschwester Violet ans Durchbrennen denkt und ihr Vater Curtis keine eigene Meinung zu haben scheint? Wie eine Zukunft planen, wenn die eigenen Eltern glauben, dass es keine mehr gibt? Schritt für Schritt schafft es Wolf, seine Bedürfnisse auszudrücken und mit einer abenteuerlichen Flucht seine resistente Mutter zum Nachdenken zu bewegen.

Spannende, dabei informative und humorvolle Familiengeschichte über unterschiedliche Bedürfnisse, Kommunikation und Rücksichtnahme. Empfehlenswerte Sommerlektüre für alle ab 12 Jahren. 

Signatur: Ju 3
Schlagworte: Familie | Umweltschutz | Bienen | Loyalität
Bewertung: +++
Rez.: Stefanie Drüsedau