Rezension des Monats

Möglich, Manuel: Alles auf Anfang. Auf den Spuren gelebter Träume. Berlin: Rowohlt Berlin 2018. 252 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-87134-174-8, kt.: 18,00 €

Träume von einem besseren Leben auf dem Prüfstand.

Was wird eigentlich aus utopischen Visionen, wenn man versucht, sie umzusetzen? Dieser Frage geht der Kulturwissenschaftler Manuel Möglich nach, indem er sich in die jeweiligen Gemeinschaften begibt und sich dort eine Weile aufhält. Er bereist nicht nur Europa, sondern auch Amerika und Afrika und stößt auf die unterschiedlichsten Visionen. Dabei geht es um Umweltschutz, Glauben, ein sozialeres Miteinander, die freie Liebe oder sogar die Unsterblichkeit. Was treibt Menschen an, alles hinter sich zu lassen, um sich an die Umsetzung ihrer Utopie zu machen? In der von ein paar Deutschen gegründeten Gemeinschaft Tamera in Portugal wird ein soziales Miteinander groß geschrieben, aber auch der respektvolle Umgang mit Tieren und der Natur. Dabei hat ein wohldurchdachtes Wassermanagement zur Landschaftsheilung beigetragen. Der Autor ist beeindruckt. Unterhaltsam schildert er seine Erlebnisse in elf nicht allzu langen Kapiteln. Das Buch regt zum Nachdenken an.

Ein interessanter und spannender Erfahrungsbericht, der bestens geeignet ist für Gesprächskreise. Breit empfohlen.

Signatur: Sb
Schlagworte: Utopie | Erfahrungsbericht | Gesellschaft
Bewertung: +++
Rez.: Susanne Brenner