Weltgebetstag der Frauen

Seit 1994 bringt das Evangelische Literaturportal regelmäßig eine literarische Arbeitshilfe zum Weltgebetstag der Frauen heraus. Sie stellt das Land, aus dem die Gottesdienstordnung für das jeweilige Jahr kommt, mit Hilfe literarischer Texte vor.

„Die Frau unseres Lebens“ (WGT 2011)

Der Weltgebetstag der Frauen 2011, der am Freitag, 4. März gefeiert wird, wird von Frauen aus Chile vorbereitet. Als Vorlage für die Literaturarbeitshilfe zum WGT wurde ein Roman der chilenischen Autorin Carla Guelfenbein ausgewählt, der das  Schicksal von Exilchilenen in der Zeit der Militärjunta unter Augusto Pinochet zum Thema hat.

In dem Roman von Carla Guelfenbein: Die Frau unseres Lebens (Aus d. Span. von Thomas Brovot. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2009. 299 S. (st ; 4097). ISBN 978-3-518-46097-9. kt.: 9,90 €) geht es um drei Freunde, die sich 1986 an der Universität Essex kennenlernen, den Briten Theo und die Exilchilenen Antonio und Clara. Die gemeinsame Geschichte mit allen Wunden, Missverständnissen, Verwirrungen und Lügen wird erzählt von Theo, der als Ich-Erzähler 2001 bei Antonios Beerdigung Rückschau hält.

Carla Guelfenbein, 1959 in Santiago geboren, lebte wie ihre Figuren lange Jahre im englischen Exil; auch sie studierte in Essex, kannte also das politische Engagement der Solidaritätsbewegungen jener Jahre.

Christiane Spary, Autorin der Arbeitshilfe hat diese mit geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergrundinformationen über Chile und ausreichenden leicht nachvollziehbaren methodischen und didaktischen Hinweisen versehen, die es jeder Literaturinteressierten auch ohne Vorkenntnisse möglich macht, erfolgreich eine Veranstaltung damit durchzuführen.

Arbeitshilfe Nr. 46, 8 Seiten, 1,00 Euro

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„SOPHIES BRAUTPREIS“ (WGT 2010)

Eine afrikanische Frau erzählt

Handreichung zu dem Roman „Sophies Brautpreis“ von Ursula Krebs für Gruppen, die sich im Rahmen des Weltgebetstags 2010 mit Literatur aus Kamerun beschäftigen möchten.

Die Autorin schildert das bewegende Leben einer willensstarken jungen Afrikanerin. Obwohl sich die meisten ihrer Träume nicht erfüllen, gelingt es Sophie sich aus der Abhängigkeit ihres gewalttätigen Ehemannes zu befreien. Die erstaunliche Wirkung liegt auf der ungeschönten Schilderung eines menschlichen Schicksals. Wie schon der Untertitel „Eine afrikanische Frau erzählt“ andeutet, kommentiert Krebs den Lebensbericht nicht, weder aus einer aufgeklärten europäischen, noch aus einer westlichen feministischen Sicht.

So ist ein Buch aus einer weiblichen afrikanischen Perspektive entstanden, das sowohl – aus deutscher Sicht – den geringen Spielraum von Landfrauen in Kamerun aufzeigt, wie auch deren Handlungsmöglichkeiten. Doch Krebs gibt nicht nur einen Einblick in die Lage von Frauen im heutigen Kamerun und trägt so zum interkulturellen Verständnis einer für Deutsche recht fremden Kultur bei, es ist auch ein leicht zu lesendes und trotz der oft unangenehmen Lage der Hauptfigur ansprechendes und unterhaltsames Buch.

Peter Bräunlein, der Autor der Arbeitshilfe zu „Sophies Brautpreis“, hat diese mit Hintergrundinformationen über Kamerun und ausreichenden leicht nachvollziehbaren methodischen und didaktischen Hinweisen versehen, die es jeder Literaturinteressierten auch ohne Vorkenntnisse möglich macht, erfolgreich eine Veranstaltung damit durchzuführen.

Arbeitshilfe Nr. 44, 8 Seiten

Die Arbeitshilfe ist gedruckter From leider vergriffen, als Service bieten wir ihnen diese als PDF-Download an.

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„Solomon Blue“ (WGT 2009)

„Solomon Blue - Bei den Inselbewohnern Papua-Neuguineas“

Der Reisebericht „Solomon Blue“ ist das Ergebnis eines mehrmonatigen Aufenthalts in Papua-Neuguinea. In ihm verwebt die Autorin einfühlsame Beobachtungen mit (selbst)kritischen Betrachtungen. Zwar kommt Drüke durch ihre gute Vorbereitung mit viel historischem und kulturellem Vorwissen an, aber sie verhält sich nie wie eine Besserwisserin, die ihre Vorstellungen einer ihr letztlich fremden Welt überstülpt. So nahe sie den besuchten Menschen kommt, dadurch dass sie ihren mühsamen Alltag teilt, so klar ist ihr, dass sie immer eine Außenseiterin bleibt, die das Erlebte nur teilweise versteht. Weder fragt sie die von ihr Besuchten aus, noch versucht sie allgemeine Schlüsse zu ziehen. 

So entsteht ein Buch, das zum interkulturellen Verständnis auf vielfache Weise beiträgt. Es beschreibt ohne Wertungen eine für Deutsche fremde Kultur und thematisiert immer wieder den schwierigen Weg der Annäherung von Personen, die aus unterschiedlichen Kulturen stammen. 

Milda Drüke wurde 1949 geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und einem Jahr in den USA arbeitete sie in der Werbung und gründete eine eigene Fotoagentur. Von 1986 bis 1990 umsegelte sie die Welt und ist seit 1991 als freie Autorin und Fotografin tätig. 

Drükes Buch ist weit mehr als ein unterhaltsamer, einfach zu lesender Reisebericht. Er eignet sich für ganz unterschiedliche Zielgruppen: für LeserInnen mit wenig Vorwissen zu Papua-Neuguinea ebenso wie für LeserInnen, die sich schon genauer mit dem Land auseinander gesetzt haben. Vor allem aber regt Drükes subjektiver und reflektierender Stil zu Diskussionen an. Die zahlreichen Farbfotos in der Mitte des Buches veranschaulichen die Beschreibungen und geben einen guten atmosphärischen Eindruck. 

Peter Bräunlein, der Autor der Arbeitshilfe zu „Solomo Blue“, hat diese mit Hintergrundinformationen über Papua-Neuguinea und ausreichenden leicht nachvollziehbaren methodischen und didaktischen Hinweisen versehen, die es jeder/jedem Literaturinteressierten auch ohne Vorkenntnisse möglich macht, erfolgreich eine Veranstaltung damit durchzuführen.

Arbeitshilfe Nr. 41, 8 Seiten, 0,75 Euro

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"Der Zaubergarten" (WGT 2008)

Auswirkungen des Kolonialismus auf Leben und Selbstverständnis der Menschen in Guyana

Der Roman von Sharon Maas stimmt literarisch auf das WGT-Land ein. Er schildert das Ende der Kolonialzeit in Guyana und Indien, beschreibt die Unruhen im Unabhängigkeitkampf, den gegenseitigen Hass der Inder und Afrikaner und das Leben in einem kulturellen Schmelztiegel. Facettenreich ist die Fülle der Themen: es geht um politische und individuelle Emanzipation; die Entwicklung der Frauenrolle, Konflikte der Kulturen und das Verhältnis zu Indien. Der gesellschaftspolitische Roman, in dem starke Frauenfiguren dominieren, entfaltet kurzweilig ein Kapitel neuerer Geschichte und behandelt gleichzeitig religiöse Themen, indem es die transzendente Verbundenheit seiner Hauptpersonen vor dem götterreichen Himmel der hinduistischen und buddhistischen Traditionen immer wieder thematisiert.

Arbeitshilfe Nr. 40, 8 Seiten, 0,75 Euro

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"El Caruguá" (WGT 2007)

Menschen in Paraguay zwischen Tradition, Diktatur und Moderne

In der Literatur Paraguays spiegelt sich die Tragödie wider, die das Land seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1811 erfahren hat: Kriege und Diktaturen lösten einander fast nahtlos ab. In "El Caruguá" erzählt der Augusto Roa Bastos von einfachen Leuten, von der Unwegsamkeit des Landes, der Feindlichkeit der Natur, von Aberglauben und Mythen. Er nimmt die Sprache der indigenen Guaraní Bevölkerung Paraguays auf und schafft so eine Literatur an der Schnittstelle zwischen Realität und Mythos. Die mittlerweile vergriffene Erzählung wird, dank der freundlichen Erlaubnis des Carl Hanser Verlages, vollständig mit der Arbeitshilfe abgedruckt.

 

Arbeitshilfe Nr. 39, 20 Seiten, 1,50 Euro

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"Davids Story" (WGT 2006)

Menschen in Südafrika zwischen Apartheid und Demokratie

Der Roman der südafrikanischen Autorin Zoe Wicomb erzählt die Geschichte der indigenen Bevölkerungsgruppe der Griqua in der Kolonialzeit und der Apartheid und führt die Leser eindrucksvoll ein in den bis heute andauernden Prozess der Vergangenheitsbewältigung, dem sich auch das neue Südafrika stellen muss. "Davids Story" ist viel mehr als die Geschichte eines Lehrers und Befreiungskämpfers. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt vieler Geschichten, die hier zusammenlaufen. Die Arbeitshilfe gibt Informationen zur Autorin, zu Themen und Inhalt des Buches und stellt einen detaillierten Verlaufsplan mit Vorschlägen für Textlesungen auf.

 

Arbeitshilfe Nr. 36, 8 Seiten, 0,50 Euro

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"Manche mögen Poesie" (WGT 2005)

Lyrik polnischer Dichterinnen 

Das WGT-Land Polen lässt sich im Spiegel der Lyrik polnischer Dichterinnen kennen lernen. Der erste Teil der Veranstaltungsvorschläge stellt nicht ganz so bekannte polnische Lyrikerinnen mit ihren Gedichten vor. Je zwei typische Beispiele sind abgedruckt. Der zweite Teil ist den Gedichten der großen polnischen Dichterin und Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska gewidmet.

Arbh-33.pdf

Arbeitshilfe Nr. 33, 16 Seiten, Download

"Das Geheimnis des leeren Grabes" (WGT 2004)

Maria Magdalena - Zentrale Gestalt der WGT-Liturgie

Frauen aus Panama gestalteten die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag der Frauen 2004. In ihr wird der biblischen Frauengestalt Maria von Magdala ein besonderer Schwerpunkt gewidmet. Die Arbeitshilfe zu der Novelle "Magdalena am Grab" von Patrick Roth befasst sich, übertragen auf die Probe für eine Filmszene in Hollywood, mit der Situation Maria Magdalenas, als sie als erste am Ostermorgen mit dem Wunder der Auferstehung konfrontiert wurde.

Arbeitshilfe Nr. 32, 8 Seiten, 0,50 Euro

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