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Hugo & Hassan. Kim Fupz Aakeson. Ill. von Rasmus Bregnhøi. Dt. von Franziska Gehm. Leipzig: Klett Kinderbuch 2020. 101 S. : überw. Ill. ; 25 cm. Aus d. Dän. ISBN 978-3-95470-238-1, geb.: 15,00 €

Hugo und Hassan gehen zusammen durch dick und dünn.

Hugo und Hassan wohnen im selben Quartier. Sie sind unausstehlich und völlig normal, langweilen sich zu Tode und degenerieren vorm Computer zu grunzenden Gestalten, die sich später bei der Vorbereitung auf Halloween derart in ihre kruden und gemeinen Phantasien hineinsteigern, dass sie zum Schluss solche Angst voreinander haben, dass nur noch heißer Kakao auf Mamas Sofa helfen kann. Wenn die beiden miteinander Fußball spielen, sich dabei kloppen, beleidigen und als Helden fühlen, kommt bei der Leserin der Verdacht auf, die dänischen Künstler*innen, denen wir das Buch verdanken, haben heimlich Audioaufnahmen gemacht, um die reine Wahrheit auf dem Bolzplatz festzuhalten. Es ist zum Brüllen komisch und zum Weinen liebevoll. Besonders die Mama von Hugo hat mein Herz erobert. Sie sagt fast nie etwas, aber ihr Gesichtsausdruck spricht Bände. Meine Jungs sind begeistert von den Bildern und den Texten. Ich freue mich, dass Klett Kindebuch aus Leipzig wieder einen solchen Treffer gelandet hat.

Hort, Kinderkirche zur Unterhaltung, Elternschule zum Freuen und Wiedererkennen. Gut geeignet auch für Kurzstreckenleser*innen.

Signatur: Ju 2
Schlagworte: Freundschaft | Jungen | Graphic Novel | Kinderalltag
Bewertung: +++
Rez: Christiane Thiel