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Clima, Gabriele: Der Sonne nach. Dt. von Barbara Neeb u. Katharina Schmidt. München: Hanser 2019. 155 S. ; 22 cm. Aus d. Ital. ISBN 978-3-446-26260-7, kt.: 14,00 €

„Ziemlich beste Freunde“ für Jugendliche.

Dario, 16, hat sich einfach nicht im Griff und hat in der Schule seiner Wut wieder einmal freien Lauf gelassen. Nun muss er eine Sozialstrafe ableisten und sich um Andy, einen behinderten Jungen im Rollstuhl, kümmern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen die beiden bestens miteinander aus und Dario erkennt schnell, dass Andy gar kein „Halbidiot im Rolli“ ist. Gemeinsam setzen Dario und Andy sich über Grenzen hinweg und starten kurzentschlossen einen Roadtrip, um Darios Vater zu suchen. Autor Clima hat sein Hauptaugenmerk auf die Freundschaft zwischen Dario und Andy gelegt. Diese auf einer wahren Begebenheit beruhende Freundschaft zeigt, dass Menschen mit Handycap Spaß, Abenteuer und Freiheit herrlich zelebrieren können, wenn man sie nicht ausgrenzt. Die Geschichte ist keinesfalls bedrückend, sondern macht Mut, mehr zu wagen, insbesondere, wenn man Freunde hat, die zu einem stehen. Beide Protagonisten wachsen an ihrer Freundschaft und mit ihr ihr Verantwortungsbewusstsein.

Ein kleines Meisterwerk zur Inklusionsdebatte! Mit kurzen Kapiteln und viele Dialogen in Alltagssprache bietet sich dieser Roman besonders auch als (fächerübergreifend mit Sozialkunde / Biologie gut denkbar) Schullektüre für Leser*innen ab 12 an.

Signatur: Ju 3
Schlagworte: Freundschaft | Behinderung | Inklusion | Roadtrip
Bewertung: +++
Rez.: Anne Tebben