„Vorlesen schafft Nähe.“

Der 17. November war ein besonderer Tag für rund 20 Kindergartenkinder in der Lesestube im Pfarrhaus der Ev.-luth. Kirchengemeinde Dedensen (Seelze/Hannover). Landesbischof Meister las dort anlässlich des diesjährigen Vorlesetages mit dem Motto „Lesen verbindet“ aus dem Kinderbuch „Jim ist mies drauf“ von Suzanne Lang. „Vorlesen schafft Nähe. Es verbindet und prägt. Wer das Vorlesen erlebt als etwas, das Geborgenheit und Gemeinschaft schafft, hat später gute Chancen, selbst Leser*in zu werden“, so Bischof Meister zur Bedeutung des Vorlesens, der dann sogar ein Tänzchen mit den Kindern wagte.

In der EÖB Dettenhausen (Baden Württemberg) las Landesbischof Gohl vor Vorschulkindern aus „Zwei für mich, einer für dich“ von Jörg Mühle. Gohl begründete sein Engagement im Vorfeld wie folgt: „Lesen ist ein unverzichtbarer Zugang zur Welt. Wir erfahren Neues, unsere Fantasie wird angeregt und es gibt viele Möglichkeiten, sich zu identifizieren. All das ist für Kinder besonders wichtig. Das Vorlesen ermöglicht gerade kleineren Kindern diesen Zugang zur Welt und schafft eine vertrauensvolle Beziehung zwischen denen, die vorlesen und denen, die zuhören.“

An ungewöhnlichen Orten entfalten sich Texte noch einmal anders: In der EÖB Iserlohn-Hennen (Westfalen) wurde sogar im Gewächshaus einer Friedhofsgärtnerei gelesen und in Knittlingen (Baden Württemberg) in der Volksbank.

Der Tag stellte erfolgreich die Bedeutung des Vorlesens für Bildung, Teilhabe und Miteinander in den Mittelpunkt, das Herzstück der Arbeiten in den EÖBs. Angesichts der sinkenden Lesekompetenz bei Kindern gewinnt der Vorlesetag immer mehr an Bedeutung.

Landesbischof Gohl in der EÖB Dettenhausen