Newsletter „Bücherei" 01/2017

Liebe Büchereimitarbeiterin! Lieber Büchereimitarbeiter!

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Auch im ersten Bücherei-Newsletter des neuen Jahres informieren wir Sie über gut einsetzbare Bücher vom Bilderbuch übers Jugendbuch bis hin zu Romanen, Krimis und Sachbüchern für Erwachsene.

Mit diesem Newsletter möchten wir Sie auch gern darüber informieren, dass es in diesem Jahr eine neue Auflage der Eliport-Schultüte geben wird. Zu dem Lied „Gott gab uns Atem“ hat sich Illustratorin Katja Gehrmann ein wunderbares Schulwegabenteuer ausgedacht. Hier können Sie einen ersten Eindruck von der neuen Schultüte bekommen.

Ein schönes Jahr 2017 wünscht Ihr

Eliport-Team

Bewertung:

+++      = hervorragend
++        = gut
+          = möglich

P:S.: Noch mehr aktuelle Besprechungen verschicken wir jeweils
► am 05. des Monats als „Kita-Newsletter“,
► am 10. des Monats als „Gemeinde-Newsletter“ und
► am 30. des Monats als „Hörbuch-Newsletter“, mit Besprechungen von CDs für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Diese können Sie ebenfalls kostenlos unter www.eliport.de abonnieren. Es lohnt sich!

Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Serviceangebote, die Sie auf unseren Internetseiten abrufen können:
► Literaturtipps unter www.eliport.de
► Alles über den  Evangelischen Buchpreis unter www.evangelischerbuchpreis.de
► Leseförderungs- und Taufprojekt unter www.willkommeningotteswelt.de
► Schulanfängerprojekt unter www.leseningotteswelt.de
► Alle Arbeitshilfen zur Bibliotheksorganisation für Mitarbeitende unserer Büchereien unter www.buechereiservice.de

Jm 1 Bilderbücher

Eselsbrücken. Merksätze, Gedichte und ganz viel Lustiges. Eva Bade, Cordula Thörner u.a. Ill. von Meike Haberstock. Hamburg: Carlsen 2016. 74 S. : überw. Ill. ; 27 cm. ISBN 978-3-551-25031-5, geb.: 12,99 €

Spielerische Lernhilfen aus den Bereichen Sachkunde, Mathematik und Deutsch.

Manches kann man sich einfach nicht merken - das dürften schon viele Grundschulkinder aus eigener Erfahrung wissen. So ist es oftmals leichter, wenn zu lernende Inhalte eingebunden sind in eine lustige Geschichte oder in Reimen formuliert sind. Egal ob es darum geht, im Bereich der Sachkunde die Hauptstädte der Bundesländer zu lernen, mathematische Begriffe und Regeln zu verinnerlichen oder sich Rechtschreibregeln anzueignen - eine große Hilfe sind dabei die nach Themen bzw. Schulfächern geordneten Merksätze und Gedichte, die größtenteils aus der Feder der Autorinnen selbst stammen, zum Teil aber auch bereits von Generation zu Generation weitergegeben wurden, etwa wenn es um die Himmelsrichtungen geht oder um die Frage, wieviele Tage die verschiedenen Monate haben. Auch die humorvollen Illustrationen tragen dazu bei, dass das Lernen Spaß macht!

Gut geeignet für die Grundschule, je nach Inhalt der Eselsbrücke auch für die 5./6. Klasse. Abhängig von der Thematik auch als kurzweiliger Einstieg in Vorlesestunden einsetzbar.

Signatur: Ja | Jm 1
Schlagworte: Lernhilfen | Reime
Bewertung: ++
Rez.: Claudia Birk-Gehrke

 

 

Genechten, Guido van: Wer ist glücklich, wer ist froh? Dt. von Martin Rometsch. Zürich: Aracari 2016. O. Pag. : überw. Ill. ; 22 cm. Aus d. Niederländ. ISBN 978-3-905945-61-4, geb.: 13,90 €

Ein Buch mit Tieren, die vielfältige Gefühle zeigen. Es gilt, die feinen Unterschiede in den Gesichtsausdrücken zu finden.

Dieses quadratische Pappbilderbuch bildet auf jeder Doppelseite eine Schar ab, die auf den ersten Blick identisch wirkt – doch der Schein trügt. Manche Tiere schauen anders drein. Welcher der Eisbären ist verlegen? Welcher sehr verlegen? Welches Nashorn ist zornig, welches sehr zornig? Traurig, stolz, ängstlich, erstaunt und enttäuscht – die Tiere zeigen vielfältige Gemütsäußerungen. Die Betrachter müssen sehr genau hinschauen, um zu erkennen, welche Tiere aus der Reihe tanzen. Neben den Gesichtsausdrücken wird auch nach anderen Unterschieden gefragt, z. B. gibt es Affen mit seltsamen Schwänzchen oder Schildkröten, die sich verstecken.
Für die vorgesehene Altersgruppe (Kleinkinder ab 30 Monaten) sind viele der dargestellten Gefühle zu anspruchsvoll, was auch das Finden der kleinen Unterschiede sehr schwierig macht. Dennoch kann es Freude bereiten, die ausdrucksstarken, gestempelten Tierfiguren zu betrachten.

Zum Kennenlernen unterschiedlicher Gefühle im Grundschulbereich einsetzbar. 

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Pappbilderbuch | Tiere | Gefühle
Bewertung: ++
Rez.: Susanna Hocher

 

 

Graugrau und Fünkchen. Ulf Stark. Ill. von Linda Bondestam. Dt. von Birgitta Kicherer. Frankfurt: Sauerländer 2016. O. Pag. : überw. Ill. ; 22 cm. Aus d. Schwed. ISBN 978-3-7373-5361-8, geb.: 14,99 €

Das traurige Leben eines Höhlenwesens wird von einem Sonnenfünkchen erhellt.


Graugrau, ein unförmiges Wesen, lebt ganz allein in einer Höhle. Vor den Sonnenstrahlen hat es Angst, da sie tödlich sein könnten. So gerne hätte Graugrau etwas, das nur ihm gehört und das es liebhaben kann. Die Sehnsucht lässt es manchmal abends auf einen Berg klettern und die Häuser, die Bäume und den See anschauen. Schön, denkt es dann. Aber die meiste Zeit ist es allein und sehr traurig. Da fliegt eines Tages ein winzig kleines Sonnenfünkchen in die Höhle und erzählt von der warmen und bunten Welt draußen, von den Meeren, von der Sonne, den Wüsten, den vielen Tieren, den Wäldern. Graugrau ist sehr glücklich. Doch das Fünkchen muss weiterziehen. Was bleibt, ist die Erinnerung. - Die großformatigen Illustrationen sind im ersten Teil des Buches überwiegend in Grau- und Blautönen gehalten und unterstreichen die traurige Stimmung. Mit dem Erscheinen des Fünkchens wendet sich die Darstellungsweise und zeigt wärmere und hellere Farben. Die Zeichnungen sind abstrahiert und teils collagenartig.

Ein kreativ gestaltetes Buch, das aber die Zielgruppe vermutlich weniger anspricht.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Freundschaft | Glück
Bewertung: +
Rez.: Cornelia von Forstner

 

 

Jimmy Milchohr. Ein Fuchs wird rot. Christian Seltmann. Ill. von Astrid Henn. Würzburg: Arena 2016. O. Pag. : überw. Ill. ; 29 cm. ISBN 978-3-401-70434-0, geb.: 12,99 €

Zwei Außenseiter, ein kleiner Fuchs und ein kleines Wildschwein, verschaffen sich mutig Respekt.

Der Fuchsjunge Jimmy wird wegen seiner weißen Ohren von den Waldtieren ausgelacht und das Wildschweinchen Pina, weil es müffelt und in Aufregung stottert. Sie versuchen sich zu wehren, doch alles wird nur schlimmer. Sie laufen weg. Erzählt wird, wie sie auf einem hohen Felsen am Waldrand halten machen, erschreckt durch ein Grummeln und Beben in den Teich unter ihnen fallen, dort auf ein aus dem Zoo ausgebüxtes Nashorn treffen. Es ist kein Monster, wie vermutet, das sie mutig besiegen müssten. Sie werden Freunde, wandern zu dritt zurück in den Wald. „Von diesem Tag an sagte niemand mehr ‚Milchohr‘ zu Jimmy oder ‚Pipi-Pina‘ zu Pina. Denn die beiden hatten ein Nashorn gefangen und als Freund gewonnen.“ – Eine einfache, geradlinige Geschichte, die Mut macht, sich zu wehren. Nur leider ist für kleine Außenseiter nicht immer ein helfendes Nashorn zu Stelle! Trotzdem macht das Buch Vergnügen, die getuschten Bilder sind voller Leben und Witz, nehmen den Erzähltext samt Bruchstücken in markanter Typographie auf.

Ein fröhliches Bilderbuch über Außenseiter und den Mut, sich zu wehren. Schon Kindergartenkinder werden die Botschaft verstehen, auch ohne Nashorn. Anregung zum Gespräch. Ab 3 J.

Signatur: Jm 1
Schlagwort: Außenseiter | Mut
Bewertung: ++
Rez.: Heide Germann

 

 

Liebe Prinzessin, ich bin´s Dein Prinz! Simak Büchel. Ill. von Fides Friedeberg. Münster: Bohem Press 2016. O. Pag. : überw. Ill. ; 33 cm. ISBN 978-3-95939-034-7, geb.: 14,95 €

Eine unerschrockene kleine Prinzessin auf dem abenteuerlichen Weg zu ihrem Prinzen.

Als Prinzessin Primula im Postkasten einen Brief ihres Freundes Prinz Balthasar von Bommelblitz findet, beginnt für sie eine aufregende Reise, um dem Freund sein vergessenes Schwert zurückzubringen. Schnell sind die wichtigsten neun Sachen eingepackt. Durch den wilden Wald, das Zipfelzacken-Gebirge, die dunkle Grotte und die aufregende Stadt gelangt sie endlich mit einem mutigen Fallschirmsprung vor die Burg Bommelblitz, um dann erschrocken festzustellen, dass ihre Krone auf der Reise verloren gegangen ist. Also werden die Freunde sie wohl gemeinsam suchen müssen - aber das erst am nächsten Tag. In den pastellfarbenen Doppelseiten gibt es unglaublich viel zu entdecken, zu zählen und zu genießen: fantastische Wunderwelten verlocken zum Reisen und Schauen mit der kleinen Heldin auf dem Weg zu ihrem Prinzen.

Beim Vorlesen in Kitas und in häuslicher Leserunde gibt es viel zu sehen und zu lernen mit Prinzessin Primula. Sehr lohnenswert, mit viel Zeit für spannende Entdeckungen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Prinzessin | Reise | Wimmelbuch
Bewertung: ++
Rez.: Karin Steinfeld-Bartelt

 

 

Der Ritter, der nicht kämpfen wollte. Helen Docherty. Ill. von Thomas docherty. Dt. von Dorothee Haentjes-Holländer. Hamburg: Ellermann 2016. O. Pag. : überw. Ill. ; 28 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-7707-5736-7, geb.: 12,99 €

Der Mäuseritter Leo liebt das Lesen. Als er von seinen Eltern ausgeschickt wird, einen Drachen zu zähmen, packt er deshalb seine Bücher ein.

Der sanftmütige Mäuseritter Leo liebt das Lesen. Abenteuer sind ihm ein Graus. Seine Eltern wollen aber einen richtigen Ritter aus Leo machen und schicken ihn aus, einen Drachen zu zähmen. Da Unmutsbekundungen nicht helfen, macht sich Leo auf den Weg und packt vor allem Bücher ein. Zuerst begegnet er einem eitlen Greif, den er mit einer Geschichte bezaubern kann. Auch der hungrige Troll lässt sich von Leo mit einer Geschichte abspeisen und der böse Drache räumt sogar seinen Müll auf, damit Leo ihm Geschichten vorlesen kann. Als Held kehrt Leo schließlich nach Hause zurück und kann mit seinen neuen, gezähmten Freunden in Ruhe Bücher lesen. – In Reimform geschrieben, mit fröhlichen Bildern illustriert beschwört das Bilderbuch die Macht der Worte und Geschichten. Da Greif, Troll und Drache sich in den Büchern wiederfinden, die Leo vorliest, bietet sich ein Gespräch über Geschichten oder Lieblingsbücher der Kinder an, in denen sie sich wiederfinden und die sie gerne vorgelesen bekommen.   

Zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Lesen | Abenteuer | Ritter
Bewertung: ++
Rez.: Bärbel McWilliams

 

 

Willems, Mo: Bring doch mal schnell die Taube ins Bett! Dt. von Monika Osberghaus. Leipzig: Klett Kinderbuch 2016. O. Pag. : überw. Ill. ; 24 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-95470-150-6, geb.: 13,95 €

Die Taube ist nicht müde, doch der Betrachter soll sie ins Bett bringen!

Willems, bekannt durch die Bilderbücher um Trixie und ihren Knuffelhasen (hier im Arm der Taube), spricht durch die Figur des Vaters im Pyjama den Leser direkt an, damit der für ihn die Taube (also das Kind) ins Bett bringt. Nun will die clevere Taube laut Sprechblasen viel lieber: eine Hot-Dog-Party feiern, eine Sendung schauen, sie probt einen Aufstand und versucht es mit zahlreichen Ideen, bis sie schließlich gähnt und müde einschläft, um von der Hot-Dog-Party zu träumen. Der Vater bedankt sich beim Leser für seine Hilfe, der immer Nein sagen muss. Cartoonhaft reduziert begegnet man der über ihre Mimik und Körperhaltung ausdrucksstarken Taubenfigur meist auf Einzel- oder Doppelseiten, deren Hintergrund zunehmend dunkler wird. Erwachsene haben sicher Freude an den bekannten Diskussionen, ob das Kindergartenkindern ab 3 (laut Verlag) auch so geht, ist fraglich.

Mit gleichem Humor wie in den Knuffelhasenbilderbüchern verlangt die Geschichte einen Perspektivenwechsel in die Nein-sagende Erwachsenenrolle, bleibt aber hinter den Erwartungen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Einschlafgeschichte | Humor
Bewertung: +
Rez.:
Kathrin Vogel

 

 

Ju 2 Erzählungen für das zweite Lesealter (9-12 Jahre)

Baker, Matthew: Diebe, Lügner und Helden wie wir. Dt. von Wieland Freund u. Andrea Wandel. Stuttgart: Thienemann 2016. 356 S. ; 21 cm. Aus d. Amerikan. ISBN 978-3-522-18423-6, geb.: 14,99 €

Drei Außenseiter auf einer Schatzsuche, die sie in die Vergangenheit und schließlich zu sich selbst führt. 

Nicholas gilt als Sonderling. Nicht nur, dass er ständig über Primzahlen oder textuelle Ergänzungen der Notation nachdenkt, er glaubt auch, sein verstorbener Bruder wäre ein Baum. Umso unheilvoller empfindet Nicholas den drohenden Verkauf des Hauses samt Garten, in dem dieser Baum steht. Da kommt ihm der soeben aus dem Gefängnis entlassene Opa, der einen alten verborgenen Familienschatz zu besitzen glaubt, gerade recht. Leider hat der alte Mann starke Gedächtnislücken und kann sich nur diffus an das Versteck erinnern. Für Nicholas beginnt eine spannende Suche, in deren Verlauf er in Zeke und Jordan zwei Mitstreiter findet, die schließlich zu seinen ersten wahren Freunden werden. Die Geschichte verlangt den jungen Lesern einiges ab. Hier kommen Themen wie Ausgrenzung, Demenz, Hochbegabung, familiäre Gewalt, soziale Armut, Verbrechen, Verlust und Versagensängste zur Sprache, die aber erstaunlich feinfühlig und ungezwungen geschildert werden. Zudem werden Liebe, Vergebung, Freundschaft und Mut als Gegenentwurf unterbreitet. 

Eine erstklassig erzählte Abenteuergeschichte über drei unerschrockene Kinder, die beherzt ihren Weg gehen. Unbedingt zu empfehlen für anspruchsvolle Leser ab 10 J. 

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Außenseiter | Freundschaft | Soziale Not | Abenteuer
Bewertung: +++
Rez.:
Juliane Deinert

 

 

Super-Bruno. Håkon Øvreås. Ill. von Øyvind Torseter. Dt. von Angelika Kutsch. München: Hanser 2016. 130 S. : überw. Ill. ; 19 cm. Aus d. Norw. ISBN 978-3-446-25084-0, geb.: 12,90 €

Bruno baut ein Baumhaus. Da kommen drei Jungs und zerstören es. Bruno ist wütend - und findet eine tolle Lösung…

Unterhaltsam, in kurzen einfachen Sätzen und im Stil von Kinderbüchern der 1950er Jahre originell illustriert, erzählt Håkon Øvreås das Abenteuer von Bruno und seinen Freunden, so einfühlsam und großartig, dass er u. a. den Staatspreis des norwegischen Kulturministeriums dafür erhielt. Bruno und Freund Matze werden von drei älteren Jungen tyrannisiert: Die zerstören ihr selbstgebautes Baumhaus, und der Großvater ist zu alt, um ihnen zu helfen. Da hat Bruno des Nachts eine Idee: Er verwandelt sich in einen braungekleideten Superhelden und nimmt schreckliche Rache an seinen Widersachern... Eine so deutlich überzogene Geschichte, dass auch die jungen Leser erkennen, wie sie das nächtliche Rache-Geschehen einzuordnen haben, Aber allen, die solchen Ekelpaketen und Tyrannen ausgesetzt sind wie Bruno und seine Freunde, macht diese Geschichte  Mut und zeigt, wie man in der Welt bestehen kann, wenn man nur Freunde hat. Eine Geschichte über die Macht der Kleinen und ihre Fantasie.

Gut denkbar als Klassenlektüre gegen Ende der Grundschulzeit.

Signatur: Ju 2
Schlagworte: Schule | Unterdrückung | Gewalt
Bewertung: +++
Rez.:
Astrid van Nahl

 

 

Ju 3 Erzählungen für Jugendliche ab 13 Jahren

Barnard, Sara: Wunder, die wir teilen. Roman. Dt. von Andrea O´Brien. Frankfurt: Fischer KJB 2016. 380 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-7373-4050-2, geb.: 14,99 €

Was kann eine Freundschaft zwischen drei Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden aushalten?

Die 16jährige Caddy besucht eine private Mädchenschule in Brighton und wünscht sich endlich aufregende Veränderungen in ihrem behüteten Leben. Als sich die quirlige Rosie, Caddys beste Freundin, mit der geheimnisvollen, selbstbewussten Suzanne anfreundet, sind beide Mädchen nach ersten Eifersüchteleien gleichermaßen von ihrer neuen Freundin fasziniert. Suzannes übermäßige Abenteuerlust belebt Caddys angepasstes Leben auf wünschenswerte Weise. Als diese von Suzannes dunklem Geheimnis erfährt, gerät ihre tiefer werdende Verbindung zu Suzanne in eine Abhängigkeit, die eine gefährliche Entwicklung nimmt. Während Rosie ihre gesunde Distanz bewahrt und die Situation kritisch beurteilt, verbieten Caddys Eltern schließlich diese Freundschaft, um ihre Tochter zu schützen. Doch ist es Suzanne, die wirklich Hilfe braucht.

Ein modernes, kritisches Jugendbuch, welches Themen jenseits der üblichen Teenagerträume von Pferden und Jungs anfasst. Empfehlenswert. 

Signatur: Ju 3
Schlagworte:
Freundschaft | Mädchen | Gewalt | Missbrauch
Bewertung: ++
Rez.:
Natascha Rothert-Reimann

 

 

SL Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik

Banner, Catherine: Die langen Tage von Castellamare. Ein Familienroman. Dt. von Marion Balkenhol. Berlin: List 2016. 474 S. ; 21 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-471-35130-7, geb.: 18,00 €

Geschichte einer süditalienischen Familie von 1900–2009.

Der Arzt Amedeo Esposito kommt Anfang des 20. Jh. auf die kleine (fiktive) Insel Castellamare, wird zum geschätzten Dorfarzt, gründet eine Familie und eröffnet ein Café. Es handelt sich um eine autarke Insel mit vielen skurrilen Charakteren, eigenen Sitten und Gebräuchen, sowie einer eigenen Heiligen und einem Conte, der die Zügel der Insel fest in den Händen hält. Veränderungen kommen schleichend langsam, vom ersten Fernseher bis zur inseleigenen Bank, der man die über viele Jahre in Säcken gehorteten Lire nur ungern anvertraut. Und bei all den Änderungen im Laufe der Zeit steht Amedeos Café „Das Haus am Ende der Nacht“ (so auch der Originaltitel) im Mittelpunkt aller Ereignisse.  Amedeo ist ein Geschichtenerzähler und -sammler. Er schreibt alle Volkssagen und Legenden in ein Heft auf – viele werden auch im Laufe des Romans eingeschoben und lockern die Handlung auf -, das er seinen Kindern vererbt.

Ein stimmungsvoller Familienroman, an dem einzig das Cover stört, denn es impliziert, dass zwei gleichaltrige Mädchen im Mittelpunkt stehen, während die Geschichte mit zwei zur gleichen Zeit geborenen Jungen beginnt.

Signatur: SL
Schlagworte:
Familiensaga | Süditalien
Bewertung: ++
Rez.:
Ileana Beckmann

 

 

Bentow, Max: Das Dornenkind. Psychothriller.  München: Goldmann 2015. 443 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-442-20432-8, kt.: 14,99 €

Der fünfte Roman um Nils Trojan.

Es ist einige Zeit her, seit Nils Trojan mit dem Federmann zu tun hatte (s. Band 1 der Reihe), doch innerlich verfolgt ihn der alte Fall noch immer. Der psychische Druck, der Trojan seitdem belastet, ist immer wieder in den Romanen spürbar geworden, inklusive der Angst um seine Familie. Kein Wunder, hatte der Federmann doch Trojans Freundin Jana Michels in seiner Gewalt. Als Trojan nun zu einem neuen Mordfall gerufen wird, ahnt er nicht, dass ihn dort die Schatten der Vergangenheit einholen würden. Und dann taucht auch noch die Tochter des Federmannes auf… Grundsätzlich ist es eine gute Idee, die starke Story des ersten Bandes wieder aufzugreifen. Und auch in diesem Fall kann man sich auf Max Bentows Stil verlassen: An Spannung fehlt es nicht. An die bisherigen Bücher kommt dieser Fall allerdings nicht ganz heran. Etwas zu konstruiert ist die Story, etwas zu holterdipolter das Ende.

Trotz leichter Schwächen immer noch ein wirklich guter Krimi. Breite Empfehlung. Die vorigen Bände sollten ebenfalls im Bestand sein.

Signatur: SL
Schlagworte:
Psychologie | Thriller | Spannung
Bewertung: ++
Rez.: Marcel Lorenz

 

 

Ditfurth, Christian von: Zwei Sekunden. Thriller. München: Carl´s Books 2016. 458 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-570-58567-2, kt.: 14,99 €

Eine unbekannte mächtige Organisation begeht Morde an Mitarbeitern des Berliner Kanzleramts.

Im zweiten Fall mit Kommissar de Bodt fällt sofort der Stakkato-Stil auf. In den 237 kurzen Kapiteln findet sich viele sehr knappe Sätze - gern ohne Verb. In Verbindung mit häufigen Cliffhanger-Effekten am Ende der Kapitel bekommt das Werk eine starke Dynamik. Die Zahl der Akteure, Handlungsstränge und einschneidenden brutalen Ereignissen ist groß, lässt sich aber für die Leserschaft gerade noch überschauen. Inhaltlich geht es um einen Anschlag auf die Staatskarosse, in der die deutsche Kanzlerin und der russische Präsident sitzen. Diese schlägt fehl, denn ein anderer Wagen der Kolonne wird mit einer Bombe gesprengt. Der unkonventionelle de Bodt und sein Team ahnen aber bald, dass dies gewollt war. Die folgende Mordserie zeigt ein skrupelloses Täterprofil. Auch der in die Aufklärung involvierte russische Geheimdienst kann das Rätsel nicht lösen. Der Polizei gelingt es aber mit viel Intelligenz und Technik, die Täter zu identifizieren. Der Showdown findet dann in Dänemark statt.

Sehr politisch, technisch, direkt, derb und real - nicht nur aber eher ein Werk für männliche Leser.

Signatur: SL
Schlagworte:
Politik | Berlin | Russland | Spannung
Bewertung: ++
Rez.:
Tobias Behnen

 

 

Hinzmann, Silvija: Der Wanderer im Karst. Joe Prohaskas zweiter Fall in Istrien. Klagenfurt: Wieser 2016. 193 S. ; 21 cm. (wtb 25). ISBN 978-3-99029-199-3, kt.: 13,50 €

Kriminalroman über Ermittlungen in Istrien, die die Geschichte leicht verdaulich einbeziehen.

In einem kroatischen Bergdorf findet Joe Prohaska, nach einem Dienstunfall frühpensionierter Kriminalkommissar aus Deutschland, durch Zufall die Leiche eben des Mannes, den er am Vorabend kennengelernt hat. Er vermutet einen Mord und kann es nicht lassen, auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell stößt der Deutsch-Kroate auf Ressentiments der Dorfbewohner gegen Ausländer und Wohlhabende und findet Verbindungen zu dem Toten. Außerdem entdeckt er einen verborgenen Schatz, der noch dazu mit dem Toten zu tun hat. Trotz der eher seichten Story liest sich der Krimi gut. Durch den doch so netten Protagonisten, über dessen Privatleben man viel erfährt, wird ein Streifzug in Freundschaft und Liebe eröffnet. Die Autorin flicht die bis heute nicht aufgearbeitete Geschichte Istriens beziehungsweise Kroatiens im Zweiten Weltkrieg mit Vertreibung der italienischen Bevölkerung, Partisanen und dem Zerfall Jugoslawiens elegant in die Kriminalgeschichte ein. So lässt sie die Figuren authentischer handeln.

Der nicht allzu tiefschürfende Krimi eignet sich gut für einen gemütlichen Leseabend, über den man nicht allzu lange nachdenken muss. Alle Themen werden nur angerissen. 

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Istrien | Fremdenfeindlichkeit | Dorfleben
Bewertung: +
Rez.:
Ute Lawrenz

 

 

Massey, Jeremy: Die letzten vier Tage des Paddy Buckley. Roman. Dt. von Herbert Fell. München: Carl´s Books 2016. 267 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-570-58555-9, kt.: 14,99 €

Von einem Ort des Friedens lässt Paddy die letzten turbulenten Tage vor seiner Beerdigung Revue passieren. 


Mit zweiundvierzig hat Paddy jeder Lebensmut verlassen. Obwohl er seinen Beruf als Bestatter nach wie vor gerne ausübt, hat er den unerwarteten Tod seiner geliebten Frau auch nach zwei Jahren noch nicht überwunden und leidet unter chronischer Schlaflosigkeit. Das Schicksal nimmt seinen Lauf als er eines Morgens zwecks Planung der anstehenden Trauerfeier zu einer Witwe geschickt wird, mit dieser im Bett landet und die Frau dabei verstirbt. Erschüttert über sein ungebührendes Verhalten beseitigt er alle Spuren und stellt ihren Tod als Herzanfall dar. Seine Sorge wegen ihrer Autopsie löst sich bereits in der folgenden Nacht in Luft auf, als er, völlig übermüdet, den Bruder des gefährlichsten Gangsters von Irland überfährt. Dieser schwört blutige Rache, nicht ahnend, dass er in dem Bestatter, der ihm am anderen Morgen gegenübersitzt, bereits den Mörder seines Bruders gefunden hat.

Die mal launische und mal amüsante Geschichte eignet sich für alle Fans des schwarzen Humors.

Signatur: SL
Schlagworte: Beerdigungen | Irland | Gangster | Humor
Bewertung: +
Rez.: Heike Nickel-Berg

 

 

Sendker, Jan-Philipp: Am anderen Ende der Nacht. Roman. München: Blessing 2016. 350 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-89667-389-3, geb.: 19,99 €

Selbstlose und mutige Menschen ermöglichen die geheime Flucht einer kleinen Familie durch China.

Paul und seine chinesische Frau Christine müssen vor den gefährlichen Schergen eines mächtigen Parteisekretärs fliehen, um die Entführung ihres kleinen Sohnes David zu verhindern. Größte Geheimhaltung ist notwendig, um die rettende amerikanische Botschaft zu erreichen. Auf ihrer riskanten Reise durch das wirtschaftlich aufsteigende Land offenbaren sich die weiterhin repressiven Strukturen einer Gesellschaft, dessen Menschen noch immer von den Nachwirkungen der großen Kulturrevolution traumatisiert sind. Dennoch lernt die Familie auch Chinesen kennen, die trotz großer Angst und existenzieller Not bereit sind zu helfen. – Dem kenntnisreichen Autor gelingt es, die untergründigen Tendenzen und Missstände einer zerrissenen Gesellschaft differenziert aufzunehmen. Indem er Charaktere und Situationen mit einer sehr feinfühligen Art ausleuchtet, erreicht er eine große Intensität bei der Schilderung menschlicher Schicksale, insbesondere von Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben.

Der unabhängige dritte Teil und Abschluss der China-Trilogie überzeugt trotz der teilweise bedrückenden Atmosphäre, eine berührende, spannende Lektüre nicht nur für Chinakenner.

Signatur: SL
Schlagworte: China | Unterdrückung | Zivilcourage
Bewertung: ++
Rez.: Natascha Rothert-Reimann

 

 

E Erd-, Länder- und Völkerkunde, Reisen

Balmer, Dres: Rund ums Schwarze Meer. Eine Radreise durch sieben Länder von Istanbul nach Istanbul. Fotos von Dres Balmer u. Pete Mijnssen. Hg. von Velojournal. Zürich: Rotpunkt 2016. 317 S. : Ill. ; 21 cm. (Ed. Blau). ISBN 978-3-85869-712-7, kt.: 36,00 €

Ein Reistagebuch von Radprofi Dres Balmer, der 2013 durch sieben Länder rund ums Schwarze Meer fährt.

Dieses Buch für Radsportbegeisterte ist eine Mischung aus Reiseführer und –tagebuch. Es ist jedoch trotz vieler bunter Landschaftsbilder, Karten und informativer Thementexte zu den sieben bereisten Ländern nicht primär für Tourennachahmer geschrieben. Zum einen ist die Tour dafür zu speziell und auch politisch hat sich wohl die Route seit 2013 stark verändert. Zum anderen sind dafür zu wenig Reiseinfos enthalten und zu viel persönliche Geschichte erzählt. Der Autor beobachtet und reflektiert den touristischen Alltag der bereisten Länder, menschliche Begegnungen und vor allem sich selbst. Sein repetitiver und meditativer Nomaden-Erzählstil beschreibt Landschaft, Tagesgeschehen und wie sich die eigene Stimmung auf Radsportleistung und das tägliche Erleben der fremden Kultur auswirkt. Die ständige Selbstreflexion und Launen des Autors sind sicherlich Geschmackssache, auch wegen der gelegentlichen politischen Stammtischmeinungen und (sporadisch zu tiefen) Einblicken in private Erlebnisse und Gedanken.

Radsportler, die sich ggf. auch für Osteuropa und Türkei interessieren oder Liebhaber von Lektüre, die das „Sich selbst beobachten“ schätzen.

Signatur: Eb
Schlagworte: Rad fahren | Reisen | Tagebuch | Istanbul
Bewertung: +
Rez.: Rebecca Noppmann

R Rund um Hobby, Haus und Garten, Sport und Spiel

Anders-Hoepgen, Marcel: Der Sonnengruß. Workout für den Morgen für mehr Energie und Power. Entspannung für den Abend und einen guten Schlaf.  Lünen: Systemed 2016. 2 DVDs ; 101 Min. ISBN 978-3-95814-067-7, : 17,99 €

Ein Yoga-Meister leitet auf 2 DVDs Körperstellungen des Übungszirkels „Der Sonnengruß“ für das Morgen- und Abendtraining an.

Yoga-Meister Marcel Anders-Hoepgen (*1973), im weißen Trainings-Outfit, leitet auf der 1. DVD Asanas (= Körperstellungen) des „Sonnengrußes“ an, die besonders am Morgen energetisch wirken sollen. Nach Atemübungen und einem Aufwärmtraining zeigt er Variationen der Körperstellung „Der Krieger“ (Ziel ist die Stärkung des Durchsetzungsvermögens), eine Kraft- und Energieeinheit und schließt mit Entspannungsübungen ab. Auf der 2. DVD beginnt Anders-Hoepgen seinen „Sonnengruß für den Abend“ ebenfalls mit Atemübungen und einem Warm-up. Ihnen folgen Einheiten zur Stressbewältigung und zur Kräftigung des Rückens sowie ein Cool down und eine Übungsreihe zur Entspannung. Jede der DVDs umfasst eine Gesamtspielzeit von etwa 50 Minuten und ist in 5 bzw. 6 gut ansteuerbare Sequenzen unterteilt. Die Anleitungen, am Strand mit dem Meer im Hintergrund, erfolgen in einer ruhigen Stimmlage, der man gerne zuhört. Anfänger wie Fortgeschrittene können von diesem „Power-Workout für Körper und Seele“ enorm profitieren.

In Büchereien sehr gut möglich, wo Yoga-Treibende und Sonnengrußliebhaber zu den Kunden zählen. 

Signatur: Rb
Schlagworte: Yoga | Sonnengruß | Asanas | Power-Workout
Bewertung: +++
Rez.: Martina Mattes

Luther-Hoffmann, Karola: Häkel mich! Lustige Glücksbringer im Miniformat. Fotos von Wladislaw Hofmann. Rheinfelden: Christophorus Verl. 2016. 63 S. : Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-8410-6396-0, kt.: 9,99 €

Anleitung zum Häkeln von kleinen Tierfiguren. 

Die Autorin Karola Luther-Hoffmann erklärt wie man aus bunter Wolle, auch Wollresten, lustige kleine Gesellen erstellen kann. Mit Hilfe ihrer anschaulichen Schritt für Schritt Fotos entstehen kleine niedliche Tierfiguren. Da sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht und der Weihnachtsmann bringt mit seinen Rentieren die Geschenke zu den Kindern. Die Anleitung zu jeder einzelnen Figur wird Reihe für Reihe angesagt. Für geübte Hände sicher kein Problem. An Hand des Grundmodells in Bild und Text ist es auch für Anfänger gut verständlich und relativ einfach nachzuarbeiten. Am Ende des Büchleins findet der Neuling einen kurzen Grundkurs zum Häkeln lernen. Alle Abkürzungen sind aufgelistet. Die Aufmachung des kleinen Buches ist mit liebevollen Zeichnungen zum jeweiligen Thema bebildert und wird so für kleine Leser zum Bilderbuch.

Das kleine Häkelbuch ist sehr hübsch zum Anschauen, die Tiere als Glücksbringer zu verschenken auch, aber so richtig passen sie nicht mehr in unsere Zeit.

Signatur: Ra 1
Schlagworte: Häkeln | Tiere | Basteln
Bewertung: +
Rez.: Monika Mazac

S Sozialwissenschaften

Park, Yeonmi: Mut zur Freiheit. Meine Flucht aus Nordkorea. Mit Maryann Vollers. Dt. von Sabine Herting u. Jörn Ingwersen. München: Goldmann 2015. 318 S. : Ill. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-442-31418-8, geb.: 19,99 €

Kindheit und Jugend in Nordkorea, die Flucht mit der Mutter nach China und die ersten Zeiten dort, schulische Entwicklung und schließlich Aktivitäten gegen das Regime, das sie hinter sich lassen konnte.

Yeonmi Park beschreibt in ihrem Werk sehr eindrucksvoll ihr Leben und ihre persönliche Entwicklung in dem noch heute einzigen Land hinter einem eisernen Vorhang. Sie lässt uns teilhaben an dem Hunger und den Qualen der einfachen Menschen unter dem Druck einer Regierung, die sich ganz und gar an ihrem jeweiligen Führer orientiert. Polizei und Geheimpolizei sorgen für Ruhe und Sicherheit. Bildung und Ausbildung, Arbeit und Freizeit werden durch die Leitung in Pjöngjang verordnet, das Militär ist die einzige Institution, die immer wieder gefördert und unterstützt wird. Der Verfasserin gelingt es zusammen mit der Mutter, mit Mühen dem Land zu entfliehen, sie wird durch chinesische Männer zu kaum zu fassenden Taten gezwungen, kommt schließlich nach Seoul und wird zu einer Botschafterin der Freiheit für ihr Heimatland.

Dieses Buch lässt sich gut lesen, wirkt manchmal ein wenig langatmig, aber lässt die Erfahrungen und die Mentalität der Verfasserin gut erspüren. Für interessierte Leserinnen und Leser.

Signatur: Sa
Schlagworte:
Nordkorea | Diktatur | Freiheit | Sehnsucht
Bewertung: ++
Rez.:
Kurt Triebel