Newsletter „Bücherei" 01/2019

Liebe Büchereimitarbeiterin! Lieber Büchereimitarbeiter!

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Auch im ersten Bücherei-Newsletter des neuen Jahres informieren wir Sie über gut einsetzbare Bücher vom Bilderbuch übers Jugendbuch bis hin zu Romanen, Krimis und Sachbüchern für Erwachsene. Mit „Tschingderassabum“ ist ein Praxisbuch dabei, dass mit allerhand schönen Spiel-Ideen für die Faschingszeit aufwartet. Falls Sie also z. B. mal eine Polonaise durch die Bücherei anführen wollen, werden Sie hier fündig. Es ist sogar ein Aufräumspiel dabei - und wer träumt nicht von Kindern, die mit Freude Ordnung schaffen?

Ein unterhaltsames Bücherjahr wünscht Ihnen
Ihr Eliport-Team

 

Bewertung:

+++      = hervorragend
++        = gut
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P:S.: Noch mehr aktuelle Besprechungen verschicken wir jeweils
► am 05. des Monats als „Kita-Newsletter“,
► am 10. des Monats als „Gemeinde-Newsletter“ und
► am 30. des Monats als „Hörbuch-Newsletter“, mit Besprechungen von CDs für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
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Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Serviceangebote, die Sie auf unseren Internetseiten abrufen können:
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Jm 1 Bilderbücher

Gattermann, Kirsten: Matti Maulwurf fährt U-Bahn. Hildesheim: Gerstenberg 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-8369-5640-6, geb.: 15,00 €

Ein Maulwurf erkundet in Begleitung einer Maus das Berliner U-Bahnnetz.

Matti der Maulwurf gräbt sich durchs Erdreich. Versehentlich landet er in einem U-Bahntunnel und kann sich in letzter Minute noch vor dem einfahrenden Zug retten. Nachdem er die Bekanntschaft einer dort unten lebenden Maus gemacht hat, ist sein Interesse geweckt und gemeinsam begeben sie sich auf Erkundungstour. Vom Fahrkartenautomaten über eine U-Bahnfahrt bis hin zum Bahndepot - Matti lernt an diesem Tag viel Wissenswertes über das U-Bahnsystem. Und es ist seinem eigenen Tunnelsystem gar nicht so fremd. Doppelseitig bebildert und farbig illustriert führt der Maulwurf durch dieses Lehrbilderbuch. Er gewährt Einblicke dort, wo der normale U-Bahn-Nutzer nicht hinkommt. Die Schrifttype des begleitenden Textes erinnert tatsächlich etwas an ein Lehrbuch. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit den Berliner Verkehrsbetrieben, was beim ortskundigen Betrachter vielleicht den einen oder andern Wiedererkennungseffekt haben könnte. Ansonsten ist der Text jedoch neutral gehalten.

Sachbilderbuch zum Thema U-Bahn nach Vorlage des Berliner U-Bahnnetzes. Zum Einsatz in Kindergarten und Grundschule für besonders wissbegierige Jungen und Mädchen geeignet.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: U-Bahn | Tiere | Berlin
Bewertung: +++
Rez.: Brigitte Elstner-Steinbach

Mein Freund, der Stern. Sam Hay. Ill. von Sarah Massini. Dt. von Ann Lecker. Hamburg: Aladin 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 28 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-8489-0141-8, geb.: 14,95 €

Ein kleiner Junge findet einen Stern und gemeinsam mit seiner Schwester macht er sich auf die Suche nach dessen Besitzer.

Eine Ich-Erzählerin im Grundschulalter hält uns auf dem Laufenden: Ihr kleiner Bruder ist ein leidenschaftlicher Schatzsucher. Doch dann findet er einen kleinen hell leuchtenden Stern, der ist so besonders, dass er doch jemandem gehören muss. Sie fragen in der Schule, in der Kantine und alle Kinder, die in ihren Verkleidungen einen Stern haben: den Sheriff, den Zauberer, die Feen. Aber keinem gehört er. So freut sich der Bruder, dass er das leuchtende Etwas behalten darf. In einem Glas nimmt er den Stern überallhin mit: zum Schwimmen, auf den Roller, ins Kino, sogar aufs Klo. Aber nachts sieht der kleine Stern nicht glücklich aus. Etwas aufgesetzt wirkt für mich das Ende. Am Himmel steht geschrieben, dass ein kleiner Stern vermisst wird und als es schließlich gelingt ihn abzuholen, erscheint wieder eine Schrift mit einem Dank an den Freund. Die an E.T. erinnernde Geschichte ist in wechselnden Formaten bewegt und gelungen illustriert. Einzig die Pünktchenaugen der Kinder stören mich.

Eine nette Geschwistergeschichte für den großen Bedarf an Bilderbüchern.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Stern | Schatz | Himmel | Geschwister
Bewertung: +
Rez.: Gabriele Kassenbrock

Nun schlaft. Regina Schwarz. Ill. von Julia Dürr. München: Tulipan 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 16 cm. ISBN 978-3-86429-428-0, geb.: 12,00 €

Eine kurze Einschlafgeschichte in einfachen Reimen.

Nicht alle Kinder gehen abends gerne ins Bett und auch die Tiere in diesem kleinen Pappbilderbuch brauchen eine ganze Weile, bis sie alle gemütlich im großen Bett liegen. Der Bär liegt schon mit einem Buch unter der Decke und wartet auf seine Bettgenossen. Doch jedes Tier braucht beim Zubettgehen sein eigenes Ritual. Der Mops muss noch mal hopsen, die Gans nochmal tanzen. Der vernünftige Biber ermahnt die andern, sie sollen endlich aufhören zu toben. Es wird gedrängelt bis alle einen Platz gefunden haben und endlich dicht an dicht einschlafen können. Nur die Grille bleibt wach und genießt die Stille. Auf jeder Doppelseite wird die dargestellte Szene durch einen einfachen zweizeiligen Reim ergänzt. Alle Seiten zeigen den braunen Fußboden und auf der rechten Seite das große Bett, in dem immer mehr Tiere liegen. Julia Dürrs Bilder sind großflächig ohne Schattierungen und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Trotzdem kann man beim Betrachten mehr entdecken, als die Reime erzählen.

Schon für die ganz kleinen Leser*innen und auch für Krabbelgruppen geeignet.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Gute-Nacht-Geschichte | Tiere | Einschlafen | Pappbilderbuch
Bewertung: ++
Rez.: Eva Basler

Vere, Ed: Der mutige Max. Dt. von Marc-Frederic Schmid. München: Knesebeck 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-95728-128-9, geb.: 12,00 €

Ein sehr lustiges Buch mit tollen, farbenfroh gestalteten Seiten.

Der mutige Max ist ein kleiner schwarzer Kater, der sich ein wenig überschätzt. Um jedoch zu beweisen, dass er mutig ist, macht er sich auf die Jagd nach der Maus. Das Problem ist, dass er gar nicht weiß wie eine Maus aussieht. Er geht also auf die Suche nach der Maus und lässt sich von verschiedenen Tieren Ratschläge geben. Er begegnet dabei einem Goldfisch, vielen Vögeln auf einem Baum, einem Elefanten und einem Hasen. Natürlich begegnet Max auch der Maus, doch er weiß nicht, dass es die Maus ist. Die Maus sagt, sie sei nicht die Maus und schickt Max zu dem Monster, welches laut Aussage der Maus die Maus ist. Max legt sich prompt mit dem Monster an... Die Sätze sind kurz und knapp sowie witzig geschrieben. Die Zeichnungen sind einfach und toll und passen perfekt zum Gesamtkonzept des Buches. Es ist eine sehr lustige Geschichte für die ganze Familie und regt zu Gesprächen an. Wann z. B. ist es gut, mutig zu sein, wann ist hingegen eher Vorsicht geboten.

Das Buch eignet sich auch für die Kindertagesstätte.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Mut | Katze
Bewertung: +++
Rez.: Jenny Weger

Zwischen Tick und Tack. Louise Greig. Ill. von Ashling Lindsay. Dt. von Uwe-Michael Gutzschhahn. Hildesheim: Gerstenberg 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 28 cm. ISBN 978-3-8369-5651-2, geb.: 13,95 €

Liesel ist unzufrieden mit dem Leben in der Stadt und hält kurzerhand die Uhr an, um die Menschen zum Rasten zu zwingen.

Alle Menschen in der großen Stadt haben es eilig. Keiner bemerkt ein Vogelkind, das aus dem Nest gefallen ist, einen Hund, der sich verirrt hat oder eine Katze die ängstlich auf einem Baum sitzt. Alles ist grau, der Spielplatz ist verlassen. Die kleine Liesel findet, dass es jetzt Zeit ist, die Uhr anzuhalten. Zwischen Tick und Tack erstarrt das Leben, die Stadt verstummt. Diesen kurzen Moment nutzt Liesel, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Sie treibt das triste Grau aus den Gassen, kümmert sich um die ängstlichen, verlassenen Tiere, schlichtet Streit und weckt den Spielplatz zu neuem Leben. Bei Tack erwacht eine strahlende Stadt und vielleicht haben die Menschen in diesem winzigen Moment gelernt, manchmal innezuhalten. Ein Bilderbuch, das sich in meinen Augen mehr an die erwachsenen Vorleser wendet, ihnen ans Herz legt, auch den kleinen Dingen Beachtung zu schenken, sich Zeit zu nehmen. Nicht alle kurzen Texte, die Liesels Handeln erklären, sind für Kinder leicht verständlich.

Seniorenkreis; Kita; Grundschule

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Zeit | Miteinander
Bewertung: ++
Rez.: Eva Basler

Ju 1 Erzählungen für das erste Lesealter (6-8 Jahre)

Ein Tag in der Tierarzt-Praxis. Ann-Kathrin Heger. Ill. von Florentine Prechtel. Bindlach: Loewe 2018. 43 S. : überw. Ill. ; 25 cm. (Leselöwen, 1. Klasse). ISBN 978-3-7855-8902-1, geb.: 7,95 €

Ein Junge ist mit seiner Katze bei der Tierärztin und darf auch bei anderen tierischen Patienten helfen.

Irgendetwas stimmt nicht mit Mattis Katze Fussel und so sucht er mit ihr die Tierarztpraxis auf. Gemeinsam warten sie auf die Tierärztin Fanni Klein, die jedoch schon bald mit ihrer Kutsche – gezogen von Pony Apfelmus – angefahren kommt. Bei der Untersuchung stellt sich heraus, dass Fussel Junge bekommt. Nun heißt es warten und tollerweise darf Matti in der Zwischenzeit Frau Dr. Klein assistieren. Im Wartezimmer tummeln sich ein weißer Schäferhund, ein Mops, ein Meerschweinchen und weiteres Kleingetier samt Besitzerinnen. Doch nach zwei Patienten, denen mit Verband und Impfung geholfen werden kann, ist Fussel bereits stolze Katzenmutter. Matti ist begeistert und auch seine Mutter nimmt den überraschen Familienzuwachs mit Humor.  „Ein Tag in der Tierarzt-Praxis“ folgt dem Konzept der Leselöwenreihe. Wenig Text, maximal zwei kurze Sätze pro Seite, hoher Bildanteil und im Anschluss ein Leserätsel sowie Sachinformationen zum Thema.

Gebrauchsliteratur für tierinteressierte Lesestarter*innen der 1. Klasse.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Erstleser | Tierarzt
Bewertung: +
Rez.:
Anna Winkler-Benders

Wendland, Bettina: Diebe auf dem Schulhof. Ill. von Judith Heger. Holzgerlingen: SCM 2018. 77 S. : Ill. ; 22 cm. (Lies mit mir!). ISBN 978-3-417-28820-9, geb.: 10,99 €

Beim Schulbasar wird eine Geldkassette gestohlen, Lea und ihre Freunde ahnen sofort, wer der Dieb ist.

Die Freunde Lea, Jakob und Tom gehen in die 3. Klasse und interessieren sich für Detektivarbeit. Beim Schulbasar verkauft ihre Klasse Gebasteltes. Der Erlös soll Schulkinder in Kamerun unterstützen. Als in einem unaufmerksamen Moment die Geldkassette gestohlen wird, nehmen die drei Detektive die Spur auf und befragen mögliche Zeugen. Schnell finden sie Verdächtige, die sich auffällig verhalten haben, oder denen schon frühere Diebstähle nachgesagt werden. Bei ihren weiteren Ermittlungen stellen die Kinderdetektive dann fest, dass man Menschen ohne genaueres Wissen schnell falsch beurteilt. Denn den Diebstahl hat jemand anders begangen.
Die Geschichte ist ein typischer Kinderkrimi mit pfiffigen Kindern als Ermittler. Das Besondere ist der starke ethische Akzent durch die Betonung des Basarzwecks (Afrikahilfe) und die Schwerpunktsetzung auf Vorurteile, die zu falschen Verdächtigungen führen. Dieser Absicht müssen sich die Originalität der Geschichte und die literarische Qualität unterordnen.

Für Leseanfänger*innen. Durch im Text hervorgehobene Einzelsätze in größerer Fibelschrift besonders geeignet für das gemeinsame Lesen von Groß und Klein.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Vorurteile | Diebstahl | Gemeinsam lesen
Bewertung: +
Rez.:
Birgit Schönfeld

Ju 2 Erzählungen für das zweite Lesealter (9-12 Jahre)

Anderson, Sophie: Marinka. Die Reise nach Dazwischen. Dt. von Katja Maatsch u. Alexandra Rak. Hamburg: Dressler 2018. 285 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-7915-0077-5, geb.: 17,00 €

Die 12 jährige Marinka will ihr Leben selbst bestimmen und nicht den ihr vorbestimmten Weg einschlagen.

Baba Jaga, die in slawischen Märchen eine Hexe, Waldfrau oder eine Menschenfresserin verkörpert, führt in dieser Erzählung die Toten ins Jenseits. Jede Nacht stehen die Toten vor ihrem Haus, bis sie eingelassen werden. Sie werden bewirtet, erzählen von ihrem Leben und treten dann getröstet durch eine Pforte ins Jenseits. Marinka, dem Enkelkind einer Baba Jaga, ist es vorbestimmt, eines Tages als Baba Jaga die Verstorbenen zu begleitet. Doch Marinka wünscht sich ein normales Leben unter lebendigen Menschen in einem Haus, das nicht auf Hühnerbeinen rumläuft. Sie will ihr Leben selbst bestimmen, was ihr letztendlich gelingt. Das ganze Szenario dieser Geschichte ist ziemlich gruslig. So kocht Marinka nicht nur abends für die Toten, sie baut vorher noch einen Zaun aus Knochen um das Haus. Die Vorstellung, dass wir zu den Sternen zurückkehren, um den ewigen Kreislauf zu vollenden, ist vom christlichen Glauben weit entfernt. Inwieweit man das einem Fantasybuch zugesteht, ist Ermessenssache.

Für Fantasy und Märchen-Fans ab 11 Jahren; als Diskussionsgrundlage zu Tod und Sterben; selbstbestimmtes Leben.

Signatur: Ju 2 | Ju 3
Schlagworte:
Fantasy | Märchen | Selbstbestimmung
Bewertung: +
Rez.:
Eva Basler

August, John: Arlo Finch - Im Tal des Feuers. Dt. von Wieland Freund u. Andrea Wandel. Ill. von Helge Vogt. Würzburg: Arena 2018. 305 S. : Ill. ; 22 cm. Aus d. amerikan. Engl. ISBN 978-3-401-60415-2, geb.: 16,00 €

Arlo Finch findet nach seinem Umzug in die Berge neue Freunde und besteht Abenteuer in der realen und magischen Welt.

Als Arlo Finch (12) mit Mutter und Schwester (15) ins abgelegene Pine Mountain zieht, bemerkt er schnell, dass der angrenzende Wald voller Magie ist und böse Mächte es auf ihn abgesehen haben. An der Schule wird er auf die „Ranger" aufmerksam und findet dort neue Freunde, mit denen er die (Überlebens-)Aufgaben in Wettkämpfen in der Wildnis meistern lernt. Bewohner der magischen Welten suchen den Kontakt zu ihm - bedrohlich wie beschützend. Auch in der realen Welt lernt er schnell, dass nichts so ist, wie es scheint - sogar in seiner Familie.
Das Trilogiedebut des Drehbuchautors ist „filmfähig"; die Charaktere sind holzschnittartig, die Abenteuer plastisch und ein wenig gruselig gestaltet (besser durch die Illustrationen als das Cover unterstützt); ethische Aspekte werden durch die Ranger (Eid und Abzeichen im Anhang) angesprochen. Das Buch lässt zahlreiche Anleihen erkennen, hinreichenden Spielraum für die Beziehungsgestaltung zwischen Personen und Welten und ist durchaus unterhaltsam.

Ab 10 Jahre für (männliche) Freunde von Fantasy mit Gruselfaktor; ohne literarische Ambition, mühelos als Film vorstellbar und 2020 voraussichtlich abgeschlossen.

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Fantasy | Abenteuer
Bewertung: +
Rez.: Frauke Thees

Jg Geschichte (einschl. Kulturgeschichte, Zeitgeschichte)

Flessner, Bernd: Das Buch. Gestern, heute und morgen. Nürnberg: Tessloff 2018. 64 S. : überw. Ill. ; 28 cm. (Was ist was). ISBN 978-3-7886-2192-6, geb.: 14,95 €

Von den ersten Schriften bis zur Entstehung eines Buches und der Vermarktung heutzutage.

In kurzen Texten und mit vielen Bildern wird die Entwicklung der Schrift dargestellt. Es beginnt mit der Höhlenmalerei führt über die Keilschrift bis hin zu lateinischen Schrift. Die Veränderungen in der Herstellung der Bücher vom handgeschriebenen Buch bis zum digitalen Druck durch neue Entwicklungen werden anschaulich beschrieben. Ein großer Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Buch als Idee bis zum Vertrieb des fertigen, lektorierten Buches. Die Arbeit des Autors, Illustrators, Lektors und der Bildredaktion werden ausführlich erklärt. Auch Bibliotheken und Buchhandlungen bleiben nicht unerwähnt. Nicht jede Erklärung im Text finde ich zutreffend. Zum Beispiel zeigt ein Bildband nicht nur „besonders schöne Bilder“. Der Behauptung, dass nur Leser*innen „die Spannung eines Krimis“ oder „die Stimmung eines Gedichts“ empfinden können, möchte ich widersprechen. Lesen ist eine Schlüsselqualifikation, aber es gibt Menschen, die aufs Hören angewiesen sind und Texte genau so genießen können.

Als Nachschlagewerk, falls bei Bibliothekseinführungen auf das Medium Buch eingegangen werden möchte. Kein Buch, nach dem Kinder selbst greifen, muss empfohlen werden.

Signatur: Jg | Jt
Schlagworte: Buchdruck | Schrift
Bewertung: +
Rez.: Eva Basler

Jn Naturwissenschaften, Medizin, Mathematik

Eich, Eva: Naturforscher im Winter. Zum Mitmachen und Ausfüllen. Gestaltung: Judith Jänsch. München: arsEdition 2019. 109 S. : Ill. ; 20 cm. ISBN 978-3-8458-2656-1, kt.: 10,00 €

Dieses Buch lädt junge Forscher ein sich auf eine ganz besondere, intensive und abenteuerreiche Expedition zu begeben.

Der logische Aufbau des Buches, mit dem allgemeinen Beginn des Winters und wie sich dieser zeigt, über das wichtigste Merkmal des Winters, den Schnee, hin zu Winter in der Stadt, am Wasser, im Wald, auf der Wiese und letztendlich dem Frühling, ist jeweils auf einer Doppelseite ein Unterthema kindgerecht aufbereitet. Ein besonders schönes Extra sind die unterschiedlichen Experimente die angefügt sind oder aber auch die Aufforderung selbst Notizen in das Buch zu machen. So wird das Buch lebendig und zu einem informativen Begleiter. Die vielen Sachinformationen sind in kurzen, prägnanten Texten verfasst und vermitteln auf leichte Weise wertvolle Erkenntnisse. Die Seitengestaltung ist lebendig, die einzelnen Infos sehr gut dargestellt und mit einem umfangreichen Wissen versehen. Das handliche Format erleichtert die Handhabung des Buches.

Für Grundschüler, aber auch für Kindergartenkinder in Zusammenarbeit mit einem Erwachsenen ein wunderbares Infobuch, das umfangreiche Sachinfos über den Winter vermittelt.

Signatur: Jn
Schlagworte:
Winter | Natur
Bewertung: +++
Rez.:
Eva Wimmer

SL Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik

Bailey, Sarah: Dark Lake. Thriller. Dt. von Astrid Arz. München: C. Bertelsmann 2018. 511 S. ; 22 cm. Aus d. austral. Engl.ISBN 978-3-570-10356-2, kt.: 15,00 €

Ein Mord bringt in einer australischen Kleinstadt ein Geflecht an Schuld und Lügen an den Tag.

An einem See nahe der Kleinstadt Smithson wird die Leiche der jungen Lehrerin Rosalind Ryan gefunden. Nicht nur Detective Gemma Woodstock, die ermittelnde Polizistin, verband eine komplizierte Beziehung mit der schönen Toten. Als schließlich Gemma Woodstocks Sohn entführt wird, scheint sie dem Mörder gefährlich nahe gekommen zu sein. Sarah Baileys Debütroman ist psychologisch klug konstruiert, ohne dabei auf grausame Effekte zu setzen. Ihre Charaktere überzeugen, besonders die innerlich gebrochene Polizistin Gemma. Das Buch ist weniger ein Thriller als ein Kriminalroman, der seine Spannung langsam und nachhaltig entfaltet.

Geeignet für Krimi-Leser, die gerne mitraten wollen.

Signatur: SL
Schlagwoorte: Krimi | Australien
Bewertung: ++
Rez.:
Claudia Puschmann

Barnett, David M.: Miss Gladys und ihr Astronaut. Dt. von Wibke Kuhn. Berlin: Ullstein 2018. 409 S. ; 21 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-548-28954-0, kt.: 15,00 €

Eine Familienkrise wird auf ungewöhnliche Weise gelöst.

Nan, die liebenswerte 71jährige Oma von Elli und James, ist solange für ihre mutterlosen Enkel verantwortlich, bis deren Vater aus der Haftanstalt entlassen wird. Allerdings leidet Nan zunehmend an Demenz. Und so muss Elli sich um alles kümmern, aber sie ist eben erst 15 Jahre alt und James ist 10. Damit die kleine Familie nicht durch einen behördlichen Zugriff getrennt wird, versucht man im Alltag unauffällig zu bleiben. Dennoch wird die Lage immer auswegloser, wäre da nicht Oma Nans telefonischer Kontakt zu „Major Tom“, einem Astronauten mit „One-Way-Ticket“ zum Mars. Diesem im Grunde menschenfeindlichen Griesgram scheint die kleine Familie ans Herz zu wachsen… – Hinter der skurrilen Szenerie verbergen sich durchaus „irdische“ Schicksale, denen der geneigte Leser mit Spannung durch alle Höhen und Tiefen folgen mag. Natürlich wirkt alles ein wenig überzogen, doch wird die warmherzige Tragikömodie dem Zusatz „Kopfkino“ mehr als gerecht.

Wenig tiefschürfender Lesestoff, ein entspannender Schmöker für Heranwachsende und Herangewachsene. Auch schön geeignet für Krankenhausbüchereien.

Signatur: SL
Schlagworte:
Familie | Tragikomödie
Bewertung: ++
Rez.: Natascha Rothert-Reimann

Durst-Benning, Petra: Die Fotografin - Am Anfang des Weges. Roman. München: Blanvalet 2018. 445 S. ; 22 cm. (Band 1). ISBN 978-3-7645-0662-9, geb.: 20,00 €

Lebensweg einer eigenwilligen Persönlichkeit.

Mimi Reventlow war schon als Kind "wissbegierig", interessierte sich früh für die Besonderheiten der Fotografie, gefördert durch ihren verehrten Onkel Josef. Sie lehnt den Heiratsantrag ihres Freundes ab, entscheidet sich damit gegen die Konvention "Familie". Nach absolviertem Abitur (1911) in Berlin, kehrt sie als selbstbewusste, elegante Persönlichkeit zurück und realisiert, mit dem Segen der Eltern, ihre Vorstellung der "lebendigen Fotografie". Dabei wendet sie sich gegen die stereotypen Atelieraufnahmen ihres Ausbilders mit den Requisiten von "Kopf- und Halsstützen", die jede Lebendigkeit des Models "versteifen" und eine "Unnatürlichkeit" unterstreichen. Die dynamische, junge Frau übt erfolgreich "Wagemut" auf einem ihr vertrauten Parcours, mit gelungenen Experimenten, die Schönheit jedes einzelnen Menschen in seiner Ausstrahlung und Ästhetik zu erfassen. Als Wanderfotografin, nach dem Vorbild des Onkels, lernt sie Land, Leute, Kultur und Siedlungsgewohnheiten kennen, schöpft immer wieder kraftvolle Zuversicht aus ihrem Glauben, begegnet in Ulm dem Gewerkschaftler Hannes, mit nachdenklichen Konsequenzen bezüglich ihres Lebensstils. Die überraschende Rückkehr des charismatischen Hannes, stürzt Mimi in - bis dato - unbekannte Zweifel bezüglich ihrer bisher gelebten, fotografischen Leidenschaft. Ihre "Entscheidung" darf der "geneigte" Leser im nachfolgenden Band erwarten.

Leichte, gut lesbare Unterhaltungslektüre. Nicht ohne Diskussionspotential. Durchaus empfehlenswert für alle (Patienten-) Büchereien.

Signatur: SL
Schlagworte:
Emanzipation | Selbstverwirklichung | Milieu-Studie
Bewertung: ++
Rez.:
Brigitta Morgenstern

Einhorn, Katrin: Paris für Anfänger. Roman. München: Dt. Taschenbuch Verl. 2018. 284 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-423-21750-7, kt.: 9,95 €

Ein verlorenes Geburtstagsgeschenk beschert Paul aufregende Tage in Paris.

Paul führte ein beschauliches Leben. Er behält gerne die Kontrolle, schreibt an einem Ratgeber für gutes Benehmen und Überraschungen sind ihm zuwider. Seinen dreißigsten Geburtstag hatte er schon ganz genau geplant. Für seine Freundin Annika und ein paar Freunde wollte er kochen und mit ihnen einen gemütlichen Abend verbringen. Annikas chaotische Schwester überredete Paul aber vorher mit ihr nach Paris zu fahren um einen auf dem Flohmarkt gekauften Kontrabass zu verkaufen. In Paris läuft alles schief. Paul verliert das Geburtstagsgeschenk, das Annika ihm vor der Abreise noch zugesteckt hatte. Um diese kleine Kunststoffente wieder zu beschaffen, musste er seine Prinzipien aufgeben und auf Menschen zugehen, mit denen er sonst nie Kontakt gehabt hätte. – Eine vor sich hin plätschernde Geschichte, in der der Protagonist von einer misslichen Situation in die nächste stolpert aber von seiner Odyssee nach Paris als ein anderer Mensch, der das Leben lockerer nimmt, zurück kommt.

Lesefutter für entspannte Stunden. Auch für Krankenhausbüchereien empfohlen.

Signatur: SL
Schlagworte:
Paris | Abenteuer | Liebe
Bewertung: ++
Rez.:
Christine Schwendener

 

Gesthuysen, Anne: Mädelsabend. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2018. 376 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-462-05150-6, geb.: 22,00 €

Generationenroman von den 50er Jahren bis in die Gegenwart angesiedelt im ländlich katholisch geprägten Niederrhein.

Anne Gesthuysen  spannt in ihrem 3. Roman einen Bogen von den 50er Jahren bis in die Neuzeit. Die junge Enkelin Sara, gerade Mutter eines Sohnes geworden, liiert mit einem erfolgreichen Unternehmensberater und aktiven modernen Vater, hat als Ärztin die Chance erhalten, in Cambridge ein Forschungsprojekt, verbunden mit einer Habilitation zu bekommen. Sie holt sich Rat bei ihrer Großmutter Ruth, die gerade nach einem Sturz mit ihrem Mann Walter in eine Seniorenresidenz gezogen ist. Die Beziehung der beiden Alten ist nach 65ähriger Ehe spannungsreich. In Rückblicken wird deutlich, dass Walter die patriarchalischen Machtstrukturen, die ihm auch per Gesetz in den 50 und 60er Jahren zustanden, verinnerlicht und in der Ehe ausgelebt hat. Ruth hat sich quasi rechtlos dem gefügt,  ihre Rolle für die Familie erlitten und lebt erst jetzt in der Seniorenresidenz auf, genießt ihre neuen Spielräume, wie Singkreise und  Geselligkeit.

Trotz einiger Klischees ist der Roman als Unterhaltungslektüre mit seinen interessanten Rückblicken auf die Rolle der Frau in den 50er und 60er Jahren zu empfehlen.

Signatur: SL
Schlagworte:
Ehe | Familie | Doppelmoral | Frau
Bewertung: ++
Rez.: Christine Helming

Ho-Kei, Chan: Das Auge von Hongkong. Die sechs Fälle des Inspector Kwan. Kriminalroman. Dt. von Sabine Längsfeld. Zürich: Atrium 2018. 571 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-855535-028-5, geb.: 24,00 €

Der Autor schildert die letzten Kriminalfälle des alt gewordenen Inspektors. Zugleich gibt er Einblick in das Leben in Hongkong.

Der Autor Chan-Ho-Kei wurde in Hongkong geboren und lebt bis heute dort. Mit der Schilderung von sechs spannenden Kriminalfällen, die dem altgewordenen Inspektor Kwan zu lösen aufgegeben sind, entwirft er zugleich ein eindrucksvolles Bild der Persönlichkeit des in seinem Ursprungsland sehr bekannten Inspektors und gewährt dem Leser Einblick in dessen Leben und Sterben. Aufgrund  seiner ausgeprägten Fähigkeit, Situationen und handelnde Personen wahrzunehmen und komplizierte Zusammenhänge zu durchschauen, erhielt er den Ehrentitel „Auge von Hongkong“. Der Autor schildert nicht nur spannende Fälle, sondern er führt den Leser zugleich ein in die geheimnisvolle besondere Stadt, deren wechselvolle  Geschichte immer wieder zum Nährboden von skurillen Verbrechen wird, anfangs mögen die chinesischen Namen verwirren, doch das gibt sich.

Für Gemeindebüchereien bei entsprechenden Bedarf durchaus zu empfehlen.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Ermittler | Hongkong | Asien
Bewertung: ++
Rez.:
Karl Foitzik

Matthies, Moritz: Guten Morgen, Miss Happy. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verl. 2018. 252 S. ; 20 cm. ISBN 978-3-499-27604-0, geb.: 12,00 €

Wie sag ich´s meinem Hund!

Walter, ein Familienvater in den besten Jahren führt mit der Labradorhündin seiner Tochter, Miss Happy, Gespräche. Miss Happy erklärt ihm die Welt aus Hundesicht und hält ihm immer wieder einen Spiegel vor Augen. Zähneknirschend nimmt er die Kritik an seiner Person an. Alle Themen des Alltags kommen zur Sprache und immer wieder werden Grenzen aufgezeigt. Walter und Happy philosophieren über das Leben und den Tod, Maulkörbe und Designerklamotten für Hundedamen, Ängste und Dauerstress bei Menschen. Fast immer zieht Walter den Kürzeren und Miss Happy hat das letzte Wort. Das unterhaltsame Buch gibt dem Leser einen guten Einblick in die Beziehung Mensch und Hund aus der Sicht des Hundes.

Gut geeignet für Hundebesitzer, die oft denken können: ja, genauso ist es. Sprachlich und inhaltlich leicht und unterhaltsam.

Signatur: SL
Schlagworte: Unterhaltung | Hunde | Humor
Bewertung: ++
Rez.: Gabriele Rojek

Pearce, A. J.: Liebe Mrs. Bird. Roman. Dt. von Silke Jellinghaus. Reinbek: Kindler 2018. 411 S. ; 21 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-463-40097-6, geb.: 20,00 €

London 1941: Lebensgeschichte einer mutigen, jungen Frau, deren Traum es ist, Kriegsreporterin zu werden.

Emmeline Lake bewirbt sich 1941 beim London Evening Chronicle in der Hoffnung ihrem Traum Journalistin zu werden, näher zu kommen. Tatsächlich landet sie im Vorzimmer einer matronenhaften Kummerkastentante, deren Post sie nach ihr widerstrebenden Kriterien vorsortieren muss. Ihr Fernziel als Kriegsreporterin zu arbeiten, behält sie dennoch im Auge. In ihrer Freizeit bekommt Emmeline als freiwillige Helferin in der Telefonzentrale der Hilfsfeuerwehr die Auswirkungen zahlreicher Bombenangriffe sozusagen hautnah mit. Dabei sorgt sie sich ständig um den Freund ihrer besten Freundin Bunty, der sich als Feuerwehrmann oftmals in große Gefahr begibt. Trotz aller Bedrohungen und Entbehrungen ist die Lebenslust der jungen Leute ungebrochen. Der Autorin ist es in ihrem ersten Roman gut gelungen den Kriegsalltag in London aus der Perspektive einer jungen Frau darzustellen. Leider wirken die Charaktere ein wenig facettenarm.

Leichte Lektüre zu einem schweren Thema, gut geeignet für größere Bestände. 

Signatur: SL
Schlagworte:
London | Frauenschicksal | Zweiter Weltkrieg
Bewertung: ++
Rez.: Susanne Brenner

Reich, Maximilian: Hilfe, ich date eine Familie. Roman. Berlin: Aufbau Taschenbuch Verl. 2018. 286 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-7466-54-8, kt.: 9,99 €

Das Leben als Stiefvater ist nicht immer leicht, liefert aber auch Stoff für eine Kolumne.

Onlinejournalist Max ist es gewohnt, nur für sich selbst zu sorgen. Das ändert sich schlagartig, als er mit seiner neuen Freundin zusammenzieht. Die bringt nämlich zwei Jungs mit in die Beziehung. Und so lernt Max schnell, dass Fischstäbchen und Orangensaft kein adäquates Frühstück für bauchwehkranke Jungs sind und ein Kinobesuch ein tiefes Loch in die Haushaltskasse reißen kann. Aus seinen Erfahrungen hat Max Reich zuerst eine Kolumne für ein Onlinemagazin gemacht und daraus dann ein Buch, in dem vieles tatsächlich so passiert ist, aber natürlich nicht alles. Das Ganze ist im lockeren Erzählton geschrieben und endet mit erwartbarem Happy-End. Man merkt den einzelnen Kapiteln an, dass sie aus Kolumnen entstanden sind. Manches hätte gern etwas ausführlicher erzählt werden können. Schön wäre es noch gewesen, wenn Einbandbild und Inhalt zusammengepasst hätten. Schließlich wird von zwei koreanischen Jungs erzählt, während auf dem Einband eine Familie mit Vater, Mutter, Sohn und Tochter zu sehen ist.

Für alle Büchereien geeignet.

Signatur: SL
Schlagworte:
Patchworkfamilie | Liebe | Stiefvater
Bewertung: ++
Rez.: Monika Betz

Rohn, Reinhard: Engelstod. Kriminalroman. München: Dt. Taschenbuch Verl. 2018. 315 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-423-21746-0, kt.: 10,95 €

Zwei starke Frauen entschlüsseln das geheimnisvolle Doppelleben eines Mannes, der als Auftragsmörder verdächtigt wird.

Dorit hat als Ex-Stuntfrau beim Film schon einige berufliche und private Turbulenzen erlebt, doch in ihrer Ehe mit Martin, ein sanfter Mann, der beim Verfassungsschutz arbeitet, fühlt sie sich aufgehoben. Doch dann findet sie bei ihm Waffen und Fotos von vier getöteten Männern. Wer ist ihr schweigsamer Gatte wirklich? Arbeitet er als Auftragsmörder? Spontan wendet sie sich mit ihrem ungeheuerlichen Verdacht an die Kölner Hauptkommissarin Lena Larcher. Zögerlich startet Lena mit den Ermittlungen…und stößt auf einen komplexen Kriminalfall. – Überraschende Wendungen und Zusammenhänge halten den Leser in Atem, zugleich intensiviert der kapitelweise Perspektivwechsel - Lenas Part bleibt auf der personalen Ebene, während Dorit als Ich-Erzählerin berichtet - die Dynamik des Spannungsbogens und fordert erhöhte Leseaufmerksamkeit. Nur die Verflechtung der Handlung mit dem schwierigen Privatleben beider Protagonistinnen bremst das rasante Tempo der Geschehnisse.

Der Köln-Krimi mit Lena Larcher ist ein intelligent konstruierter und kurzweilig zu lesender Krimi ohne viel Gewalt und Blutvergießen. Gut einsetzbar auch im Krankenhaus.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Spannung | Köln
Bewertung: ++
Rez.: Natascha Rothert-Reimann

P Philosophie, Psychologie, Pädagogik

Gulden, Elke, Scheer, Bettina u. Wasem, Marco: Tschingderassabum. Polonaisen, Tanzspiele und Spaßlieder. München: Don Bosco 2018. 118 S. : Ill. ; 20 cm + 1 CD. ISBN 978-3-7698-2378-3, kt.: 19,95 €

Eine vielseitige Zusammenstellung von Tanz-, Spiel- und Bastelvorschlägen insbesondere für Faschingsfeiern.

Dieses Buch bietet eine Vielzahl an witzig-frechen und kreativen Ideen, die bei jeder Faschingsfeier, bei Kindergeburtstagen und anderen Gute-Laune-Festen garantiert fröhliche Partystimmung aufkommen lassen. Die Auswahl an lustigen Polonaisen sowie schwungvollen Tanz- und Spielliedern, die alle auch auf der beigefügten CD zu hören sind, lässt keine Wünsche offen. Sogar ein Aufräumspiel fehlt hier nicht und am Ende sorgt eine Mandala-Entspannung für einen ruhigen Ausklang jeder noch so ausgelassenen Feier. Alle Spiel- und Bastelvorschläge werden, thematisch unterteilt nach Aktionsart oder auch den verwendeten Materialien wie z. B. Luftschlangen oder Luftballonen, mit ausführlicher Beschreibung und Extratipps in den übersichtlich gestalteten Kapiteln präsentiert. Meist reicht schon ein Minimum an Aufwand und Vorbereitungszeit, um ein Maximum an Spielspaß zu erzielen. Einige wenige Illustrationen, vor allem an den Kapitelanfängen, bringen etwas Farbe in das gut gelungene Praxisbuch.

Das Praxisbuch ist vor allem im Kindergarten- und Grundschulbereich als vielseitiger Ideengeber einsetzbar.

Signatur: Pc 10
Schlagworte: Faschingsfeier | Spiele
Bewertung: +++
Rez.: Brigitte Heimerl

R Rund um Hobby, Haus und Garten, Sport und Spiel

Narain, Nadia u. Narain Philips, Katia: Self-Care - Sei gut zu dir.  Dt. von Anke Wellner-Kempf. München: Dorling Kindersley 2018. 270 S. : Ill. ; 21 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-8310-3645-5, geb.: 16,95 €

Mit wenig Einsatz zu mehr Lebensfreude.

Arbeiten Sie zu viel? Essen Sie zu viele Süßigkeiten? Verschwenden Sie zu viel Zeit vor dem Fernseher oder PC? Die Autorinnen dieses Ratgebers haben viele Tipps aufgeschrieben, die Ihnen helfen, das zu ändern. Wenn man die Anleitungen umsetzt, führt das im Idealfall zu mehr "Self-Care", man fühlt  sich in seiner Haut rundum wohl und lässt andere Menschen automatisch an der positiven Energie teilhaben. Mit Self-Care tut man also nicht nur etwas für sich selber, sondern auch für die eigene Umgebung. Dabei braucht man weder viel Geld, noch viel Zeit, um die Anleitungen umzusetzen. Eine kurze Meditation, ein schönes Rezept oder ein Bad in der Badewanne - so einfach kann es sein. Das Buch ist untergliedert in die Kapitel Liebe, Hoffnung, Frieden, Freude und Licht. Zu jedem Abschnitt gibt es Rezepte für z.B. schwierige Lebenssituationen, besseren Schlaf, Stressbewältigung oder die Überwindung von ungesunden Gewohnheiten. Ein sehr interessantes Buch mit guten Tipps, die sich lohnen, ausprobiert zu werden.

Für alle, die das Gefühl haben, sie könnten mehr Zeit, Freude oder Entspannung in ihrem Leben gebrauchen. Es ist gar nicht so schwierig, wie man denken könnte.

Signatur: Ra
Schlagworte: Self-Care | Gesundheit | Zufriedenheit | Ratgeber
Bewertung: ++
Rez.: Lina Francke-Weltmann

S Sozialwissenschaften (Staat, Politik, Recht, Wirtschaft)

Sehnsuchtsort Heimat. Hg. von Martin Vorländer. Mit Beiträgen von Antje Schrupp, Markus Söder u.a. Leipzig: Ed. Chrismon 2018. 218 S. : Ill. ; 19 cm. ISBN 978-3-96038-125-9, kt.: 15,00 €

17 Autorinnen und Autoren schildern, was für sie „Heimat“ bedeutet.

Heimat – das kann vieles sein: eine Erinnerung, ein Ort, ein Geruch oder auch die eigene Familie. In diesem Sammelband erzählen Susanne Breit-Kessler, Markus Söder und andere, was für sie Heimat ausmacht und wo sie sie gefunden haben. Eine Chefredakteurin sieht ihre Heimat im Netz, während zwei Weseler Brüder in Los Angeles Heimat mit „german döner“ verbinden. Viele Facetten von Heimat scheinen in den Beiträgen auf, die persönlich und zum Teil humorvoll um das momentan viel diskutierte Thema kreisen.

Das mit Fotos und Illustrationen hochwertig ausgestattete Buch eignet sich gut als Geschenk für gesellschaftspolitisch interessierte Leser.

Signatur: Sb
Schlagworte: Heimat | Gesellschaft
Bewertung: ++
Rez.: Claudia Puschmann