Newsletter „Bücherei" 03/2019

Liebe Büchereimitarbeiterin! Lieber Büchereimitarbeiter!

Liebe Leserin! Lieber Leser!

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…“ – heute ist Frühlingsanfang! Zwar streifen hier noch keine süßen Düfte ahnungsvoll das Land, aber zumindest herrscht eitel Sonnenschein, den wir uns jetzt aber auch wirklich mal verdient haben, wie wir finden.

In diesem Newsletter stellen wir Ihnen einige neue Ostertitel vor: Die Großen können sich mithilfe eines Oster-Backbuches an Zitronen-Talern, Blütenkeksen und Küken-Cake-Pops probieren; den Kleinen bringen drei Titel die Bedeutung des Osterfestes nahe. Daneben gibt es die gewohnt bunte Mischung vom Pappbilder- bis zum Sachbuch. Viele Spaß beim Stöbern!

Gut gelaunte Frühlingsgrüße sendet

Ihr Eliport-Team

 

Bewertung:

+++      = hervorragend
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Jc Christlicher Glaube, Religionen

Erzähl mir von Ostern. Erstes Wissen für die Kleinsten. Ill. von Miriam Cordes. Münster: Coppenrath 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 15 cm. (Der kleine Himmelsbote. Die religiöse Reihe für die Kleinsten). ISBN 978-3-649-63077-7, : 4,99 €

Handliches Pappbilderbuch über die Bedeutung des christlichen Osterfestes.

Das kleinformatige Buch umfasst wenige Seiten, die dem Palmsonntag, dem Gründonnerstag, dem Karfreitag,  dem Ostermorgen und der Bedeutung des Ostergeschehens gewidmet sind. Auf den jeweiligen Doppelseiten stehen die einfachen und klaren, lebendig und farblich eindrücklich gestalteten Illustrationen im Vordergrund. In sehr kurzen und knappen elementarisierenden Sätzen werden die biblischen Geschichten vom Einzug in Jerusalem, vom Abendmahl Jesu mit den Jüngern und seiner Verhaftung, seinem Tod und seiner Auferstehung in ihren allerwesentlichsten Grundzügen nacherzählt. Dabei wird jeweils mit einem kurzen Satz der Bezug zu den christlichen Feiern und Glaubensinhalten herausgestellt.So ist ein allererster Zugang zum Osterfest für "die Kleinsten" möglich, der später ergänzt und vertieft werden kann. Die Seite zum Karfreitag, die das Grab in den Vordergrund und das Kreuz in den Hintergrund rückt, ist daher sehr angemessen.

Empfehlenswert als Basisliteratur für die Arbeit im Kindergottesdienst, in KiTas und mit Eltern und Erzieher*innen.

Signatur: Jc
Schlagworte: Ostern | Pappbilderbuch
Bewertung: +++
Rez.: Anne Rank

Die Erzählung von Ostern und Pfingsten. Rainer Oberthür. Ill. von Renate Seelig. Stuttgart: Gabriel 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 30 cm. ISBN 978-3-522-30524-2, geb.: 15,00 €

Bibelbilderbuch über die Oster- und Pfingstgeschichten.

Der vorliegende Doppelband umfasst Geschichten zu den zwei großen christlichen Festen Ostern und Pfingsten - bibelnah, theologisch sehr reflektiert, klug und kindgerecht nacherzählt und in den Kontext eines vertiefenden Dialogs zwischen Kind und Mutter oder Vater gestellt. Zum einen geht es um die „schwer zu erzählende" Geschichte von Jesu Tod und Auferstehung. Rainer Oberthür folgt dabei dem Markusevangelium, beschreibt ausführlich sowohl den Weg Jesu nach Jerusalem und seine vielen Begegnungen u. a. mit Bartimäus und den Schriftgelehrten wie auch die Passions- und Ostergeschichte selbst und stellt so Jesu Leben und Lehre in einen engen Zusammenhang. Zum anderen erzählt Oberthür die Pfingstgeschichte nach, die die Frage nach dem Heiligen Geist aufwirft, und verknüpft sie sehr erhellend mit der Schöpfungsgeschichte, der Erzählung von Jesu Taufe und weiteren biblischen Geschichten.

Die detailreichen Illustrationen unterstreichen und ergänzen die Texte auf gelungene Weise.Aufgrund seiner theologischen Qualität ist dieser Band für mich ein "Must have" für jede Gemeinde- und Schulbücherei!

Signatur: Jc
Schlagworte: Ostern | Pfingsten
Bewertung: +++
Rez.: Anne Rank

Joussen, Thomas u. Karliczek, Peter: Vom Hasen zum Himmel. Was es an Ostern wirklich zu feiern gibt. 2., erg. und aktual. Aufl. Asslar: Adeo 2019. 79 S. : Ill. ; 25 cm. ISBN 978-3-86334-202-9, geb.: 14,00 €

Die kurzweilige Neuauflage bemüht sich, einer uninformierten Leserschaft Sinn und Geschichte des Osterfestes nahe zu bringen.

Die Autoren setzen in drei Schritten auf grafisch ansprechenden, mit knappen und salopp formulierten Texten versehenen Doppelseiten das Osterfest in Bezug zum Leben Jesu. Sie werfen einen informativen Blick auf Vertrautes wie Oster(schoko)hasen bis Ostermärsche; stellen dann einen Bezug zum Ursprung dieser „Traditionen" her und beschreiben, was an Ostern „genau" passierte: Mit Zeitleiste, Jerusalemkarte, einem symbolischen Deutungsangebot zum Abendmahl wird der Weg Jesu ans Kreuz als historisierend angeboten, dem die Auferstehung - ausführlich entfaltet als „Geheimnis des Glaubens" - folgt und in Karten zur Ausbreitung des Christentum mündet. Abschließend werden das „Kreuz" vielfältig in seiner Symbolik (Kraft Gottes, Vergebung, Liebe, Chance zum Neuanfang, Ziel und Orientierung) und Jesus in seinem Einfluss auf bekannte Persönlichkeiten dargestellt, bevor Ostern nach einem direkten Appell an die ggf. mit Schuld belasteten Lesenden als Fest der Liebe und Vergebung zusammengefasst wird.

Ein farbenfrohes Büchlein mit guten Ideen der Bild-Text-Konzeption, das von Kindergottesdienst, Schule bis zum Kreis junger Erwachsener einen Platz finden kann.

Signatur: Jc
Schlagworte: Ostern | Kreuz | Auferstehung
Bewertung: ++
Rez.: Frauke Thees

Jm 1 Bilderbücher

Alemagna, Beatrice: Ein großer Tag, an dem fast nichts passierte. Dt. von Anja Kootz. Weinheim: Beltz & Gelberg 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 31 cm. Aus d. Franz. ISBN 978-3-407-82381-6, geb.: 14,95 €

Das digitale Zeitalter ist längst auch bei den Kleinsten angekommen. Gibt es überhaupt noch eine Alternative zum Daddeln?

Ein bekanntes Szenario: Verregnete Ferien und endlose Langeweile - da bleibt wohl nur das Daddeln mit der Spielkonsole! Mama am PC ist keine Hilfe, im Gegenteil! Vielleicht bietet der Ferienhausgarten eine Alternative? Dort ist es jedoch genauso öde und langweilig. Bis das Schlimmste, was auf der Welt passieren kann, geschieht: Das digitale Spielzeug rutscht aus der Tasche und versinkt im Teich! Verzweifelte Bergungsversuche misslingen, gleichzeitig nimmt das Kind erstmals seine Umgebung richtig wahr: Ein von winzigen Wesen wimmelnder Erdboden, Schnecken und Pilze, die an den Opa erinnern-es gibt so wunderbare Dinge in der Natur zu entdecken, auch ohne den fernen Papa. Am Ende warten im Haus eine heiße Schokolade und eine endlich lächelnde Mama mit viel Zeit.Ein kunstvoll gestaltetes Buch, farblich überwiegend düster, wenn da nicht das kreischende Orange wäre, welches den Blick auf das Wesentliche lenken soll, jedoch für Kinder eher bedrohlich wirken kann. Die ambitionierte Autorin spricht viele Probleme an, wirklich überzeugend zum Thema  digitale Kinderwelt  wirkt das Buch leider nicht.

Ein Vorlesebuch für ältere Kinder, zum Darüberreden daheim oder in Kindergruppen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Mediennutzung | Digital | Familie | Natur
Bewertung: ++
Rez.: Christiane Weppner

Kleine Welten. Géraldine Collet. Ill. von Sébastien Chebret. Dt. von Renate Loew. Hamburg: Jumbo 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 28 cm. Aus d. Franz. ISBN 978-3-8337-3884-5, geb.: 14,00 €

Ein Bilderbuch über bunte Orte, Träume und Wünsche von Kindern.

Jedes Kind erschafft sich in seiner Fantasie seine eigene kleine Welt, in der Stadt, im Baumhaus, im Wohnzimmerzelt, in der Nacht, am Meer - aber auch in Kriegszeiten. Da ist es gut, wenn alle miteinander an einer besseren Welt bauen. Sébastien Chebret hat vielfarbige, ganzseitige, detailreiche Bilder der verschiedenen Kinderwelten gemalt, auf denen die Augen spazieren gehen können. Von Géraldine Collet stammen die kurzen, mal schlichten, mal geheimnisvollen und nachdenklichen Texte zum Vorlesen.

Das schön aufgemachte, feste, großformatige Bilderbuch ist unbedingt zu empfehlen für ruhige Stunden mit aufmerksamen Kindern.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Kinder | Fantasie
Bewertung: +++
Rez.: Viktoria Böhler

Kulot, Daniela: Pssst, ein Bär! Stuttgart: Thienemann 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-522-45911-2, geb.: 9,99 €

Bunt bebildert wird die Begegnung von vier Tierchen mit einem großen Bären erzählt, die überraschend verläuft.

Wie kann ich mit dem umgehen, was mir Angst macht? Maus, Kaninchen, Ratte und Hamster sehen unter einem Baum etwas Riesiges, das sich als schlafender Bär entpuppt. Die neugierigen Freunde nehmen ihn unter die Lupe und erwarten bei seinen großen Füßen, dem langen Fell, dicken Bauch und großen Maul nur das Schlimmste. Bevor sie fliehen können, erwacht das vermeintliche Monster und erfreut sich an den kleinen Freunden, die es sofort auf seinen Arm nimmt. Riesengroß erscheint das Wort „HUNGER" auf den Seiten und wird in seiner Ambivalenz belassen, bis der Bär die Vier zu einem vegetarischen Mahl aus seinem Beutel einlädt und „Mahlzeit" wünscht.
Eine Mutmachgeschichte auf farbenfroh gestalteten Pappbilderbuchseiten, verbunden mit kurzen und  aussagekräftigen Texten, mit denen die Autorin im Schriftbild spielt und zu beherztem Vorlesen verführt. Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein" wird hier kindgerecht und vergnüglich unterlaufen.

Nicht nur in KiTa oder KiGoDi einsetzbar, sondern auch zum Vorlesen, Anschauen und Nachdenken für große und kleine Bilderbuchfreunde.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Angst | Vorurteile | Vertrauen | Pappbilderbuch
Bewertung: ++
Rez.:
Frauke Thees

Das Läusegedicht. Martin Baltscheit. Ill. von Katharina Sieg. München: Tulipan 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 24 cm. ISBN 978-3-86429-370-2, geb.: 15,00 €

„Läuse-Alarm“ in Kita und Schule? Ein humorvolles Kinderbilderbuch soll informieren und trösten.


Der Autor greift ein „nervendes“ Thema auf! Das Läusegedicht erzählt, wie die gerade aus einer Nisse geschlüpfte Laus von Kopf zu Kopf springt. Dabei macht sie nicht Halt vor nichtmenschlichen Köpfen wie Schneemann, Vogelscheuche und Marionette, bis sie nach vielen Versuchen auf dem Kopf eines Kindes landet, ihn testet und sich dann als blutsaugender Vampir wohlfühlt. Doch nicht lange! Allerdings ist es mit schlichtem Auskämmen nicht getan, wie geplagte Kinder und Eltern wissen. -  Die Illustratorin wählt für ihre großformatigen Köpfe Flächen in verschiedenen Haarfarben – mit breitzinkigem Kamm feucht gekämmt und dadurch vielseitig gemustert. Davon hebt sich die Laus als blaue Fantasiefigur deutlich ab. Die unterschiedlichsten Techniken (transparente Schichtung, Collagen aus gemusterten Tüchern, Tattoos) und differenzierte Farbmaterialien (Aquarell, Buntstifte, Wasserfarben, Acryl) fesseln den Blick. Das Buch kann beim Betrachter beides auslösen: Kopfjucken, aber auch Heiterkeit.

Das Bilderbuch erleichtert die etwas beklemmende Antiläuse-Behandlungszeit. Nicht nur im „Notfall“, sondern auch vorbeugend für Vor-und Grundschulkinder sowie Familien empfohlen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Gesundheit | Läuse
Bewertung: ++
Rez.:
Margot Rickers

Pin, Isabel: Schnipp, schnapp, Haare ab? Berlin: Annette Betz Verl. 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 28 cm. ISBN 978-3-219-11751-6, geb.: 14,95 €

Pina Pudel will nicht zum Friseur, doch wider Erwarten erlebt sie dort ein Frisuren-Fest mit einem coolen Friseur.

Isabel Pin erzählt von Pina Pudels Besuch beim (Hunde-)Friseur. Durch die Tierfiguren gewinnt die Geschichte an Witz und kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus, weil ihr die kindliche Perspektive gelingt: „Pina will keinen Pony geschnitten bekommen. Sie möchte wild und ungekämmt herumlaufen" Doch wie treffend heißt es dann: „Na gut, Pina muss doch zum Friseur. Denn das entscheiden manchmal einfach andere: Erwachsene." Dort begegnet Pina dem Friseur Johnny, einem Pony mit coolen Tattoos und wilder Ponymähne, das ihre Haare toll findet. Sie probieren (sprach-)witzige Frisuren aus wie den Bubikopf oder die Rastalocken und schließlich wollen auch Pinas Freunde unbedingt zum Friseur.
Die Illustrationen sind in warmen zurückhaltenden Farbtönen gestaltet und die Figuren und reduzierten Szenen wirken collagenartig und mit Zeichenstiften um strubbeliges Fell oder coole Frisuren sinnvoll ergänzt, so wird das Wesentliche in den Fokus gestellt.

Ein lebensnahes, im positiven Sinne einfach erzähltes Bilderbuch für die Jüngsten ab 2-3 Jahren, das Neugier auf den Friseurbesuch weckt. 

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Frisuren | Friseur
Bewertung: ++
Rez.:
Kathrin Vogel

Der Traumwolf. Stefan Klein. Ill. von Stefanie Harjes. Frankfurt: Sauerländer 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 26 cm. ISBN 978-3-7373-5537-7, geb.: 17,00 €

Der kleine Elias lernt in der Geschichte, dass er vor Träumen keine Angst haben muss.

Manchmal erscheinen die Träume, die der kleine Elias nachts hat, so real. Manchmal kann er zwischen Realität und Traumwelt kaum unterscheiden. So geht er nachts ins Schlafzimmer der Eltern und erzählt ihnen von einem großen Wolf, der ihm Angst bereitet. Was, wenn der Wolf wiederkehrt? Und wo ist nur der Schlüssel zur Schatzkiste?
Erst nachdem die Großmutter mit ihm über die Entstehung von Träumen gesprochen hat, erkennt Elias, dass er vor diesen keine Angst haben muss, sondern dass sie nur sein Erlebtes in anderer Art und Weise darstellen.
Das Buch thematisiert auf sensible Art und Weise Träume und die Sorgen, die Kinder mit ihnen verbinden können. Phantasievolle Illustrationen der Künstlerin Stefanie Harjes umrahmen das Kinderbuch.

Das Buch eignet sich insbesondere zum Vorlesen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Träume | Angst | Albträume
Bewertung: ++
Rez.: Petra-Kristin Bonitz

Wie man ein Buch liest. Daniel Fehr. Ill. von Maurizio A. C. Quarello. Berlin: Jacoby & Stuart 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 34 cm. Aus d. Ital. ISBN 978-3-946593-87-4, geb.: 14,00 €

Ein interaktives Buch darüber, wie man ein Buch richtig liest und dabei fünf bekannten Geschichten begegnet.

Am Anfang sieht man ein Mädchen und einen Jungen, die sich an einem Baum und einem Zaun festhalten und drohen herunterzufallen. Die Erklärung dafür bietet der Text: Die Leserin/der Leser hält das Buch falsch herum und wird aufgefordert es umzudrehen. Wenn man das macht, beschwert sich eine alte Frau. Ihr Haus steht nun auf der Seite und wird umfallen. Doch bei einer weiteren Drehung ist das Meer oben auf der Seite und läuft aus. Es dauert eine ganze Weile, bis alles wieder im Lot ist und wir als Leserin/Leser gelernt haben, wie man ein Buch richtig liest. Die Figuren stammen aus fünf bekannten Geschichten, zumeist Märchen. Die Illustrationen sind in einem nostalgischen Stil mit gedeckten Farben gehalten. Die Idee, den Lesenden direkt anzusprechen, ist nicht neu (vgl. „Das Mitmachbuch“ von H. Tullet). Hier finde ich sie nicht überzeugend, da man als Leser*in ganz schön in Verwirrung gerät. Das trifft auch auf die Auswahl der „zitierten“ Geschichten zu. „Moby Dick“ ist für ältere Kinder.

Für Kinder und Erwachsene. Zum gemeinsamen Betrachten, Lesen und Agieren. Ab 5 Jahren.

Signatur: Jm 1| Jm 2
Schlagworte: Bücher | Märchen
Bewertung: +
Rez.: Anke Märk-Bürmann

Ju 1 Erzählungen für das erste Lesealter (6-8 Jahre)

Ein Bolzplatz für alle. Jaromir Konecny. Ill. von Ralf Marczinczik. Ravensburg: Ravensburger Buchverl. 2019. 59 S. : überw. Ill. ; 22 cm. (Leserabe, 3. Lesestufe). ISBN 978-3-473-36571-5, geb.: 7,99 €

Dass auch Mädchen Fußballspielen können, wollen Lucy und ihr Mädchenteam den Jungs (und deren Vätern) beweisen.

Nur Jungs können Fußballspielen! So ist zumindest die Meinung von Karl. Das sieht Lucy ganz anders, denn sie schießt die meisten Tore im Team des Fußballvereins, in dem neben Karl und Lucy auch noch Felix und Pavla sowie einige andere Kinder der Klasse 4B kicken. Lucy und Felix (der wegen seiner langen Haare immer „Mädchen“ genannt wird) sind eigentlich die besten Freunde. Doch als Karl entscheidet, dass die Mädchen in der Pause nicht mehr mitspielen dürfen auf dem Bolzplatz, traut er sich nicht zu Lucy zu stehen, aus Angst verspottet zu werden. Dafür schämt er sich. Seinen Fehler kann er aber wieder gutmachen. Denn als es kurz darauf zu einem Spiel zwischen der neuen Mädchen- und der Jungenmannschaft kommt, kann Felix beweisen, wie wichtig ihm seine Freundschaft mit Lucy ist. – Fußball wird in der Öffentlichkeit immer noch als typischer „Männersport“ wahrgenommen. Mit diesem Vorurteil räumt diese Geschichte für fortgeschrittene Erstleser*innen gründlich auf.

Fußball geht nur im Team, egal ob Jungen oder Mädchen oder alle zusammen, das zeigt diese Geschichte. Gerne empfohlen, auch in Verbindung mit dem neuen Buch der Aktion „Lesen in Gottes Welt“.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Fußball | Freundschaft | Geschlechterrollen
Bewertung: ++
Rez.:
Helena Schäuble

Ju 3 Erzählungen für Jugendliche ab 13 Jahren

Kuipers, Alice: Sommerdunkle Tage. Dt. von Angelika Eisold Viebig. Frankfurt: Fischer KJB 2018. 238 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-7373-4129-5, geb.: 14,00 €

Eine spannende Teenagergeschichte, deren ganze Dramatik sich in Zeit- und Perspektivwechseln Stück für Stück entfaltet.

Plötzlich ist sie wieder da: Ivy. Die einst beste Freundin von Callie. Nach dem jähen Ende ihrer Freundschaft vor drei Jahren fühlt sich die eher zurückhaltende Callie von Ivys Unbekümmertheit und Selbstbewusstsein gleich wieder magisch angezogen. Mit ihr erlebt sie zwei Sommerwochen voller Partys, Jungs und Spaß. Doch von Beginn an liegt durch die besondere Erzählweise über der Geschichte die unheilvolle Gewissheit, dass etwas Furchtbares geschehen ist.Auf zwei Zeitebenen und abwechselnd aus der Sicht von Ivy, Callie und ihrem gemeinsamen Freund Kurt erzählt, ergibt sich mosaikartig nach und nach und mit unerwartetem Schluss ein bedrückendes Bild aus Lügen, unerfüllter und unglücklicher Liebe, Alkoholismus und versuchtem Selbstmord.Es ist schon ein dickes Paket, das Alice Kuipers da in leicht zu lesender Weise und mit überschaubarem Umfang schnürt. Das Buch vermag zu fesseln und sorgt mit dem wirklich überraschenden Plot für großen Anreiz, gleich noch mal von Vorne zu beginnen...

Für die versierte Leserschaft ein spannendes Häppchen für zwischendurch, eignet sich dieses Buch auch gut als Klassenlektüre und für Leseclubs. Ab ca. 13 Jahre.

Signatur: Ju 3
Schlagwoorte: Liebe | Freundschaft | Drogen
Bewertung: ++
Rez.:
Katja Henkel

Jn Naturwissenschaften, Medizin, Mathematik

Muller, Gerda: Unser Baum. Vom Leben einer alten Eiche. Dt. von Gisela Stottele. Bearbeitet von Silvia Bartholl. Frankfurt: Moritz 2018. 39 S. : überw. Ill. ; 29 cm. Aus d. Franz. ISBN 978-3-89565-366-7, geb.: 14,00 €

Zwei Stadtkinder lernen den Wald und seine Bewohner kennen.

Die Neuauflage des aus dem Französischen übersetzten Bilderbuchs erzählt von zwei Geschwisterkindern, die in den Ferien den Cousin, dessen Vater Förster ist, besuchen. Im Wechsel der Jahreszeiten entdecken die Kinder in der Umgebung einer sehr alten Eiche die verschiedenen Tiere des Waldes. Empfehlenswert ist das Buch wegen seiner schönen naturgetreuen Zeichnungen. Die schnelle Abfolge der auftauchenden Wildtiere aber stört den Lese- und Betrachtungsrhythmus, zumal fachliche Fehler sich einschleichen. So setzten die Rehe ihre Kitze nicht zu Ostern, sondern erst im Sommer. Insgesamt aber ein brauchbares Kinderbuch weil es eine anheimelnde Stimmung transportiert und den Kindern klassische Walderlebnisse in Bild und Text bietet.

Für Gemeindebibliotheken, Grundschulen und Kitas. 

Signatur: Jn
Schlagworte:
Wald | Bäume | Biologie
Bewertung: ++
Rez.: Stephan Bömelburg

Das Planetarium. Raman Prinja. Ill. von Chris Wormell. Dt. von Ute Löwenberg. München: Prestel 2018. 95 S. : überw. Ill. ; 38 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-7913-7352-2, geb.: 25,00 €

Ein umfassender Rundgang durch unser Universum mit künstlerischen Illustrationen.

Dieses Buch nimmt die Leser*innen mit auf einen Rundgang durchs Planetarium. Von Saal zu Saal, entsprechend den Kapiteln, entfernen sie sich weiter von der Erde bis sie im letzten Kapitel im Universum angelangt sind. Es beginnt mit der Geschichte der Astronomie und erläutert zuerst unser Sonnensystem mit den Planeten, der Sonne, dem Nachthimmel mit den Sterntypen und Sternbildern der nördlichen und südlichen Hemisphäre bis die Leser*innen zu  den Galaxien mit der Milchstraße und noch weiter entfernt in das unendliche Universum geführt wird. Auf je einer Doppelseite des großformatigen Buches wird ein Thema, z. B. „Planet Neptun", „Schwarze Löcher" behandelt, dazu überwiegend ganzseitige farbige Zeichnungen von C. Wormell, der kunstvoll Techniken wie Holz- und Linolschnitt mit digitalen Gravuren am Computer verbindet. Die Texte von Raman Prinja, Professor für Astrophysik am University College London, vermitteln den aktuellen Forschungsstand und sind auch für Laien verständlich. 

Für Büchereien mit interessierten Jugendlichen und Erwachsenen ein opulenter Bildband zu einem attraktiven Preis. 

Signatur: SL
Schlagworte:
Astronomie | Weltall
Bewertung: ++
Rez.:
Birgit Hillmer

SL Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik

Binkert, Dörthe: Vergiss kein einziges Wort. Roman. München: Dt. Taschenbuch Verl. 2018. 670 S. ; 23 cm. ISBN 978-3-423-28964-1, geb.: 22,00 €

Roman über die wechselvolle Geschichte Oberschlesiens während der Jahre 1920 bis 1960.

Im Mittelpunkt steht die Familie Strebel aus der Grenzregion Gleiwitz: Vater Carl ist preußisch-korrekter Beamter, seine Frau Martha hält die achtköpfige Familie zusammen und sich selbst stets im Hintergrund. Quertreiber im Familienleben sind vor allem die Söhne - Konrad, der Älteste, liebt die polnischstämmige Paulina, während der jüngere Heinrich sich schon früh den Nationalsozialisten zuwendet.  Die Töchter Hedwig und Klara sind eher praktischer Natur, einzig Ida zieht es nach Breslau, wo sie ein Modeatelier eröffnet. Nesthäkchen Luise wird mit siebzehn schwanger von einem Polen und daraufhin vom Vater aus dem Haus geworfen. Als 1939 das Gebiet als Folge des Polenfeldzuges wieder deutsch wird, verschärfen sich die Lebensbedingungen drastisch, lediglich Kämpfernaturen wie Luises Freundin Magda halten sich über Wasser.

Roman über mehrere Generationen, der Familien- und politische Geschichte verbindet.

Signatur: SL
Schlagworte:
Familie | Grenzregion | Deutschland | Polen
Bewertung: ++
Rez.:
Margarete Barth-Specht

 

Dieckmann, Rolf: Es sind Wölfe im Wald. Kriminalroman. Hamburg: Ellert & Richter 2019. 272 S. ; 20 cm. ISBN 978-3-8319-0740-3, kt.: 9,95 €

Erik Corvin ermittelt in Mordfällen eines Bogenschützen im Wendland.

Erik Corvin ist Kriminaloberkommissar und lässt sich von Hamburg in seine alte Heimat nach Dannenberg im Wendland versetzen. Hier darf er bei der älteren, abergläubischen Tante Frieda auf deren Landhaus wohnen. In der Folge wird im Wald ein Mann getötet, offenbar durch einen Pfeil verletzt. Corvin ermittelt mit seinem Kollegen Feindt, den er schon aus Schulzeiten kennt, zunächst beim Bogenschützenverein und bei einem privaten Bogenschützen, der am liebsten mit Pfeil und Bogen Tiere jagen gehen würde. Als der Hauptverdächtige sich in U-Haft erhängt, scheint der Fall gelöst. Doch die Mordserie geht weiter. Gleichzeitig behaupten einige Menschen, nachts immer wieder Wölfe beobachtet zu haben. Nachdem Corvin dem neuen Verdächtigen Horst Voigt, einem cholerischen Kreistagsabgeordneten, der für die Ausrottung aller Wölfe plädiert, im Affekt eine Ohrfeige verpasst, wird er vom Dienst suspendiert. Doch er ermittelt weiter und bekommt dabei auch Hilfe eines alten Kollegen aus Hamburg.

Ein spannender Krimi mit zum Teil skurrilen Charakteren. Sehr zu empfehlen!

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Norddeutschland | Wölfe | Provinz
Bewertung: +++
Rez.: Benjamin Brokmeier

Theurillat, Michael: Lenz. Kriminalroman. Berlin: Ullstein 2018. 271 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-550-08198-9, geb.: 24,00 €

Ein komplexer Krimi, der von der Schweiz aus zu den internationalen Verstrickungen in den Syrienkrieg führt.

Der Züricher Kommissar Eschenbach bekommt nach längerem Urlaub eine Stellvertreterin vorgesetzt, die ihn von Informationen abzuschneiden scheint. Doch bald wird klar, dass sein Freund Ewald Lenz, ehemaliger Leiter des Polizeiarchivs, als Terrorist verdächtigt wird. In zwei Erzählsträngen auf verschiedenen Zeitebenen folgen wir nun Lenz und Eschenbach. Lenz tut einem ehemaligen Kommilitonen, den er lange nicht gesehen hat, einen Gefallen, der ihn an seine Grenzen und in unbekannte Welten führt. Eschenbach nimmt gegen alle Widerstände mit seinem Team gründliche Ermittlungen auf. – Der Krimi wird zunehmend zur Abhandlung über die Rolle westlicher und nahöstlicher Staaten im syrischen Bürgerkrieg und dessen Auswirkungen auf den weltweiten Terrorismus. Michael Theurillat zeichnet ein bitterböses und brandaktuelles Bild internationaler Politik, die mit alternativen Fakten und gezielter Manipulation arbeitet und auf Bereitschaft der Mehrheit der Menschen, setzen kann, sich darauf einzulassen.

Diesen geschickt konstruierten und ungewöhnlichen Krimi werden nicht nur Fans von Kommissar Eschenbach (es ist sein 6. Fall), sondern auch solche gehobener Krimikost schätzen.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Schweiz | Syrien | Krieg
Bewertung: +++
Rez.:
Kerstin Wohne

B Biographien, Briefe, Tagebücher

Baeck, Jonas: Wenn die Sonne rauskommt, fahr ich ohne Geld. Mit dem Roller nach Dublin. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2019. 269 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-462-05211-4, kt.: 10,00 €

Ein junger Mann fährt mit seinem Roller in 17 Tagen von Bochum nach Dublin und zurück, und das ohne Geld.

Jonas ist dreiundzwanzig, Schauspielschüler und verliebt in eine Kollegin, die er bei einem Shakespearestück kennengelernt hat. Während sie die Sommerferien in Rom verbringt, beschließt er, aus einer Laune heraus,  mit seinem Roller von Bochum nach Dublin zu fahren. Für seine Reise hat er genau 17 Tage Zeit, und er will seiner großen Liebe unbedingt eine alte Ausgabe von Romeo und Julia mitbringen. Von seiner Reise erzählt er in einem tagebuchähnlichen Stil. Er begegnet durchweg nur freundlichen Menschen, die ihn unterstützen, Arbeit oder Unterkunft gewähren, damit er seine Reise fortsetzen kann.
Die Sprache ist eher einfach gehalten, als würde man die nachträglichen Tagebuchaufzeichnungen lesen. Nur ab und zu reflektiert Jonas in kurzen Passagen über schwierigere Phasen dieser Reise. Allerdings sind die Passagen mit wörtlicher Rede in englischer Sprache und auch nicht übersetzt. Das setzt also zumindest einfache Englischkenntnisse voraus, um den Lesegenuss nicht zu sehr zu trüben.

Eher für Jugendliche oder junge Erwachsene gedacht.

Signatur: Bb
Schlagworte: Reise | Abenteuer | Ohne Geld | Shakespeare
Bewertung: +
Rez.: Monika Betz

Faludi, Susan: Die Perlenohrringe meines Vaters. Geschichte einer Neuerfindung. Dt. von Judith Elze u. Anne Emmert. München: Dt. Taschenbuch Verl. 2018. 462 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-423-28983-2, geb.: 24,00 €

War er Ungar, Amerikaner, Mann, Frau, Christ oder Jude? Ein autobiographisches Vater-Tochter-Gespräch.

Die Nachricht des Vaters, er habe sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen, sei jetzt eine Frau, überrascht die Tochter Susan Faludi. Sie macht sich aus New York auf, das Rätsel um ihren Vater zu lösen. Sie erinnert sich an ihn als gewalttätigen Macho, der die Familie nach der Scheidung der Eltern verließ, alle Kontakte abbrach. Wer war, wer ist er?  Eingebunden in Vater-Tochter-Gespräche zwischen Ernst und Humor wird er als widersprüchlicher, verschlossener, herrischer Mensch wechselnder Identitäten erkennbar: Als jüdisches Kind erlebte er den Holocaust in Budapest, wurde Filmer, entzog sich der Verfolgung, floh nach Dänemark, Brasilien, kehrte nach Budapest zurück. Die Tochter begleitet ihn noch zu seinen jüdischen Wurzeln, bis er nach bösen Demenz-Visionen stirbt. Ins Porträt flicht Susan Faludi detaillierte historische, politische, religiöse, transsexuelle, OP-medizinische Exkurse, streift ungarische Mentalität und Budapester Kulisse: Die Frage nach Identität und Charakter bleibt im Raum.

Das dichte Geflecht aus Lebensporträt und detaillierten Hintergrundinformationen verlangt intensives Lesen und lädt zur Diskussion über Identität ein. Für große Büchereien.

Signatur: Bb
Schlagworte:
Identität | Geschichte | Biografie | Judentum
Bewertung: +
Rez.: Heide Germann

P Philosophie, Psychologie, Pädagogik

Heinke, Sabrina: Am Ende meiner Nerven sind noch Kinder übrig. Weniger schimpfen, weniger Chaos und weniger Stress im Familienalltag. Hannover: Humboldt 2018. 232 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-86910-640-3, kt.: 19,99 €

Ein Buch, das zeigen soll, wie der Familienalltag unkomplizierter und harmonischer verlaufen kann.

„Am Ende meiner Nerven sind noch Kinder übrig“ ist ein Buch, das Eltern mit vielen hilfreichen Tipps zur Seite steht um den zum Teil nervenaufreibenden Erziehungsalltag in der Familie zu bewältigen. Geschrieben von der „normalen Mutter“ Sabrina Heinke, spiegelt es ihre Erfahrungen als Dreifachmama wieder. Sabrina Heinke schreibt einen Blog mit praktischen Tipps für einen entspannten und unkomplizierten Alltag als Mutter. Unterteilt ist das Buch in elf Kapitel. Anhand der Überschriften ist schnell zu erkennen, welches Thema behandelt wird. So kann man schnell eine Problemlösung finden, bevor Mutter und Kind nur noch genervt sind und nichts mehr hilft. Sabrina Heinkes Meinung: „Glückliche Kinder haben glückliche Mütter“ und die Tipps aus ihrem Buch tragen zu diesem Wohlbefinden ihren Teil bei. Die Tipps helfen, in Momenten der scheinbaren Überforderung Problemlösungen zu finden.

Tipps für Eltern, die ihre Erziehung entspannter angehen wollen und einen unkomplizierten, entspannten Alltag erleben möchten.

Signatur: Pc 2
Schlagworte:
Erziehung
Bewertung: +++
Rez.: Tanja Bullerkotte

R Rund um Hobby, Haus und Garten, Sport und Spiel

Ei, Ei, Ei - Das Oster-Backbuch. 30 Rezepte zum Backen und Genießen. Emma Friedrichs, Melanie Allhoff u. Jennifer Friedrich. Igling: Ed. Michael Fischer 2019. 60 S. : überw. Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-96093-275-8, geb.: 8,99 €

Dekorative Rezepte zur Osterzeit.

Zitronen-Taler mit Pistazien, Blütenkekse, Macarons mit Kaffee-Ganache, Rhabarber- Tartelettes, süße Küken-Cake-Pops, … wurden hier für Hobby Konditorinnen ausprobiert und ansprechend fotografiert. Die Rezepte machen einen frischen Eindruck, sie überraschen mit ungewöhnlichen Zutaten, wie Blütenblättern und Limonade und wandeln traditionelle Rezepte farbenfroh ab, wie die Hefeschnecken, die anstelle von Nüssen Johannisbeeren enthalten. – Ein wirklich schönen Band fürs Auge. Leider konnte mich kein Rezept zum Nachbacken animieren. Viel Weißmehl, viel Zucker, Puderzucker, Schokolade, Gelatine und Lebensmittelfarbe. Dieser Titel wird als hübscher Band und als Gegenpol zu gegenwärtigen Gesundheitstrends trotzdem seine Leserinnen finden. Die Autorinnen sind alle im Internet aktiv. Emma Friedrichs fotografiert und betreibt ihren eigenen Food-Blog www.emmaslieblingsstuecke.com, Melanie Allhof entwickelt Rezepte www.blogdetailliebe.com und die Grafiken steuert Jennifer Friedrich bei, die den Blog www.monsieurmuffin.de betreibt. Der farbenfrohe kleine Band lädt zum Durchblättern auf Ostertischen ein.

Fröhliches Bändchen zur Einstimmung auf den Frühling und die Osterzeit für experimentierfreudige Hobby Konditorinnen.

Signatur: Ra 2
Schlagworte:
Ostern | Backen
Bewertung: ++
Rez.: Bärbel McWilliams