Newsletter „Bücherei" 04/2018

Liebe Büchereimitarbeiterin!

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Gerade im Frühling lässt es sich besonders leicht staunen über Gottes wunderbare Schöpfung: Die Farben explodieren und überall duftet es himmlisch. Amsel und Buchfink bringen einen frühmorgens um den Schlaf – und man kann es ihnen einfach nicht übelnehmen. Beim ersten Blick aus dem Fenster möchte man doch auch am liebsten aus vollster Brust tirilieren. (Nur denken wir, im Gegensatz zur Amsel, an unsere Nachbarn.)

Der April-Newsletter bietet eine frühlingsbunte Mischung für kleine und große Leseratten:  Mord im Altersheim, Liebe im Plattenladen, Gedächtnistraining, Schulanfang, Fußballfieber, Schnullerdramen, Schuhparaden und und und….

Viel Freude beim Stöbern wünscht

Ihr Eliport-Team

P.S. Apropos Schulstart: Der Versand der Eliport-Schultüten ist im vollen Gange! In diesem Jahr gibt es zu unserem Buch ein Musikvideo, das hoffentlich auch hartnäckige Singemuffel zum Mitsummen bringt. Schauen Sie es sich doch mal an: Sie finden es unten links auf unserer Homepage (http://www.eliport.de/start/). Wenn Sie Schultüten bestellen möchten, freuen wir uns über Ihren Anruf (0551 – 500 759 18) oder eine Mail (lesen@eliport.de)!

 

Bewertung:

+++      = hervorragend
++        = gut
+          = möglich

P:S.: Noch mehr aktuelle Besprechungen verschicken wir jeweils
► am 05. des Monats als „Kita-Newsletter“,
► am 10. des Monats als „Gemeinde-Newsletter“ und
► am 30. des Monats als „Hörbuch-Newsletter“, mit Besprechungen von CDs für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Diese können Sie ebenfalls kostenlos unter www.eliport.de abonnieren. Es lohnt sich!

Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Serviceangebote, die Sie auf unseren Internetseiten abrufen können:
► Literaturtipps unter www.eliport.de
► Alles über den  Evangelischen Buchpreis unter www.evangelischerbuchpreis.de
► Leseförderungs- und Taufprojekt unter www.willkommeningotteswelt.de
► Schulanfängerprojekt unter www.leseningotteswelt.de
► Alle Arbeitshilfen zur Bibliotheksorganisation für Mitarbeitende unserer Büchereien unter www.buechereiservice.de

Jm 1 Bilderbücher

Albon, Lucie: Mit Lili durch das Jahr. Dt. von Anja Kootz. Hildesheim: Gerstenberg 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 15 cm. Aus d. Franz. ISBN 978-3-8369-5632-1, : 7,95 €

Ein nettes Pappbilderbuch, in dem die kleinen Mäuse Lili und Henri den Betrachter durch die vier Jahreszeiten führen.

Die beiden Mäuse Lili und Henri nehmen in diesem Buch die jüngsten Kinder mit auf eine Reise durch das Jahr. Sie zeigen ihnen, was typisch für die Jahreszeiten ist und was die beiden Freunde gerne machen: Im Frühling bemerken sie die Veränderungen in der Natur und die Gartenarbeit macht ihnen Spaß, im Sommer beobachten sie den Bauer auf dem Feld oder gehen an den See. Und was machen die beiden im Herbst und im Winter?Lucie Albon beschreibt in diesem Buch das Thema „Jahreszeiten“ für die kleinsten Betrachter. Zu Beginn einer jeden Jahreszeit sind doppelseitig typische Gegenstände in kräftigen Farben, ergänzt durch feine Zeichnungen, dargestellt. Zwei weitere Doppelseiten beschreiben in gleicher Illustration die Erlebnisse der Freunde, bevor sich mit der nächsten Jahreszeit dieser Aufbau wiederholt. Der Text ist sehr knapp und klein geschrieben, die Bilder sprechen für sich und regen die Kinder an, die Darstellungen mit eigenen Worten zu beschreiben und eventuell selbst eine Geschichte zu erzählen.

Ein schönes Bilderbuch über die Jahreszeiten, das anregt selbst in der Natur die Augen offen zu halten und zu entdecken. Geeignet für Krippe und Kindergarten, ebenso für Büchereien.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Jahreszeiten | Natur | Pappbilderbuch
Bewertung: +++
Rez.: Barbara Hildenbrand

De Faria, Alice Lima: Ich war´s nicht!, sagt Robinhund. Dt. von Kerstin Schöps. München: Mixtvision 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 30 cm. Aus d. Norw. ISBN 978-3-95854-105-4, geb.: 14,90 €

Robinhund geht nicht gern in den Kindergarten, da die Erzieherinnen immer mit ihm schimpfen.

Aus Versehen. Keine Absicht. Das kann doch einmal passieren. Diese Wendungen kennt Robinhund noch nicht. Aber so meint er es doch, wenn ihm ein Missgeschick widerfährt. Er argumentiert dann aber eher mit „Das war ich nicht.“, obwohl er die kleinen Unglücksgeschichten doch augenscheinlich verursacht hat. Im Kindergarten kippt ihm die Milch um, er verletzt Onno beim Fußball spielen und versteht nicht, warum er sich entschuldigen soll. Die Erzieherinnen schimpfen mit ihm, so vehement, dass er nur noch weglaufen will und sich im Gebüsch versteckt. Zum Glück holt ihn sein Bruder ab, mit dem er über alles reden kann und der ihn versteht.Manche Dinge passieren einfach. Man würde sich wünschen, dass auch die Erzieherinnen aus dem Buch die Kinderperspektive einnehmen und verständnisvoller agieren könnten. Robinhund geht nicht gern in den Kindergarten. Die Geschichte demonstriert, warum, ohne jedoch eine Lösung der Probleme darzustellen.

Für Kinder ab 4 Jahren. Ideal wäre ein gemeinsames Lesen, nach welchem man die Geschehnisse gemeinsam bespricht und erklärt, was zu einem besseren Verständnis zwischen Robinhund und den Kindern und Erzieherinnen im Kindergarten führen würde.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Kindergarten | Schuld | Erziehung
Bewertung: +
Rez.: Petra-Kristin Bonitz

Dowling, Tim: Die Wahrheit über Monster. Affoltern: Bohem Press 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 25 cm. ISBN 978-3-85581-513-5, geb.: 14,95 €

Niedliche und harmlose Monster im Kinderzimmerformat.

Luna hat keine Angst vor Monstern. Insofern ähnelt sie dem Jungen, „der auszog, um das Gruseln zu lernen“. Nichts kann sie erschrecken, im Gegenteil: Ihr Hobby ist es, anderen Angst einzujagen, und das mit Erfolg. Dowlings Ungeheuer, die sich in dunkler Szenerie tummeln,  im nächtlichen Haus, in  schwarzen Wäldern oder auf bewegtem Wasser  vermögen kaum, jungen Betrachtern  Angst einzujagen. Allzu abgerundet, klein und mit Antennen bewehrt wirken sie eher ängstlich und klein. Keine „wilden Kerle", sondern  schüchterne Außerirdische, die brav über die Bildseiten wandern  und auch vor ihrer Zähmung durch Luna bereits freundliche Haustierchen waren. Die Bilder sind stark vom Comic inspiriert, vor allem die Hauptfigur mit ihrem großen Kopf, den Kulleraugen und dem winzigen Körper. Etwas  mehr Spannung und Überraschungen hätten dem Bilderbuch gut getan. 

Kleine Kinder haben Angst vor den Schreckensgestalten ihrer eigenen Fantasie.  Dieses Buch aber  sollte nur bei gesteigertem Bedarf an Monsterbüchern angeschafft werden.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Monster | Angst | Nacht
Bewertung: +
Rez.: Barbara von Korff-Schmising

Die große Schuhparade. Werner Thuswaldner. Ill. von Nikolai Popov. Bargteheide: minedition 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 30 cm. ISBN 978-3-86566-321-4, geb.: 14,95 €

In einer Parade ziehen viele Tiere in kuriosen Fahrzeugen vorbei. Jedes Tier wird in einem Limerick vorgestellt.

Eine Parade der unterschiedlichsten Tiere rollt an den Betrachtern vorbei. Alle haben ein eigenartiges „Fahrzeug“, einen Rollschuh, der ganz individuell auf jedes Tier zugeschnitten ist. So fährt der Wolf Erwin in einem grauen Rollschuh-Auto, aus dem Beil und Gabel herausragen. Die Maus Moritz, fährt in einem Gefährt, das aus einem Eimer und Dreirad zusammengebaut ist. Zu jedem der 16 Tiere in ihren merkwürdigen Fahrzeugen gehört ein Limerick. In diesen kurzen 5 zeiligen Gedichten erfahren die Betrachter, wo das Tier herkommt, seinen Namen und welche Eigenarten es hat oder was es vorhat. Die Limericks prägen sich in ihrer Kürze und durch den Rhythmus gut ein. Eltern und Kinder sollen angeregt werden, selbst Limericks zu formulieren. Die eigenwilligen Illustrationen Popovs konzentrieren sich ganz auf das Tier und sein Fahrzeug. Der Blick der Betrachter wird von nichts abgelenkt, nur der Weg, über den das Fahrzeug rollt, ist mit grüner oder brauner Farbe angedeutet.

Sprachförderung; für ältere Kitakinder; Grundschule; Gemeindebücherei, wenn Bedarf an ungewöhnlichen, anspruchsvolleren Bilderbüchern besteht.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Limerick | Gedicht | Sprachförderung
Bewertung: ++
Rez.:
Eva Basler

Jönsson, Maria: Schnulleralarm. Dt. von Ruth Nikolay.  München: Hanser 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 24 cm. Aus d. Schwed. ISBN 978-3-446-25538-8, geb.: 12,00 €

Valdemar liebt seinen Schnuller. Papa Wolf findet, Valdemar braucht keinen Schnuller mehr. Ob Valdemar das auch so sieht?

Schmatz, schmatz – der kleine Wolf Valdemar kann sich ein Leben ohne Schnuller nicht vorstellen. Da kann Papa Wolf wenig dagegen ausrichten. Selbst als Papa einen Schuller zerschneidet und einen anderen das Klo hinunter spült, bleibt Valdemar immer noch der rote Schnuller, den er unter seinem Bett versteckt hat. Erst als Valdemars kleine Schwester Linn beim ins Bett gehen so laut zu weinen beginnt und ihren eigenen Schnuller nicht findet kann, entschließt sich Valdemar schweren Herzens, seinen Schnuller abzugeben. Jetzt ist Valdemar ein großer Wolf, denn große Wölfe bestimmen selbst, wann sie keinen Schnuller mehr brauchen! Ein freches Kinderbuch aus dem Schwedischen mit witzigen Zeichnungen im Comicstil. Erwachsene und etwas ältere Kinder, die über die Thematik schon hinweg sind, werden das Buch mit einem Schmunzeln lesen und verstehen können. Für pädagogische Zwecke zum Abgewöhnen des Schnullers eher ungeeignet.

Für Büchereien und Familien geeignet – eine Lesevergnügen für VorleserInnen und ZuhörerInnen. Für Kinder ab 3 Jahren. 

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Schnuller | Wolf | Familie
Bewertung: ++
Rez.:
Susanna Hocher

Mein monsterlanges Zick-Zack-Buch. Fang den Schnurk! Christian u. Fabian Jeremies. Stuttgart: Esslinger 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 33 cm. ISBN 978-3-480-23344-1, geb.: 14,99 €

Ein neues Wimmelbuch der Extraklasse, in welchem Ping und Pong auf einer unterirdischen Verfolgungsjagd viel erleben.

Zwei putzige Monster Ping und Pong möchten sich am Strand erholen und picknicken. Der freche Schnurk stiehlt ihre Provianttasche und verschwindet damit in die unglaublich kunterbunte, unterirdische Welt der Wattwürmer und anderer tatsächlich existierender bzw. uriger Fantasiewesen. Diese bevölkern gemütliche Höhlen, Gewässer und verwirrend angeordnete Gänge, durch welche Ping und Pong den Schnurk verfolgen, aber auch den Wusel, die Minnies und Monstergoldsterne entdecken. - Damit Kinder (und Erwachsene) dieses liebe- und fantasievoll gestaltete Kinderbuch lange anschauen können, um immer Neues zu entdecken, lässqt sich das unter- und oberirdische Strandleben zu einem über 3 m langen Leporello quer durch das Kinderzimmer aufstellen und „bäuchlings“ betrachten.
Zwei Brüder – von klein auf malbegeistert – haben dieses großartige, farbenfrohe Kinderbilderbuch illustriert, das auch Suchaufgaben enthält und Kinder wie Erwachsene fesseln wird.

Sehr empfohlen für Kinder ab 3 Jahren. Es gibt bereits den Folgeband „Finde den Hoggel“ (2018).

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Wimmelbuch
Bewertung: +++
Rez.:
Margot Rickers

Stower, Adam: Grumbuck! Dt. von Nicole Oberholzer. Zürich: Orell Füssli 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 27 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-280-03525-2, geb.: 13,95 €

Wie und warum Oliver und sein Troll-Freund den grausigsten aller Trolle mit Torte besänftigen, erzählt dieses Bilderbuch.

Die Trollgäste in „Trollivers Café“ von Oliver und Freund Troll lieben nur Kuchen, fressen keine Kinder! Vor dem Grumbuck, dem grässlichsten aller Trolle, haben sie Angst, wagen nicht, mit Oliver und Troll nach der verschwundenen Molly zu suchen. Oliver schlägt alle Warnungen vor Grumbuck in den Wind. Er und Troll werden ihm einen Kuchen bringen! Sie finden Molly oben auf dem Mampfberg. Doch der Troll, der dort ihren Kuchen futtert, ist nicht Grumbuck. Als der tatsächlich schaurig groß auftaucht, fliehen sie, kommen jedoch alsbald mit einer Riesentorte zurück, die ihn besänftigt. - Eine verrückte Story mit ungemein temperament- und fantasievoll mit Stift und Aquarell illustrierten Bildern. Die Trolle ähneln Monstern, vor denen jeder sich fürchten könnte, wären sie nicht mit viel Witz karikiert; nur kleinste Betrachter versöhnt das vielleicht nicht. Doch der britische Illustrator lässt zum freundlichen Ende der Story allemal Mut über die Angst siegen. Angst zu  schüren, gilt nicht! Eine wichtige Botschaft.

Kinder lieben Grusel, kleinen Ängsten zum Trotz. Behutsam eingesetzt, kann das temperamentvoll inszenierte Bilderbuch schon Kindern ab 4 J. Spaß machen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Trolle | Monster | Mut
Bewertung: ++
Rez.: Heide Germann

Tim Tigers Andersrumtag. Anna Taube. Ill. von Marina Rachner. Bamberg: Magellan 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 18 cm. ISBN 978-3-7348-1530-0, geb.: 8,00 €

Tim Tiger zeigt in diesem Pappbilderbuch für die jüngsten Leser auf, wie ein Tag andersrum verlaufen kann.

Kurz nach dem Aufstehen überlegt sich Tim Tiger, dass es doch mal spannend wäre, wenn der Tag nicht immer gleich ablaufen würde, sondern eben anders. Dies setzt er gleich in die Tat um und zieht als erstes seine Hose andersrum an. In kindgerechten Worten sind verschiedene Tagespunkte aufgezeigt, die spiegelverkehrt ablaufen. Leider sind nicht alle "Andersrum-Aktivitäten" auf den ersten Blick erkennbar. Das Textverständnis ist daher nicht unbedingt der Altersgruppe angepasst. Die dicken Pappseiten jedoch sind für Kinder ab einem Jahr sehr passend gewählt. Auch ist der Druck und die Herstellung erwähnenswert, da das Buch in Deutschland produziert und die Druckfarben eine Pflanzenölbasis haben. Die Illustrationen entsprechen dem kindlichen Entwicklungsstand, so sind die Köpfe teilweise proportional größer gezeichnet. Auch sind im Hintergrundgeschehen viele Einzelheiten zu finden.

Da aus dem Text der Inhalt erst nach wiederholtem Lesen verstanden wird, besticht dieses Buch vor allem durch die Illustrationen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Anderssein | Toleranz | Pappbilderbuch
Bewertung: +
Rez.:
Eva Wimmer

Ju 1 Erzählungen für das erste Lesealter (6-8 Jahre)

Der beste erste Schultag. Ann-Katrin Heger. Ill. von Silke Voigt. Bindlach: Loewe 2018. 34 S. : überw. Ill. ; 25 cm. (BilderMaus. Mit Bildern lesen lernen). ISBN 978-3-7855-8576-4, geb.: 7,95 €

Leo erlebt den Einschulungstag.

Heute ist ein großer Tag: Leo kommt in die Schule! Und er hat richtig Glück: Er bekommt eine Lehrerin, die nicht nur Frau Nett heißt, sondern offenbar auch wirklich nett ist, eine tierverrückte Sitznachbarin, ein echtes Eichhörnchen als Klassentier und gleich zwei große Schultüten geschenkt! Da beruhigt sich dann auch sein anfänglich recht flauer Magen schnell und er kann am Ende des aufregenden Tages munter Kuchen mampfen und seine Geschenke bestaunen.Eine Geschichte in klassischer BilderMaus-Manier (Substantive werden durch Bilder ersetzt), die zum gemeinsamen Lesen einlädt. Wie üblich wenig spektakulär und bisweilen etwas ärgerlich: So tragen alle Mädchen Kleidchen und der Pulli eines Mädchens mit einem Eichhörnchen drauf ist aus Sicht des kleinen Leo „Voll peinlich“. Wenn man sich daran nicht nachhaltig stört, kann das Buch als kleine Vorbereitung auf den ersten Schultag eingesetzt werden.

Bei großem Bedarf an Büchern zum Thema möglich.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Schulanfang | Schule
Bewertung: +
Rez.: Wiebke Mandalka

Bolliger, Max: Stummel - Ein Hase wird groß. Gutenachtgeschichten für Kinder und ihre Eltern. Ill. von Kathrin Schärer. Neuausg. Zürich: Atlantis 2018. 144 S. : Ill. ; 27 cm. ISBN 978-3-7152-0743-8, geb.: 16,95 €

Ein Hasenkind lernt, sich in der Welt zurecht zu finden und wird erwachsen.     

Die Geschichten von Max Bolliger sind seit 1986 mehrfach in verschiedenen Ausgaben erschienen. Das vorliegende Buch ist eine neu illustrierte Gesamtausgabe mit den drei Teilen „Stummel“, „Stummel im Winter“ und „Stummel unterwegs“. Stummel, das  Hasenkind, entdeckt mit jeder Geschichte Stück für Stück seine Welt. Und was muss ein kleines Hasenkind alles lernen. Im Wald gibt es viele Tiere. Aber wer ist ein Freund und wen muss man fürchten? Freunde helfen einander auch in brenzligen Situationen. Sind Menschen Freunde? Stummel erfährt Liebe, Zuneigung und Geborgenheit, aber auch Tod und Schrecken. Er schließt Freundschaften, lernt, seine Angst zu überwinden und macht sich voller Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten auf, Neues zu entdecken. Dabei erfährt er, wie viele verschiedene Arten es gibt, zu leben. Die Geschichten haben eine gute Länge zum abendlichen Vorlesen und die fein gestrichelten Kreidezeichnungen von Kathrin Schärer sind mit ihren deutlich sichtbaren Emotionen eine Augenweide.

Durch dieses liebevoll gestaltete Vorlesebuch erfahren Kinder ab 4 J. einiges über die Natur und das Leben.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Vorlesebuch | Hasen | Natur | Tiere
Bewertung: +++
Rez.:
Heidrun Martini

 

Margil, Irene: Fußballfieber im Stadion. Ill. von Jörg Hartmann. Frankfurt: Duden 2018. 58 S. : Ill. ; 23 cm. (Leseprofi, 2. Klasse). ISBN 978-3-7373-3351-1, geb.: 7,99 €

Fußballfan Lasse und sein Opa erleben ein Länderspiel im Stadion live mit.

Lasse ist begeistert, denn sein Opa hat ihm zum 9. Geburtstag eine Eintrittskarte für das Freundschaftsspiel Deutschland gegen Italien geschenkt. Ausgerüstet mit Schal und Nationaltrikot machen sich die beiden Fußballfans schon am nächsten Tag auf den Weg ins Stadion. Im Bus herrscht großes Gedränge und auch die gründlichen Sicherheitskontrollen dauern lange. Doch dann können Lasse und sein Opa den Fußballnachmittag so richtig genießen.
In den vier lebendig geschriebenen Kapiteln begleitet der Leser Lasse bei seinem aufregenden, ersten Besuch live im Stadion und erlebt mit ihm zusammen neben dem spannenden Spiel auch die Fangesänge, die Fahnen, die Fotografen und Fernsehkameras, den Jubel und alles was die Atmosphäre dort so ausmacht.
Die Texte sind leicht zu verstehen und werden durch viele farbige Zeichnungen übersichtlich gegliedert. Acht „Profifragen“, deren Lösungen mit dem praktischen Lesezeichen im Buch gleich überprüft werden können, motivieren zusätzlich zum Weiterlesen.

Eine spannende, authentisch erzählte Geschichte, die nicht nur die Fußballfans unter den ErstleserInnen begeistern wird.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Fußball
Bewertung: +++
Rez.:
Brigitte Heimerl

Ju 2 Erzählungen für das zweite Lesealter (9-12 Jahre)

Edge, Christopher: Albie Bright - Ein Universum ist nicht genug. Dt. von Wieland Freund u. Andrea Wandel. Ill. von Nina Dulleck. Stuttgart: Thienemann 2018. 168 S. : Ill. ; 21 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-522-18487-8, geb.: 12,99 €

Albie verlässt sein Universum mit Hilfe der Quantenphysik um den Tod seiner Mutter zu verarbeiten und zu akzeptieren.

Albie ist ein Junge, dessen Mutter gerade gestorben ist. Sie war Wissenschaftlerin und immer auf der Suche nach den Geheimnissen des Universums. Wie auch sein Vater, der immer unterwegs ist, um den Menschen das Universum zu erklären. Das bringt Albie auf den Gedanken seine Mum mit Hilfe der Quantenphysik zu suchen. Mit der Quanten-Bananen-Theorie kann Albie in verschiedene Parallelwelten reisen. Überall trifft er auf kleine Unterschiede zum Leben in seiner eigenen Welt. Seine Mama sieht er in einem Universum wieder, in dem er gar nicht existiert hatte. Er hofft, bei einem letzten Experiment wieder zurück in seine Ursprungswelt zu gelangen. Das gelingt Albie und er merkt, dass er den Tod seiner Mum zusammen mit seinem Vater akzeptieren kann. - Der Autor verfolgt einen interessanten Gedanken und regt damit zum Nachdenken über Parallelwelten an. Der Text wird aber durch die Bezüge und Erklärungen zur Quantenphysik schwer verständlich.

Für Büchereien in denen der Bedarf an Lesestoff für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren groß ist.

Signatur: Ju 2
Schlagworte: Tod | Universum | Fantasy
Bewertung: +
Rez.:
Christine Schwendener

Townsend, Jessica: Nevermoor. Fluch und Wunder. Dt. von Franca Fritz u. Heinrich Koop. Ill. von Eva Schöffmann-Davidov. Hamburg: Dressler 2017. 430 S. : Ill. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-7915-0064-5, geb.: 19,00 €

Die 10-jährige Morrigan Crow muss  in der wundersamen Fantasy-Welt Nevermoor viele Prüfungen bestehen.

Die 10-jährige Morrigan Crow ist mit dem Wissen aufgewachsen, dass auf ihr ein Fluch lastet, durch den sie an ihrem nächsten Geburtstag sterben soll. Doch dann wird sie an genau diesem Tag von dem etwas seltsamen Jupiter North gerettet und in die ebenfalls seltsame Stadt Nevermoor gebracht, wo sie nicht nur schwierige Prüfungen bestehen muss, sondern auch viele neue Freunde findet. Aber es gibt dabei ein Problem: Außer ihr besitzt dort jeder eine besondere Gabe, so dass Morrigan noch vor der letzten Prüfung erfahren muss, was ihr großes Talent ist.
Das Buch erzählt eine fesselnde Geschichte, die gut zu lesen ist. Allerdings bleiben am Ende Fragen offen.

Der Roman ist für Fantasy-Begeisterte ab 10 Jahren geeignet.

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Fantasy | Abenteuer
Bewertung: ++
Rez.:
Caroline Peter

Ju 3 Erzählungen für Jugendliche ab 13 Jahren

Blix, Ella: Der Schein. Roman. Würzburg: Arena 2018. 470 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-401-60413-8, geb.: 18,00 €

Alina ahnt nicht, dass ihre neue Freundschaft der Schlüssel zu einem großen Geheimnis ist.

Als die fast 17-jährige Alina von ihrem Vater in das Internat Schloss Hoge Zand geschickt wird, erhofft sie sich zuerst nicht viel von der kleinen Ostseeinsel Griffiun. Doch dann freundet sie sich mit den Lonelies, einer Clique, die ebenfalls im Internat wohnt, an und macht sich mit ihnen auf die Suche nach dem mysteriösen Geisterschiff, das sie eines nachts als kurze Erscheinung am Horizont des Meeres gesehen hat. Außerdem trifft sie in dem verbotenen Gebiet der Insel auf die wilde und etwas seltsame Camperin Tinka, zu der eine unerklärlich vertraute Verbindung entsteht. Je länger sie auf der Insel ist, desto mehr beschäftigt sie sich mit ihrer Vergangenheit und versucht, die immer noch ungeklärten Geheimnisse aufzudecken. Alina stellt fest, dass Vergangenheit und Zukunft mehr miteinander zu tun haben, als sie dachte.Der Roman erzählt eine fesselnde Geschichte, die gut zu lesen ist. Während am Anfang unter anderem durch Rückblicke in die Vergangenheit eine hohe Spannung aufgebaut wird, kommen erst gegen Ende die Fantasy-Elemente hinzu.

Der Roman ist für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet, die sich für spannende Geschichten mit Fantasy-Anteil interessieren.

Signatur: Ju 3
Schlagworte:
Fantasy | Freundschaft | Geheimnis
Bewertung: ++
Rez.: Caroline Peter

Lauren, Ruth: Valor. Die Verschwörung im Königreich. Dt. von Maren Illinger. Weinheim: Gulliver 2018. 319 S. ; 21 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-407-74852-2, geb.: 14,95 €

Valor riskiert alles um ihre Zwillingsschwester aus dem berüchtigsten Gefängnis des Königreichs Demidova zu befreien.

Lauren erzählt die Geschichte der 13 Jahre alten Valor, die geschickt mit Pfeil und Bogen als Jägerin umgehen kann. Ihre Familie dient der Königsfamilie, bis Valors Schwester Sascha eine politisch wichtige Spieluhr gestohlen hat und dafür in ein berüchtigtes Gefängnis kommt. Valor ist überzeugt von einer Intrige und sorgt dafür, dass sie ebenfalls inhaftiert wird, um ihre Schwester befreien zu können. In dieser Welt kann sie als Jägerin kämpfen und mutig sein, ihre Schwester ist dagegen ganz anders, auch das ist in dieser Welt möglich. Valor kommt dem wirklichen Täter nahe, doch es bleibt lange rätselhaft, welche Rolle die Prinzessin als zukünftige Königin und ihr Bruder, der Prinz, dabei spielen. Die Handlung über 318 Seiten spielt in einer geschlossenen, fremden Welt, die Szenerie wirkt eher mittelalterlich und mit besonderen Regeln und Gesetzen. 

Valor als mutige Mädchenfigur, die auf eigene Faust die Schwester retten will, spricht sicher Leserinnen ab 12 Jahren an. 

Signatur: Ju 3
Schlagworte:
Fantasy | Schwestern | starke Mädchen
Bewertung: ++
Rez.: Kathrin Vogel

Jn Naturissenschaft, Medizin, Mathematik

Waidmann, Angela: Wunderbare Welt der Pferde & Ponys. Fotos von der Autorin. Ill. von Nadine Jessler. Ravensburg: Ravensburger Buchverl. 2018. 92 S. : Ill. ; 27 cm. ISBN 978-3-473-55452-2, geb.: 12,99 €

Erste Einführung in Körperbau, Geschichte und Rassen der Pferde und Ponys.

Pferde und Ponys erfreuen sich bei Kindern einer großen Beliebtheit. Für den Anfang bietet der Ravensburger Verlag mit dem vorliegenden Buch einen ersten Einblick. Los geht es mit einer Einführung in Körperbau, Fellfarben, Abzeichen und Entwicklung vom Eohippus zum Equus. Dann folgen ausführliche Darstellungen der verschiedenen Rassen, vom Pony über Rennpferde, Barockpferde bis hin zu schweren Arbeitspferden, wie den Shire Horses. Diese werden jeweils auf einer Seite mit einem leicht verständlichen Text, Fotos und einem kurzen Steckbrief vorgestellt. Leider wendet sich das Buch mit der Ausstattung recht explizit an Mädchen, es sind beispielsweise in den Illustrationen nur Reiterinnen gezeichnet. So könnte es kleinen pferdebegeisterten Jungen schwer fallen, sich in dem Buch wieder zu finden. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass die gezeichneten Reiterinnen nie eine Kappe tragen. Dies ist aus Sicherheitsgründen bedenklich.

Wo bislang kein Pferdebuch vorhanden ist, eine mögliche Anschaffung.

Signatur: Jn
Schlagworte:
Pferde | Ponys | Reiten
Bewertung: +
Rez.: Maike Linne

SL Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik

Abschied. Geschichten vom Loslassen und Neuanfangen. Hg. von Georg Magirius. Mit Beiträgen von Siegfried Lenz, Elke Heidenreich u.a. Leipzig: Ed. Chrismon 2017. 116 S. ; 20 cm. ISBN 978-3-96038-083-2, geb.: 15,00 €

In diesem kleinen Buch hat der Herausgeber etliche kleine Abschiede aus literarischen Texten unterschiedlicher Situationen über Loslassen und Neuanfangen versammelt.

Dem Theologen Magirius ist es gut gelungen, das Thema Abschied mithilfe gelungener Abschnitte aus Prosatexten etlicher älterer und zeitgenössischer AutorInnen zu vertiefen. Die Verfasserinnen und Verfasser beschreiben jeweils auf ihre Art und Weise die Situationen von Veränderungen und Neubeginnen. Hermann Hesse, Stefan Zweig und Bertolt Brecht finden sich hier genauso wie Elke Heidenreich, Selim Özdogan und Robert Gernhardt, um nur einige zu nennen. Die Blicke zurück verbinden oft den Aufbruch nach vorne, so dass auch Abschiede Anfänge und Mut zum (Weiter) leben ermöglichen können. Um es mit Siegfried Lenz zu beschreiben: „Es war ein angenehmes Begräbnis“ (S. 36), so ist dieses auch ein sehr angenehmes und auch tröstliches Buch, das sich gut lesen lässt.

Eine Fundgrube zum Thema Abschied.

Signatur: SL
Schlagworte: Reisen | Abschiede | Leben | Hoffnung
Bewertung: ++
Rez.: Kurt Triebel

Austin, Lynn: Ein letzter Flug. Dt. von Dorothee Dziewas. Marburg: Francke  2018. 247 S. ; 19 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-86827-697-8, geb.: 10,00 €

Die Begegnung mit Mike verändert Wilhelmas Leben vollkommen.

Nach 41 Jahren Berufstätigkeit als Musikwissenschaftlerin und Konzertpianistin in den Ruhestand versetzt, droht Wilhelma Brewster depressiv zu werden, bis sie durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Krebsberatungszentrum und in der Kirchengemeinde den Piloten Mike Dolan trifft. Er muss sich mit der bedrohlichen Diagnose „Metastasen in der Leber“ auseinandersetzen und beabsichtigt, auf weitere Therapien zu verzichten.- Der Roman ist sowohl im amerikanischen College-Milieu als auch im privaten Charterflug-Bereich sowie in einer Kirchengemeinde angesiedelt. Er beschreibt zwei Monate im Leben der Protagonisten, die trotz großer Gegensätze zueinanderfinden. Man gewinnt scheinbar nebenbei einen interessanten Einblick in amerikanisch-evangelikale Missionierungsaktivitäten, könnte allerdings auch zu dem Schluss kommen, die etwas konstruiert wirkende Handlung werde erzählt, um eigentlich fundamentalistisch gefärbte Verkündigung u.a. zum Thema Auferstehung zu praktizieren.

Bei speziellem Interesse an Veröffentlichungen aus dem evangelikalen Bereich möglich.

Signatur: SL
Schlagworte: Ruhestand | Tod | Auferstehung | Religion
Bewertung: ++
Rez.: Margot Rickers

Causse, Jean-Gabriel: Arthur und die Farben des Lebens. Roman. Dt. von Nathalie Lemmens. Ill. von Inka Hagen. München: C. Bertelsmann 2018. 285 S. : Ill. ; 22 cm. Aus d. Franz. ISBN 978-3-570-10346-3, geb.: 20,00 €

Von der Kraft der Farben und der Liebe


Arthur, ein heruntergekommener Lebemann mit einem Alkoholproblem, hat nun auch seine Arbeitsstelle in einer Buntstiftfabrik verloren. Aus Frust kippt er alle restlichen Farbpigmente in die letzte Produktionscharge. Charlotte, eine blinde Radiomoderatorin, die sich nicht trotz sondern wegen ihrem Handicap auf das Thema Farben spezialisiert hat und eine beliebte Sendung im französischen Radio spricht, wohnt gegenüber. Heimlich beobachtet Arthur die schöne Frau und wünscht sich ein Kennenlernen. Eines Tages passiert Unvorstellbares: alle Farben verschwinden aus der Welt und lassen die Menschen in einem grauen Einerlei zurück. Chaos breitet sich aus. Nur Charlottes Tochter Louise hat eine besondere Begabung  und könnte die Menschen mit Arthurs knallbunten Farbstiften vor den schlimmen Auswirkungen ihrer schwarz-weißen Welt retten. Gemeinsam mit den Bewohnern einer lebhaften Seniorenresidenz und einem indischen Taxifahrer aus New York nehmen sie die Suche nach den Farben und einen Kampf gegen die chinesische Mafia auf.

Leichtfüßige, romantische Unterhaltungslektüre mit märchenhaften Anklängen, die nebenbei viel Wissenswertes und Kurioses über die Welt der Farben vermittelt. 

Signatur: SL
Schlagworte: Farben | Blindheit | Liebe
Bewertung: ++
Rez.: Stefanie Drüsedau

Connelly, Michael: Ehrensache. Thriller. Dt. von Sepp Leeb. München: Droemer 2018. 411 S. ; 22 cm. Aus d. Amerikan. ISBN 978-3-426-28159-8, geb.: 22,99 €

Aus dem Polizeidienst entlassen, übernimmt Detective Harry Bosch privat die Ermittlungen in einem Mordfall.

Als sein Halbbruder mit der Bitte um Hilfe in einem seiner Fälle als Anwalt an Detektiv Harry Bosch herantritt, stäubt sich dieser erst mal. Als ehemaliger Detektiv des Los Angeles Police Departement wechselt man nicht die Seiten vom Ankläger und Ermittler zum Verteidiger. Der Verdacht, dass ein falscher in Untersuchungshaft sitzen könnte, lässt Bosch aber keine Ruhe und so liest er sich in den Fall der brutal ermordeten Frau ein. Bald ist sein Ehrgeiz geweckt und er findet viele Ungereimtheiten, die von Seiten der Polizei vertuscht oder nicht Ernst genommen wurden. Bei seinen Recherchen bringt er sich selber in Gefahr, denn er hat es mit brutalen Widersachern zu tun, die nichts unversucht lassen den Detektiv zu stoppen. - Ein spannend geschriebener Thriller mit einer gut erzählten aber vielleicht ein bisschen amerikanisch übertriebenen Geschichte.

Für alle, die harte Polizeithriller voller Action aus Amerika mögen, gerne empfohlen.

Signatur: SL
Schlagworte: Thriller | Spannung | US-Amerika
Bewertung: ++
Rez.: Christine Schwendener

Ferrante, Elena: Die Geschichte des verlorenen Kindes. Reife und Alter. Roman. Dt. von Karin Krieger. Berlin: Suhrkamp 2018. 614 S. ; 21 cm. (Band 4 der Neapolitanischen Saga). Aus d. Ital. ISBN 978-3-518-42576-3, geb.: 25,00 €

Ihre unterschiedlichen, aber verflochtenen Lebenswege führen die Freundinnen Elena und Lila wieder zurück nach Neapel.

Im Band 4 der neapolitanischen Saga schließt sich ein Kreis. Elena und Lila erleben im Rione ihrer Kindheit Zeiten des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs. Elenas Beziehung zu Nino zerbricht, ihr Verhältnis zu ihren drei Töchtern ist konfliktreich. Bei der erfolgreichen Autorin erwachen Zweifel an ihrem Werk, an sich selbst und ihrer Befähigung zur Mutterrolle. Die Hoffnung, die folgende Generation müsse nicht um Lebenschancen und Anerkennung kämpfen, wie das für sie der Fall war, erfüllt sich nicht. Lilas Leben wird überschattet vom Verschwinden ihrer kleinen Tochter Tina, das sie Zeit ihres Lebens nicht loslässt. Ferrante greift lose Fäden der Vorgängerbände auf, ohne alle Fragen zu beantworten. Mit der „Auslöschung“ Lilas, von der diese immer wieder gesprochen hat, und die sich in einem Verschwinden der mittlerweile über 60jährigen Frau manifestiert, endet die Roman-Tetralogie. Elena, die sich Zeit ihres Lebens immer an Lila gemessen und auf sie bezogen hat, bleibt allein zurück.

Der würdige Abschluss der Reihe macht das kunstvolle Netz an Personen, Orten, Beziehungen und Motiven sichtbar und regt an, die opulente Geschichte noch einmal als Ganzes zu lesen.

Signatur: SL
Schlagworte: Neapel | Frauen | Freundschaft
Bewertung: +++
Rez.: Birgit Schönfeld

Fives, Carole: Eine Frau am Telefon. Roman. Dt. von Anne Braun. Wien: Deuticke 2018. 126 S. ; 19 cm. Aus d. Franz. ISBN 978-3-552-06362-4, geb.: 16,00 €

Spritzige Alltagskommunikation einer selbstsüchtigen, sensiblen Mitsechzigerin.


Charlene, Anfang 60, Mutter zweier erwachsener Kinder, Großmutter und Witwe ist glücklich und traurig zugleich. Sie lebt allein, trinkt und raucht und nimmt gerne ab und  einen Joint. Charlene ist auf vielen Singlebörsen unterwegs und hat immer mal wieder größere und kleine Abenteuer und Liebeleien. Sie hat viel zu erzählen und zu verarbeiten und  teilt alles Erlebte in  Telefonaten ihrer erwachsenen Tochter mit. Der Leser erfährt viel über Charlenes Alltag, über ihre Kinder und die Enkeltochter. Sie liebt alle abgöttisch, stellt  aber fest, „dass Eltern und Kinder fürs Zusammenleben nicht geschaffen sind". Sie weiß, dass sie anders ist und als Bipolare „zu allem fähig ist, im Guten, wie im Schlechten. Das liegt an unserer Krankheit".  Mit ihrer Therapeutin setzt sie ihr Leben vom Babyalter an neu zusammen. Sie hat einen wunderbaren Humor und spricht aus, was viele denken.

Humorvolle und hintergründige Lektüre der französischen Autorin. Sehr zu empfehlen für alle (Frauen), die kleine Lektüren lieben und gerne über  Alltagssituationen lachen.

Signatur: SL
Schlagworte: Alltag | Beziehung | psychische Störung | Frau
Bewertung: ++
Rez.: Christine Helming

Fritzsche, Anja u. Maria: Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige! Die unglaublichen Geschichten einer 107-Jährigen! Berlin: Ullstein 2017. 236 S. : Ill. ; 19 cm. ISBN 978-3-548-37775-9, kt.: 10,00 €

Seit Urzeiten fährt Familie Fritzsche zu Oma Maria zum Kaffee trinken, denn: „wer weiß wie lange Oma noch lebt.“ Als Oma Maria 88 wird zieht Enkelin Anja bei ihr ein. Heute steuert Maria ihren 108 Geburtstag an. Und Ihr Motto ist aufstehen und immer weitergehen.

Maria Fritzsche ist 1909 geboren und hat zwei Weltkriege überlebt. Sie ist mit ihren 107 Jahren schon eine herzerfrischende Person, voller Lebensfreude, Neugier und Spaß. Liebevoll kümmert sich die Familie um Maria. Allen voran ist Enkelin Anja immer für ihre Oma Maria da. Zusammen unternehmen sie so einiges. Im Laufe des Buches werden viele Erlebnisse und Abenteuer erzählt, die einem das älter werden schmackhaft machen.
Natürlich kümmert sich auch Omas Sohn, sprich Anjas Vater Jochen, der selbst inzwischen auch schon 70 Jahre alt ist. Oft genug fuhren sie „ein letztes Mal“ nach Mallorca oder auch an den Gardasee. Anja hat aber noch die andere Oma Mia, die nur sieben Jahre jünger ist als Maria, allerdings auch schon etwas dement und deshalb öfter mal Dinge mehrmals fragt. Diese Konstellation gibt es sicher nicht ganz so oft. Oma Maria reist noch immer für ihr Leben gern und blüht auf, je mehr um sie herum los ist. Es ist zu erkennen, dass beide Omas Charaktereigenschaften kleiner Kinder annehmen. Ungeduld und Flunkereien, Eifersüchteleien und gern im Mittelpunkt stehen  – doch die Familie wuppt all das super gut.

Die Geschichte ist reizend und lebhaft, mit kleinen Anekdoten aus dem alltäglichen Leben erzählt. Eine schöne Geschichte, die zeigt, dass man auch mit Spaß und Freude älter werden kann. Geeignet für Gemeinde- und auch Krankenhausbüchereien.

Signatur: SL
Schlagworte: Familie | Alter | Generationen
Bewertung: ++
Rez.: Claudia Heinisch

Gundar-Goshen, Ayelet: Lügnerin. Roman. Dt. von Helene Seidler. Zürich: Kein & Aber 2017. 333 S. ; 19 cm. Aus d. Hebr. ISBN 978-3-0369-5766-1, geb.: 24,00 €

In der digitalen Welt haben Lügen keine kurzen Beine mehr. Sie können ganze Existenzen zerstören und andere berühmt machen.

Eine mit allen Makeln der Pubertät behaftete Schülerin arbeitet in den Ferien in einer Eisdiele. Als dort ein berühmter Showstar auftauchte, kam es zu einem zunächst belanglosen Konflikt. Aber das Mädchen machte daraus einen Skandal. Mit ihrer Lüge diskreditierte sie nicht nur den Star, sie selbst steigt aus dem Nichts zu einer Berühmtheit auf.
Verstrickt in ihre Lüge durchlebt sie den Zwiespalt der modernen Existenz als öffentliche Person. Zweifel, Intrige, Erpressung und Bestätigung wechseln sich ab. Sie findet ihre erste große Liebe und wird ausgenutzt, weil die Beziehung aus einer Bedrohung entstanden ist. Gleichzeitig muss die junge Frau erkennen, wie vieles um sie herum auf einer Lüge basiert. Die Welt ist und war nie ehrlich. „Auf einer Lüge kannst du einen Staat gründen,“ wird ihr gesagt und warum soll sie dann ehrlich sein. Dieser Roman führt in das ambivalente Leben junger Menschen, die ihre Identität suchen, die mit einer Erwachsenenwelt konfrontiert sind, die auf ihre Kosten die eigenen Vorteile sucht, und die mühevoll ihren eigenen Charakter formen und erkennen müssen.

Eine Mischung von Jugendbuch und Erwachsenenroman. Darum in allen Gemeindefeldern und Büchereien einsetzbar.

Signatur: SL
Schlagworte: Lüge | Ehrlichkeit | Ruhm | Digitale Welt
Bewertung: +++
Rez.: Dirk Purz

Joyce, Rachel: Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie. Roman. Dt. von Marie Andreas. Frankfurt: Krüger 2017. 383 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-8105-1082-2, geb.: 19,99 €

Eine geheimnisvolle Frau wirbelt das ruhige Leben des Plattenbesitzers Frank und seiner skurrilen Nachbarn ganz schön durcheinander.

Großbritannien Ende der 1980er, immer stärker drängt die CD auf den Markt und kleine Schallplattenläden kämpfen um ihr Überleben. So auch Mister Frank, der einen kleinen Plattenladen in einer schäbigen Straße in einer Londoner Vorstadt besitzt. Dabei hat er ein ganz besonderes Talent: Er spürt intuitiv, welche Musik seine Kunden brauchen. Doch dann tritt eines Tages die Frau im grünen Mantel in sein Leben und wirbelt alles durcheinander. Bei Ilse, so heißt die Frau, spürt Frank keine Musik, nur Stille umgibt die geheimnisvolle Frau. Sie bittet Frank um Musikunterricht und er unterrichtet sie im Zuhören. Er erklärt ihr etwa die Mondscheinsonate von Beethoven als eine Art komponierten Liebesbrief. Er erklärt wie Schostakowitsch und Jazz zusammenhängen, wie Händel und wie Punk und Bach.
Eine Liebeserklärung an die Musik. Besonders das fulminante und filmreife Ende ist dicht an der Grenze zum Kitsch. Dennoch unterhaltsam, echte Wohlfühllektüre. Besonders geeignet für Musikliebhaber.

Rachel Joyce wurde durch „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ bakennt und erfreut sich einer treuen Fangemeinde. So wird auch dieser Titel in den Büchereien sicher nachgefragt werden.

Signatur: SL
Schlagworte: Großbritannien | Musik | 1980er
Bewertung: ++
Rez.: Maike Linne

Nikowitz, Rainer: Altenteil. Kriminalroman. Reinbek: Rowohlt Polaris 2018. 315 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-499-26834-2, kt.: 14,99 €

Ein Mordfall im „Haus zum Leben“: Satirisch-morbider Blick auf den alltäglichen Wahnsinn in einem Wiener Altenheim.

Suchanek ist nicht das erste Justizopfer, das wegen unerlaubten Besitzes von Drogen (Gras) Sozialstunden im Haus Sonne ableisten muss. Doch nach einer gewöhnungsbedürftigen Einarbeitungsphase bei den streitbaren Senioren ist es ausgerechnet er, der im Keller die Leiche eines Bewohners in einer laufenden Waschmaschine entdeckt. Die Gerüchte kochen hoch, der zuständige Inspektor wirkt unerfahren im Umgang mit dem überreizten Klima unter den Senioren. Nur der geistig agile Menschenhasser Renner, der seine Bettlägerigkeit nur mit Zynismus erträgt, kommt bei diesem Ereignis auf Hochtouren und stachelt Suchanek an, Privatermittlungen anzustellen. – Liebhaber des schwarzen Humors und Kenner der Branche werden mit grotesken Szenerien, einem virtuosem Sprachwitz und den immer neuen Wendungen des Krimis bis zum Schluss in Atem gehalten.    
                         
Die spannende Krimisatire mit dem Antihelden Suchanek bewegt sich mit bösartigem Humor erschreckend dicht an der Realität. Empfehlenswert für den ausgefallenen Lesergeschmack.

Signatur: SL
Schlagworte: Altenheim | Satire | Schwarzer Humor
Bewertung: ++
Rez.: Natascha Rothert-Reimann

Paborn, Sara: Beim Morden bitte langsam vorgehen. Roman. Dt. von Wibke Kuhn. München: Dt. Verl.-Anst. 2018. 264 S. ; 21 cm. Aus d. Schwed. ISBN 978-3-421-4802-8, geb.: 18,00 €

Die Ehe ist ein Krieg – einer stirbt.

Nach 39 Jahren Ehe beschließt Irene, dass sie genug hat. Die ständigen Hänseleien, Lieblosigkeiten  und die Gefühlskälte ihres Mannes hat sie jahrelang stumm ertragen. Als ihr Mann Horst alle ihre Lieblingsbücher weggibt um Platz für seine Anlage zu machen, reißt ihr der Geduldsfaden. Da eine Scheidung keine Option ist, bleibt nur Mord. Doch wie bringt man seinen Ehemann unauffällig um? Per Zufall findet sie alte Bleibänder und  schmiedet einen tödlichen Plan. Mit Akribie und System vergiftet Irene ihren Mann. Erst zögerlich und von Zweifeln geplagt, dann mit großem Erfindungsgeist und Kreativität. Irene, Gefangene einer glücklosen, einengenden Ehe ist eine sehr reflektierte, gebildete  Frau und nimmt den Leser mit in ihre Kämpfe, Zweifel und kleinen Triumphe. Der Versuch sich frei zu kämpfen und endlich sie selbst zu sein, liest sich mit Leichtigkeit und viel schwarzem Humor. Morbide und schmerzhaft ehrlich überzeugt dieser Roman vor allem durch seine klare, nüchterne Erzählweise.

Ein Roman für Frauen, die Interesse an Portraits starker Frauen haben.

Signatur: SL
Schlagworte: Mord | Ehe | Liebe
Bewertung: ++
Rez.: Susanne Hartmaier

E Erd-, Länder und Völkerkunde, Reisen

Wickert, Ulrich: Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen. Hamburg: Hoffmann & Campe 2017. 287 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-455-50217-6, geb.: 22,00 €

Das heutige Frankreich beschrieben vom politisch und geschichtlich bewanderten Journalisten Ulrich Wickert.

Ulrich Wickert, der langjährige Leiter des ARD-Studios in Paris, der auch heute noch zeitweise in Südfrankreich wohnt, beschreibt sein Frankreich auf 287 Seiten in einem facettenreichen Sittengemälde. Dabei ist das Buch in drei Teile untergliedert. Im ersten Teil beschäftigt sich der Autor mit dem französischen Staat, wer sind die Träger, wie kam es zu einem einheitlichen Staat. Im zweiten Teil geht es um die Liebe, die Frauen und die Gleichberechtigung und die französische Küche. Im letzten Teil steht Emmanuel Macron, den der Autor offensichtlich sehr schätzt, als Hoffnungsträger für das künftige Frankreich im Zentrum der Betrachtungen. Ulrich Wickert gelingt es mit seinen umfassenden politischen, geschichtlichen und kulturellen Kenntnissen, ein tiefes Verständnis für Frankreich zu wecken. Als Ergänzung wäre eine Aufweitung des Blickwinkels auch auf weniger privilegierte Schichten und über die Stadtgrenzen hinaus in die problembeladenen Vorstädte wünschenswert.

Das locker geschriebene Buch voller Anekdoten kann allen Frankreich-Fans empfohlen werden.

Signatur: Ed
Schlagworte: Frankreich | Gesellschaft | Politik
Bewertung: +++
Rez.: Susanne Brenner

N Naturwissenschaften, Medizin, Mathematik

Sommer, Luise M.: Dein Gedächtnis kann mehr. Kreative Merktipps für den digitalen Alltag. Munderfing: fischer & gann 2017. 230 S. : Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-903072-58-9, kt.: 19,50 €

Übungen, Merkmethoden und Tipps um unser Gedächtnispotenzial nutzen zu können.

Unser Gedächtnis kann viel mehr als wir ihm zutrauen. Allerdings will es  - wie ein Muskel - trainiert werden. Die Österreicherin und Gedächtnisweltmeisterin 60+  Dr. Sommer zeigt auf, wie dieser "Muskel" durch nicht bewussten und nicht erlernten und dadurch reflektierten Umgang mit Smartphone & Co verkümmert. Sie gibt Anregungen wie wir diese Errungenschaften sinnvoll zur Entlastung unseres Gedächtnisses einsetzen können. „Ungeteilte Aufmerksamkeit" ist eines ihrer  Zauberwörter. Daneben bietet sie sich im Buch als persönlicher Memo-Coach an und führt in verschiedene "Merk-Übungen" und Tricks ein, sich Dinge und Fakten zu merken - gleichsam als ginge man in ein geistiges Fitnessstudio. Mit Bildern, Ablageplätzen etc. lädt sie dazu ein, das Gedächtnis zu trainieren. Dabei führt sie immer wieder wissenschaftliche Studien als Belege an. Dadurch kommt es zu Wiederholungen und Längen. Doch die Übungen sind faszinierend und eignen sich gut zum Selbstausprobieren.

Für Veranstaltungsarbeit zum Gedächtnistraining für jung und alt und zum Selbstprobieren bietet sich das Buch an.

Signatur: Nm
Schlagworte: Gedächtnistraining  Demenz | Digitalisierung
Bewertung: ++
Rez.: Christine Stockstrom

R Rund um Hobby, Haus und Garten, Sport und Spiel

Diez, Otmar: Es geht auch einfach! Gärtnern für Selbstversorger mit wenig Zeit & wenig Platz. Stuttgart: Kosmos 2018. 137 S. : Ill. ; 24 cm. ISBN 978-3-440-15758-9, kt.: 14,99 €

Willkommene Hilfe bei der Gartenarbeit.

Den Traum von der Selbstversorgung aus dem eigenen Garten träumt wohl jeder, der ein kleines Stückchen Erde sein eigen nennt, vor allem, wenn versprochen wird „Es geht auch einfach“. Als Hilfe stellt der Autor sein Rahmensystem vor. Beete durch Holzbretter einzugrenzen mag Vorteile haben, die Mühen der Gartenarbeit verringern sich dadurch jedoch nicht wesentlich. Bodenverbesserung, Pflanzenschutz, sinnvolle Pflanzenauswahl, Kompostbereitung usw. sind Arbeiten, die auch auf jedem normalen Beet zu größeren Ernten verhelfen. Jedem Garten-Einsteiger helfen aber die klugen Ratschläge, die genauen Beschreibungen und Fotos von Nutzpflanzen, die Tipps zum Konservieren, Listen von Internet- Adressen und Büchern und das Register. Der Buchtitel ist zwar verführerisch, aber Gärtnern kostet Zeit und Kraft. Allein das Studium der 10-seitigen Pflanzpläne oder der Tabelle im Klappumschlag ist mühsam.

Als Gartenratgeber mit ansprechenden Abbildungen und vielen wertvollen Tipps durchaus zu empfehlen.

Signatur: Ra 1
Schlagworte: Garten | Selbstversorgung
Bewertung: ++
Rez.: Viktoria Böhler