Newsletter „Bücherei" 06/2018

Liebe Büchereimitarbeiterin!

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Der Juni-Newsletter ist wieder bunt gemischt: Wer kurz vor dem Ruhestand steht, findet z. B. in „Zeit für Neues“ Hilfestellung bei der Frage, wie er diesen gestalten möchte. Der Titel „Schmeckt’s?“ wartet mit 17 Kurzgeschichten rund um das leibliche Wohl auf und ist wunderbar geeignet für Erzählcafés und Seniorennachmittage. Das Bilderbuch „Oh Schreck, oh Schreck, der Strom ist weg!“ erzählt von einem Familientag, der dank Stromausfall ganz anders verläuft, als geplant und Nationalspieler Thomas Müller berichtet kleinen Erstleser*innen von seinen ersten Schritten auf dem Weg zum Fußballstar. Daneben gibt es Krimis, Roadmovies, Wimmelbücher, Reiseberichte u.v.m.

Apropos Fußball: Auf unserer Homepage finden Sie pünktlich zur WM Buchtipps für Klein und Groß zum absoluten Lieblingssport der Deutschen.

Ihr Eliport-Team

Bewertung:

+++      = hervorragend
++        = gut
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Jm 1 Bilderbücher

Dios, Olga de: Rosa Monster. Dt. von Natalja Dudek. Barcelona: àbac 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 23 cm. Aus d. Span.ISBN 978-84-947040-4-8, geb.: 15,00 €

Ein rosa Monster fällt durch seine Andersartigkeit in seiner weißen Umgebung auf und reist an einen bunteren Ort, an dem es glücklich wird.

Von Geburt an anders: Während alles um es herum in akkurat eckiger und kleiner, farbloser Eintönigkeit daherkommt, überragt Rosa Monster alle, nimmt als pinkes, dickes Zottelwesen viel Raum ein. Während um es herum nur mürrisch dreinblickende Wesen mit Brille und spitzem Schnabel auftauchen, lächelt Rosa Monster mit überdimensionalem Mund und Zyklopauge die BetrachterInnen direkt an. Der Versuch sich zu integrieren scheitert, so dass das Monster seine Reise an einen anderen Ort startet. Im Regenbogenland darf jede/ jeder so sein, wie er/sie möchte und glücklich spielt und schläft man in vielgestaltiger, leuchtend bunter Umgebung. Im Nachsatzpapier heißt Rosa Monster seine tristen Mitbewohner von einst willkommen.  Digital empfindet die Illustratorin Filzstift und Aquarellzeichnungen nach. Variante zum Thema Vielfalt und Akzeptanz. Manchmal muss man auch seine gewohnte Umgebung verlassen, um glücklich zu werden. Klare, wichtige Botschaft, aber schon oft erzählt.

Für Kindertagesstätten und Grundschulen. Unmissverständlich. Auch für Familiengottesdienste vorstellbar. 

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Anderssein | Vielfalt | Toleranz
Bewertung: ++
Rez.: Anna Winkler-Benders

Hilbert, Jörg: Wir sind doch keine Angsthasen. Hamburg: Carlsen 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 27 cm. ISBN 978-3-551-51078-5, geb.: 12,99 €

Mira, Maja, Mimi, Max, Mümmel und Moppel sind dicke Freunde die so Einiges miteinander durchstehen.

Die Geschichte „Wir sind doch keine Angsthasen“ erzählt von sechs Hasen- Freunden, die alle vor Etwas Angst haben: vor der Dunkelheit bei Nacht, auf einen Baum zu klettern, zu schwimmen, ... Doch Freunde helfen in der Not, unterstützen wenn es brenzlig wird, oder machen sich gegenseitig Mut. Dabei lassen sich die Freunde so Allerhand einfallen!Auf der allerersten Seite werden die sechs Hasen namentlich vorgestellt, so weiß man recht schnell, mit wem man es zu tun hat. Sie erleben sechs verschiedene Angst-Situationen, die sich alle an der Lebenswelt von Kindern orientieren. Gemeinsam werden Lösungen gesucht, Mut zugesprochen oder getröstet. Die Bilder sind mit Pinsel und Aquarellfarben anschaulich gestaltet, die Textlänge ist gut dosiert und die Schrift passt sich gut an. Doch an einer Stelle musste ich mich wundern, da schickt Frau Bammelmann die Kinder bei Gewitter zum Schutz unter einen Baum! Auch wenn Max die Gefahr sofort erkennt und die Anderen auffordert ins Haus zu gehen, schmälert diese Szene meine Begeisterung für dieses Buch erheblich.

Ich würde das Buch nur zum Vorlesen verwenden und mit den Kindern über den Inhalt ins Gespräch kommen. Geeignet erst ab 4/5 Jahren in der Kita.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Angst | Freundschaft | Zusammenhalt | Mut
Bewertung: ++
Rez.: Barbara Hildenbrand

Lohf, Sabine: Schwach oder stark? Die Welt der Gegensätze. Frankfurt: Moritz 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 14 cm. ISBN 978-3-89565-346-9, geb.: 14,00 €

Ein Pappbilderbuch mit 50 Gegensatzpaaren, die mit viel gestalterischer Kreativität dargestellt sind.

Das gebastelte Schaf auf der linken Buchseite setzt sich aus schwarzer Wolle, einem Kopf aus schwarzem Papier und Beinen aus schwarz bemalten Streichhölzern zusammen. Auf der rechten Buchseite eine Schafsherde im gleichen Stil, aber alle Tiere haben ein weißes Wollgewand, einen hellen Kopf und naturbelassene Streichholzbeine. Das Gegensatzpaar dazu lautet: allein - zusammen. Eine Seite weiter finden die BetrachterInnen Knöpfe in unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen. Das Gegenüber zu den vielen Knöpfen ist der eine Knopf, als Nase eines rosa Papierschweinchens dargestellt. Mit kreativen Basteleien und viel Liebe zum Detail stellt Sabine Lohf in diesem dicken Pappbilderbuch 50 Gegensatzpaare vor. Ein Buch, das Spaß macht, die eigene Phantasie anregt und ganz nebenbei noch einen Beitrag zur Sprachförderung leistet. Einziger Kritikpunkt: Einzelne Gegensatzpaare sind reine Fotografien ohne Bastelelemente, die neben den vielen Collagen aus den unterschiedlichsten Materialien fremd wirken.

Gerne empfohlen für Eltern, Büchereiteams und ErzieherInnen mit Kindern ab 2 Jahren und allen LeserInnen, die Freude an Bastelideen haben.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Pappbilderbuch | Gegensätze | Basteln
Bewertung: ++
Rez.: Susanna Hocher

Meine kleine Schwester. Ulf Stark. Ill. von Charlotte Ramel. Dt. von Birgitta Kicherer. Leipzig: Klett Kinderbuch 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 24 cm. Aus d. Schwed. ISBN 978-3-95470-182-7, geb.: 13,00 €

Eine innige Liebeserklärung an die neugeborene Schwester.

„Zuerst war sie nichts. Dann war sie ein Ball in Mamas Bauch.
Und jetzt ist sie meine kleine Schwester.“
Der namenlose Ich-Erzähler ist gerade großer Bruder geworden. Und er ist sehr stolz auf seine kleine Schwester. Als seine Mutter ihn bittet, kurz auf sie aufzupassen, stellt er eine Menge an, um sie zu beschäftigen und freut sich über das Lob der Mutter, als sie später zurück ist.

Die gerade, klare Sprache von Ulf Stark und die Bilder von Charlotte Ramel machen dieses Bilderbuch zu einem schönen Leseerlebnis für Kinder ab 3 Jahren.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Baby | Geschwister
Bewertung: +++
Rez.:
Andrea Schmidt

Oh Schreck, oh Schreck, der Strom ist weg! Annette Langen. Ill. von Catharina Westphal. Ravensburg: Ravensburger Buchverl. 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 30 cm. ISBN 978-3-473-44702-2, geb.: 13,00 €

Maxis Tag beginnt wie immer, also ganz normal. Doch dann kommt alles ganz anders und Chaos bricht aus. Was steckt dahinter?

Der allerschönste Tag für Maxi beginnt ganz normal, es herrscht emsiges Treiben in der Wohnung und die ganze Familie ist mit irgendetwas beschäftigt. So auch heute, doch zwischen Müsli und Zähne putzen ist plötzlich alles ganz anders: die Lichter gehen aus, alle Elektrogeräte bleiben stehen…, doch ein Blick auf die Straße erklärt alles: Es ist Stromausfall! 
Eine tolle Geschichte die uns zeigt, wie wichtig Strom für uns ist und wie er unseren Alltag bestimmt. Die witzigen, farbenfrohen und detailreichen Illustrationen lassen die BetrachterInnen sofort in das Geschehen eintauchen. Auffallend ist die Gestaltung der elektronischen Gegenstände: wie leere Sprechblasen und nur an ihrer Kontur zu erkennen fordern sie heraus, noch mehr davon zu entdecken, zu benennen und mit der Geschichte zu verbinden. Die detailreichen Bilder in kräftigen Farben sprechen wunderbar für sich selbst, der knapp gehaltene Text, geschrieben in kleinen Druckbuchstaben, ergänzt dezent die bildhaften Darstellungen.

Geeignet für den Gebrauch in der Kita und Büchereien, da es die Folgen eines Stromausfalls wunderbar aufzeigt, die Kinder zum Erzählen anregt und für die Sprachförderung geeignet ist. 

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Stromausfall | Chaos | Familie | Sprachförderung
Bewertung: +++
Rez.:
Barbara Hildenbrand

Einen Tag ganz brav. Indrek Koff. Ill. von Ulla Saar. Dt. von Carsten Wilms. Berlin: Kullerkupp 2018. 53 S. : überw. Ill. ; 28 cm. Aus d. Estn. ISBN 978-3-947079-05-6, geb.: 15,90 €

Oskar und seine Schwester räumen die Wohnung auf … mit verheerenden Folgen.


Dieses Bilderbuch aus Estland wartet mit ganz unterschiedlichen Perspektiven auf, die farblich voneinander abgesetzt sind. Bunt ist der unbefangene Blick der Kinder gezeichnet, die an ihrem „Omatag“ ganz brav sind: dazu gehören freiwilliges Anziehen, Zähneputzen und Aufräumen. In blassen Farben erscheint Oma, versunken zunächst in die Rundfunknachrichten, dann in einen Fernsehfilm, später in den Kleinanzeigen  und schließlich geschäftig am Herd. Nach etwa der Hälfte des Buches kehrt die Mutter heim, und nun sehen wir mit ihren Augen, welches Chaos die Kinder tatsächlich angerichtet haben. Die Wohnung ist ein Schlachtfeld, die Mutter  verzweifelt und am Ende ihrer Kräfte. Auch ihre Sicht auf das das Geschehen  ist farblich besonders gestaltet und dem Kinderblick ganz entgegengesetzt. Dennoch wird das Bilderbuch mit dem Versuch, verschiedene Perspektiven darzustellen,  für die junge Zielgruppe nicht ohne Weiteres verständlich sein.

Andererseits entpuppt es sich als Generationenbuch mit harmonischem Ausgang, das zum Gespräch einlädt, auch wenn Oma als Kinderbetreuerin vollkommen versagt.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Generationen | Perspektivwechsel
Bewertung: +
Rez.: 
Barbara von Korff-Schmising

Walther, Max: Mein großes Klappen-Wimmelbuch - Auf der Baustelle. Ravensburg: Ravensburger Buchverl. 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 31 cm. ISBN 978-3-473-43669-9, geb.: 12,99 €

Auf der Baustelle ist ganz schön was los, da haben Hund, Katz und viele andere Tiere richtig viel Arbeit.

In sieben Doppelseiten werden im bekannten Wimmelstil verschiedene Baustellen und Bauabschnitte dargestellt. Beispielsweise wird ein Haus gebaut, eine Straße geteert oder aber ein Spielplatz erneuert. Die tierischen Bauarbeiter stellen dabei verschiedene Tätigkeiten bei den unterschiedlichen Bauvorhaben dar. Die Klappen lassen das ganze wimmelige Tun noch realer werden und bieten den Lesern ab einem Jahr Freude beim Betrachten und Entdecken. Die dicken Pappseiten eigenen sich gut zum mehrmaligen Anschauen, jedoch ist das sehr große Buchformat für kleinere Kinder noch etwas schwieriger zu handhaben. Die Illustrationen sind lebendig gezeichnet, die knalligen bunten Farben laden zum Verweilen und genauen Hinschauen ein. 

Für HäuslebauerInnen und deren Kinder aber auch für Jungs und Mädchen die Interesse an Baumaschinen, Baufahrzeugen und Wimmelbüchern haben, bestens geeignet.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Baustelle | Wimmelbuch | Pappbilderbuch
Bewertung: ++
Rez.:
Eva Wimmer

Ju 1 Erzählungen für das erste Lesealter (6-8 Jahre)

Müller, Thomas: Mein Weg zum Traumverein. Mit Julien Wolff. Ill. von Jan Birck. Hamburg: Oetinger 2018. 61 S. : Ill. ; 22 cm. (Lesenlernen mit Fußballstars). ISBN 978-3-7891-0933-1, geb.: 10,00 €

Vom  Minikicker beim TSV Pähl zum Spieler beim FC Bayern München.

Gerade noch pünktlich zum WM-Start ist dieses Erstlesebuch erschienen. In ihm erzählt Nationalspieler Thomas Müller von seinen ersten Schritten auf dem Weg zum Fußballstar. In fünf Kapiteln erzählt der Kicker von Höhen und Tiefen, Freud und Leid einer Fußball-Kindheit: Mit dem TSV Pähl gewinnt er ein wichtiges Turnier. Als sich ein Talent-Späher vom FC Bayern München ankündigt ist die Aufregung natürlich groß. Doch das entscheidende Turnier geht verloren. Konnte Thomas trotzdem zeigen, was er drauf hat? Wird er zum Probe-Training eingeladen? Und wird er sich dort gegen die vielen anderen talentierten Jungs behaupten können? Große Schrift und einfache Sätze helfen beim ersten Lesen. Das Thema und Müller als Identifikationsfigur werden sicher für viele kleine Fußball-Fans ein großer Motivator sein, sich durch die Geschichte durchzubuchstabieren.

Der Verlag hat bereits weitere Bücher mit Fußballprofis in Planung – und auch auf eine Fortsetzung dieses Bandes darf man hoffen. Lesemotivation für fußballbegeisterte  Erstler*innen. 

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Fußball
Bewertung: ++
Rez.:
Wiebke Mandalka

 

Ju 3 Erzählungen für Jugendliche ab 13 Jahren

Pope, Dirk: Abgefahren. München: Hanser 2018. 229 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-446-25875-4, kt.: 15,00 €

Viorels Mutter stirbt plötzlich. Der 17-Jährige packt die Tote in den Kofferraum und bringt sie in ihr Heimatland Rumänien.

Kurz vor Weihnachten bekommt Viorel einen Schock. Eines Morgens sitzt seine Mutter tot am Esstisch. Ohne lange zu überlegen packt der 17-Jährige die Leiche in einen alten Schlafsack, verfrachtet sie in den Kofferraum des Familienautos und fährt los. Ziel ist Rumänien, die Heimat seiner Mutter. Dort wollte sie immer begraben werden. Dass er keinen Pass, unpassende Kleidung und nur wenig Geld bei sich hat, stört ihn erst später. Auf dem Weg zum Balkan liest der Junge einen Anhalter auf. Auch der stirbt. Nun hat Viorel gleich zwei Tote im Kofferraum. Das ist noch lange nicht das letzte Abenteuer dieser skurrilen Reise, in der auch Vampire, König Vlad und Fledermauspapageien eine bescheidene Nebenrolle spielen. Der zweideutige Titel könnte besser nicht gewählt sein: „Abgefahren“; „bizarr“ oder „verrückt“ hätte auch gepasst. Wer schräge Anti-Helden, skurrile, in kurzen Sätzen verfasste Abenteuergeschichten und schwarzen Humor mag, der hat hier ein nicht-alltägliches Jugendbuch gefunden. Ab 14 J.

Eher für größere Bestände und eher für Jungs.

Signatur: Ju 3
Schlagworte: Road-Movie | Rumänien | Schwarzer Humor | Übergewicht
Bewertung: ++
Rez.: Martina Mattes

Je Erd-, Länder- und Völkerkunde, Reisen

Wo in aller Welt? So hast du unsere Erde noch nie gesehen. Lektorat: Chris Hawkes, Tom Booth u.a. Dt. von Brigitte Rüßmann u.a. München: Dorling Kindersley 2017. 160 S. : überw. Ill. ; 31 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-8310-3337-9, geb.: 19,95 €

Der etwas andere Atlas für Kinder.

Mit diesem Buch begeben sich die jungen Leser auf eine Weltreise der besonderen Art. Von der Erdgeschichte bis hin zu einer detaillierten Betrachtung der einzelnen Kontinente können interessante Informationen gesammelt werden. Die Berge des Himalayas sind beeindruckend dargestellt, antike Gebäude Europas sind übersichtlich präsentiert und Millionenstädte werden durch 3D-Karten plastisch erlebbar gemacht.Auch mit Rekorden wird das Interesse der Kinder und Jugendlichen geweckt: Wo ist der heißeste Ort der Erde? Wo lebt der größte Schmetterling? Viele allgemeine und besondere Fakten werden in diesem außergewöhnlichen Atlas beleuchtet, auf spannende Art und Weise veranschaulicht – leicht verständlich und anschaulich gestaltet.Das Buch eignet sich zum selbstständigen Studium, zum Nachschlagen von Fakten und zum Entdecken der Erde. Anhand von Themenkarten über Landschaft, Bevölkerung, Bauwerke, Klima, Tierwelt können die Leser auch die Erde im Dunkeln betrachten – wo ist es hell, wo dunkel? Aufbauend auf diese Kartenvielfalt ließen sich spezielle Themen auch schulisch nachbearbeiten.

Für Kinder ab 7 Jahren. Zum gemeinsamen Lesen und Weltentdecken. Aber auch für größere Kinder geeignet, die Interesse an Erdkunde entwickeln.

Signatur: Je
Schlagworte: Welt | Geografie | Landkarte | Erdkunde
Bewertung: +++
Rez.: Petra-Kristin Bonitz

SL Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik - Belletristik

Fölck, Romy: Totenweg. Kriminalroman. Köln: Lübbe 2018. 410 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-7857-2622-8, geb.: 20,00 €

Ein altes unaufgeklärtes Verbrechen führt zu neuen Taten und erhält am Ende eine sehr eindeutige und blutige Lösung.

Eine junge Polizistin Frida und ein langgedienter Kommissar Bjarne, die als Mädchen und Ermittler vor etlichen Jahren in einem Mordfall betroffen waren, werden in die neuen Verbrechen, die in einem kleinen Dorf im Süden Schleswig-Holsteins geschehen, hineingezogen. Persönliche und familiäre Konstellationen bringen Gewalttaten hervor. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen in diesem dörflichen Miteinander. Es gelingt der Autorin gut, die Situation unter den Apfelbauern der Gegend an der Elbe zu beschreiben, auch wenn manche Formulierungen ein wenig ungelenk wirken. Dennoch liegt hier ein spannender Krimi aus der holsteinischen Heimat vor und ist in seiner Komposition und Gestaltung recht überzeugend. Weitere Folgen mit diesem Ermittlerpaar deuten sich an und sollten ihre Leserschaft finden.

Dieser Krimi gehört durchaus in das Krimiregal unserer Büchereien.

Signatur: SL
Schlagworte:
Mord | Familie | Provinz | Polizeiarbeit
Bewertung: ++
Rez.:
Kurt Triebel

Fouchet, Lorraine: Die Farben des Lebens. Roman. Dt. von Katrin Segerer. Hamburg: Atlantik 2018. 317 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-455-00308-6, geb.: 20,00 €

Bestätigungssuche nach einem sinnvollen Leben.

Als Kims Großmutter - unangekündigt, unverhofft -, durch Suizid die Welt verlässt, stürzt sie in eine unerträgliche Unfassbarkeit, die sie zu einer "Sinn-Suche" des Lebens motiviert. Die Protagonistin entflieht ihrer vertrauten, bretonischen Insel Groix, um herauszufinden, dabei eine "Bilanz" zu ziehen, ob sich die Herausforderungen "Leben und Altern" lohnen. Sie hofft inständig auf das Verständnis ihres geliebten Freundes Clovis. Kim übernimmt in Nizza, vermittelt durch eine Freundin, die Betreuung der extravaganten, gepflegten alten Dame "Gilonne", taucht ein in deren Geschichte, stösst dabei auf geheimnisvolle Ungereimtheiten den "rotschöpfigen" Sohn betreffend. Sie recherchiert, geht dabei in die weit zurückliegende Vergangenheit und entlarvt ein tragisches Familiengeheimnis, dessen Konsequenzen bis in die Gegenwart wirken. In dem von Kim geführten  "indigoblauen" Notizbuch über "Pro und Kontra" Erfahrungen kommt es dennoch zu dem Fazit, dass das Dasein lebenswert ist, ein Geschenk, was zwar eine ständige Herausforderung bedeutet, dessen Bewältigung sich mit allen "Facetten und Nuancen", lohnt und freudig-positiv angenommen werden sollte mit seiner gesamten bunten Vielfältigkeit.

Lesenswert. Unterhaltsam. Nachdenklich. Gute Ablenkung im Klinik-Alltag. Bestens geeignet für alle (Patienten-) Büchereien.

Signatur: SL
Schlagworte: Leben | Altern | Sinnsuche
Bewertung: ++
Rez.:
Brigitta Morgenstern

Herden, Tim: Schwarzer Peter. Der letzte Fall für Rieder und Damp. Insel-Krimi. Halle (Saale): Mitteldt. Verl. 2018. 307 S. ; 20 cm. ISBN 978-3-95462-758-5, kt.: 12,00 €

Zwei Tote, viele gefälschte Kunstwerke und ein ungleiches Ermittlerduo auf Hiddensee.

Am Damm „Schwarzer Peter“ auf Hiddensee wird ein Toter gefunden. Schnell finden die beiden Kommissare Rieder und Damp heraus, dass es sich bei dem Toten um den Maler Hans Kempe handelt. Dass Kempe nicht nur Inselmaler, sondern auch Kunstfälscher war, will niemand gewusst haben. Gibt es eine Verbindung zum kürzlich verstorbenen Kunstsammler und Unternehmer Gilde? In dessen Besitz befinden sich etliche Bilder, die in Kempes Fälscherwerkstatt entdeckt wurden. Gildes junge Witwe und sein Sohn beschuldigen sich auf der Beerdigung gegenseitig des Mordes. Als dann herauskommt, dass Gilde tatsächlich ermordet wurde, beginnt die Suche nach dem Mörder. Unkonventionell und mit viel Lokalkolorit beginnt das ungleiche Ermittlerduo seine Arbeit. Rieder und Damp stoßen bei ihren Ermittlungen auf stumme und misstrauische Insulaner und eine ganz alte Geschichte aus DDR-Zeiten, die mit beiden Morden zusammenhängen muss. Beide haben zusätzlich auch noch mit ihrem Privatleben zu kämpfen und ungeklärte Spannungen belasten die Zusammenarbeit zusätzlich. Spannend und authentisch erzählt, an echten Hiddenseer Schauplätzen, nimmt dieser fünfte Teil der Insel-Krimireihe, den Leser mit in die Welt der Insulaner.

Geeignet für Krimifans, die echte und ehrliche Polizeiarbeit mit Lokalkolorit und historischen Bezügen schätzen.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Geschichte | DDR | Kunst
Bewertung: ++
Rez.:
Susanne Hartmaier

Kilian, Jo: Tiepolos Geheimnis. Ein historischer Residenz-Krimi. Würzburg: Echter 2018. 128 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-429-04415-2, kt.: 9,90 €

Das einzigartige Deckenfresko der Würzburger Residenz könnte eine mörderische Geschichte erzählen.

Würzburg um 1751. Der venezianische Künstler Giambattista Tiepolo wird von Fürstbischof Greiffenclau beauftragt, in seiner Residenz ein einzigartiges Deckenfresko zu schaffen. Der Meister und seine Helfer arbeiten drei Jahre daran. Lorenzo Tiepolo, aus dessen Sicht der Roman geschildert ist, wird in der Zeit Zeuge mehrerer Verbrechen. Er ahnt, dass am Hofe Dinge geschehen, die eine zu Ende gehende Epoche einläuten und die sein Vater, verschlüsselt in dem Deckenfresko, bildlich darstellt. Eine große Rolle spielen dabei u.a. der zwielichtige Narr Draco und die schöne Nisha. Bis zur Abreise der Tiepolos fließt noch einiges Blut, Tote werden gesühnt und die Welt ist nicht mehr so, wie sie einmal war. Fantasievoll und mit fundierten historischen Kenntnissen hat der Meister des Franken-Krimis Jo Kilian alias Roman Rausch sich vom Würzburger Fresko inspirieren lassen und ein kleines, feines Buch geschrieben, welches nicht nur Würzburg-Kenner und -Liebhaber spannend und lesenswert finden werden.

Für die Leser in Würzburg und seine Umgebung sollte man den historischen Krimi auf jeden Fall bereit halten.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Tiepolo | Franken
Bewertung: ++
Rez.: Martina Mattes

Küpper, Michaela: Kaltenbruch. Roman. München: Droemer 2018. 363 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-426-28200-7, geb.: 19,99 €

Ein brutaler Mord erschüttert 1954 das idyllische Dorf Kaltenbruch in der rheinischen Provinz.

Frühsommer im Nachkriegsdeutschland. Am Erdbeerstand seiner Familie wird der Jungbauer Heini Gruber erschlagen aufgefunden. Kommissar Peter Hoffmann und seine Sekretärin Lisbeth Pfau haben schnell einen Verdächtigen, doch der wird auch getötet. Während Hoffmann im Dunkeln tappt, findet Lisbeth Pfau durch behutsame Gespräche mit den Dorfjugendlichen eine Spur, die weit in die Zeit des Krieges zurückreicht.Michaela Küpper gelingt es durch ständigen Wechsel der Perspektive ausgezeichnet, die einzelnen Charaktere und ihre Geschichten miteinander zu verflechten. Das Buch atmet geradezu den Mief und die Enge einer Dorfgemeinschaft in den 1950er Jahren, geprägt durch den Zuzug von Flüchtlingen, die um ihre Anerkennung kämpfen. Als Leser ahnt man schnell, dass das Motiv der Taten in unverarbeiteten Traumata der Kriegszeit zu suchen ist. Dennoch bleibt der Spannungsbogen bis zum Schluss erhalten.

Für an deutscher Nachkriegsgeschichte interessierte Krimifans.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Nachkrieg | Deutschland | Provinz
Bewertung: ++
Rez.: Claudia Puschmann

Wagner, Christina: Schmeckt´s? Geschichten für Senioren rund um Essen & Trinken. Großdruck. München: Reinhardt 2018. 106 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-497-02737-8, kt.: 9,90 €

Kurzgeschichten zum Vorlesen und Selberlesen rund ums leibliche Wohl. 

Christina Wagner (früher Zieger) hat 17 Kurzgeschichten geschrieben, die sich rund ums leibliche Wohl drehen. In "Backe, backe Kuchen" treffen sich Großmutter, Mutter und Tochter am Tag vor der Hochzeit und lassen den Brauch, Menschen die Hochzeitsgeschenke machen mit selbstgebackenem Kuchen zu erfreuen, wieder aufleben. Dann gibt es die Geschichte um eine Überraschungsparty, die für den Enkel ausgerichtet werden soll. Oder den traditionellen Museumsbesuch eines Lehrers mit seiner Schulkasse mit Springerle backen, die sich aber als Liebesgeschichte entpuppt. Die Geschichten haben alle die Liebe zum Genuss im Mittelpunkt und laden ein, sich zu erinnern und schmunzelnd ins Gespräch zu kommen.                           

Hervorragend geeignet für Seniorennachmittage und biographisches Arbeiten in Senioreneinrichtungen und in Erzählcafés als Gesprächseinstieg.

Signatur: SL
Schlagworte:
Alter | Liebe | Genuss | Erinnerung
Bewertung: ++
Rez.: Christine Stockstrom

B Biographien, Briefe, Tagebücher

Meiners, Antonia: Lange Liebe. Vom Glück des Zusammenbleibens. München: Elisabeth Sandmann 2018. 136 S. : Ill. ; 25 cm. ISBN 978-3-945543-45-0, geb.: 24,95 €

Antonia Meiners führt durch die Epochen ihrer Protagonisten und präsentiert das jahrzehntelange, partnerschaftliche Zusammensein berühmter Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Geschichte, beginnend in weit zurückliegender Vergangenheit bei Friedrich Wilhelm III von Preußen & Königin Luise, bis in die zeitgenössische Gegenwart zu Helmut & Loki Schmidt oder Emanuel & Brigitte Macron, sie referiert über Gustav Klimt & Emilie Flöge etc. Die Autorin kategorisiert nach den unterschiedlichsten Motivationen des "Sich Findens" wie: "Gekrönte Liebe", " An der Seite der Macht" , (Winston & Clementine Churchill), nach Beziehungen, verbunden "Gemeinsam im Geiste", "Eins sein in der Profession" (Christa & Gerhard Wolf) oder sie thematisiert die Intensität, die "Seelenverwandte" miteinander verbindet. Der Leser nimmt teil an hoch interessanten Biographien, steigt ein in die Charakteristika namhafter "Figuren", die gleichzeitig gesellschaftliche Veränderungen mit ihren Konsequenzen dokumentieren.

Ein äußerst faszinierender Geschichtsrückblick, der u. a. die Genres Malerei, Literatur sowie zwischenmenschliche Strömungen intensivst berührt. Eine Kostbarkeit für das biographische Angebot jeder (Patienten-) Bücherei. 

Signatur: Bb
Schlagworte:
Paare | Liebe | Biographie
Bewertung: +++
Rez.: Brigitta Morgenstern

Slade, Emma: Befreit. Von der Bankerin zur buddhistischen Nonne. Dt. von Elisabeth Liebl. München: Kösel 2018. 319 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-466-37207-2, kt.: 20,00 €

Nach einer Geiselnahme ändert Emma Slade ihr Leben, lernt Yoga und wendet sich dem Buddhismus zu.

Emma Slade arbeitet für eine große Investmentbank in Hongkong, als sie auf einer Geschäftsreise nach Jakarta in ihrem Hotelzimmer als Geisel genommen wird. Nach dem traumatischen Erlebnis ändert sich alles für sie. Slade beschließt noch einmal neu anzufangen und beginnt eine Reise zu sich selbst, die sie einmal um die ganze Welt führen wird: von Hong Kong, über England, Griechenland, die USA, Hawaii, Australien, Japan, Indien, Costa Rica und Nepal bis sie schließlich in Bhutan ankommt. Dort gründete sie 2015 die  Hilfsorganisation „Opening your heart to Bhutan“, die sich auf die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung spezialisiert hat. Heute lebt Emma Slade als „Pema Deki“ (dt.: Nonne des weißen Lotus) die Hälfte des Jahres in Südengland, den Rest des Jahres in ihrer neuen Heimat Bhutan. Offen und ehrlich, gepaart mit einer kräftigen Portion britischen Humors erzählt sie vom Spagat zwischen Beruf, Buddhismus und Yoga, sowie auch von ihrem Alltag als alleinerziehende Mutter eines Sohns mit ADHS.

Beeindruckende Lebensgeschichte, trotz der anfänglichen Länge, besonders für alle an Yoga und Buddhismus Interessierten empfohlen.

Signatur: Bb
Schlagworte:
Buddhismus | Yoga | Biographie | Trauma
Bewertung: ++
Rez.: Dagmar Paffenholz

E Erd-, Länder- und Völkerkunde, Reisen

Moser, Achill: Unterwegs. Vom Sinn des Reisens und von der Magie des Abenteuers. Fotos vom Autor u. Aaron Moser. München: Dt. Taschenbuch Verl. 2018. 270 S. : Ill. ; 21 cm. ISBN 978-3-423-26182-1, kt.: 17,90 €

Ein Erlebnisbericht aus 40 Jahren Reisen, der vom Sinn des Reisens und der Magie des Abenteuers erzählt.

Der Autor, "Weltenbummler und Umtriebiger aus Leidenschaft", lässt uns an der Faszination grandioser Naturerlebnisse teilhaben. Spannend beschreibt er seine abenteuerlichen Reisen. In Wüsten, auf Flüssen, in Wäldern, auf Meeren und Bergen hat er alles erlebt: Naturschauspiele, magische Momente, Grenzerfahrungen. In einer klaren Sprache wechselt er zwischen spannenden Erzählungen und Erinnern an den Umgang mit der Natur und dieser Erde, "es gibt nämlich keine andere". In einer sich immer schneller drehenden Welt braucht es unversehrte Natur, "damit unsere inneren Landschaften unversehrt bleiben können". Er beschreibt die Natur als Gegenentwurf und Maß unserer Existenz, als heilende Kraft und Inspirationsquelle. Jeder Weg in die Natur ist auch eine Erkundung der eigenen Seelenlandschaft. Und beim Unterwegssein kommt es nicht darauf an, ob ich mich an der Nordsee oder auf dem Mackenzie River befinde. Achill Moser spürt den Zauber des Waldes, überlässt sich auf einem Fluss der Strömung, das Meer wird seelischer Balsam und fühlt in jeder Bergbesteigung ein Unterwegssein in der eigenen Seele. Achill Moser hat mich teilhaben lassen an dem "reichen Schatz", den er in seinem "inneren Rucksack sammeln durfte".

Ein sehr besonderer Reisebericht, der alle anspricht, denen unsere Natur, unsere Erde nicht gleichgültig ist. Gut geeignet für Gruppen der Erwachsenenbildung. 

Signatur: Eb
Schlagworte:
Reisen | Natur | Abenteuer | Ressourcen
Bewertung: +++
Rez.: Andrea Zimmermann

F Familie, Ehe, Lebensfragen

Hauser, Uli: Geht doch! Wie nur ein paar Schritte mehr unser Leben besser machen. München: Knaus 2018. 253 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-8135-0779-9, geb.: 20,00 €

Der Stern-Reporter beschreibt seine Auszeit, in der er von Hamburg nach Rom zu Fuß gegangen ist.

Uli Hauser, 56 Jahre und Reporter beim „Stern“, hat sich 1997 eine Auszeit von 6 Monaten gegönnt. In dieser Zeit ist er von Hamburg nach Rom zu Fuß gegangen. Seine Erlebnisse während dieses ca. 2000 km langen, 100 Tage währenden Fußmarsches hat er in diesem Reisebericht wiedergegeben. Dabei will er insbesondere herauszufinden, was das Gehen, das Nicht-Planen und Sich-Einlassen auf das, was kommt, mit ihm macht. Am Ende steht das Fazit: „Sich nie wieder hetzen lassen.“ Hauser reflektiert über das Gehen an sich, über die Stille im Wald, schildert die Begegnung mit so unterschiedlichen Personen wie einer Physiotherapeutin, einem historischen Geographen oder einem Prothesenmacher. Ganz so streng, wie die Ankündigung zunächst vermuten lässt, hat Hauser es  nicht genommen. Manche Strecken werden mit dem Zug zurückgelegt. Der Schwerpunkt liegt auf den Streckenabschnitten in Deutschland. Unterhaltsam zu lesen mit vielen Anekdoten, landesgeschichtlichen Exkursen und biographischen Hintergründen.

Für alle, die an Reiseberichten über Wandern/Pilgern/Gehen sowie Aussteigen interessiert sind. Und ein möglicher Anstoß für die, die auch „einfach mal raus wollen.“

Signatur: Fd
Schlagworte:
Auszeit | Wandern | Gehen
Bewertung: ++
Rez.: Anke Märk-Bürmann

S Sozialwissenschaften (Staat, Politik, Recht, Wirtschaft)

Seidenstricker, Iris: Zeit für Neues. Wie Sie herausfinden, was Sie im Ruhestand machen möchten. München: Dt. Taschenbuch Verl. 2018. 253 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-423-26187-6, kt.: 14,90 €

Der Ruhestand als neue Lebensphase - Ideen, Vorschläge, Gedanken und Hilfestellungen zur guten Bewältigung dieser Situation.

Iris Seidenstricker, eine Autorin, die sich immer wieder intensiv mit gelingender Lebensgestaltung beschäftigt, hat den Übergang von Menschen in den beruflichen Ruhestand beschrieben und gut und sehr lesbar erörtert. Mithilfe neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse und persönlicher Einsichten gelingt es ihr, nachvollziehbar die Probleme und Chancen für die Zeit nach der Berufstätigkeit eines Menschen unserer Gesellschaft darzustellen. In acht Kapiteln, verbunden mit einem Adressenanhang von Organisationen, Verbänden und Initiativen, die für die positive Gestaltung des Ruhestandes hilfreich sein können, werden die Hauptfragen (Definitionen, Möglichkeiten eines älteren Menschen, Paarprobleme, die entstehen können, Zukunftsperspektiven u ä.) so erläutert und mit interessanten Aufgaben für die Leser verbunden, dass die Zeit für Neues bei jeder und jedem entstehen und mit Freude erwartet werden kann.

Das Buch ist für das Studium allein, aber auch zu zweit geeignet und könnte auch in entsprechenden Gruppen gute Dienste leisten, auf jeden Fall sollte es in unseren Büchereien zu finden sein.

Signatur: Sb
Schlagworte: Ruhestand | Lebenssituation | Alter | Lebensperspektiven
Bewertung: +++
Rez.: Kurt Triebel