Newsletter „Bücherei" 07+08/2018

Liebe Büchereimitarbeiterin! Lieber Büchereimitarbeiter!

Liebe Leserin! Lieber Leser!

In der Sommer-Doppelausgabe unseres Bücherei-Newsletters geben wir wieder Tipps für spannende Ferienlektüre. Bei den Großen geht es auf neuen Wegen raus in die Natur. Zudem liegt Spannung in der Luft und wer nach New York reisen möchte, findet eine unterhaltsame Einführung in diese Stadt. Die Kleineren können das Kofferpacken üben, auf eine spannende Traumjagd an die Ostsee gehen, sich mit Bulli und Lina in den Ferien verlieben und auf einem vermeintlich öden Bauernhof ein unglaubliches Abenteuer erleben.

Da auch der Schulstart für einige Kinder gar nicht mehr so fern liegt, haben wir drei Titel ausgewählt, die sich mit den Abenteuern Schulstart und Schulweg beschäftigen.
Weitere Bücher rund ums Thema Schule finden Sie auch auf unserer Homepage: http://www.eliport.de/start/.

Sonnige, erholsame Urlaubstage und viel Spaß bei spannender Lektüre wünscht

Ihr eliport-Team

 

Bewertung:

+++      = hervorragend
++        = gut
+          = möglich

P:S.: Noch mehr aktuelle Besprechungen verschicken wir jeweils
► am 05. des Monats als „Kita-Newsletter“,
► am 10. des Monats als „Gemeinde-Newsletter“ und
► am 30. des Monats als „Hörbuch-Newsletter“, mit Besprechungen von CDs für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Diese können Sie ebenfalls kostenlos unter www.eliport.de abonnieren. Es lohnt sich!

Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Serviceangebote, die Sie auf unseren Internetseiten abrufen können:
► Literaturtipps unter www.eliport.de
► Alles über den  Evangelischen Buchpreis unter www.evangelischerbuchpreis.de
► Leseförderungs- und Taufprojekt unter www.willkommeningotteswelt.de
► Schulanfängerprojekt unter www.leseningotteswelt.de
► Alle Arbeitshilfen zur Bibliotheksorganisation für Mitarbeitende unserer Büchereien unter www.buechereiservice.de

Jm 1 Bilderbücher

Endlich Schule! Eine Geschichte vom Großwerden. Jutta Richter. Ill. von Leonard Erlbruch. München: Hanser 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 23 cm. ISBN 978-3-446-25901-0, geb.: 14,00 €

Ein Bilderbuch, das die Angst vor dem Schulanfang vertreibt und Lust auf Schule macht.

Lena hat drei beste Freunde: die Puppe Annabella Klimperauge, Leo, den Stofflöwen und Klaus Teddy. Mit ihnen verbringt sie die Sommerzeit vor der Einschulung. Sie freut sich schon sehr darauf: „Ab morgen wird alles anders. Ab morgen bin ich groß. Ab morgen gehe ich in die Schule." Ihre Freunde finden das gar nicht gut und haben Angst vor der Veränderung. Sie befürchten, vergessen und nicht mehr gebraucht zu werden. Denn Große spielen ja wohl nicht mehr mit Teddys oder Puppen, oder doch?  Lena darf ihr Lieblingsspielzeug mit in die Schule bringen und so können sich die drei davon überzeugen, dass es in der Schule toll, dass die Lehrerin nett und dass das Lesen wichtig ist.

Eine warmherzig erzählte, von Leonard Erlbruch liebenswert illustrierte Geschichte, die die Vorfreude auf die Schule steigert und die Angst davor nimmt.Vielseitig einsetzbar zum Vorlesen in Vorschule, Kindergarten und Elternhaus zur Vorbereitung auf den neuen Lebensabschnitt für Kinder ab 5 Jahren.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Schule | Einschulung
Bewertung: +++
Rez.: Gabriele Güterbock-Rottkord

Ich packe meinen Koffer. Regina Schwarz. Ill. von Julia Dürr. München: Tulipan 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 24 cm. ISBN 978-3-86429-360-3, geb.: 18,00 €

Im Urlaubskoffer sollen möglichst viele Dinge Platz haben. Zu viele werden eingepackt, da platzt er.

Der Urlaub steht vor der Tür, Kofferpacken ist angesagt. Die Gummigans, Chicos gelber Zirkusreifen, Müslischalen, Mannis Zugposaune, die Katze, ihr Körbchen und viele weitere Dinge müssen in dem voluminösen, roten Koffer Platz finden. Er wölbt sich, denn er ist zu voll. Gewaltsam soll er geschlossen werden. Man setzt sich drauf, drückt und quetscht, es hilft nichts. Alle Sachen platzen wieder aus dem Koffer. Da geht die Packerei von Neuem los. Das gleichnamige Kinderspiel wird hier in sehr modernen Gestaltungsformen bildlich umgesetzt. Der humorvoll gereimte Text des Bilderbuches animiert die Betrachter, genau hinzusehen und hinzuhören, denn mancher Reim erschließt sich erst auf dem zweiten Blick. An der Innenseite des rückwärtigen Buchdeckels wurde ein 43x48cm großes Poster eingeklebt. Darauf sind alle Gegenstände zur Gedächtnisstütze nochmals aufgezeichnet. Eine unterhaltsame, aufwändig produzierte App mit „Puzzle, Reimen, Fangen, Packen“ kann kostenlos im Store heruntergeladen werden. 

Ein nettes Buch mit hohem Aktivitäts- und Spaßcharakter. Mittlere Bestände. Ab 4 J.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Reimen | Urlaub | Gedächtnisspiel
Bewertung: ++
Rez.: Martina Mattes

Kuhlmann, Catherine: Der Club der Mutigen. Münster: Bohem Press 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 33 cm. ISBN 978-3-95939-050-7, geb.: 14,95 €

Wer ist am mutigsten und was ist eigentlich mutig?

„Wetten, dass du dich nicht traust, auf diesen Baum zu klettern?" - mit diesem Spruch von Hannes zu seiner Schwester Janna beginnt deren großes Abenteuer. Hannes erzählt vom „Club der Mutigen", einem supergeheimen, supercoolen Club, dessen Mitglieder sich alle getraut haben, in den höchsten Baum zu klettern. Natürlich will Janna gerne zu solch einem Club gehören! Deshalb besteigt sie nicht nur den Baum sondern geht auch den gruseligsten Weg und befreit zusammen mit Hannes einen Elefanten aus dem Zoo. Aber richtig mutig müssen die beiden erst sein, als die Eltern verlangen, dass der Elefant zurück gebracht wird. Und wie geht es dem Tier dabei?
In warmen Herbst- und Erdtönen illustriert die Autorin großflächig den Text, zeigt die Kinder von nah und fern und viel träumerische Landschaft. Nominiert für den Nachwuchspreis Illustration 2017.

Für Kinder ab 3 Jahren wunderbar geeignet zum Anschauen, Träumen und Reden über das Thema Mut.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Mut | Geschwister | Elefanten
Bewertung: ++
Rez.: Gabriele Güterbock-Rottkord

Massow, Heilwig von: Nein, wie ungerecht! Hamburg: Friedrich-Maerker-Verl. 2017. 26 S. : überw. Ill. ; 21 cm. ISBN 978-3-946928-06-5, kt.: 9,98 €

Gerechtigkeit ist ein hohes Gut, ihre Verwirklichung eine Kunst von Abwägung und Kompromissbereitschaft.

Sieben Kinder und ein letztes Stück Erdbeertorte! Hier gilt nicht das Recht des Stärkeren oder Schnellsten, sondern das Argument. Teilt man es in sieben Teile? Dann hat doch niemand etwas davon! Gilt für das Geburtstagskind ein Vorrecht oder für diejenige, die sich beim Backen verdient gemacht  hat? Lars darf zu Hause nie etwas Süßes essen, sollte man nicht ihm das letzte Stück gönnen? Das Bilderbuch spielt diese und weitere  Möglichkeiten durch und bietet eine überraschende, gänzliche offene Lösung.  Den sachlich-abwägenden Text begleiten ganzseitige, farblich verhaltene und doch sehr suggestive Aquarelle, von denen besonders die Spiegelung eines Stilllebens hervorsticht. Je nach  Stand- oder Gesichtspunkt verändert sich eben auch unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit.
Dieses Bilderbuch liegt nicht auf der Linie heutiger  Kinderbuchtexte und –illustrationen, aber die ruhigen Aquarelle und die Ausgewogenheit der  Argumente lassen dem Betrachter viel Raum und Muße zu eigenen Überlegungen.

Für Kinder ist die  Frage nach der Gerechtigkeit eine der wichtigsten. Daher ist vor allem die Zielgruppe der Grundschulkinder  angesprochen, ebenso Eltern und Erzieher.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Gerechtigkeit | Geburtstag
Bewertung: +++
Rez.:
Barbara von Korff-Schmising

Völk, Julie: Wenn ich in die Schule geh, siehst du was, was ich nicht seh. Hildesheim: Gerstenberg 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 30 cm. ISBN 978-3-8369-5669-7, geb.: 16,95 €

Auf dem Weg zur Schule gibt es viel zu entdecken.

Ein kleiner Junge und seine große Schwester machen sich in diesem textlosen Bilderbuch auf den Weg zur Schule. Es geht durch eine ländliche Umgebung, hin in eine kleine Stadt. Nach und nach holen sie ihre Mitschüler*innen ab. Dabei gibt es jedes Mal einen spannenden Einblick in die Wohnungen der Kinder. Überhaupt gibt es wieder viel zu entdecken bei Julie Völk: Da steht ein Pferd auf der Veranda (wem kommt es bekannt vor?), da sitzt eine Nixe auf dem Klo und beim Zirkus ist ganz schön was los. Nebenbei wird Hafer gepflückt (und gleich wieder verfüttert), Spiele werden gespielt, Tiere in der Zoohandlung bewundert und Geheimnisse ausgetauscht.
Julie Völk schafft mit zarten Bunt- und Bleistiftzeichnungen eine kleine, heile Kinderwelt, die voller Überraschungen steckt. Sie achtet auf die Darstellung einer multikulturelle Gemeinschaft, in der alle dazugehören und in der auch ein Kind im Rollstuhl vorkommt (wie es in die Schule, deren Eingang nur über eine Treppe erreichbar ist, gelangen wird, bleibt allerdings ungewiss). Damit ragt sie erfreulich aus dem Bilderbuchmarkt hervor.

Ein schönes Bilderbuch, das Lust auf den Schulweg zu Fuß macht und zum Entdecken und Erzählen einlädt. Gut geeignet für Kita-Kinder am Übergang zur Schule und für Schulanfänger*innen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Schulweg | textlos | Schule
Bewertung: +++
Rez.:
Wiebke Mandalka

Wer klopft und quakt denn hier? Spielbuch mit Geräuschen. Sandra Grimm. Ill. von Christine Faust. Ravensburg: Ravensburger Buchverl. 2018. O. Pag. : überw. Ill. ; 19 cm. ISBN 978-3-473-3683-5, geb.: 14,99 €

Ein Bilderbuch für ganz kleine WaldentdeckerInnen.

Was man im Wald alles entdecken kann! Das Eichhörnchen versucht, eine Nuss auf einem Stein zu knacken. Der Specht weckt mit seinem lauten Klopfen die Eule im Baum. Einige Frösche quaken lustig vor sich hin und der Biber ist fleißig dabei, einen Baum entzwei zu nagen. Am Ende eines langen Tages lädt die Maus alle Tiere zu einem Fest ein. Allein dieses bunte Treiben zu betrachten, ist schon sehr witzig und kurzweilig, und wird noch durch lustige kleine Gedichte (gereimt,vierzeilig) kommentiert. Der Clou des Buches aber sind die Geräusche, die passend zu den Aktionen der Tiere vom Kind durch Schiebeeffekte selbst erzeugt werden können und die recht lebensecht ausfallen! Einziger Kritikpunkt: Nicht alle Bewegungen sind für kleine Kinderhände problemlos zu bewältigen; da werden Eltern oder Geschwister ein wenig helfen müssen.

Ansonsten: Ein originelles Pappbilderbuch, abwaschbar und mit abgerundeten Ecken, das Freude machen wird. Empfohlen ab 2 Jahren.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Wald | Natur | Tier | Pappbilderbuch
Bewertung: +++
Rez.:
Petra Schulte

Ju 1 Erzählungen für das erste Lesealter (6-8 Jahre)

Welk, Sarah: Lasse in der ersten Klasse. Ill. von Anne-Kathrin Behl. München: arsEdition 2018. 121 S. : Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-8458-2196-2, geb.: 10,00 €

„Lasse in der ersten Klasse“ erzählt in sechs Kapiteln von Lasse, dem Schulkind und seinen Erlebnissen rund um die Einschulung.

Lasse kommt in die Schule. Wie alle Schulkinder benötigt er eine Schultasche. Als großer Raketenfan ist es klar, dass er eine zum Thema Raumfahrt nimmt. Eine startende Rakete ziert seine Schultasche und zählt beim Öffnen „Three – Two – One – GO!“ herunter. Dies nimmt Lasse als Startsignal für die Schule. Sarah Welk erzählt aus Lasses Perspektive vom Abenteuer Einschulung. Lasses Sprache ist kindlich und leicht zu verstehen. Eine große, gut lesbare Schrift macht das Lesen angenehm. Klare, schöne Illustrationen von Anne-Kathrin Behl runden das (Vor-)Lesevergnügen ab. Trotz der großen Schrift sind die Seiten voll und die Kapitel lang. Kinder im Erstlesealter könnten beim Lesen schnell auf Grund der Masse an Wörter und zu verarbeitenden Informationen überfordert sein. Zum Selbstlesen empfehle ich dieses Buch daher erst fortgeschrittenen LeserInnen.

Ein Vorlesebuch für Kinder von 5-7 Jahren. Geeignet für die Kita oder zu Beginn der ersten Klasse zum Vorlesen.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Schulanfang
Bewertung: +++
Rez.:
Tanja Bullerkotte

Ju 2 Erzählungen für das zweite Lesealter (9-12 Jahre)

Mayer, Gina: Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis. Ill. von Gloria Jasionowski. München: arsEdition 2018. 136 S. : Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-8458-2575-5, geb.: 12,00 €

Statt im All-inclusive Hotel landet Familie Fröhlich in einem Hotel an der Ostsee, das ein großes Geheimnis birgt.

Durch einen Navigationsfehler (natürlich der Mutter, wie könnte es anders sein) landet Familie Fröhlich nicht im „Beach Hotel Superior“ mit Indoor-Pool-Landschaft, Kletterwand und Bungee-Jumping an der Nordsee, sondern in „Rose-Linde Apfels Traum-Hotel“ an der Ostsee. Was anfangs als Desaster erscheint, entwickelt sich zu einem phantastischen Ferienabenteuer. Denn das Traumhotel hat seinen Namen nicht ohne Grund: Die Besitzerinnen sind Traumfängerinnen, die Albträume einfangen und unschädlich machen. Manchmal läuft dabei etwas schief. Z. B. wenn  neugierige, kleine Mädchen sich Zutritt zu fest verschlossenen Räumen verschaffen. Erzählerin Joëlle fängt sich dabei einen schlimmen Albtraum ein und erfährt so, dass sie eine Traumdeuterin ist. Sie kann Träume anderer Menschen in sich aufnehmen, gefangene Träume befreien und verlorene Träume an ihre BesitzerInnen zurückgeben. Nun muss sie aber erstmal den Albtraum loswerden, der sich bei ihr eingenistet hat und dafür seinen Besitzer finden…

Wie man mit dem Auto an der Ostsee landen kann, wenn man eigentlich zur Nordsee wollte, ist etwas rätselhaft. Ansonsten aber ein spannendes Ferienabenteuer. Auftakt einer Reihe. Zum Selberlesen ab 9 J.

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Ferien | Abenteuer | Träume
Bewertung: ++
Rez.:
Wiebke Mandalka

 

Roher, Michael: Frosch und die abenteuerliche Jagd nach Matzke Messer. Innsbruck: Tyrolia 2018. 187 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-7022-3666-3, geb.: 14,95 €

Ein abenteuerlicher Urlaub mit Senfgurken, einer Hexe, einem Flug zum Mond, einem eingewickelten Pharao und einem Kinderfresser.

Frosch, die eigentlich Lupinie Anneliese heißt, ist ein abenteuerlustiges Mädchen, das sich auf die Sommerferien und den Abenteuerurlaub freut, den ihr die Eltern versprochen haben. Hierfür packt sie ihren Rucksack mit Utensilien, die man für gefährliche Abenteuer so braucht. Doch dann endet die Fahrt auf einem Bauernhof, wo nur Gurken angebaut werden und der Bauerssohn mit Namen Junior einen für Frosch ungewöhnlichen Dialekt spricht. Urlaub auf dem Bauernhof ist für Frosch nun nicht gerade der Inbegriff für spannende Abenteuer. Beim Rundgang über den Hof allerdings erfährt Frosch von Junior, dass ein gefährlicher Kinderfresser die Umgebung unsicher macht. Also macht sich Frosch in der Nacht auf den Weg. Dabei erlebt sie ein Abenteuer, wie sie es sich nicht besser hätte vorstellen können! – Eine Abenteuergeschichte, die fantasievoller nicht sein könnte. Allerdings könnten die eingestreuten Sätze im Dialekt vielen Kindern in Deutschland Verständnisprobleme bereiten.

Eine witzige und fantasievolle Abenteuergeschichte für Kinder im Grundschulalter, die sich auch gut zum Vorlesen eignet.

Signatur: Ju 2
Schlagworte: Abenteuer | Fantasie | Ferien
Bewertung: ++
Rez.: Helena Schäuble

Scheunemann, Frauke u. Szillat, Antje: Bulli & Lina - ein Pony verliebt sich. Ill. von Susanne Göhlich. Bindlach: Loewe 2018. 149 S. : Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-7855-8452-1, geb.: 12,95 €

Ein Pony und ein Mädchen lösen Kriminalfälle.

Linas Onkel Hape hat einen Bauernhof und züchtet Koi-Karpfen. In diesem Sommer hat er vor, eine mehrwöchige Reise zu machen, doch im letzten Augenblick springt das Ehepaar, das in der Zeit seine Fische und den Hof versorgen soll, ab. Großzügig sagt Linas Mutter zu, den Hof in den Sommerferien zu hüten, aber Lina hatte eigentlich ganz andere Pläne. Sie will in Hamburg bei ihrer Freundin bleiben. Doch sie hat keine Wahl. Widerwillig fährt sie mit auf den Bauernhof und stellt fest, dass alles dort noch viel schlimmer ist, als sie es in Erinnerung hatte. Neben Onkel Hapes Hof lebt das Pony Bulli auf einem Ponyhof. Es hält sich für besonders schlau und kann Kinder nicht leiden. Aber als Bulli dann auf Lina trifft, hat er das Gefühl, dass sie vielleicht anders sein könnte als andere Kinder. Langsam nähern die beiden sich aneinander an und Lina findet es auf einmal gar nicht mehr so schlimm auf dem Lande. Es gibt ein paar Dinge, die ihr sogar ganz gut gefallen. Und dann wird es auch noch spannend…

Ein schönes Buch für pferdebegeisterte Mädchen in der dritten bis fünften Klasse. Interessante Perspektive, mal aus Menschensicht, mal aus Ponysicht erzählt.

Signatur: Ju 2
Schlagworte: Pferde | Ferien |Spannung
Bewertung: ++
Rez.: Lina Francke-Weltmann

Ju 3 Erzählungen für Jugendliche

Junge, Tobias Rafael: Darkworld. Der geheime Code. Ill. von Nils Andersen u. Sabina Kim. Hamburg: Dressler 2018. 240 S. : Ill. ; 21 cm. ISBN 978-3-7915-0075-1, geb.: 12,00 €

Der 15-jährige Anton gerät nach einem Anschlag, der sein Leben verändert, mitten in einen Cyberkrimi.

Anton, leistungsbewusst und sportlich, führt ein recht normales Teenagerleben. Bis eines Tages - Anton ist nur zufällig nicht zu Hause - eine Explosion das Haus seiner Familie erschüttert. Seine Eltern müssen danach in ein künstliches Koma versetzt werden, seine Schwester ist ebenfalls nicht ansprechbar. Auf der Suche nach der Ursache für die Explosion kommt Anton Unglaublichem auf die Spur. Des Rätsels Lösung scheint eng mit dem Programmiererinnen-Job seiner Mutter bei einer großen Internetfirma verbunden zu sein und führt zurück bis in die ehemalige DDR… Tobias Rafael Junge hat einen spannenden, überzeugenden Plot gestrickt, der allerdings unter dem etwas unbeholfenen und  klischeehaften Erzählstil leidet. Die Idee, die Erzählung in Blog-Form zu verpacken, überzeugt ebenfalls nur zum Teil, werden dem Text doch nicht nur so genannte Leserkommentare, sondern auch diverse andere Informationen zur Seite gestellt, die zum Teil überflüssig erscheinen und kaum Blogrealität abbilden.

Für Büchereien mit großem Bedarf an Cyber-Geschichten empfohlen. Ab 13 Jahren.

Signatur: Ju 3
Schlagworte:
Internet | Kriminalität
Bewertung: +
Rez.:
Marcel Lorenz

SL Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik - Belletristik

Bocca, Fioly: Das Glück am Ende des Weges. Ein Jakobsweg-Roman. Dt. von Suse Vetterlein. Reinbek: Wunderlich 2018. 221 S. ; 20 cm. Aus d. Ital. ISBN 978-3-8052-0039-4, geb.: 18,00 €

Der Jakobsweg bedeutet für zwei unterschiedliche Frauen Bewältigung ihrer Trauer und der Beginn einer Freundschaft.

Alma, eine junge Buchhändlerin aus Bologna, kann auch neun Monate nach der Trennung von Bruno ihre große Liebe nicht vergessen. Frida, eine Psychologin aus Turin, hat ihren Mann Manuel bei seinem Einsatz für Ärzte ohne Grenzen verloren und mit seinem Tod auch ihren ganzen Lebensmut. Beide Frauen machen sich auf den Weg nach Santiago de Compostella und versuchen auf dem Jakobsweg ihre Trauer zu bewältigen. In einer Pilgerherberge lernen die Frauen sich kennen, sie begegnen sich öfter und beschließen gemeinsam weiter zu gehen. Alma spricht sich ihren Kummer von der Seele, Frida hört anfänglich vor allem zu. Ihre Erlebnisse und immer tiefgründiger werdene Gespräche lassen sie zu Freundinnen werden, sie geben sich gegenseitig Halt und Trost. Und beide erkennen am Ende des Weges, dass das Leben durchaus noch Zukunftsperspektiven bietet. – Eine leise Geschichte, gleichermaßen klar wie zart geschrieben, über Bewältigung gewaltiger Trauer und den Sinn des Lebens.

Frauen in Gemeinde- wie in Krankenhausbüchereien werden sich sicherlich gerne verzaubern lassen von dieser feinfühligen Geschichte.

Signatur: SL
Schlagwoorte: Pilgern | Sinnsuche | Trauerbewältigung | Freundschaft
Bewertung: +++
Rez.: 
Helena Schäuble

Bure, Véronique de: Die kleine Welt der Madame Jeanne. Roman. Dt. von Ina Kronenberger. Reinbek: Kindler 2018. 363 S. ; 21 cm. Aus d. Franz. ISBN 978-3-463-40702-9, geb.: 22,00 €

Das Porträt einer Frau, die Lust aufs Älterwerden macht.

Am Ende des Winters beschließt Jeanne ein Jahr lang Tagebuch zu führen. Sie ist froh, wieder einen Winter überstanden zu haben, was nicht selbstverständlich ist für eine Neunzigjährige. Seit dem Tod ihres geliebten Mannes wohnt sie allein, außerhalb eines Dorfes in der Auvergne. Ihre einzigen Nachbarn sind ein exzentrisches Bauern-Ehepaar. Jeden Donnerstag kommt Angèle und putzt, ein Gärtner kümmert sich um den Garten. Mit ihren Freundinnen trifft sich Jeanne in der Kirche zum Tee oder Wein, an den Feiertagen kommen ihre Kinder mit ihren Familien aus Paris und bringen kurzfristig ihr Leben durcheinander. Jeanne hat keine Angst vor dem Tod, sie möchte nur nicht krank oder dement werden. Wenn sie Nachts nicht schlafen kann, philosophiert sie in Gedanken über das Leben und hängt ihren Erinnerungen nach. Für die Zukunft muss sie nicht mehr viel planen. Ein humorvoller leiser Roman über das Leben einer Frau, die nicht über alles klagt, sondern ihr Leben so genießt wie sie es noch kann.

Eine kraftvolle und optimistische Lebensgeschichte. Gut geeignet auch für Literaturkreise.

Signatur: SL
Schlagworte:
Alter | Familie | Lebenssinn
Bewertung: +++
Rez.:
Gabriele Rojek

Burnet, Graeme Macrae: Der Unfall auf der A35. Kriminalroman. Dt. von Claudia Feldmann . München: Europa Verl. 2018. 301 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-95890-154-4, kt.: 17,90 €

Der angesehene Rechtsanwalt Bertrand Barthelme verunglückt tödlich mit seinem Auto auf der Autobahn im Elsass. Kommissar George Gorski hat einen verzwickten Kriminalfall zu lösen.

Was sich zunächst wie ein tödlicher Verkehrsunfall bei der Kleinstadt Saint-Louis aussieht, entpuppt sich als spannender und rätselhafter Krimi. Kommissar Gorski glaubt an einen Zusammenhang zwischen dem Autounfall und einem Prostituiertenmord in Straßburg, der Sohn des Anwalts sucht die geheimnisvolle Geliebte des Vaters. Die Fassade der verschlafen wirkenden Kleinstadt Saint Louis ist nicht so harmlos wie es aussieht. Und auch Barthelmes Sohn Raymond beginnt dem Geheimnis seines verstorbenen Vaters nachzuspüren, die Siebzigerjahre-Geschichte bringt die wohlgeordnete Welt des 17-Jährigen Sohnes ganz schön ins Wanken. Die ganze Geschichte soll zugleich ein lange verschollen geglaubtes Manuskript des französischen Autors Raymond Brunet sein. Ein gut gelungener Roman, ein angenehm altmodisch verschachtelter Krimi mit einer gelungenen Lösung.

Für Büchereien mit Bedarf nach klassischem Krimi a la Maigret. Ein gelungenes Sommer-Lesebuch.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Elsass
Bewertung: +++
Rez.: Martin Ertz-Schander

Grue, Anna: Wie der Vater, so der Sohn. Dt. von Ulrich Sonnenberg. Zürich: Atrium 2018. 447 S. ; 22 cm. Aus d. Dän. ISBN 978-3-85535-018-6, geb.: 20,00 €

Zwei Mordfälle schrecken die Bewohner im idyllischen Christianssund auf, ungeahnte Zusammenhänge kommen ans Licht.

Privatdetektiv Dan Sommerdahl bekommt es in seiner heimatlichen Kleinstadt mit zwei unterschiedlichen Mordfällen zu tun. Beide sind auf tragische Weise miteinander verknüpft. Erst nach und nach wird klar, dass alle Mitglieder der beiden betroffenen Familien in das Geschehen involviert sind, jedes auf seine Weise. Damit nicht genug, auch Sommerdahl und der ermittelnde Kommissar Torp haben ihre eigenen Probleme und Geheimnisse.Bis für die Leser alle Rätsel und Probleme gelöst sind, müssen sie knapp 450 Seiten bewältigen. Darin geht es neben den Mordermittlungen um männliche Befindlichkeiten in der midlife crisis, Versäumnisse vereinsamter Mütter und Väter gegenüber ihren Kindern sowie abstoßende Pornografie und unsäglichen Rassismus.Da muss man schon sehr aufmerksam bleiben, um den roten Faden nicht zu verlieren.               

Ein vielschichtiger Kriminalroman für an familiären Verwicklungen Interessierte.

Signatur: SL
Schlagworte:
Kriminalroman | Familie | Dänemark
Bewertung: +
Rez.: Christiane Weppner

Horwitz, Dominique: Chanson d’Amour. Roman. München: Knaus 2018. 335 S. ; 22 cm. ISBN 978-38135-0720-1, geb.: 20,00 €

Zweiter Band über das Leben des literaturbeflissenen Weimarer Kutschers Kaminski.

Obwohl Kaminski inzwischen literarische Kutschfahrten für Touristen anbietet, schlägt das Herz des ehemaligen Schauspielers noch immer für das Theater. Darum empört es ihn sehr, dass Johannes Sander, der neue, innovative Intendant des Weimarer Nationaltheaters völlig zu Unrecht vom Chefredakteur der örtlichen Tageszeitung in Verruf gebracht wird. Als sich Sander ohne es zu ahnen ausgerechnet in dessen Frau Christiane verliebt und diese zu allem Übel spurlos verschwindet, sieht Kaminski eine Katastrophe über sein geliebtes Weimar hereinbrechen. Aber das ist nicht sein einziges Problem. Nach zwei Jahren Ehe verlangt seine patente Frau Laura, dass er endlich Verantwortung übernimmt und sich um sie und vor allem um "Frettchen", ihre gemeinsame 16jährige Adoptivtochter, kümmert. Heillos überfordert bricht Kaminski zusammen, doch als sich "Frettchen" Hals über Kopf verliebt und die Familie verlässt, läuft er zur Höchstform auf, um seine ehemals heile Welt wieder in Ordnung zu bringen.

Trotz schwacher Handlungsmotive und eines an Kitsch grenzenden Endes als leichte Lektüre für alle Büchereien geeignet.

Signatur: SL
Schlagworte:
Familie | Liebe | Theater
Bewertung: +
Rez.: Elisabeth Schmitz

Korn, Carmen: Zeiten des Aufbruchs. Roman. Reinbek: Kindler 2018. 603 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-463-40683-1, geb.: 19,95 €

Teil Zwei der Trilogie um vier Freundinnen.

Nach Teil Eins (“Töchter einer neuen Zeit", von 1919 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs) geht es im zweiten Teil nun um die Nachkriegszeit. Die Freundinnen Henny, Ida und Lina haben den Krieg in Hamburg weitgehend unbeschadet überlebt, nur die Vierte im Bunde - Käthe -  ist verschollen. Doch die drei übrigen geben die Hoffnung nicht auf. In der Zwischenzeit müssen sie in die Hände spucken und ihr Leben aus den Trümmern wieder aufbauen. Die Handlung erstreckt sich von 1945 bis zum Ende der 1960er Jahre, den Beginn der Studentenunruhen. Mehr und mehr rückt auch das Leben der Kinder in den Fokus. Da ist Hennys Sohn Klaus, der Männer liebt, oder Idas Tochter, die Model werden will. Der Roman gibt einen interessanten und anschaulichen Einblick in die Zeit des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders, besonders Zeitzeug*innen werden sich sicherlich freuen Bekanntes wieder zu entdecken. Verwirrend ist allerdings die große Anzahl Personal, besonders wenn der erste Teil nicht bekannt ist.

Wo Teil eins vorhanden ist, sollte auch dieser Titel angeschafft werden, als Einzelband schwierig.

Signatur: SL
Schlagworte:
Deutschland | Nachkriegszeit | Frauen
Bewertung: ++
Rez.: Maike Linne

Kretz, Sebatian: Unkraut. Tatort Neukölln. Kriminalroman. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verl. 2018. 251 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-499-27438-1, kt.: 9,99 €

Ein Großstadtkrimi.

Harm Harmsen, ein waschechter Ostfriese, arbeitet als Kriminaloberkommissar für die Mordkommission in Berlin. Er scheut moderne Technik und kennt sich dementsprechend wenig damit aus. Ebenso ist er von Teamarbeit nicht allzu begeistert. Wie es kommen muss, bekommt ausgerechnet er eine Kollegin in sein Büro. Die einige Jahre jüngere Peggy Storch ist was Technik angeht auf dem neuesten Stand, jedoch auch kein Fan von Teamarbeit. Zusammen sollen sie nun einen Mord in einer Laubenpiepersiedlung in Neukölln-Süd aufdecken. Hierbei führen die Spuren zu verschiedenen Personen, die auf humorvolle Weise karikiert werden. Während beide Ermittelnden anfangs häufig uneinig sind, wie sie vorzugehen haben, wird immer mehr deutlich, dass sie nur in Teamarbeit den Fall lösen können.

Für alle, die gerne amüsante Krimis lesen, ohne dass die Spannung des Kriminalfalles dabei verloren ginge.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Humor | Berlin | Polizei
Bewertung: +++
Rez.: Benjamin Brokmeier

Vauvillé, P.B.: Dunkle Nächte auf Montmartre. Kriminalroman. Dt. von Yvonne Eglinger u. Maja Ueberle-Pfaff. Hamburg: Hoffmann & Campe 2018. 284 S. ; 21 cm. Aus d. Franz. ISBN 978-3-455-00080-1, kt.: 16,00 €

Kriminalroman im Szenemilieu auf MontmartreIn Moulins Cabaret wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die sich als die Künstlerin Daphne verkleidet hat.

Wer aber ist die Tote wirklich? Der Besitzer Moulin gerät sofort unter Verdacht und so bittet er, da er mit dem die Untersuchung leitenden Kommissar noch eine Rechnung offen hat, seinen Freund Quentin um Hilfe. Dieser, eigentlich Jazzgitarrist, aber bestens vertraut mit den Bewohnern von Montmartre, entdeckt sein Talent als Amateurdetektiv und recherchiert im Milieu. muss sich aber auch bei seinen Untersuchungen auf eine weite Reise begeben, die ihn bis ans Meer führt. Er stößt auf interessante Informationen, die er sich bisweilen auf nicht ganz legalem Wege verschafft. So ist er zwar der Polizei immer einen Schritt voraus, zum Schluss gelingt es aber dem Kommissar mit Quentins Hilfe, den wahren Täter dingfest zu machen.

Ein Krimi mit nur mäßiger Spannung. Für Leser, die Freude an skurrilen Personen, Musiker- und Szenemilieu haben, eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.

Signatur: SL
Schlagworte:
Mord | Szene | Frankreich
Bewertung: +
Rez.: Cornelia von Forstner

E Erd-, Länder- und Völkerkunde, Reisen

Chast, Roz: Ein Liebesbrief an New York. Dt. von Marcus Gärtner. Lettering von Tex Rubinowitz. Reinbek: Rowohlt Hundert Augen 2018. 174 S. : überw. Ill. , 24 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-498-00945-8, geb.: 18,00 €

Schöner Comicband mit sympathischer und lockerer Ersteinführung in New York für jung und alt.

Dieser gebundene Comicband im mittelgroßen Format basiert auf einem Heftchen zur Orientierung in New York, dass die Cartoon- und Comiczeichnerin Rosalind "Roz" Chast für ihre Tochter gezeichnet hat, als diese zum College nach New York aufbrach. Aus dieser Einführung in New York macht Chast hier ein Potpourri aus Manhattan-Reiseführer, eigenen Erfahrungen und skurrilen Fundstücken. Die im lockeren Schreibstil gehaltenen Erklärungen sind humorvoll und beinhalten viel Lehrreiches über die Stadt. So erfährt man, dass man in leere U-Bahnwaggons besser nicht einsteigt, denn es gibt immer einen (unangenehmen) Grund für die Leere. Die farbigen Zeichnungen sind im sympathischen Do-it-yourself-Stil gehalten und wirklich jede Seite hat ein eigenes Design und lädt zum Entdecken und Staunen ein. Ein überaus gelungenes Comic, das man tatsächlich für erste Informationen über New York und speziell Manhattan heranziehen kann. Für jeden New-York-Fan, Reisenden oder einfach nur Comicbegeisterten zu empfehlen.

Dieser wunderbare Comicband passt in jede Comicbuchecke und lädt jung und alt zum Entdecken ein. Auch als zusätzlicher Reiseführer zu gebrauchen.

Signatur: Eg 2
Schlagworte:
New York | Reiseführer | Graphic Novel
Bewertung: +++
Rez.: Christian Prange

Lancewood, Miriam: In der Wildnis bin ich frei. Mein Leben in den Wäldern Neuseelands. Dt. von Kristina Lake-Zapp. München: Knaur 2018. 393 S. : Ill. ; 21 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-426-21438-1, kt.: 16,99 €

Miriam Lancewood zieht mit ihrem Mann in die Bergwälder Neuseelands und lernt in der Wildnis zu überleben.

Sportlehrerin Miriam Lancewood beschließt eines Tages in die Wildnis Neuseelands zu ziehen. Sie kündigt Job und Wohnung, besorgt Proviant und legt sich einen Jagdbogen zu. Anders als die gestellten Hochglanzbilder des Covers versprechen, lebt die Autorin weder autark, da sie ihren Proviant in der ungeliebten Zivilisation kauft, noch allein, da ihr 30 Jahre älterer Ehemann sie begleitet. In den folgenden Jahren leben die beiden in Zelten oder Berghütten. Sie berichtet von ihren langen Wanderungen, Jagdausflügen, Entschleunigung und den wechselnden Jahreszeiten in der Wildnis mit all ihren Herausforderungen. Dabei ist Miriam widerspruchslose Empfängerin von Peters Ratschlägen auf ihre teils platten lebensphilosophischen Fragen, die sich vor allem mit dem Thema Freiheit beschäftigen. Fast 400 Seiten, die sich mit dem freien, aber teils ereignislosem Leben im Wald beschäftigen.

Für Reiseabteurer, die sich ggf. auch für Neuseeland interessieren oder Liebhaber von Lektüre, die das „Sich selbst beobachten“ schätzen.

Signatur: Eb
Schlagworte: Neuseeland | Abenteuer | Bewusstsein | Wildnis
Bewertung: +
Rez.: Rebecca Noppmann

N Naturwissenschaften, Medizin, Mathematik

Bezzel, Einhard: Vogelfedern. Federn heimischer Arten nach Farben bestimmen. München: BLV 2018. 127 S. : Ill. ; 19 cm. ISBN 978-3-8354-1828-8, kt.: 15,00 €

Ein Federbestimmbuch für Einsteiger.

Zur Einführung wird der Aufbau der Seiten im Bestimmungsteil vorgestellt. Federn und eine Übersicht über neun Federgruppen gibt es auf der vorderen Umschlagklappe. Federtafeln zeigen und erläutern charakteristische Federn von etwa 70 heimischen Vogelarten. Zu den Konturfedern rechnet man z. B. die Schwungteile der Flügel und die Steuerfedern des Schwanzes. Vogelarten werden im Kurzporträt vorgestellt mit Federfarbe und Schwung- und Steuerfedern. Zum Abschluss werden sehr ungewöhnliche und seltene Federn gezeigt und Gefiederteile eines Vogels dargestellt. Von Zeit zu Zeit werden übrigens die Federn gewechselt (Mauser). Wichtig die Information: In Deutschland stehen alle Vögel unter Schutz!

Für junge und interessierte Bestimmer auf Streifzügen durch die Natur.

Signatur: Ng 3
Schlagworte: Vögel | Natur | Bestimmen
Bewertung: +++
Rez.: Ingrid Schendel