Newsletter „Bücherei" 10/2019

Liebe Büchereimitarbeiterin!

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Wieder einmal haben unsere Rezensent*innen bei spätsommerlichen Temperaturen alles gegeben, damit wir Ihnen bereits im Oktober die diesjährigen Weihnachtstitel vorstellen können. Es ist eine stattliche und weihnachtstellerbunte Auswahl an Büchern zusammengekommen. Für die Kleinsten gibt es z. B. eine gelungene „Weihnachtsgeschichte in Reimen“, größere Kinder können sich mit der „Christmas Company“ auf ein rasantes Abenteuer in die Arktis begeben. Für die Erwachsenen geht es wahlweise nach Föhr (Omas Inselweihnacht), London (Mr. Hicks feiert Weihnachten), Vermont (Marcia aus Vermont) oder ins verschneite Dänemark (Ein dänischer Winter). Egal, wie Sie sich entscheiden: weihnachtliche Stimmung ist garantiert.

Viel Freude beim Stöbern, Auswählen und Vorfreuen wünscht

Ihr Eliport-Team

 

Bewertung:

+++      = hervorragend
++        = gut
+          = möglich

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Jc Christlicher Glaube, Religionen

Abeln, Reinhard: Die Weihnachtsgeschichte. Ill. von Astrid Leson. Kevelaer: Butzon & Bercker 2019. 32 S. : Ill. ; 20 cm. (Den Kindern erzählt:). ISBN 978-3-7666-3047-6, kt.: 5,00 €

Die biblischen Weihnachtstexte aus dem Lukas- und dem Matthäusevangelium für Kinder erzählt.

Eine solche Zusammenstellung elementarer Bibeltexte zum Weihnachtsfest ist leider notwendig. Immer mehr Kinder und Jugendliche wissen nicht, was Weihnachten gefeiert wird. In kinderechter Sprache hat der Autor die einschlägigen biblischen Texte aus dem Matthäus- und dem Lukasevangelium zusammengestellt – von der Ankündigung der Geburt Jesu (und auch die des Johannes des Täufers) bis zur Darstellung Jesu beim greisen Simeon im Tempel. Die kindgemäß kurzen Texte werden durch großflächige Bilder, Gebete, Bastelvorschläge und Lieder ergänzt. Kleine Kinder können noch nicht zwischen dem Gesagten und Gemeinten unterscheiden. Sie nehmen die Texte als Berichte. Zumindest in den abschließenden Hinweisen für Eltern und Erziehern hätte die Tatsache, dass die Weihnachtstexte keine historischen Berichte sind, sondern legendären Charakter haben, angesprochen werden sollen. Hilfreich wären Hinweise, in welchem Rahmen die Texte angemessen erzählt oder vorgelesen werden können.

Trotz dieser Vorbehalte eine notwendige Broschüre für die Gestaltung der Vorweihnachts-und Weihnachtszeit mit Kindern.

Signatur: Jc
Schlagworte: Biblische Weihnachtstexte | Weihnachten
Bewertung: +
Rez.: Karl Foitzik

Janusch, Cordula: Vom Nikolaus. Ill. von Sigrid Leberer. Kevelaer: Butzon & Bercker 2019. 32 S. : Ill. ; 20 cm. (Den Kindern erzählt:). ISBN 978-3-7666-3046-9, kt.: 5,00 €

Eine Sammlung von Erzählungen von Legenden und Geschichten, die sich um die Figur des Nikolaus ranken.

In diesem Buch finden sich vor allem gängige Nikolauslegenden (Das Geschenk der drei goldenen Kugeln, Kornwunder, Rettung der Seeleute, das Geschenk des neuen Herzens, und - als Frage-und-Antwort-Spiel - die Legende der Rettung der Kinder vor den Piraten), die unterschiedlich gut erzählt und ansprechend illustriert sind. Dazu kommen eine allgemeine Einführung in sein Leben und weitere Texte, z. B. zum Thema ‚Nikolaus oder Weihnachtsmann‘. Weitere Rubriken sind grafisch abgesetzt: Wusstest du…, Mach mit!, Lies nach!, Gebet und Lied. Hier finden sich u. a. Hintergrundinformationen und Hinweise auf Bibelstellen. Diese Rubriken allerdings erschließen sich Kindern nicht ohne Begleitung, und da stellt sich die Frage, ob sich das Buch an „Eltern, Erzieher und Katecheten“ oder direkt an die Kinder richtet. Diese sind nämlich mit vielen Rubriken überfordert, z. B. mit dem Hinweis auf einen Text aus Ezechiel 36: „Ich nehme das Herz aus Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz aus Fleisch.“

Abgesehen von den beschriebenen Schwächen ist es ein preiswerter Band mit den gängigen Geschichten und Bräuchen im Umfeld des Nikolaustages aus katholischer Perspektive.

Signatur: Jc
Schlagworte: Nikolaus | Advent
Bewertung: +
Rez.: Ulrich Walter

Der kleine Hirte und die erste Weihnacht. Margret Nußbaum. Ill. von Andrea Hebrock. Münster: Coppenrath 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 20 cm. (Der kleine Himmelsbote. Die religiöse Reihe für die Kleinsten). ISBN 978-3-649-63174-3, geb.: 10,00 €

Der kleine David vermisst sein kleines Schaf. Als er es wiederfindet schenkt er es dem neugeborenen Jesus.

Ein Hartkartonbuch mit der Zielgruppe ab zwei Jahren. Es bedient mit seinen Bildern vor allem auch Erwachsene, die dem Kind etwas Nettes, Niedliches geben möchten. Das Gold in etlichen Bildern lässt es kostbar erscheinen. Die Geschichte nimmt Elemente des Gleichnisses vom verlorenen Schaf auf, mischt das „Schenken" hinein und mündet in den Satz "Gott muss die Menschen sehr lieben, wenn er ihnen seinen Sohn schenkt." Für die Jüngsten braucht es das alles nicht, um eine erste Begegnung mit der biblischen Geschichte zu eröffnen. Zudem sind diese Elemente nicht logisch eingebunden. Das Schaf ist hinter einem Busch. Wäre es nicht längst einfach auf den Jungen zugelaufen? Macht es Jesus wirklich Freude, wenn jemand das liebste, gerade Gefundene weggibt? Ist das ein Gedanke von Gott? Mag sein, dass das zu tiefgründig gedacht ist. Aber mit Bilderbüchern wird viel grundgelegt, was das Verhältnis zu Gott und den Menschen prägt. Darum kann ich das Buch für einen Gebrauch in Kitas nicht empfehlen.

Für Kita nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

Signatur: Jc
Schlagworte: Weihnachten | Pappbilderbuch
Bewertung: +
Rez.: Brigitte Messerschmidt

Meine allererste Bilder-Bibel - Die Weihnachtsgeschichte. Annette Neubauer. Ill. von Michaela Heitmann. Bindlach: Loewe 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 18 cm. ISBN 978-3-7432-0184-2, geb.: 7,95 €

Die wohl bekannteste Geschichte aus der Bibel - für die Jüngsten erzählt.

Die Geburt des Jesus-Kindes, wohl die bekannteste Erzählung aus dem Neuen Testament, in einem stabilen, etwas großformatigeren, Pappbilderbuch für die jüngeren Kinder. Ersteinmal nicht „neu". Was dieses Buch heraushebt, ist der Text, der mit ganz, ganz wenigen, einfachen Worten für diese Altersgruppe das Wesentliche erfasst und weitergibt, verständlich und klar. Und wer mehr Text oder Informationen möchte, der findet am Ende des Buches entsprechende Szenen aus der Illustration mit der zugehörigen Bibelstelle zum Nachschlagen, gut gemacht. Weniger gut gemacht finde ich persönlich die Illustrationen insgesamt. Sie sind zwar klar, auch detailliert, gezeichnet, die Personen allerdings oft süßlich, dauergrinsend; und die Darstellung des Verkündigungsengels ist einfach albern. Die Aufteilung zwischen Text und Illustration wiederum ist gut gemacht und zieht sozusagen den Blick von Details, Esel, Stern, Krippe usw. auf der einen Seite, zur jeweiligen Episode auf der anderen Seite.

Insgesamt ein nettes und stabiles Bibel-Bilderbuch für die Jüngsten ab ca. 2 Jahren.

Signatur: Jc
Schlagworte: Weihnachten | Biblische Geschichten | Pappbilderbuch
Bewertung: ++
Rez.: Dörte Jost

Morgen kommt der Nikolaus. Laura Lamping. Ill. von Johanna Ignjatovic. Lahr: Kaufmann 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 16 cm. (Rica erzählt). ISBN 978-3-7806-6366-5, geb.: 4,95 €

Warum feiern wir den Nikolaustag? Hier wird es für die Jüngsten erzählt.

„Rica erzählt“ - so heißt eine Bilderbuch-Reihe, in der ein kleines Schaf, erkennbar an dem roten Halsband mit Glocke, uns Geschichten aus der Bibel, aber auch zu religiösen Ritualen, Festen und Anlässen erzählt. Immer wieder taucht das kleine Schaf in den Illustrationen auf und lädt, gerade ganz junge Kinder, zum Suchen und Finden ein. Hier erlebt Rica, gemeinsam mit den Kindern Anna und Timo, einen Nikolaustag, mit gefüllten Schuhen am Morgen und einem Nikolausfest am Nachmittag. Wir erfahren, wer dieser Nikolaus war und warum wir ihn heute noch feiern. Der Text ist kurz, knapp und der Altersgruppe angemessen, ebenso wie die klaren Illustrationen. Das Buch-Format ist für kleine Hände gut geeignet und die stabilen Pappseiten lassen ein eigenständiges Anschauen auch mal ohne Erwachsenen zu. Insgesamt ein nettes und preiswertes Bilderbuch für die Jüngsten.

Geeignet für Kinder ab 1,5-2 Jahre in Kita und Familie.

Signatur: Jc
Schlagworte: Nikolaus | Rituale | Pappbilderbuch
Bewertung: ++
Rez.: Dörte Jost

Die Weihnachtsgeschichte in Reimen. Thomas Krüger. Ill. von Jörg Mühle. Hamburg: Carlsen 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 16 cm. ISBN 978-3-551-17148-1, geb.: 9,99 €

Ein Pappbilderbuch zur biblischen Weihnachtsgeschichte in Reimform.


Das kleinformatige Pappbilderbuch erzählt die Geschichte von der Geburt Jesu in kurzen gereimten Versen nach. Durch die direkte Ansprache, sprachliche Bilder (unter Palmen im Wüstensand, ein seltsames Sternengefunkel, funkelnder Schweifstern), den rhythmischen Ton und einen leichten Witz eignet sich der Text gut zum Vorlesen. Zum gemeinsamen Betrachten laden die stimmungsvollen, vorwiegend in Blau- und Lila-Tönen gehaltenen, verschmitzt humorvollen Illustrationen des vielfach ausgezeichneten Illustrators Jörg Mühle ein, der die Charaktere der handelnden Personen mit wenigen Strichen gekonnt anzudeuten vermag. Eine Bereicherung für den Bestand an Weihnachtsbüchern in jeder Bücherei. 

Zum Vorlesen und zum gemeinsamen Betrachten mit Kindern ab 2 Jahren, auch wenn diese noch nicht jedes Wort verstehen. Gut einsetzbar in Gruppen für Kleinkinder in der Gemeindearbeit.

Signatur: Jc
Schlagworte: Weihnachten | Pappbilderbuch
Bewertung: +++
Rez.: Anke Märk-Bürmann

Jm 1 Bilderbücher

Drescher, Daniela: Ole Winterwicht. Stuttgart: Urachhaus 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 16 cm. ISBN 978-3-8251-5205-5, geb.: 8,00 €

Ein Wicht beschenkt seine Freunde.

Ole Winterwicht wandert durch die verschneite Winterlandschaft und beschenkt seine Freunde, die Tiere des Waldes. Alle bekommen ein für sie passendes Geschenk, für das Reh hat er Moos und Beeren, Nüsse für die Maus und Gras für den Hasen. Als alle Tier bedacht sind, geht Ole in sein gemütliches Zuhause, kocht sich einen leckeren süßen Brei und geht zufrieden und glücklich ins Bett. Daniela Drescher hat das Buch wunderschön illustriert. auf liebevolle Art und Weise bekommen Kinder im Alter von 2-4 Jahren vermittelt, wie wichtig es ist Freunde zu haben, und welch besonderes Gefühl es ist, andere zu beschenken.

Das kleine Buch besticht durch seine liebevolle Aufmachung.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Winter | Schenken | Pappbilderbuch
Bewertung: ++
Rez.:
Gabriele Rojek

Ein Geschenk geht auf die Reise. Mein Weihnachtswimmelbuch. Annette Moser. Ill. von Anna Karina Birkenstock. Bindlach: Loewe 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 31 cm. ISBN 978-3-7432-0116-3, geb.: 8,95 €

Auf dem Weihnachtsmarkt verliert Tom das Weihnachtsgeschenk für seine Schwester Lilli. Zum Glück bekommt er Hilfe.

Gerne wickelt die freundliche Verkäuferin die Puppe in hübsches Geschenkpapier ein. Tom hat das Spielzeug für seine kleine Schwester Lilli ausgesucht. Er weiß, dass er damit einen Volltreffer landen wird. Auf dem Weihnachtsmarkt darf der Junge im Weihnachtszug fahren. Unglücklicherweise lässt er in der Eile das Päckchen liegen. Tatsächlich wird es bald entdeckt. Mit Hilfe von vielen netten Helfern legt Lillis Puppe eine kleine Odyssee zurück, bis sie das glückliche Mädchen unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum an sich drücken kann. Dieses großformatige Wimmelbuch aus abwischbarer, strapazierfähiger Pappe erzählt eine reizende Geschichte, die gut in die Weihnachtszeit passt. Das Publikum wird direkt angesprochen und aufgefordert, genau hinzuschauen. So kann es den Weg des verschollenen Päckchens verfolgen. Gleichzeitig präsentiert sich eine Vielzahl verschiedener, wunderschön illustrierter Winter- und Weihnachtsszenen, in denen fröhlicher Trubel und festliche Vorfreude herrschen.

Das Buch voller Wärme wendet sich an Betrachter ab 2 Jahren. Durch seine liebevolle Gestaltung in Text und Bild befriedigt es das Mitteilungs- und Spielbedürfnis der Zielgruppe.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Weihnachten | Geschenk | Pappbilderbuch
Bewertung: +++
Rez.:
Martina Mattes

In der Weihnachtshöhle ist noch Platz. Katharina Mauder. Ill. von Nikolai Renger. Stuttgart: Esslinger 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 27 cm. ISBN 978-3-480-23494-3, geb.: 13,00 €

Ein selbstloses Geschenk zaubert Weihnachtsstimmung in die Bärenhöhle.

Draußen im Winterwald ist es unwirtlich und kalt. Nach und nach klopfen hungrige, verfrorene Tiere an die Höhlentür des grummeligen, einsamen Bären Mattes. Eine Maus, zwei Kaninchen, drei Hirsche, Waschbären und Igel drängen sich ungeniert ohne Einladung in Mattes Höhle, die ihnen Schutz und Wärme bietet. Mattes ist genervt. Dann klopft es noch einmal und der Biber steht vor der Tür. Als einziges Tier hat er ein Weihnachtsgeschenk für Mattes mitgebracht. Mattes ist gerührt, lässt ihn herein und endlich kommt Weihnachtsstimmung bei allen Tieren in der Bärenhöhle auf.
Die ansprechend illustrierte Geschichte macht deutlich, dass wirkliche Gemeinschaft nur durch Teilen und Rücksichtnahme auf den Anderen entsteht.

Ein unterhaltsames weihnachtliches Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahre.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Weihnachten | Teilen | Gemeinschaft
Bewertung: ++
Rez.:
Christine Heymer

Die kleine Glocke, die nicht läuten wollte. Eine Weihnachtsgeschichte. Heike Conradi. Ill. von Maja Dusiková. Zürich: Nord-Süd Verl. 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 28 cm. ISBN 978-3-314-10478-7, geb.: 15,00 €

Eine fein bebilderte Geschichte, die das Einschwingen auf den Weihnachtstag nicht nur im Glockenturm anbietet.

Neben drei alten Glocken aus Gold, Silber, Bronze hängt eine kleine neue Glocke im Kirchturm, deren Klang beim Üben für Weihnachten nicht erklingt. Die Glocken sind ratlos, die Taube Felidia sucht Rat bei der Krähe Carol: Gute Worte helfen. Die unterschiedlichsten Worte werden jetzt aufgeboten von Tauben, die in aller Welt nach guten Worten suchen. Auch viel andere Tiere und zwei Menschen, die sich lieben, tragen bei, doch erst der Stern von Bethlehem mit seiner Friedensbotschaft für alle, auch die Leser, lassen die kleine Glocke erklingen. Und so macht es Sinn, dass im Einband eine vergnügte Kinderschar mit Laternen unterwegs ist.
Die Sprache ist zum Vorlesen und lautmalerischen Interpretieren geeignet, die Bilder sind meist weihnachtlich, winterlich, die Szenen heimelig, positiv, Streit ist nirgends sichtbar, nur Wohlgefühl. Der Bezug zu Weihnachten ist durch die bildliche Gestaltung der kleinen Glocke erkennbar in dieser fast ganz säkularisierten Variante.

Zum Vorlesen, Nachdenken, Suchen von weiteren passenden Worten in kleinem wie größeren Kreis geeignet.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Weihnachten
Bewertung: +
Rez.: Frauke Thees

Morgen kommt der Nikolaus. Sabine Kraushaar. Ill. von Henriette Wich. Hamburg: Oetinger 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 17 cm. ISBN 978-3-7891-1356-7, geb.: 7,00 €

Bilderbuch für Kleinstkinder zum Nikolaustag.

Leon, Klara und Marie warten auf den Nikolaus. In wunderbar ansprechenden und kindgerechten bunten Bildern führt die Autorin Sabine Kraushaar Kleinstkinder in die Rituale des Nikolaustages ein. Die in Reimform verfassten Texte sind melodisch einprägsam und auch für sehr kleine Kinder gut verständlich.

Sehr zu empfehlen für Eltern und Krippengruppen mit Kindern ab 2 Jahren.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Nikolaus | Pappbilderbuch
Bewertung: +++
Rez.: Christine Helming

Wer kommt denn da zum Weihnachtsfest? Frauke Weldin. Ill. von Susanne Lütje. Hamburg: Oetinger 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 20 cm. ISBN 978-3-7891-1085-6, geb.: 10,00 €

Das Weihnachtsfest ist wunderbar.


Familie Hase bereitet alles für das große Weihnachtsfest vor. Das Haus wird weihnachtlich dekoriert und Kekse werden gebacken. Dann ist es endlich soweit, die Weihnachtsgäste sind da, zusammen wird getanzt, gefiedelt und gelacht. Die Nacht ist still, der Himmel weit, wie schön es schneit.
Ein wunderschönes Pappbilderbuch mit vielen Klappen und Schiebern. Der Text animiert die kleinen Leser auf Entdeckungsreise durch das Buch zu gehen. Die kurzen Verse auf jeder Seite lassen Raum, um die vielen Details zu durchstöbern und laden zum Erzählen ein. Durch die stimmungsvoll gestalteten Bilder wird die Wärme und Geborgenheit des Weihnachtsfestes widergespiegelt. Das Buch hat ein handliches Format, auch die Pappseiten sind sehr stabil und lassen Kinder somit lange Freude daran haben.

Sehr gut geeignet als Vorlesebuch in der Familie. Ideal zum Selbstentdecken für Kinder ab 2 Jahren.

Signatur: Jm 1
Schlagworte:
Weihnachten | Familie | Freundschaft | Pappbilderbuch
Bewertung: +++
Rez.:
Janine Halder

Ju 1 Erzählungen für das erste Lesealter (6-8 Jahre)

Boie, Kirsten: So richtig schön Weihnachten. Ill. von Susanne Straßer, Silke Brix u.a. Hamburg: Oetinger 2019. 208 S. : Ill. ; 28 cm. ISBN 978-3-7891-1084-9, geb.: 20,00 €

Sechzehn liebenswerte Geschichten von Kirsten Boie zur Advents- und Weihnachtszeit für kleine und große Leute.

„So richtig schön Weihnachten“ feiern die Kinder in Kirsten Boies Geschichten. Aus verschiedenen Büchern, die die Autorin in über 30 Jahren für Kinder verfasst hat, sind Kapitel ausgewählt, die die Freude und gespannte Erwartung in der Advents- und Weihnachtszeit zum Thema haben. Paule, Lisa, Jenny, Jesper, Janna, Jule, Christopher, Lena, Jan-Arne, die Kinder aus dem Möwenweg – alle warten sie auf Weihnachten. Neu ist, dass auch Ritter Trenk im Mittelalter schon das Weihnachtsfest feiert. Am Schluss des Buches gibt es eine Weihnachtsgeschichte einer Gastautorin aus Simbabwe von einem Workshop, den Kirsten Boie dort gehalten hat. Auch ein Keksrezept der Kekse, die im Möwenweg gegessen werden, ist dabei.Das Buch hat ansprechende farbige Abbildungen von unterschiedlichen Illustratoren und versüßt das Warten auf das Fest mit den spannenden, lustigen und nachdenklichen Weihnachtserlebnissen der liebenswerten Kinderfiguren, die Kirsten Boie erschaffen hat. Für große und kleine Weihnachts-Fans!

Das Buch eignet sich zum Vorlesen und zum Selberlesen und natürlich auch zum Verschenken in der Adventszeit. Gut geeignet ist es auch für weihnachtliche Vorlesestunden in der Grundschule oder in der Kindergruppe.

Signatur: Ju 1 | Ju 2
Schlagwoorte: Weihnachten | Advent | Warten | Feiern
Bewertung: +++
Rez.:
Natascha Faull

Callesen, Henning: Pelle und Pinguine - Weihnachten in Gefahr. Ill. von Sabine Wilharm. München: Hanser 2019. 114 S. : Ill. ; 25 cm. ISBN 978-3-446-26427-4, geb.: 13,00 €

Ein Wunschzettel muss dringend noch zum Weihnachtsmann. Pelle, Pinguine und Papa machen sich auf die abenteuerliche Reise.

Im dritten Band um den Eisbären Pelle, seine Adoptivschwester Pinguine und deren Eisbärenfamilie ist bei ihnen am Nordpol der Post-Pelikan abgestürzt, der einen letzten Wunschzettel zum Weihnachtsmann bringen wollte. Kommt dieser nicht rechtzeitig an, wäre die Erfüllung der Wünsche in Gefahr. Da der Pelikan nun flugunfähig ist, übernehmen die Aufgabe Pelle, Pinguine und ihr Vater und machen sich auf eine abenteuerliche Reise, um den Weihnachtsmann zu finden, den Wunschzettel zu überreichen und damit Weihnachten zu retten.
Das Buch liest sich flüssig und dem Autor ist es gelungen, den Spannungsbogen über alle 11 Kapitel aufrecht zu erhalten, indem er das Trio zum Beispiel auf fiese Sockentrolle treffen lässt. Die dargestellten Charaktere sind sehr sympathisch und laden durch humorvolle Sprüche zum Mitlachen und Gernhaben ein. Passende Illustrationen umrahmen an den richtigen Textstellen die Handlung, so dass es zu einem schönen Werk für große und kleine Familienmitglieder wird.

Zum Vorlesen nicht nur in der Weihnachtszeit ab 4 Jahren, zum Selberlesen ab 8 Jahren.  

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Abenteuer | Mut | Weihnachten | Weihnachtsmann
Bewertung: +++
Rez.: Darina Saust

Kirkegaard, Ole Lund: Wichtel-Schabernack. Ill. von Svend Otto S. Dt. von Franziska Hüther. Zürich: Atrium 2019. 96 S. : Ill. ; 23 cm. Aus d. Dän. ISBN 978-3-96177-043-4, geb.: 16,00 €

Stummel erlebt die Weihnachtszeit bei seinem Opa auf dem Land, zusammen mit einem ganz besonderen Gast.

Stummel freut sich sehr, die Advents- und Weihnachtszeit wie jedes Jahr auf dem Bauernhof seines Großvaters verbringen zu dürfen, wo sie sich gemeinsam um die Tiere und um Opas kauzige Freunde kümmern. In diesem Jahr aber erlebt Stummel eine Überraschung, denn ein weiterer Gast hat sich schriftlich angekündigt: der Wichtel Nisse Puk, der kurz darauf mit einem winzigen Koffer anreist und der am liebsten Schabernack treibt. Stummel wünscht sich nichts mehr, als dem scheuen Gesellen zu begegnen, doch der treibt sein Unwesen lieber im Verborgenen, stopft Opas Pfeife mit Stroh, feiert mit den Ratten und Mäusen eine Party und sticht mit einem geschnitzten Boot im Waschzuber in See. Als der Heiligabend kommt, hat Stummel eine Idee: Er lädt den Wichtel ganz offiziell zum Weihnachtsessen ein. Ob der wohl kommen wird? - Ein liebevoller Kinderbuch-Klassiker in 24 kurzen Kapiteln, der für ein wohliges Weihnachtsgefühl sorgt und die ganze Familie begeistern wird.

Wegen der hochwertigen Aufmachung und der wunderschönen Bilder bestens als Adventsgeschenk geeignet, aber auch allen Büchereien sehr zu empfehlen. Ab 5 J.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Weihnachten | Wichtel | Advent
Bewertung: +++
Rez.:
Elisabeth Schmitz

Michaelis, Antonia: Joppe und der Weihnachtswolf. Antonia Michaelis. Ill. von Nadine Reitz. Hamburg: Oetinger 2019. 64 S. : Ill. ; 21 cm. (Lesestarter, 2. Lesestufe). ISBN 978-3-7891-1059-7, geb.: 8,00 €

Geschichte über einen Jungen, der für seine Mama zum Held werden will.

Joppe lebt mit seiner Mama nah am Wald auf einem Hof. Sie haben Schafe und Mama muss sich um alles selbst kümmern, sei es um die zu reparierenden Zäune, um das Holz für den Ofen oder auch um das Essen. Auf ihrem Wunschzettel sieht Joppe einen Jungen mit einem roten Umhang und beschließt, für seine Mama zum Held zu werden. Die Gelegenheit bietet sich auch kurz darauf, denn in der Nacht sieht Joppe einen Wolf auf dem Hof. Er beschließt, ihn für seine Mama zu fangen. Aber wie das eben so ist an Weihnachten - alles ist ein bisschen anders.
Die Geschichte rund um Joppe ist für Kinder ab der zweiten Klasse leicht zu lesen. Die Schrift ist groß, die Kapitel kurz und der Inhalt sehr ansprechend. Sehr schön ist, dass es nach dem Ende der Geschichte zum Inhalt noch einen Rätsel- und Spieleteil im Buch gibt. Dieser, sowie das in Antolin vorhandene Quiz, geben den Kindern die Möglichkeit, selbst zu testen, ob sie die Geschichte des Buches verstanden haben.

Eine schöne Geschichte zum Thema Weihnachten. Geeignet um in der Adventszeit daraus vorzulesen, aber auch als Geschenk im Adventskalender.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Weihnachten | Wolf | Wunschzettel
Bewertung: +++
Rez.:
Tanja Bullerkotte

Rautenberg, Arne: Vier Kerzen, drei Könige, zwei Augen, ein Stern. 24 Weihnachtsgedichte. Ill. von Katrin Stangl. Wuppertal: Peter Hammer 2019. 31 S. : Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-7795-0620-1, geb.: 14,00 €

24 moderne Weihnachtsgedichte.

„hüte dich vor den kundschafterwichteln, sie werden dem weihnachtsmann alles berichteln“, so beginnt das erste Gedicht dieser Adventsreise, die mit Originalität und Freude an der Sprache durch die Weihnachtszeit führt. Hier wird mit Zweizeilern gereimt, papageienmäßig nachgeplappert, es wird verkleinert, verspielt, verschönt und immer wieder das besondere der Zeit herausgehoben. - Ungewöhnliche und moderne Weihnachts- und Wintergedichte ohne Groß- und Kleinschreibung, die zum Weiter- und Nachdichten einladen, wie in dem Gedicht „wortgeschenke“, in dem Lieblingsworte verschenkt werden. Der 2016 für seinen Band „Unterm Bett liegt ein Skelett“ mit dem Guggenmoos Preis ausgezeichnete Dichter Arne Rautenberg, legt hier ein nur auf den ersten Blick altbackenes Weihnachtsbuch vor. Die blau-roten Drucke von Katrin Stangl schlagen einen Bogen zur Kindheit in den 60er Jahren, und können als kreative Anregung für heutige Kinder verstanden werden. Wer kennt heute z. B. noch den Kartoffeldruck?

Lyrischer Adventskalender zum Vorlesen. Erfrischend für alle Weihnachtsbuchbestände.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Weihnachten | Gedichte
Bewertung: ++
Rez.:
Bärbel McWilliams

Schneefunkelwunder. Tanya Stewner. Ill. von Mila Marquis. Frankfurt: Fischer KJB 2019. O. Pag. : überw. Ill. ; 25 cm. ISBN 978-3-7373-4177-6, geb.: 12,00 €

Maya baut eine Schneefrau und erlebt ein nächtliches Abenteuer.

Endlich ist es soweit: Es liegt ausreichend Schnee, um sich ins Schneemannvergnügen zu stürzen. Das tun auch Maya und ihre Mutter. Dass an diesem Tag etwas ein klein wenig anders ist als sonst, merkt Maya, als sie erst zwei prominent platzierte Stöcke findet, die perfekt für die Arme ihrer Schneefrau sind und kurz darauf eine schnurgerade Reihe perfekter Kieselsteine für Mund und Augen. Mitten in der Nacht wird sie dann von der Schneefrau geweckt: Zwei andere Schneemänner wurden nicht so liebevoll ausstaffiert. Dem einen fehlt ein Mund, so dass er nicht sprechen kann, dem anderen die Nase. Und nur mit einer Nase können die Schneeleute nachts zum Leben erwachen. Klar, dass Maya da hilft. Sie stürmt los und erlebt ein kleines, schneefunkelndes Winterabenteuer.
Eine harmlose kleine Geschichte. Sie wird sicher ihre Abnehmer*innen finden, der Name der Autorin allein dürfte schon dafür sorgen.

Für Büchereien mit kleinen Susewind-Fans und großem Winterbuchbedarf.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Winter | Fantasie
Bewertung: +
Rez.:
Wiebke Mandalka

Wer klopft da in der Weihnachtsnacht? Ursel Scheffler. Ill. von Verena Körting. Hamburg: Oetinger 2019. 64 S. : überw. Ill. ; 21 cm . (Lesestarter, 1. Lesestufe). ISBN 978-3-7891-1072-6, geb.: 8,00 €

In Reimen erzählte weihnachtliche Geschichte mit Tieren.


„Lieber Bär darf ich herein? Ich fühl mich heute so allein!" In der Weihnachtsnacht möchten auch die Tiere nicht allein sein. Und so macht sich einer nach dem anderen auf den Weg und klopft bei Herrn Bär an, der in einer gemütlichen Hütte im Wald lebt, und bittet immer mit dem gleichen Satz um Einlass. Als es in der Hütte langsam enger wird, klopft schließlich der Spatz und berichtet von der Geburt eines besonderen Kindes in Bethlehem. Also machen sich alle Tiere auf den Weg, um es zu sehen und zu beschenken. Die Geburt von Jesus und seine Bedeutung wird nur kurz thematisiert, im Vordergrund steht das gemütliche Beisammensein der Tiere in der Bärenhütte.
Die gesamte Geschichte ist in Reimform geschrieben und wird durch das Leseverständnis unterstützende Illustrationen ergänzt. Schon kleine Kinder ab 2 Jahren können durch die Reime und sich wiederholende Sätze schnell mitsprechen, Lesestarter unterstützt das gleichzeitig beim Lesen.

Ein Buch, bei dem schon kleine Kinder mit"lesen" können und das sich gemütlich und kuschelig in der Weihnachtszeit lesen lässt.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Weihnachten | Tiere | Gemeinschaft | Weihnachtsnacht
Bewertung: ++
Rez.:
Darina Saust

Ju 2 Erzählungen für das zweite Lesealter

Gieseler, Corinna: Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company. Ill. von Max Meinzold. Ravensburg: Hummelburg 2019. 286 S. : Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-7478-0003-4, geb.: 16,99 €

Das Passwort des CC-PC ist weg. Ein Arktis-Abenteuer gegen Winterunholde beginnt für Freda mit Kater, Kobold und Engel.

Notfall in der Weihnachtsfirma Christmas Company (CC): Durch Hackerangriff  auf den Hauptcomputer ist das Passwort für die Geschenkeliste weg – nur mit einer Rätsellösung soll es funktionieren. Der „Chef“ und die internationalen Länder-Weihnachtsmänner (wunderbar charakterisiert) sind entsetzt. Dieser herrlichen und auch schrägen Kobold-Wichtel-Engel-Welt (mit Shorts, Bikerjacke und Schwanenflügeln) stellt Gieseler die alten Winterunholde gegenüber (dazu ein Glossar), die die CC vernichten wollen, weil nun alle Welt nicht mehr an sie (Perchten, Trolle samt Mutter Grŷla, Julenisse usw.) und ihre Bräuche glaubt. Mit ihrem plötzlich sprechenden Kater Mr Livingstone gerät das Mädchen Freda in diese Welt, soll das Rätsel lösen und dazu mit Kater, Navigationsengel, Kobold und neun Schlittenhunden durch die Arktis zu einem Käpt’n samt Hellseher-Raben fahren. Diese Story im Roman - der Hauptteil - ist mit vielen Details und Kämpfen gegen diese Gestalten total spannend. Fantasievoll mitziehend!

Sprachlich anspruchsvoll, aber sehr lebendig und anschaulich (es „prasselt, blubbert, flüchtet, zaubert, leuchtet“), zum Advents-Vorlesen geeignet ab etwa 10 Jahre.

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Weihnachten | Phantastik | Abenteuer
Bewertung: +++
Rez.:
Delia Ehrenheim-Schmidt

Kramer, Irmgard: Ein Löwe unterm Tannenbaum. Ill. von Carola Sturm. Bindlach: Loewe 2018. 141 S. : Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-7855-8365-4, geb.: 10,95 €

24-teiliges Abenteuer eines kleinen Löwen, der das Leben des griesgrämigen Gitarristen Richie durcheinander wirbelt.

Einer Erpressung verdankt es der kleine Weihnachtslöwe aus dem „Laden für eh fast alles“, dass Gitarrist Richie ihn kauft und bei sich zu Hause einquartiert. Wie sich denken lässt, verläuft die ungleiche Wohngemeinschaft gar nicht reibungslos. Das verzauberte Stofftier versucht Schnee aus Puderzucker zu zaubern oder versenkt Richies Laptop in der Regentonne. Dabei sehnt er sich nur nach Liebe. Richie gerät außer sich vor Wut. Erst als der Weihnachtslöwe verschwindet, merkt der Griesgram mit dem Herz aus Stein, dass er ihn liebgewonnen hat. Richies junge Nachbarin Lenja und ihr Freund Robert helfen bei der Suche nach dem verschwundenen Stofftier. Und es wäre kein empfehlenswertes Kinderbuch, wenn es nicht einen versöhnlichen Schluss, oder, wie hier, gleich ein mehrfaches Happy End gäbe. Phantasiereich und unterhaltsam präsentiert sich die Geschichte in 24 Episoden, die besonders im Advent geeignet sind zum (Vor-)Lesen. Die in Schwarz-Weiß-Rot gestalteten Illustrationen sind wahre Hingucker.

Ein an Themen reiches Kinderbuch mit einem niedlichen Sympathieträger, das junge Leser ab etwa 8 Jahren ansprechen könnte.

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Spielzeug | Weihnachten | Vater | Tochter
Bewertung: ++
Rez.:
Martina Mattes

Ludwig, Sabine: O Besenstiel, o Besenstiel! Weihnachtsbaumgeschichten von Sabine Ludwig. Ill. von Sabine Rothmund. Hamburg: Dressler 2019. 128 S. : Ill. ; 24 cm. ISBN 978-3-7915-0145-1, geb.: 13,00 €

Eine gelungene bunte Sammlung von etwas untypischen Weihnachtsgeschichten.

Ein singender Weihnachtselch geht in Flammen auf, Kinder streiten sich über die Existenz von Christkind und Weihnachtsmann, ein weihnachtliches Theaterstück wird zum chaotischen Slapstick-Event, Tobsuchtsanfälle wegen eines Weihnachtsgeschenks oder eine komplizierte Planung der Feiertage für eine Patchwork-Familie ...
In insgesamt acht frechen weihnachtlichen, aber nicht ganz so besinnlichen, dafür sehr komischen Geschichten wird man beim Lesen hinter die Kulissen von Weihnachten geführt und bekommt mit, wie die Festtage auch vonstattengehen können wenn nicht alles „wie am Schnürchen läuft" . Durch Zynismus und schwarzen Humor urkomische Ereignisse bekommt man beim Lesen das Grinsen fast nicht mehr aus dem Gesicht. Es macht richtig Spaß, dieses etwas andere Weihnachtsbuch zu lesen.

Für Kinder ab 8 Jahren, die in Bezug auf Weihnachten aufgeklärt sind und sich durch Textstellen, die die Existenz des Weihnachtsmannes in Frage stellen, nicht verunsichern lassen.

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Weihnachten | Humor
Bewertung: ++
Rez.:
Darina Saust

Ein Stern strahlt in der dunklen Nacht. Geschichten, Gedichte und Lieder zur Weihnachtszeit. Hg. von Wiebke Andersen-Oberschäfer u. Regina Kehn. Ill. von Regina Kehn. Mit Beiträgen von Isabel Abedi, Christian Morgenstern u.a. Hamburg: Carlsen 2019. 215 S. : Ill. ; 28 cm. ISBN 978-3-551-55391-1, geb.: 25,00 €

Sammlung mit Geschichten, Liedern und Gedichten zur Advents- und Weihnachtszeit. Mit witzigen Illustrationen.

In diesem Hausbuch findet man zu unterschiedlichen Schwerpunkten (Schnupfen/Schnee, Stille/leise Töne, Äpfel/Nüsse/Honigkuchen usw.) Bekanntes von zumeist klassischen Autorinnen und Autoren wieder wie Rilke, Ringelnatz, Krüss oder Kästner. Es sind auch Märchen und wenige Geschichten zeitgenössischer Autoren/innen wie A. Steinhöfel und S. Kreller enthalten. Das Besondere an dieser Anthologie sind die farbigen, fantasievollen, fröhlichen und hintergründig witzigen Illustrationen von Regina Kehn. Wenige Illustrationen haben einen eher düsteren Ton. Mit eingestreuten Aussagen unterschiedlicher Menschen zu Weihnachten wird angedeutet, dass dieses Fest auch anderes als heimelig empfunden werden kann. Manche Menschen aus anderen Kulturen feiern kein Weihnachten, sondern haben ihre eigenen Feste. Manche verbinden mit Weihnachten eher traurige Erinnerungen.  
  
Ein Hausbuch für die ganze Familie.

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Weihnachten | Anthologie
Bewertung: +++
Rez.:
Anke Märk-Bürmann

C Christlicher Glasube, Religionen, religiöse Weltanschuungen

Fischer, Sebastian, Ochs, Thomas u. Spaleck, Stephanie: Lachen, beten, Schneemann bauen. 24 Adventserlebnisse für die ganze Familie. Würzburg: Echter 2019. 151 S. : Ill. ; 21 cm. ISBN 978-3-429-05429-8, geb.: 14,90 €

Für 24 Tage bietet das Büchlein kurz gefasste Anregungen für eine bewusste Gestaltung des Advents in der Familie.

Die Verfasser haben in den eigenen Familien erprobt, was sie den Lesern anbieten: 24 Tage, die thematisch abwechslungsreich gestaltet auf Weihnachten vorbereiten. Die kurzen Kapitel werden mit einer Doppelseite eingeleitet, die ein gut gewähltes Foto mit einer passenden Überschrift verbinden. Der einheitliche Aufbau der Kapitel beginnt mit einer persönlichen Erinnerung bzw. Einstimmung und möglichen Konsequenzen, die sich daraus auch für andere Menschen ergeben könnten. Impulse regen zur Selbstreflexion an, der Vorschläge für Aktivitäten folgen. Den Schluss bildet jeweils ein Gebet, das in einer alltagstauglichen Sprache verfasst ist. Dieses - im besten Sinne - "Gebrauchsbuch" bringt Traditionen in Erinnerung und bietet Anregungen, die im privaten wir öffentlichen Kreis, allein und besser noch in Gemeinschaft praktisch umsetzbar sind.

Für Familien, Kindergärten, Grundschulen wie z.B. Hauskreise in Gemeinden geeignet.

Signatur: Ch 2
Schlagworte:
Advent | Familie
Bewertung: +
Rez.:
Frauke Thees

 

Vogt, Fabian: Immer dem Stern hinterher! 24+2 heitere Weihnachtsgeschichten. Gießen: Brunnen 2019. 143 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-7655-0680-2, geb.: 13,00 €

24+2 Weihnachtsgeschichten, die uns näher an das Weihnachtsgeschehen heranbringen.

Fabian Vogt bringt uns in 26 kurzen Geschichten das Geschehen rund um Advent und Weihnachten näher. Was passiert, wenn der Nikolaus plötzlich Papas Parfüm benutzt hat? Oder wenn der kleine Johann - unerlaubter Weise - den essbaren Weihnachtsbaumschmuck geplündert hat und nun phantasievoll für Ersatz sorgen muss? Wir begegnen einem Einbrecher, der sich über die Krippe unter dem Weihnachtsbaum wundert und von seinem Kumpel erklärt haben möchte, was es damit auf sich hat. In einer Geschichte gilt es ein Nikolaus-Casting zu bestehen und in einer anderen frieren wir mit dem armen Großvater, der im bitterkalten Garten auf seinen Auftritt als Nikolaus warten muss. Und eine Erzählung handelt davon, wie es dem Pfarrer gelang, einen Jungen bzw. dessen Vater davon abzubringen, als Spiderman im Krippenspiel aufzutreten. Fabian Vogt gelingt es unterhaltsam, heutige Menschen und Situationen mit dem biblischen Weihnachtsgeschehen zusammen zu bringen - und immer mit Tiefgang.

Sehr empfehlenswert zum Vorlesen und Selberlesen; sehr gut in der Gemeindearbeit einsetzbar; auch als Aufhänger für Andachten gut geeignet.

Signatur: Ch 1
Schlagworte:
Advent | Weihnachten | Humor
Bewertung: +++
Rez.: Margot Haffke

SL Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik

Falk, Susanne: Fast ein Märchen. 24 Weihnachtsgeschichten. Wien: Picus 2019. 224 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-7117-2081-8, geb.: 20,00 €

24 geistreich-humorvolle Weihnachtsgeschichten verkürzen die Wartezeit aufs Fest.

Was schenkt Mozart seiner Familie, nachdem er am Weihnachtsabend buchstäblich sein letztes Hemd verspielt hat? Ein ähnliches Problem plagt Erzherzogin Maria Theresia von Österreich, die kurz vor der Bescherung merkt, dass sie eins ihrer 13 Kinder vergessen hat. König Artus wiederum sieht sich einer Rebellion seiner Ritter der Tafelrunde gegenüber, die sich strikt weigern, ausgerechnet zu Weihnachten in den Krieg zu ziehen. Der wütende König wünscht sich daraufhin von seiner Gattin ein besonderes Geschenk: einen länglichen Tisch. Witzig bis skurril lesen sich Susanne Falks Weihnachtserzählungen. Die prominente Besetzung reicht von Mozart, König Artus, Charlie Chaplin oder Rosa Luxemburg bis zu Elvis Presley, Luther und den Gebrüdern Grimm. Alle sehen sich rund ums Fest in unerwartete Probleme verwickelt, die sie auf höchst amüsante Weise lösen. Einige Vorkenntnisse über das Leben der bekannten Persönlichkeiten sollten die Leser allerdings mitbringen.

Ein leichter Lesegenuss für Stressgeplagte in der Weihnachtszeit.

Signatur: SL
Schlagworte:
Weihnachten | Vorlesen | Geschichten | Humor
Bewertung: ++
Rez.:
Claudia Puschmann

Franke, Thomas: Der wundersame Adventskalender. Eine Weihnachtsgeschichte. Asslar: Gerth Medien 2019. 206 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-95734-583-7, geb.: 15,00 €

Die adventliche Geschichte dieser Tage mit erstaunlichen Überraschungen und einem weihnachtlichen Happy End.

Der Ich-Erzähler dieser Weihnachtsgeschichte lernt in den 24 Tagen vor dem Fest sich selbst, sein Leben und dessen hilfreiche Veränderungsmöglichkeiten kennen, privat mit seiner Ehefrau und den Kindern, beruflich mit den Kollegen, der Assistentin und mit sich selbst. Der Autor schenkt sich mithilfe eines wunderlichen Adventskalenders, der einer alten Registrierkasse gleich, Gaben, die ihn dazu führen, zu entdecken, was im Leben wirklich wichtig ist. Vieles spielt dabei eine Rolle, nicht zuletzt die neuentdeckte Liebe zu seiner Frau, die Anerkennung seiner Kinder, die entkrampfte Konkurrenz an der Arbeitsstelle, die alte Weihnachtsgeschichte neu erzählt und eben auch das Ende, das alles wieder gelingen lässt. Auch wenn die Story ein wenig aufgesetzt wirkt, ist sie gut in der Adventszeit zu lesen oder zu hören. Sie müsste einfach vorgelesen werden und dann geschieht etwas. Und was? Eine alte Geschichte wird wieder wahr, wie alle Jahre wieder.

Vielleicht findet sich dieses eindrucksvolle Weihnachtsbuch in manch einer Bücherei.

Signatur: SL
Schlagworte: Überraschungen | Weihnachtsfreude | Familie
Bewertung: +++
Rez.: Kurt Triebel

Freund, René: Swinging Bells. Roman. Wien: Deuticke 2019. 192 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-552-06400-3, geb.: 18,00 €

Zwei Paare treffen an Weihnachten zufällig aufeinander und es kommt zu einer spannungsreichen Begegnung voller Missverständnisse.

Der österreichische Autor lässt den Verlagslektor Thomas (40) und die Religionslehrerin Sandra (38), die unter ihrer Kinderlosigkeit und dem Erkalten ihrer Beziehung leiden, auf den Onlinehändler Leo (49) und die – wie sich später herausstellt – Psychotherapeutin Elisabeth (52) treffen. Leo und Elisabeth haben sich in der Adresse geirrt und sind an einem Partnertausch interessiert. Dies wird aber erst nach vielen Missverständnissen klar.Die vier Charaktere werden differenziert gekennzeichnet. Elisabeth und Leo entsprechen nicht dem Klischee des Swingers. So ist Elisabeth eine einfühlsame Frau, die immer noch unter dem Tod ihres Ehemannes leidet. Leo stellt sich als sorgender Freund heraus. Wie allmählich klar wird, verbirgt die anfangs spröde und nervöse Sandra eine Affäre, was den besserwisserischen Thomas sehr verletzt.

Die witzige Verwechslungskomödie hat ein Happy End. Konservative Christen dürfte die unkonventionelle Weihnachtsgeschichte wohl verärgern. Empfohlen ab größeren Büchereien.

Signatur: SL
Schlagworte:
Weihnachten | Swinger | Beziehungskrisen | Komödie
Bewertung: ++
Rez.: Peter Bräunlein

Günther, Ralf: Eine Kiste voller Weihnachten. Ill. von Andrea Offermann. Hamburg: Kindler 2019. 124 S. : Ill. ; 19 cm. ISBN 978-3-463-40697-8, geb.: 18,00 €

Ein hart gewordenes, altes Herz wird durch Begegnungen und Ereignisse an einem Weihnachtstag verwandelt.

Man nehme die für eine traditionelle Weihnachtserzählung vertrauten Zugaben: ein wohlhabender verschlossener älterer Mann, dessen Herz an Weihnachten durch die Begegnung mit einem armen Mädchen verwandelt wird, eine fast unpassierbare Schneelandschaft, ein Überfall räuberischer Wegelagerer und die selbstverständliche Hilfe durch eine arme Bauernfamilie und gestalte eine spannende und anrührende Weihnachtserzählung. Ein Dresdner Geschäftsmann entdeckt, dass die Auslieferung einer Kiste voller Weihnachtsschmuck vergessen worden war. Er will noch rechtzeitig mit der Kiste Weihnachten in die Kirchengemeinde bringen und kehrt durch Weihnachten verwandelt von dort zurück. Schade, dass der Autor die Erzählung in die längst vergangene Zeit der beginnenden Industrialisierung versetzt, als die Auslieferung der Waren noch mit Pferdegespannen zu bewältigen war. Weihnachten erleben – ja damals! Wie könnte die Erzählung lauten, würde sie sich heute ereignen?

Eine spannend und einfühlsam erzählte Geschichte. Der Transfer in die Gegenwart bleibt den Leserinnen und Lesern überlassen.

Signatur: SL
Schlagworte:
Weihnachten | Erzählung
Bewertung: +++
Rez.: Karl Foitzik

Hennig von Lange, Alexa: Die Weihnachtsgeschwister. Köln: DuMont 2019. 143 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-8321-9775-9, geb.: 18,00 €

Miese Stimmung beim familiären Weihnachtsfest.

Drei Geschwister und ihre Familien verbringen wie jedes Jahr das Weihnachtsfest im alten Zuhause. Das Elternhaus ist für alle drei ein Sehnsuchtsort, der Ruhe, Ordnung, Verlässlichkeit und bedingungslose Liebe verspricht. Tamara ist unglücklich mit ihrem Leben und neidisch auf Elisabeth, die eine gefragte literarische Übersetzerin ist. Völlig unerklärlich, findet Tamara, da eigentlich sie diejenige in der Familie ist, die einzig über die intellektuellen Fähigkeiten für diesen Beruf verfügt. Sie aber ist Hausfrau. Elisabeth liebt ihre Geschwister, hat aber Angst vor Tamaras rüder Art und auch mit Ingmar kommt sie nicht gut aus. Der ist ein erweckter Umweltschützer und verurteilt dogmatisch alles, was nicht in sein Weltbild passt. Miese Stimmung und böse Worte sind also vorprogrammiert. Dann sind plötzlich die Eltern weg.

Die Zahl der Bücher und Filme über eskalierende Familienfeste ist Legion. Was wohl auch daran liegt, dass sie immer wieder gern gesehen und gelesen werden. Hier nun also eins passend zur Weihnachtszeit. Flott zu lesen, durchaus unterhaltsam, jedoch nicht durchgehend überzeugend. Wohliges Happy End inklusive.

Signatur: SL
Schlagworte:
Weihnachten | Familie
Bewertung: ++
Rez.: Wiebke Mandalka

Jellings, Sanne: Ein dänischer Winter.  Hamburg: Kindler 2019. 156 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-463-00005-3, geb.: 18,00 €

Zwei Frauen am Wendepunkt: Karen Blixen und Dienstmädchen Minna treffen im winterlichen Dänemark aufeinander.

Rungstedlund, Dezember 1929: Karen Blixen ist aus Kenia zurückgekehrt, um ihre kranke Mutter zu besuchen. Ihre Kaffeefarm steht kurz vor dem Ruin, nach ihrer Heimkehr will sie ein letztes Aufbäumen wagen. Ihre Beziehung zu Denys Finch Hatton ist nach einem schlimmen Streit stark angeschlagen, auch hier stehen Entscheidungen an. Minna muss nach dem Tod des Vaters ihre Familie miternähren. Der Traum von einer Ausbildung zur Lehrerin ist in weite Ferne gerückt. Auch in der Liebe erfährt sie eine herbe Enttäuschung. Als sie ihre Arbeit als Schreibkraft verliert, weil sie den Annährungsversuchen des Chefs nicht nachgab, scheint die Stellung in Rungstedlund ihre einzige Chance, wenigstens ihrer Schwester zu ermöglichen, weiter die Schule zu besuchen. Die Begegnung der beiden Frauen wird für Minna zu einem entscheidenden Wendepunkt. Die so selbstständige und lebenskluge Baronin Blixen gibt ihr Kraft, eine wichtige Entscheidung für ihr Leben zu treffen.

Eine kleine, feine Geschichte für einen langen Winterabend. Besonders Karen Blixen Liebhaber*innen zu empfehlen. Auch äußerlich ein Schmuckstück.

Signatur: SL
Schlagworte: Karen Blixen | Dänemark | Weihnachten | Frau
Bewertung: +++
Rez.:
Wiebke Mandalka

Joussen, Thomas u. Karliczek, Peter: In der Krippe kein Lametta. Was es an Weihnachten wirklich zu feiern gibt. 2., erg. u. aktual Aufl. Asslar: Adeo 2019. 79 S. : Ill. ; 25 cm. ISBN 978-3-86334-208-1, geb.: 14,00 €

Nützliches und unnützes Wissen um Weihnachten. Und was ist die eigentliche Botschaft des Weihnachtsfestes?

Wollten Sie immer schon wissen, welche Filme wir Deutschen zu Weihnachten am liebsten schauen? Welche Lieder wir singen, welche Hits wir hören? Stimmt es, dass Schokomänner eingeschmolzene Osterhasen sind? Gibt es zu Weihnachten tatsächlich die meisten Selbstmorde? Wie schmeckt Weihnachten international? Warum liebt der Weihnachtsmann eigentlich Laster? Und was gibt es Weihnachten eigentlich zu feiern? Wenn Sie auf diese und viele andere Fragen schon immer eine Antwort gesucht haben, dann ist dieses Buch in der Advents- und Weihnachtszeit genau das richtige für Sie. T. Joussen und P. Karliczek präsentieren in ihrem magazinartig gestalteten Buch in salopper, humorvoller Art nützliches und unnützes Wissen rund um Weihnachten. Nur selten in evangelikalen, superfrommen Sprachgebrauch verfallend und niemals moralisierend, aktualisieren die Autoren die biblische Weihnachtsbotschaft, dass Gott Mensch wird gerade unter den an den Rand Gedrängten.

Eine 45- Minuten- Lektüre, die einlädt, immer wieder zurückzublättern. Ein schönes Geschenk für Mitarbeitende, eine Fundgrube für Weihnachtsfeiern.

Signatur: SL
Schlagworte: Weihnachten | Weihnachtsbräuche | Weihnachtssymbole
Bewertung: ++
Rez.: Erhard Reschke-Rank

Mommsen, Janne: Omas Inselweihnacht. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verl. 2019. 158 S. ; 17 cm. ISBN 978-3-499-00118-5, geb.: 10,00 €

Oma Imke möchte wie in jedem Jahr mit der gesamten Familie in ihrem Haus auf Föhr den Heiligen Abend feiern und es gibt Schwierigkeiten.

Die 70jährige Oma Imke Riewerts, ein schon oft gelesenes Geschöpf aus der Feder von Janne Mommsen, der zwar aus Kiel stammt, dessen Liebe aber den Inseln den nordfriesischen Inseln gilt, freut sich nun auf das Weihnachtsfest, das wie jedes Jahr in ihrem Haus auf Föhr im Kreise ihrer Familie gefeiert werden soll. Und es kommt alles anders. Der Autor hat wieder einmal mithilfe genauer Orts- und Hintergrundkenntnisse der Oma etliche Probleme vor die Tür gelegt. Diese werden von Imke mithilfe der Enkelin und einer Freundin des Sohnes gemeistert. Das Weihnachtsfest soll als Tanzfest organisiert werden, um so mündlichen Streitereien, die das Fest bisher kennzeichneten, aus dem Weg zu gehen. Nur Imke verpasst die Feier wegen eines amourösen Ausfluges auf die Nachbarinsel Amrum. Aber, auch dieser Sturm geht vorbei, die nächste Oma-Folge kann entstehen. Frohes Fest mit diesem kleinen, sehr einfach zu lesenden und verstehenden Büchlein.

Für Nordseeliebhaber*innen und Freunde der Oma Imke sollten wir das Buch vorrätig halten.

Signatur: SL
Schlagworte: Familie | Großmutter | Weihnachten
Bewertung: ++
Rez.: Kurt Triebel

Roseland, Kate: Mr. Hicks feiert Weihnachten. Hamburg: Wunderlich 2019. 172 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-8052-0051-6, geb.: 15,00 €

Vorweihnachtliche "Wirrungen".


Mr. Mortimer Hicks, er ist 70 Jahre alt, verwitwet, bewohnt, zurückgezogen, mit steter Erinnerung an seine Frau, ein Reihenhaus im Londoner "East End", deckt täglich für seine geliebte Margarete den Tisch, "unterhält" sich mit ihr, erbittet Ratschläge und Empfehlungen, bezieht sie intensiv in seinen strukturierten Alltag ein, als sei sie noch gegenwärtig. Plötzliche Schwächeanfälle, die ihn visionär, ins Mittelalter zu versetzen scheinen, verunsichern ihn. Eine streunende Katze, die sich bei ihm einnistet sowie eine junge, unkomplizierte Nachbarin, die ihn um Betreuung ihres kleinen Sohnes bittet, verändern seinen perfekten, minuziös organisierten Tagesablauf. Die Begegnung mit der lebhaften, fürsorglich-liebevollen Museumswärterin Gwendoline, bringen sein "sortiertes" Weltbild endgültig ins Wanken. Mortimer entdeckt fast vergessene Gefühle, genießt Gwendolines Freundlichkeit, spürt ein berauschendes," allumfassendes Glück", lässt zaghaft den Zauber neuer Wege, mit allen unvorhergesehenen Überraschungen, nebst neuer Menschen zu, versteht das "Leben als ein Geschenk" denn, lt. Charles Dickens, gehören zur "Familie nicht nur die, deren Blut in unseren Adern fließt, sondern auch jene, für die wir unser Blut vergießen würden."

Liebevoll gesponnene Literatur zur Weihnachtszeit. Wunderbare Lektüre zum "Schmökern" unterm Tannenbaum. Bibliophil-ENGLISCH gestaltet, mit nachdenklich-besinnlichen Elementen. Eine festliche Bereicherung für alle (Patienten-) Büchereien.

Signatur: SL
Schlagworte: Weihachten | Nachbarschaft | Wandel
Bewertung: +++
Rez.: Brigitta Morgenstern

Schröder, Ursula: Kerzenschein und Tannenduft. Stimmungsvolle Geschichten für die schönste Zeit des Jahres. Holzgerlingen: SCM Hänssler 2019. 174 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-7751-5927-2, geb.: 9,99 €

Ein Streifzug durch vorweihnachtliche Begebenheiten.


Die Herausgeberin, Ursula Schröder, präsentiert 23 Erzählungen rund um die Advents- und Weihnachtszeit. Sie versteht das Fest als "Anlass zur Freude", trotz vorausgehender organisatorischer Anstrengungen. Eindringlich erinnert sie daran, bei aller Turbulenz, die Botschaft der Geburt des Jesuskindes, nicht zu vergessen, denn ohne den Glauben und die christliche Gemeinschaft, sei Weihnachten nur eine "leere Hülle". Die Autorin führt - mit angegebenen Leseminuten -, durch die unterschiedlichsten Alltags- und Lebenssituationen, mit den daraus resultierenden Konsequenzen. Sie fordert den Leseinteressierten, zu Nachdenklichkeit und Relativierung eigener Problematik, heraus, thematisiert u. a. den "Umtausch" nach dem Fest, sammelt "Schätze und Erinnerungen", teilt ihre Erfahrungen mit ihrem Umfeld, gibt dadurch einen tiefen Einblick in ein, teilweise, sehr verändertes Verständnis zum Fest der Gegenwart, bei einem unausbleiblichen, digitalen Einfluss und empfiehlt, diesem mit "Kerzenschein und Tannenduft" zu widerstehen.

Liebevolle Sammlung besonderer Vor-Weihnachtsepisoden, durchwoben von Anregungen zum Gelingen der Feiertage. Nachdenklich. Besinnlich. Humorvoll. Eine willkommene Ergänzung für alle (Patienten-) Büchereien.

Signatur: SL
Schlagworte: Vorlesen | Geschichten | Weihachten | Advent
Bewertung: +++
Rez.: Brigitta Morgenstern

Stamm, Peter: Marcia aus Vermont. Eine Weihnachtsgeschichte. Frankfurt am Main: Fischer 2019. 80 S. ; 20 cm. ISBN 978-3-10-397452-2, geb.: 14,00 €

Was geschah vor 30 Jahren zwischen Peter, Marcia, David und Michelle? Ist Peters Erinnerung verlässlich?

Vor 30 Jahren hat Peter als Vierter in einer Dreierbeziehung eine kurze, sexuell intensive Zeit in den USA erlebt. Nun führt ein Arbeitsstipendium den mittlerweile erfolgreichen Schweizer Künstler wieder an den Ort zurück, der in seinen Erinnerungen eine besondere Rolle spielt. Der zufällige(?) Fund eines Manuskriptes lässt ihn seine Einschätzung hinterfragen, denn die damalige Beziehung wird aus anderer Perspektive ganz anders dargestellt. Besonders trifft Peter der abschließende Satz „Ein Kind ward uns geboren“.
Peter Stamm erzählt die Geschehnisse, die auch Stoff für eine Schicksals-Schmonzette geboten hätte, in der ihm eigenen knappen, unpathetischen Art. Die Reflexionen des Protagonisten drehen sich vor allem um die Relativität erinnerter Geschichte und wie diese mit der Zeit ein Eigenleben gewinnt. Weihnachten spielt nur in wenigen Bezügen eine Rolle, so z.B. in der am Ende geschilderten leicht surrealen Weihnachtsparty, die gewissermaßen den Nicht-Showdown der Handlung bildet.

Eine faszinierende Geschichte für literarisch interessierte LeserInnen, zu genießen an einem Winterabend oder natürlich auch an Weihnachten.

Signatur: SL
Schlagworte: Erinnerungen
Bewertung: +++
Rez.: Birgit Schönfeld

Traxler, Hans: Das Wunder von Anning. Berlin: Insel 2018. 88 S. : Ill. ; 19 cm. ISBN 978-3-458-36381-1, kt.: 12,00 €

Groteske über eine wundersame Geburt an Heiligabend, die Sintflut, Mariä Himmelfahrt und Ähnliches in Bayern.

Als ob sich biblische und Theologiegeschichte und Legendäres wiederholte: ein Engel verkündet Maria Moser, die mit dem Zimmermeister Josef verheiratet ist, dass sie ein Kind erwartet. Nach der Geburt des Sohnes Kurti am 24. Dezember kommen zwei Schwäger in Begleitung eines Syrers zu Besuch und schenken eine Lebensversicherung. Alle Verwandten überhäufen fortan Kurti mit Geschenken zu seinem Geburtstag. Ein vierzigtägiger Regen schwemmt das Holzhaus mit seinen unzähligen Kuscheltieren davon. Mutter Maria entschwebt mit einem Fesselballon und bleibt unauffindbar. Zum Schluss nimmt der heilige Nikolaus Kurti mit sich. Hans Traxler erzählt (und illustriert) auf seine typische Art eine in die Moderne transponierte Weihnachts- und Wundergeschichte voller ironischer Seitenhiebe, grotesker Einfälle und absurder Übersteigerungen - für seine Fans gewiss ein wahres Feuerwerk an Ideen, für alle anderen Leser*innen zunehmend aber auch ermüdend und zu überzeichnet und etwas "zuviel des Guten".

Zu empfehlen für Büchereien mit Lesern*innen, die Hans Traxler und seine Werke mögen.

Signatur: SL
Schlagworte: Weihnachtsparodie | Wunder
Bewertung: +
Rez.: Anne Rank

Vom Himmel hoch. Geschichten und Lieder zu Advent und Weihnachten. Hg. von Thomas Begrich. Ill. von Kristina Heidmann. Mit Beiträgen von Heinrich Böll, Zsusa Bánk u.a. Leipzig: Ev. Verl.-Anst. 2019. 213 S. : Ill. ; 20 cm. ISBN 978-3-374-06099-3, geb.: 15,00 €

Uralte und bislang unpublizierte Texte aus heutiger Perspektive auf das Weihnachtsfest.

Nach fünf Zitaten aus dem bekannten Weihnachtslied von Martin Luther stellt der Herausgeber Lieder, Gedichte und Erzählungen zusammen. Dabei wird der Bogen weit gespannt von altbekannten Erzählungen bis in die Gegenwart, in der das Wissen um die christliche Tradition nicht mehr präsent ist. Es sind nachdenklich machende, auch kritisch ironische Texte zu Konsumrausch und der Flut von Geschenken dabei. Die schwierige Situation des Nikolaus, der mit Tränen in den Augen auf eine Plakatwand schaut, auf der es heißt: Ausländer raus. Dem andererseits als Hausierer die Tür mit dem Hinweis 'Wir kaufen nichts' zugeschlagen wird oder der im Himmel als Selbstdarsteller beschuldigt wird, der die christliche Botschaft nicht mehr vermittele. Da ist aber auch Joseph, der sich beschwert, dass er vor allem in der Kunst als alter Troddel dargestellt wird, obwohl er es doch war, der mit Mutter und Kind nach Ägypten floh, nachdem der Engel ihm das befohlen hatte und sie dadurch rettete.

Eine Sammlung von sehr unterschiedlichen Erzählungen, die an den christlichen Ursprung oder das Fehlen dieses Bezuges in der Gegenwart hinweisen.

Signatur: SL
Schlagworte: Weihnachten | Säkularisierte Gegenwart
Bewertung: ++
Rez.: Halgard Kuhn

Weihnachten in meiner Kindheit. Dylan Thomas. Ill. von Peter Bailey. Dt. von Eike Schönfeld. Berlin: Insel 2019. 74 S. : überw. Ill. ; 19 cm. (Insel-Bücherei Nr. 1476). Aus d. Engl. ISBN 978-3-458-19476-7, geb.: 14,00 €

Der walisische Dichter Dylan Thomas erinnert sich an die Weihnachtsfesttage in Wales und die damit eng verbundenen Gefühle.

Ursprünglich fürs Radio geschrieben entführt dieses prosaische Gedicht den Leser in eine nostalgische weihnachtliche Winterwelt voller Schönheit und Tradition, in der der Erzähler sich an die Weihnachtszeit seiner Kindheit erinnert und viele lustige, kurzweilige Anekdoten schildert. Geschenke, ob nützlich und nicht, Weihnachtslieder, das Zusammenkommen der Familie und Schneeballschlachten beschäftigen den Erzähler genauso wie auch der klassische Weihnachtspudding, Knallbonbons und Mistelzweige. Wunderbar ist die Sicht des damaligen Kindes auf all die erwachsenen Gepflogenheiten, die es milde belächelt, während es Datteln knabbert oder mit seinen Freunden draußen herumtollt. Besonders einnehmend ist die poetische Sprache, die herrlich die Atmosphäre auf 76 Seiten einfängt. Illustriert wurde dieser Weihnachtsklassiker von 1952 bei dieser Ausgabe von Peter Bailey, der treffend mit farbigen Skizzen die Szenen gekonnt einfängt und das Augenzwinkern des Dichters unterstreicht.

Ein kleines, feines Weihnachtsgeschenk nicht nur für Kinder, sondern für alle Altersstufen, Jahr für Jahr. Prima auch als Vorlesebuch im Unterricht zur Weihnachtszeit.

Signatur: SL
Schlagworte: Klassiker | Weihnachten | Nostalgie | Kindheit
Bewertung: +++
Rez.: Anne Tebben

Zur Grippe her kommet .... Heitere Weihnachtsgeschichten. Mit Beiträgen von Axel Hacke, Horst Evers u.a. Lahr: Kaufmann 2019. 64 S. ; 19 cm. ISBN 978-3-7806-3061-2, geb.: 9,95 €

Ein vergnügliches Potpourri kurzer Weihnachtsgeschichten und -gedichte.

Kurze humorvolle Geschichtchen, Besinnliches und weihnachtliche Gedichte bekannter Autoren wie Kurt Tucholsky, Christian Morgenstern und Theodor Fontane sowie unbekannterer Verfasser sind in dem schmalen Bändchen versammelt. Es geht um die Kunst des Schenkens, den – fast- perfekten Weihnachtsbaum, Tohuwabohu im Weihnachtsgottesdienst, Unstimmigkeiten über die überbordende Weihnachtsbeleuchtung und andere adventliche Angelegenheiten.

Eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre für die Vorweihnachtszeit zum Vorlesen und Selberlesen, zum Nachdenken und zum Lachen. Das kleine Büchlein ist ein schneller Lesespaß für heitere Momente in der Adventszeit.

Signatur: SL
Schlagworte: Weihnachten | Humor
Bewertung: ++
Rez.: Christine Heymer

R Rund um Hobby, Haus und Garten, Sport und Spiel

Mein schönster Advent. Rezepte, Gedanken und DIYs für 24 entspannte Tage. Kerstin Niehoff u. Laura Fleitner. Münster: Hölker 2019. 126 S. : Ill. ; 25 cm. ISBN 978-3-88117-163-2, geb.: 22,00 €

Ideen für die Zeit bis zum Weihnachtsfest.


Noch 24 Tage bis Weihnachten – Zeit, ein bisschen innezuhalten, nachzudenken und etwas zu tun „FÜR MICH“, „FÜR DICH“ und  „FÜR UNS“: backen, kochen, Geschenke verpacken, das Heim dekorieren. Dazu geben schöne ganzseitige Fotos vielerlei Anregungen, Naturbilder und besinnliche Texte stimmen ein. Die Rezepte sind vorwiegend vegetarisch, die Zutaten erlesen, zum Teil exotisch. Der Anspruch der Autorinnen mit dem Lifestyle-Blog „waldsinnig“ ist hoch, die Ausführung allerdings nicht immer stimmig: Passen handgeschöpftes Papier und Klebestreifen bei einer ökologischen und naturnahen Dekoration wirklich zusammen? Mag man das Buch mit dem feinen, matten Leinen-Einband tatsächlich als Kochhilfe in die Küche legen? Zudem wird die heimelige, trauliche Stimmung beträchtlich gestört durch die gehäufte Verwendung von „coolen“ englischen Begriffen, die man manchmal erst im Lexikon nachschlagen muss.

Wegen seiner schönen, edlen Gestaltung kann die Anschaffung des Buches - mit den genannten Einwänden -  bei großem Bedarf  erwogen werden.

Signatur: Ra 2 | Rd
Schlagworte: Advent | Rezepte | Deko
Bewertung: +
Rez.: Viktoria Böhler