Newsletter „Bücherei" 11/2017

Liebe Büchereimitarbeiterin!

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Können Sie es angesichts des trüben Wetters draußen auch kaum noch abwarten, die Weihnachtsdeko auszupacken und mit dieser schon ein  bisschen den November zu erhellen? Hier in der Geschäftsstelle wurde zumindest schon die erste beschneite Tanne gesichtet und die Blicke wandern immer öfter in die Schubladen, Schränke und Fächer, in denen im Januar sorgfältig all die Papiersterne, Holzkönige und Kamele, die Kerzen, Zapfen  und Engel verstaut wurden...  

In dieser recht adventlichen Stimmung  haben wir Ihnen heute ein Buchpaket geschnürt, das neben einer bunten Mischung auch mit den (vermutlich) letzten Weihnachtstiteln aufwartet.

Wir freuen uns übrigens sehr, wenn Sie uns ein Foto mit der Weihnachtsdeko aus Ihrer Bücherei schicken, auf dass auch unsere Facebookseite sich bald in weihnachtlichem Dekor präsentieren kann.

Viel Freude beim Stöbern, Entdecken, Lesen und Dekorieren wünscht

Ihr Eliport-Team

 

Bewertung:

+++      = hervorragend
++        = gut
+          = möglich

P:S.: Noch mehr aktuelle Besprechungen verschicken wir jeweils
► am 05. des Monats als „Kita-Newsletter“,
► am 10. des Monats als „Gemeinde-Newsletter“ und
► am 30. des Monats als „Hörbuch-Newsletter“, mit Besprechungen von CDs für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
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Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Serviceangebote, die Sie auf unseren Internetseiten abrufen können:
► Literaturtipps unter www.eliport.de
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Jm 1 Bilderbücher

Ene mene mink mank pink pank. Das Hausbuch der Kinderreime und Gedichte. Hg. von Susanne Mardt. Ill. von Angela Glökler. Mit Beiträgen von Paul Maar, Ursel Scheffler u.a. Hamburg: Ellermann 2017. 159 S. : Ill. ; 28 cm. ISBN 978-3-7707-2502-1, geb.: 19,99 €

Eine breite Sammlung von vielen bekannten Reimen, Versen und Kindergedichten für den Hausgebrauch.

Die 150 Seiten starke Auswahl begleitet beim Aufwachsen, ist systematisiert in Fingerspiele und Kniereiter, Trostverse, Wiegenlieder, Sing- und Tanzspiele, Gedichte zu Jahreszeiten und Festen sowie Rätsel, Zungenbrecher und Abzählverse. Auch lustige, tierische, nachdenkliche, fantastische Gedichte finden sich. Sinnvoll sind die Verzeichnisse mit Anfängen und Titeln sowie nach Kategorien und Autoren. Für Noten bei Liedern bleibt kein Raum und z. B. die Fingerspiele, bestehen fast nur aus Altbekanntem.
Die Auswahl der mehrfach vertretenen Dichter reicht von Klassikern bis ins Heute, neben Goethe, Fontane, Fallersleben ist Platz für Morgenstern, Guggenmos, Kästner und Kaléko sowie Krüss und Maar.
Die farbigen Zeichnungen Glöklers auf jeder Seite illustrieren einzelne Gedichte und lassen zumeist genug Raum für Fantasie. Besonders die humorigen und tierischen Zeichnungen sind witzig gelungen. 

Es gibt künstlerisch vielfältigere bzw. anspruchsvollere und in der Auswahl weniger breite, dafür tiefere Sammlungen, diese ist jedoch ein solider Grundstock. 

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Kindergedichte | Kinderlyrik | Kinderreime | Verse
Bewertung: ++
Rez.: Kathrin Vogel

Heule Eule. Wo ist Mama?. Paul Friester. Ill. von Philippe Goossens. Zürich: Nord-Süd Verl. 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 29 cm. ISBN 978-3-314-10406-0, geb.: 15,00 €

Beim Spielen im Schnee verlieren Heule Eule und Eichhörnchen ihre Mütter aus den Augen. Werden sie sich wiederfinden?

Schnell genug ist es passiert: Plötzlich sind Mama oder Papa weg. So geht es auch der Heule Eule. Es hat geschneit und sie will so schnell wie möglich nach draußen um mit Freund Eichhörnchen im Schnee zu toben. Sie kugeln durch den Schnee und machen eine Schneeballschlacht. Dabei merken sie gar nicht, dass ihre Mütter verschwunden sind. Sie fangen an zu rufen, das kann die Heule Eule richtig gut und sehr laut. Inzwischen haben auch Mutter Eule und Mutter Eichhorn gemerkt, dass ihre Kinder verschwunden sind. Doch das laute Heulen ihres Kindes erkennt Mutter Eule sofort, sodass sich Kinder und Mütter schnell wiederfinden und der Schneespaß weitergehen kann. – Ein weiteres warmherziges und fröhlich illustriertes Bilderbuch um die Heule Eule, die besonders gut und laut heulen kann, was sie in allen bisherigen Geschichten unter Beweis gestellt hat. Das Thema des Buches kann dazu anregen, sich mit Kindern darüber zu unterhalten was zu tun ist, wenn sie ihre Eltern mal nicht finden sollten.

Dieses Buch eignet sich gut zum Vorlesen, aber auch als Gesprächsanlass für Kinder ab ca. 4 Jahre. Gerne Büchereien mit kleinen Lesern sowie Kindertagesstätten empfohlen.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Winter | Schnee | Freunde
Bewertung: ++
Rez.: Helena Schäuble

Das Mäusehaus. Mein großes Wimmelbuch. Ausgedacht von Karina Schaapman. Fotos von Allard Bovenberg, Jaap Vliegenthart u.a. Hamburg: Ellermann 2017. O. Pag. : überw. Ill. ; 31 cm.
Aus d. Niederländ. ISBN 978-3-7707-0053-0, geb.: 14,99 €

Sam und Julia sind Freunde und wohnen im schönsten Puppenhaus mit über hundert Räumen! Es gibt viel zu sehen und zu entdecken.

Der Zirkus kommt und Sam und Julia sind schon sehr aufgeregt! - Als Julia mit ihrer Mutter verreist, winken alle Nachbarn zum Abschied. - Bei Mo und Fatima spielen die beiden Mäuschen gerne Brettspiele...
Karina Schaapman hat aus Pappkartons, Pappmaschee, Stoffen und Abfallprodukten ein Miniaturmäusehaus mit über einhundert Räumen gestaltet und beim Bau des Mäusehauses Geschichten über Sam und Julia geschrieben. Im vorliegenden Buch gibt es jedoch keine Geschichten, sondern es sind einzelne Szenen fotografisch dargestellt, ein knapper Text am Rande gibt nur die notwendigsten Informationen zum großflächigen Bild. Fragen unter dem Text nach bestimmten Dingen auf den Bildern  regt die Kinder an, sich gezielt auf die Suche zu machen. Die dargestellten Alltagsszenen ermöglichen beim gemeinsamen Betrachten einen regen Austausch zwischen Erwachsenen und Kindern über die dargestellten Situationen. Ein wundervolles Buch, für das man sich Zeit nehmen muss!

Detailliert, liebevoll und überaus kreativ gestaltet sind die einzelnen Szenen und bieten Lesespaß nicht nur für die Kleinsten, sondern auch für die Großen, die mitschauen dürfen. Empfehlenswert für die Kita, Büchereien, den Hausgebrauch und als Geschenk.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Wimmelbuch | Mäusehaus | Bildergeschichten
Bewertung: +++
Rez.: Barbara Hildenbrand

Ju 1 Erzählungen für das erste Lesealter (6-8 Jahre)

Callsen, Henning: Pelle und Pinguine - Kein Problem, sagt Papa Eisbär. Henning Callsen. Ill. von Sabine Wilharm. München: Hanser 2017. 117 S. : Ill. ; 25 cm. ISBN 978-3-446-25688-0, geb.: 13,00 €

Der kleine Pelle braucht einen Freund. Kein Problem, sagt Papa Eisbär und begibt sich auf die lange Reise gen Süden.

Pelle hat keine Lust mehr - weder auf Essen, noch auf Spielen, eigentlich auf gar nichts mehr. Traurig liegt der kleine Eisbär in seiner Höhle und Mama und Papa Eisbär machen sich ganz schön Sorgen um ihren Sohn. Wie gut, dass das Weise Walross Rat weiß: Pelle braucht einen Singvogel! Und so begibt sich Papa Eisbär auf die lange Reise in den Süden, wo die Singvögel leben sollen. Aber die Reise wird viel länger und beschwerlicher als Papa Eisbär zu Anfang geglaubt hat, doch für seinen Sohn würde er schließlich alles tun. Und was Papa Eisbär anstrengt, belustigt den Leser. Mit humorvollen Bildern von Sabine Wilharm erzählt Henning Callsen die Suche eines Eisbärs nach Singvögeln zum Glücklichmachen. Und so viel sei verraten: Am Ende wird Pelles Papa fündig - wenngleich nicht so, wie es das Weise Walross vorgeschlagen hatte. Aber wer zu einem guten Freund wird, der braucht auch nicht singen können. Denn wahre Freundschaft, heilt bekanntlich (fast) alle Wunden!  
                          
Ein wunderschönes und humorvolles Buch über eine abenteuerliche Suche. Zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren.

Signatur: Ju 1
Schlagworte:
Reise | Eisbär | Pinguin | Freundschaft
Bewertung: ++
Rez.:
Cornelia Bisten

Ju 2 Erzählungen für das zweite Lesealter (9-12 Jahre)

Giebken, Sabine: Wolkenherz. Die Spur des weißen Pferdes. Sabine Giebken. Bamberg: Magellan 2017. 285 S. ; 22 cm. ISBN 978-3-7348-4713-4, geb.: 15,00 €

Pferde fallen nicht einfach vom Himmel. Oder etwa doch? Jola will das Geheimnis um den weißen Hengst unbedingt lösen.Zwei Jahre lang sind Jola und ihr Vater mit dem Bulli durch Neuseeland gereist, doch jetzt sind sie zurück in Deutschland und wohnen übergangsweise bei Familie Weber auf dem Ginsterhof. Ein Reiterhof, ausgerechnet! Wo Jola mit Pferden so gar nichts am Hut hat. Doch das Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten: Schon in ihrer ersten Nacht taucht wie durch Geisterhand ein weißer Hengst im Stall der Webers auf - vom Besitzer keine Spur. Auch wenn Jola ihre Faszination für das Pferd nicht erklären kann, sie fühlt sich wie magisch von ihm angezogen. Am liebsten möchte sie ihn gar nicht mehr hergeben und dabei kann Jola noch nicht mal reiten! Aber das lässt sich ja ändern, findet auch die pferdeverrückte Katie. Gemeinsam versuchen die Mädchen die mysteriöse Herkunft des weißen Hengstes zu entschlüsseln. Spannend erzählt, mit geheimnisvollen Rückblenden ins Jahr 1943, macht dieser erste Band Lust auf mehr. Und schließlich ist das Rätsel noch lange nicht gelöst!                         

Spannende Pferdegeschichte mit Gruselfaktor für junge Leserinnen ab 11 Jahren.

Signatur: Ju 2
Schlagworte:
Pferde | Freundschaft | Abenteuer | Reiterhof
Bewertung: +++
Rez.:
Cornelia Bisten

Ju 3 Erzählungen für Jugendliche

King, Wesley: Daniel is different. Dt. von Claudia Max. Bamberg: Magellan 2017. 302 S. ; 22 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-7348-4710-3, geb.: 17,00 €

Der dreizehnjährige Ich-Erzähler leidet an einer Zwangsstörung und tut alles dafür, dass es seine Umwelt nicht merkt.

Daniels Leben ist anstrengend. Dabei sind es nicht so sehr die Sorgen eines 13-Jährigen, der sich fragt, wie er seine erste Liebe zur Schulparty einladen soll und auch nicht die ständige Konfrontation mit Football, bei der er, als wenig Begabter, des Öfteren auf der Bank sitzen muss. Was Daniels Leben so anstrengend macht, ist seine nicht diagnostizierte Zwangsstörung. So muss er beispielsweise einen bestimmten Bettgehritus folgen, der sich auch einmal bis drei Uhr morgens hinziehen kann. Daniel weiß nicht, dass er krank ist, registriert aber natürlich, dass etwas mit ihm anders ist. Er versucht alles, damit seine Umgebung dies nicht merkt. Und seltsamerweise gelingt es ihm auch bei fast all seinen Mitmenschen. Aber ausgerechnet seine Mitschülerin Sara, die eigentlich mit niemanden redet, spricht ihn darauf an. Wesley King erzählt autobiografisch und ihm gelingt es, den furchtbaren Druck und das Leid der Krankheit spürbar zu machen. Andere Handlungsstränge (Football, Freundschaft, Familie, Umfeld) überzeugen weniger.

Authentische Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsstörung bzw. Anderssein

Signatur: Ju 3
Schlagworte:
Zwangsstörung | Außenseiter | Freundschaft | Selbstfindung
Bewertung: +
Rez.:
Anna Winkler-Benders

 

Sachbücher für Kinder

Die coolsten Maschinen der Welt. Dt. von Wolfgang Hensel. Ravensburg: Ravensburger Buchverl. 2017. 80 S. : überw. Ill. ; 31 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-473-55448-5, geb.: 14,99 €

Faszinierende Maschinen unseres Jahrhunderts in großformatigen Bildern.


Riesige Schaufelbagger und Kipplaster, superschnelle Motorräder und Eisschlitten, Hochgeschwindigkeitszüge und Gigaliner, Ozeanriesen, nervenaufreibende Seilbahnen und rekordverdächtige Achterbahnen – lauter außergewöhnliche Maschinen mit außergewöhnlichen Abmessungen und Möglichkeiten werden in diesem Sachbuch präsentiert. Aufgeteilt in Land-, Wasser- und Luftfahrzeuge sowie stationäre Maschinen und Maschinen im Weltraum bekommt der Leser in großformatigen Bildern und kurzen Texten beeindruckende Informationen zu Geschwindigkeit, Entwicklung und Funktion der Maschinen. Zum besseren Verständnis der Maße und Möglichkeiten werden Vergleiche mit alltäglichen Gegenständen wie z. B. Autos und Fußballfelder herangezogen. Ein Glossar am Ende des Buches erklärt kurz unbekannte oder schwierige Begriffe. Leider gibt es aber im Text keine Querverweise hierzu.

Ein Sachbuch für technikbegeisterte kleine und große Leser und Leserinnen, mit wenigen und kurzen Basisinformationen sowie faszinierenden Bildern.

Signatur: Jt
Schlagworte:
Technik | Maschinen | Fahrzeuge
Bewertung: ++
Rez.:
Helena Schäuble

Sonne, Mond und Abendstern. Das große Liederbuch zur guten Nacht. Dorothée Kreusch-Jacob. Ill. von Quint Buchholz. Mit Beiträgen von Joachim Ringelnatz u.a. München: Hanser 2017. 223 S. : Ill. ; 28 cm. ISBN 978-3-446-25691-0, geb.: 24,00 €

Ein Buch mit Abendliedern, Gedichten und Geschichten.     

Die Pianistin und Musikpädagogin Kreusch-Jacob hat es sich mit vielen Büchern und CDs zur Aufgabe gemacht, Kinder auf vielfältige Weise an die Musik heranzuführen und für  Musik zu begeistern. Mit diesem Band werden wir auf das Ende des Tages eingestimmt. Wir begegnen vertrauten und neuen Abendliedern, auch kurzen Geschichten, Gedichten, Rätseln und Fingerspielen. Viele Lieder stammen in Text und Melodie von der Autorin. Sie hat außerdem  Lieder aus aller Welt in eine deutsche Fassung gebracht und auch auf unseren bekannten Liederschatz zurückgegriffen. Texte und Verse von Borchert, Kaléko, Guggenmoos, Ende, Krüss, Ringelnatz und anderen gestalten den Übergang des Tages in die Nacht. Zum Träumen laden die wunderschönen Bilder von Quint Buchholz ein, die fast auf jeder Doppelseite mit ihren fein abgestuften Blautönen ihre magische Wirkung entfalten.                          

Eine Fundgrube für das Abendritual mit Kindern und ein Schatz für alle im Haus zum Singen, zum Vorlesen, zum Anschauen und zum Träumen.

Signatur: Jm
Schlagworte: Singen | Kinderlieder
Bewertung: +++
Rez.:
Heidrun Martini

SL Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik

Bodenheimer, Alfred: Ihr sollt den Fremden lieben. Rabbi Kleins vierter Fall. München: Nagel & Kimche 2017. 191 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-312-01033-2, geb.: 20,00 €

Der Rabbiner der liberalen jüdischen Gemeinde von Zürich gerät in einen Mordfall und nimmt die Ermittlungen auf.

Rabbi Klein ist geistliches Haupt der liberalen jüdischen Gemeinde von Zürich. Er lebt in einer besonderen Welt, in der er wegen seiner Offenheit und Weltgewandtheit eine Person von größerem öffentlichen Interesse ist. Eine Einladung in eine Show des Schweizer Fernsehens führt dazu, dass er unmittelbar miterleben muss, wie ein beliebter und erfolgreicher Moderator ermordet wird. Er lässt sich gegen den ausdrücklichen Rat seiner klugen Ehefrau Rivka wieder in die unsäglichen Ermittlungen verwickeln, die ihn mitten hinein in den Konflikt der Religionen und ihre Radikalisierung führen. Ich mag an diesen ein bisschen spröden Krimis die Selbstverständlichkeit des jüdischen Lebens, das nebenher erzählt wird. Ich lese vom sehr gelehrten rabbinischen Kollegen der orthodoxen Gemeinde ebenso wie von den Vorbereitungen auf die Bar Mizwa des ungeliebten Gemeindevorstandsmitgliedes, dessen Angeberei mit Reichtum und Prestige dem bescheidenen Klein gegen den Strich geht. Nebenher: Spannung.

Für eine Kriminacht gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde.

Signatur: SL
Schlagworte:
Mord | Begehren | Schuld | Familie
Bewertung: ++
Rez.: Christiane Thiel

Dahl, Arne: Sechs mal zwei. Kriminalroman. Dt. von Kerstin Schöps. München: Piper 2017. 397 S. ; 21 cm. Aus d. Schwed. ISBN 978-3-492-05811-7, kt.: 16,99 €

Ein zweiter, lebensgefährlicher Fall für das schwedische Ermittlerduo.

Im einsam winterlichen Nordschweden sucht das Ermittlerduo der schwedischen Polizei, Sam Berger und Molly Blom, nach einer offensichtlich psychisch gestörten jungen Frau. Gleichzeitig werden die beiden vom schwedischen Geheimdienst verfolgt. Eine äußerst spannende und gefährliche Jagd beginnt. Die Gesuchte scheint ihnen stets eine   Nasenlänge voraus zu sein und hinterlässt eine mörderische Spur. Immer deutlicher ergeben sich Verbindungen zu dem vorangegangenen Ermittlungsfall, eine mentale und physische Herausforderung für das Duo, welche auch gegenseitiges Misstrauen und Zweifel an der Zuverlässigkeit des anderen einschließt.
Die raffiniert konstruierte und komplexe Handlung, in der ständig neue falsche Fährten gelegt werden, lässt dem geübten Leser immer wieder den Atem stocken. Allerdings benötigt er anfangs äußerste Konzentration und viel Geduld, um dem verwirrenden Geschehen zu folgen. Der Autor verschont den Leser auch nicht mit detaillierten Darstellungen brutaler Gewalt.       
          
Für überzeugte Krimifans mit starken Nerven. Ungeheure Spannung bis zur letzten Seite.

Signatur: SL
Schlagworte:
Krimi | Schweden
Bewertung: ++
Rez.:
Christiane Weppner

Duncan, Francis: Ein Mord zu Weihnachten. Kriminalroman. Dt. von Barbara Först. Köln: DuMont 2017. 334 S. ; 19 cm. Aus d. Engl. ISBN 978-3-8321-9864-0, geb.: 15,00 €

Ein Weihnachtsessen am Heiligen Abend in einem britischen Landgut endet sehr unappetitlich mit einigen Todesfällen, ein Mann klärt alles auf.

Dieser bereits 1949 zu ersten Mal veröffentlichte Roman des bereits verstorbenen Francis Duncan ist in diesem Jahr wiedererschienen; Barbara Först hat ihn sehr sorgfältig und zutreffend übersetzt. Er besticht durch seine klaren Milieuschilderungen und nachvollziehbare Komposition des Geschehens. Hauptperson dieser weihnachtlichen Geschichte ist der Hobbydetektiv und ehemalige Tabakhändler Mordecai Tremaine mit einer sehr romantischen Ader. Er beobachtet die anderen Gäste sehr genau, sie tragen alle Geheimnisse mit sich herum und erleben zusammen und sehr bestürzt das fürchterliche weihnachtliche Mordgeschehen sehr betroffen. Die Gäste zeigen sich dabei nicht von ihren besten Seiten. Dem Hobbydetektiv gelingt es  mithilfe von Überlegung und Spürsinn die Auflösung dieser Fälle; das Ende ist dann dramatisch und einleuchtend zugleich. Dieses Buch ist sicher eine gute Lektüre für die schummerige Vorweihnachtszeit, es erhöht jedenfalls jede Spannung. Sicher dient es in seiner gut und sorgfältig gestalteten Ausführung auch als hilfreiches Weihnachtsgeschenk, das sich zu jeder Jahreszeit sehr gut lesen lässt.

In die Reihe gelungener Kriminalromane unserer Büchereien sollte das Werk zu finden sein.

Signatur: SL
Schlagworte:
Weihnachten | England | Krimi
Bewertung: +++
Rez.:
Kurt Triebel

Haaland, Annette: Weihnachten auf Schwedisch. Roman. Dt. von Katrin Frey. Berlin: Ullstein 2017. 294 S. ; 19 cm. (Ein Fall für Pastorin Viveka 2). Aus d. Schwed. ISBN 978-3-548-29016-4, kt.: 9,99 €

Nach „Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen“ eine neuer Fall für die quirlige Geistliche aus Schweden.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dies ist kein Weihnachtsbuch! Der Titel und die Coverabbildung wecken möglicherweise Erwartungen, denen der Inhalt nicht gerecht wird. Weihnachten kommt nur ganz am Rande vor und hat für die Handlung keinerlei Bedeutung.
Dabei ist die Geschichte durchaus unterhaltsam. Pastorin Viveka steckt wieder bis zum Hals in Arbeit: Die Hundertjahrfeier des Ortes steht bevor, ein neues Projekt wird gestartet um Jugendliche aus dem Problemviertel in die Gemeinde zu integrieren und das ganz normale Gemeindeleben muss auch noch bewältigt werden. Zu allem Überfluss nimmt ihr Mann eine Stelle im fernen Kopenhagen an und sie ist allein mit den vier Kindern. Und dann geschieht auch noch ein Mord und Pastorin Viveka steckt mitten drin in den Ermittlungen. Durch Zeitsprünge und kurze Kapitel wird der Leser fast vom hektischen Leben der Pastorin angesteckt. Witzig sind die Szenen, die in der Kirchengemeinde spielen. Vermutlich wird jeder, der schon einmal in einer Gemeinde tätig war, den einen oder anderen Typen wieder erkennen.

Besonders empfohlen für alle, die in der Kirchengemeinde tätig sind und für Gemeindebüchereien.

Signatur: SL
Schlagworte:
Schweden | Kirchengemeinde | Mord
Bewertung: +
Rez.:
Maike Linne

Hammer, Helga: Durch alle Zeiten. Roman. Berlin: Ullstein fünf 2017. 269 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-961-01008-0, geb.: 20,00 €

Ein Frauenschicksal.

Die Autorin präsentiert das Leben der österreichischen Elisabeth, einer einfachen, sich ihrer Schönheit bewussten jungen Frau aus den Bergen, begleitet sie "durch alle Zeiten" ihrer Entwicklung. Nach der "verbotenen" Liebe zu Niklas, er verehrt und begehrt sie, heiratet jedoch eine "standesgemäße" Dorfbewohnerin, geht Elisabeth nach England, arbeitet zunächst in einem Hotel, taucht ein in eine helle, gepflegte Welt, lernt mit einer neuen Kultur interessante Menschen kennen, wird einbezogen in die Ausgelassenheit Gleichaltriger, macht dabei kommunikative Erfahrungen auf verschiedenen Sektoren. Die Rückkehr in ihre Heimat und eine frühe Schwangerschaft irritieren und verändern ihre Zukunft fundamental. Doch, letztendlich, erfährt die Protagonistin - nach diversen emotionalen und seelischen Verwirrungen - die Gelassenheit eines "ruhigen, erfüllten Ehe- Hafens". - Der Leser wird konfrontiert mit der Urwüchsigkeit der Bergwelt, einem harten Existenzkampf gepaart mit gesellschaftlich- religiösen Zwängen, einem Druck, dem Elisabeth ihre entschiedene Stärke und Vitalität entgegensetzt.

Leichte Unterhaltungs-Lektüre, jedoch nicht ohne Nachdenklichkeit mit Diskussionspotential bezüglich Moral, Frauenbild, Emanzipation. Durchaus geeignet für alle (Patienten-) Büchereien. S

Signatur: SL
Schlagworte: Österreich | Frau | Lebensweg
Bewertung: ++
Rez.: Brigitta Morgenstern

Jacobs, Ulrike u. Manfred: Sisis Vermächtnis. Roman. Wien: Picus 2017. 225 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-7117-2054-2, kt.: 16,00 €

Ein junger Wiener Notar stößt auf seltsame Zahlungen, die aus einem nicht näher definierten Grund nach Frankreich gehen.

Josef Kaiser, frisch gebackener Direktor der Kulturstiftung, stolpert über regelmäßige Zuwendungen seiner Institution an ein Dorf in der Normandie. Dort, so weiß seine Mutter, hat einst Kaiserin Sisi einen Badeurlaub verbracht. In Beauport derweil sorgt sich der Maitre um ausbleibende Überweisungen, beschwert sich und bringt so einen Stein ins Rollen: Denn Josef Kaiser will nun genau wissen, weshalb die Geldtransfers überhaupt getätigt werden: Wer profitiert davon? Im Küstenort am Atlantik ist man bestrebt, die Wahrheit zu vertuschen und führt den Wiener Juristen nach allen Regeln der Kunst aufs Glatteis. Die Tierärztin Elisabeth ist ein Schlüssel zur Lösung und eine Ururenkelin des Fischers, der Sisi einst vor dem Ertrinken bewahrte. - Leicht angestaubt, ist der Roman ein heiteres Verwirrspiel mit viel Wiener Schmäh' und genau so vielen Klischees. 

Für Patientenbüchereien sehr gut geeignet. Ansonsten kein Muss.

Signatur: SL
Schlagworte: Humor | Liebe
Bewertung: +
Rez.: Margarete Barth-Specht

Peters, Stefan: Erstbezug. Roman. Wien: Picus 2017. 240 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-7117-2049-8, geb.: 22,00 €

Ein Krimi über einen behäbigen Wiener Sozialberater, hoffnungsvolle Geflüchtete, skrupellose Immobilienspekulanten und machthungrige Kirchendiener.

Was der Wiener Sozialberater Michael Bogner am meisten schätzt, sind schnell lösbare Fälle ohne große  Anstrengung. Täglich berät er Geflüchtete, die auf  Arbeit und eine Wohnung hoffen. Normalerweise erledigt Bogner seinen Job mit Sorgfalt und nach Vorschrift. Bis ihm ein Afghane von einem  Verein erzählt, der unter dubiosen Umständen Wohnungen an Geflüchtete vermietet. Eine Routinerecherche befördert Bogner plötzlich mitten in die Welt von Wiener Immobilienspekulanten und gefährlichen Kriminellen, die sich auf Kosten Schutzbedürftiger bereichern. Als dann auch noch mehrere Menschen sterben nimmt Bogner gemeinsam mit einer alten Kollegin die Spur auf. Diese führt direkt zur katholischen Kirche und zu seinem eigenen Arbeitgeber. Ein packender und sehr realistischer Kriminalroman, der durch die schwerfällige und unwillige Gestalt Bogners überzeugt.

Für alle Fans aktueller Zeitgeschichte und spannenden Kriminalfällen mit Lokalkolorit.

Signatur: SL
Schlagworte: Wien | Flüchtlinge | Krimi
Bewertung: ++
Rez.: Susanne Hartmaier

Reski, Petra: Bei aller Liebe. Serena Vitales dritter Fall. Roman. Hamburg: Hoffmann & Campe 2017. 317 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-455-00157-0, geb.: 20,00 €

Obwohl Serena Vitale eigentlich gegen eine afrikanische Schlepperbande ermitteln soll, stürzt sie sich in die Ermittlung des Falls eines ermordeten deutschen Staatsanwalts auf dem Transvestiten-Straßenstrich in Palermo.

Ein deutscher Staatsanwalt wird, in einer berüchtigten Gegend Palermos, tot aufgefunden. Schnell wird klar, dass es sich nicht um ein Verbrechen aus Leidenschaft handelt. Da Serenas neuer Chef ihr ständig Steine in den Weg legt und ihr eher weniger eine Hilfe ist, will sie anfänglich nichts mit dem Fall zu tun haben. Ärger hat sie so schon genug. Aber ein Kollege wendet sich hilfesuchend an sie. Schließlich hat Serena deutsche Wurzeln und der ermordete Staatsanwalt ermittelte in Deutschaland gegen die Mafia. Es bleibt ihr nichts anderes, als sich in die Ermittlungen zu stürzen und erst recht als der Mafianame Greco fällt. Mafioso Greco befindet sich mit seiner Mutter und seinen Leibwächtern gerade auf einem Kreuzfahrtschiff, gemeinsam mit vielen deutschen Touristen, für die Greco nur Unverständnis hegt. Das vertraute Team, die Staatanwältin und der deutsche Investigativreporter Wolfgang W. Wieneke kämpfen sich auch dieses Mal durch die Untiefen der deutschen und italienischen ehrenwerten Gesellschaft. Mafia, Medien und Migranten - alle aufs allerschönste ineinander verstrickt. Interessant auch die Beschreibungen der sogenannten "Grauzone", der die Mafia ihr Überleben verdankt. Die fundierte Recherche gibt dem Roman die Spannung. Gleichzeitig ist es informativ allerdings auch ein Stück weit erstaunlich.

Auch gut als Einzelroman zu empfehlen und zu lesen. Man muss nicht die beiden Vorgängerromane kennen. Es hilft allerdings deutlich beim Einstieg in dieses Buch. Empfohlen für Krankenhaus- und Gemeindebüchereien.

Signatur: SL
Schlagworte: Krimi | Mafia | Italien
Bewertung: ++
Rez.: Claudia Osterloh

C Christlicher Glaube, Religionen, religiöse Weltanschauungen

Dalichow, Christiane: Ich, Katharina Luther, erzähle Euch aus meinem Leben. Leipzig: Ed. Chrismon 2017. 76 S. ; 18 cm. ISBN 978-3-96038-105-1, kt.: 7,00 €

Gedanken einer selbstbewussten Frau an der Seite des berühmten Reformators.

Christiane Dalichow, Wittenbergerin und Katharina Luther-Double beim Stadtfest „Luthers Hochzeit“, erzählt aus dem Leben und der Gedankenwelt der bemerkenswerten Frau. Dabei zieht sie auch interessante Parallelen zwischen dem Alltag der Frauen damals und heute. Sie sieht die heutigen Kirchenfrauen in der Nachfolge der mutigen und entschlossenen Frauen, die bereits im Mittelalter für Frauenrechte und -belange kämpften.
Eine unterhaltsame und leicht verständliche Einstiegslektüre für Interessierte. Wer fundierte Kenntnisse erwerben will, sollte aus zahlreicher Fachliteratur auswählen.     
    
Geeignet für Gemeindearbeit oder als Einstimmung auf eine Reise ins Lutherland.

Signatur: Cc 1
Schlagworte: Christentum | Glaube | Frauen | Reformation
Bewertung: +
Rez.: Christiane Weppner

Hemmerle, Klaus: Zur Krippe durch die Hintertür. Hg. von Wolfgang Bader. Ill. von Roberto Cipollone. Neuausg. München: Neue Stadt 2017. 94 S. : Ill. ; 21 cm. ISBN 978-3-7346-1135-3, geb.: 16,95 €

Weihnachten: Gott kommt auf überraschende Weise zu uns.

Klaus Hemmerles vielfältige Texte zur Weihnacht sind neu herausgegeben worden. Zusammen mit den beigefügten Abbildungen von Skulpturen des Künstlers Roberto Cipollone weiten sie unseren Blick auf das Geschehen der Weihnacht.
Hemmerle schreibt Überraschendes über den Gott in der Krippe, der uns immer wieder auf neue Weise sucht, findet und anspricht. Schlüsselwörter öffnen weihnachtliche Türen: Wort und Schweigen, Abstieg und Einstieg, Kind und neuer Anfang, Licht und Dunkel, Stern und Herz. Die Überlegungen, Gedankensplitter, Briefe und Predigtteile treffen uns und unser Leben. Sie trösten und wecken auf, sie provozieren und ermutigen.
Das Buch ist ein anregender Begleiter für die Advents- und Weihnachtszeit. Man kann es selber lesen und verschenken, alleine betrachten oder die Texte einander vorlesen und wird auch bei mehrfacher Begegnung mit den Texten immer wieder Neues entdecken.

Das Buch eignet sich für Büchereien, als Geschenk, zum Einsatz in Gruppen und Kreisen für Andachten und zur Predigtvorbereitung.

Signatur: Ci
Schlagworte: Weihnachten | Krippe | Menschwerdung | Jesus Christus
Bewertung: +++
Rez.: Natascha Faull

Naumann, Bernhard: Ich, Martin Luther, erzähle Euch aus meinem Leben. Leipzig: Ed. Chrismon 2017. 79 S. ; 18 cm. ISBN 978-3-96038-101-3, kt.: 7,00 €

Einblicke in Luthers Leben aus heutiger Sicht. 

Seit 1997 feiern die Wittenberger ihr Stadtfest „Luthers Hochzeit“, mit dem an das Ereignis vom 13. Juni 1525 erinnert werden soll. Bernhard Naumann als gebürtiger Wittenberger, bekanntes Luther-Double während der o.g. Feierlichkeiten und Autor des vorliegenden Büchleins erzählt auf unterhaltsame und leicht verständliche  Weise aus dem Leben Luthers.
Dabei geben frei zitierte, kursiv gedruckte Passagen auch Einblicke in die berühmten Schriften  Luthers und versuchen, den reformatorischen Gedanken darzustellen.
Die Lektüre bietet dem Leser kleine Einblicke, wer jedoch fundiertes Fachwissen sucht, sollte besser auf die umfangreiche Fachliteratur ausweichen.
    
Geeignet für Gemeindearbeit oder als Einstimmung auf eine Reise ins Lutherland.

Signatur: Cc 1
Schlagworte: Christentum | Glaube | Luther | Reformation
Bewertung: +
Rez.: Christiane Weppner

F Familie, Ehe, Lebensfragen

Walczak, Anja: Feinde in meinem Kopf. Eine wahre Geschichte, die Mut macht. München: Nymphenburger 2017. 238 S. ; 21 cm. ISBN 978-3-485-02878-3, geb.: 20,00 €

Zweimal kämpft sich Anja Walczak nach einer lebensbedrohlichen Krankheit ins Leben zurück.

Die Diagnose Hirntumor, zwar gutartig aber faustgroß, katapultiert den Betroffenen aus dem Leben ins Nichts. Nach einem epileptischen Anfall wurde bei A. Waklczak der Tumor festgestellt, nach einer stundenlangen Operation erfolgreich entfernt. Es folgt eine lange Reha, die die Autorin - wie alle vorangegangenen Ereignisse - mit Humor und Sarkasmus kommentiert. Zurück im Berufsleben erfolgt nach acht Jahren erneut die Diagnose Tumore im Kopf und gleich 8! Wieder OP, wieder Reha und nun entschließt sich A. W. zu der zuvor abgelehnten Bestrahlung. Mit bewundernswertem Mut stellt sie sich sowohl der Erkrankung wie den Folgen, zum Glück hat sie viel Unterstützung von Freunden und Eltern. Und wieder schafft sie den Weg zurück in Leben und Beruf. Ihre Aufzeichnungen, die auch Frust, Elend und Verzweiflung nicht verschweigen, sind ein Lehrstück, wie man mit Krankheit umgehen kann. Sie machen durchaus Mut.

Leider haben Krankengeschichten oft etwas Voyeuristisches. Für Leser, die sich darn nicht stören, ist der Titel durchaus zu empfehlen. Evtl. auch für Arbeitskreise.

Signatur: Fd | Nm
Schlagworte: Krebs | Umgang mit Krankheit | Lebensmut
Bewertung: +
Rez.: Ulrike Müller-Hückstädt