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Niemi, Mikael: Wie man einen Bären kocht. Roman. Dt. von Christel Hildebrandt. München: btb 2020. 506 S. ; 22 cm. Aus d. Schwed. ISBN 978-3-442-75800-5, geb.: 20,00 €

Ein totes Mädchen wird im Wald gefunden. Der Prediger und Naturforscher Laestadius und sein Schüler Jussi ermitteln.

1852 in einer Gemeinde in Nordschweden: Der samische Junge Jussi flüchtet aus seinem von Gewalt und Alkohol geprägten Elternhaus und findet Unterschlupf bei dem Erweckungsprediger und Forscher Laestadius und dessen Familie. Er lernt von ihm Lesen und Schreiben und wird sein Ermittlungsgehilfe, als in der Nähe ein junges Mädchen tot aufgefunden wird. Den kriminalistischen Methoden des örtlichen Landjägers traut der Propst Laestadius nicht und mit zu einfachen Erklärungen gibt er sich nicht zufrieden. Seiner Meinung nach ist es nicht möglich, dass ein Bär das Mädchen getötet hat, denn er entdeckt Würgemale am Hals…- Der schwedische Autor Mikael Niemi schreibt nach seinem Welterfolg „Populärmusik in Vittula“ wieder einen Roman, der in seiner Heimat spielt. Er zeichnet interessante Charaktere und beschreibt eindrücklich die Natur und die Geschichte im 19. Jahrhundert. Die Fragen über das Wesen des Menschen, die die Protagonisten sich stellen, sind zeitlos gültig, tiefgründig und ansprechend.

Der Roman eignet sich für Büchereien und Literaturkreise - interessant für Menschen, die Krimis mögen und für die, die sich gern mit Religion, Natur und Geschichte beschäftigen.

Signatur: SL
Schlagworte: Krimi | Religion | Geschichte | Natur
Bewertung: +++
Rez.: Natascha Faull