Krieg

Popov, Nikolai: Warum? 2. Aufl. Zürich: minedition 2022. O. Pag. : überw. Ill. ; 24 cm. ISBN 978-3-86566-341-2, geb.: 10,00 €

Ein Bilderbuch, das von der Sinnlosigkeit und Brutalität des Krieges erzählt.

Ein Frosch hockt zufrieden mit einer Blume auf einem Stein. Da taucht aus der Erde eine Maus auf mit einem Sonnenschirm. Die Maus sieht die Blume, will sie haben und entreißt sie dem Frosch. Daraufhin verjagen die Freunde des Frosches die Maus, die nun wiederum mit ihren Freunden in einem Panzer anrollt. Die Eskalation geht weiter, Frösche und Mäuse bekriegen sich gegenseitig. Am Ende bleibt eine verwüstete Landschaft zurück. Die Maus sitzt mit geknickter Blume und der Frosch mit zerfetztem Sonnenschirm mittendrin.
Mit großformatigen, doppelseitigen und eindrucksvollen Bildern und wenigen Worten versteht es dieser Bilderbuchklassiker des russischen Kinderbuchautors, von der Sinnlosigkeit und Banalität eines Krieges zu erzählen. Die Bilder zeigen die niedlichen Tiere mit ihren archaisch anmutenden Waffen und ermöglichen so auch Kindern einen Zugang zum Bedrohlichen und Zerstörerischen des Krieges. Ein Buch von erschreckender Aktualität.

Hervorragend geeignet, um mit Kindern über die Sinnlosigkeit von Krieg und über Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktlösung ins Gespräch zu kommen. Ab 5 Jahren.

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Konflikte | Frieden | Krieg | Konfliktlösung
Bewertung: +++
Rez.: Christopher Krieghoff

Elzbieta: Floris & Maja. Dt. von Barbara Haupt. Neuausg. Frankfurt am Main: Moritz 2022. 36 S. : überw. Ill. ; 22 cm. ISBN 978-3-89565-436-7, geb.: 12,95 €

Krieg ist brutal, reißt Wunden und macht auch vor Kindern nicht halt. Ein schwieriges, aber leider aktuelles und wichtiges Thema.

Die Hasenkinder Floris und Maja sind beste Freunde. Dann reißt sie der Krieg brutal auseinander, obwohl sie nach wie vor nebeneinander wohnen: Ein Stacheldraht trennt sie. Der Krieg richtet schlimmen und auch bleibenden Schaden an. Doch Floris und Maja finden einen Weg zueinander.
Ein kleines, fast poetisches Buch, das dennoch eindringlich, klar und kraftvoll von einem schweren Thema erzählt. Die Personifizierung des Krieges macht ihn einerseits greifbarer, abstrahiert ihn andererseits in gewisser Weise. Der knappe Text und die intensiven Bilder sind ein einziges großes Angebot, sich mit - mittelbar betroffenen! - Kindern in der KiTa, Grundschule oder Familie behutsam dem Thema zu nähern. Die Kinder können dabei zum Beispiel in eigenen Bildern zum Ausdruck bringen, was sie vom Krieg gehört oder gesehen haben. Die vorsichtig hoffnungsvolle Stimmung am Ende des Büchleins sollte man unterstreichen, z.B. einen ausgerollten Draht mit Blumen und bunten Bändern zur Girlande machen. Anschließende Bewegungsspiele (Grenzen/Hindernisse überwinden, Zusammengehörigkeit) können Anspannungen lösen.

Eine gute Möglichkeit, mit Kindern in den Dialog über dieses aufwühlende Thema zu kommen. Die Kinderfragen bitte nicht scheuen! Ein wichtiges Buch. (Neuauflage)

Signatur: Jm 1
Schlagworte: Krieg / trennende Grenze
Bewertung: +++
Rez.: Katja Henkel