Alle meine Mütter
Zwischen Roman, Bericht und Erkundung zur Frage nach Müttern und Nicht-Müttern, Annäherung an Mütterlichkeiten.
Alle meine Mütter ist eine Wucht. Lena Gorelik erzählt in unterschiedlichen Modi verschiedenste Geschichten zum Thema Mutterschaft und Mütterlichkeit. Die Beziehung zur eigenen Mutter und zur Herkunft ziehen sich durch das Buch. Sie schreibt mit Demut, mit der Frage an der Spitze des Stifts: Darf ich darüber schreiben, kann ich das? Mir die Geschichten aneignen? So ist das Buch gleichzeitig ein Zeugnis des Schreibprozesses selbst. In diesem ihrem Schreiben eröffnet die Autorin vielfältige thematische und literarische Räume: politische Fragen an den Druck der Konventionen, Offenlegung von Diskriminierungsformen, die Vereinnahmung des und die Reduktion auf den Körper bei gleichzeitiger Unsichtbarmachung desselben, die emotionale Komplexität des Bandes, das uns mit unseren Müttern und Nicht-Müttern verbindet, Muttersein im Krieg, das Lösen von Mutterschaft und Gebärfähigkeit/Geborenhabenmüssen und noch vieles mehr. Ein Geschenk.
Für alle, die sich über eine der prägendsten Beziehungsformen intellektuell und formal Gedanken machen mögen. Für Lesekreise geeignet.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Jule Zemke
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Rowohlt |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 268 Seiten |
| ISBN | 978-3-498-00762-1 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Mutterschaft / Mütter in der Literatur / Mutter-Kind-Beziehung / Nicht-Mütter |