Der Evangelische Buchpreis

Seit 1979 vergibt das Evangelische Literaturportal den Evangelischen Buchpreis, der mit 10.000,- Euro dotiert ist. Der Buchpreis ist eine Auszeichnung, die unmittelbar aus der Arbeit der Bibliotheken erwächst. Aus den vielfältigen Kontakten mit Besucher:innen der Büchereien entstand die Idee, einen Leser:innenpreis zu begründen. So haben Lesende die Möglichkeit auf das Buch hinzuweisen, dem sie die Auszeichnung mit dem Ev. Buchpreis wünschen. Mit der Verleihung des Ev. Buchpreises geben wir diese Leseempfehlung in die Büchereien zurück und an eine größere Leserschaft, in die Öffentlichkeit. Mit diesem Verfahren unterscheidet sich der Ev. Buchpreis von anderen „Experten-Preisen“, es geht um die Förderung einer breiten Lesekultur.

In der Jury arbeiten Mitarbeitende aus den Mitgliedsbüchereien, aus den Landesverbänden der evangelischen Büchereiarbeit und aus der Redaktion des Ev. Literaturportals, außerdem Pastor:innen und Pädagog:innen. 

Im Mittelpunkt der Auswahl steht die literarische Qualität, die zeitgemäße Gestaltung und Sprache für interessante Themen und Inhalte. In der Ausschreibung als Leser:innenpreis sehen wir auch eine Verpflichtung. Ausgezeichnet werden Bücher, die für einen großen Lesekreis empfehlenswert sind. Der Ev. Buchpreis zielt aber auf mehr. Gesucht werden Bücher, die dazu anregen über uns selbst, unser Miteinander und unser Leben mit Gott neu nachzudenken. Formale Kriterien sind die Deutschsprachigkeit und das Erscheinen im jeweiligen Vorjahr. Die Ausschreibung ist genreübergreifend, vorgeschlagen werden können Romane, Sachbücher, Lyrikbände, Erzählungen, Biographien für alle Altersstufen. 

Wir feiern 2026 die 48. Verleihung des Evangelischen Buchpreises. Als Bundesverband bereiten wir die Preisverleihung jedes Jahr mit wechselnden Landeskirchen vor und sind entsprechend in Orten in ganz Deutschland zu Gast. 2025 wurde der Buchpreis in Schwerte an Volker Surmann für sein Jugendbuch „Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit“ verliehen. 2026 erhält Annett Gröschner in Nürnberg den Buchpreis für ihren Roman „Schwebende Lasten“.  

Jury 2026

von links nach rechts
Monika Zube-Turek, Bücherei-Assistentin im kirchl. Dienst (Westfalen)
Marcel Lorenz, Lehrer (Hannover)
Stefanie Drüsedau, Lese- und Literaturpädagogin (Kurhessen - Waldeck)
Martin Schulz, Berufsschulpastor (Nordkirche)
Christiane Thiel, Schulpastorin (Sachsen)
Mareike Ernst, Bibliothekarin (Nordkirche)

Es fehlt
Miriam Weinrich, Redakteurin Ev. Literaturportal