Alte Pfade
Nähe, Versöhnung und Abschied bei einer letzten Reise von Vater und Tochter.
Als ihr 89 Jahre alter Vater mit einem Herzinfarkt in den Highlands Schottlands gefunden wird, reist Liliane ihm ohne zu Zögern mit leichtem Sommergepäck hinterher. Selber gerade geschieden, möchte sie den Vater wieder sicher nach Hause bringen. Doch Klaus hat anderes im Sinn. Er will eine Wanderung wiederholen, die er als Student bereits gemacht hat und sich vom Leben verabschieden. Die alten Pfade, die auch Erinnerungen und Prägungen symbolisieren, werden so für Vater und Tochter - die sich gezwungen sieht, ihn zu begleiten - zu einem Weg der Gespräche über schlimme Erfahrungen als Kriegskind, die tragische Ehe der Eltern, den Selbstmord der Mutter und die sture Rechthaberei des Vaters. Liliane erkennt, welche Muster sie übernommen und was das für ihre Beziehungen bedeutet hat. Härte, Verletzungen und Ungesagtes aber auch Liebe und Verständnis füreinander verweben sich während der herausfordernden Wanderung und Liliane findet Versöhnung und Einsicht, um sich ihrem Leben zu stellen und Abschied vom Vater zu nehmen.
Bewegende, hoffungsvolle und gefühlvolle Geschichte, in der (fast schon zu) viele Themen vor grandioser Kulisse verhandelt werden.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Stefanie Drüsedau
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | DuMont |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 235 Seiten |
| ISBN | 978-3-7558-0065-1 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Familie / Alter und Tod / Aussöhnung / Schottland |