Bevor der Himmel reißt

Amani Padda

Rassismus und politischer Rechtsruck machen indischen Einwandererfamilien das sächsische Kleinstadtleben schwer.

Die Familien von Dilly und Heer sind Sikhs und betreiben in der fiktiven sächsischen Kleinstadt Piesnitz indische Takeaways. Während Heer und ihre Familie nach dem Tod des Vaters viele Probleme haben, läuft es für Dilly und seine Familie bestens. Durch die Konkurrenz der Familien hatten Heer und Dilly, obwohl die beiden 17jährigen zusammen zur Schule gehen, nie Kontakt. Auf einer Party lernen sie sich kennen und schließen sich einer aktivistischen Gruppe gegen den spürbaren Rechtsruck in ihrer Stadt an.  
Das Buch erlaubt eine gute Innensicht auf das Leben von BIPoC Personen und macht die Vorurteile, Probleme und Bedrohungen, mit denen sie leben müssen, greifbar. Diese sind nicht immer offensichtlich, sondern im Alltäglichen, in kleinen Bemerkungen und auch im Schweigen und Weglachen spürbar. Dilly und Heer werden immer wichtiger füreinander. Und ihr aktivistisches Engagement ist ein Zeichen der Hoffnung, dass es durchaus Menschen gibt, die dem Rechtsruck etwas entgegensetzen. 
 

Jedes Buch, das sich klar gegen rechte Überzeugungen positioniert, ist ein gutes Buch. Dieses trifft den Nerv der Zeit und bietet ganz nebenbei beste Unterhaltung. 

 

Bewertung: 3/3 

Rezension von:  Katja Henkel


Altersempfehlungab 14 Jahren
Preiskt.: 18,00 EUR
Erscheinungsjahr2026
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
VerlagArctis
Seitenzahl316 S.
ISBN978-3-03880-095-8
SignaturJu 3
SchlagworteRechtsruck / Rassismus / indische Einwanderer / Aktivismus