Bis die Sonne scheint
Wie das Leben weitergeht, wenn die eigenen Eltern pleite sind.
Das Buch läuft auf zwei zeitlichen Gleisen, die am Ende zusammenlaufen: Einerseits blickt der zur Babyboomer-Generation gehörende Jugendliche Ich-Erzähler Daniel, der im Jahr 1983 im Landkreis Osterholz-Scharmbeck vor den Toren Bremens lebt, auf seine teils gewöhnliche, teils atypische westdeutsche Familie und ihre Probleme. Andererseits wird in Rückblenden von Daniels Vorfahren und deren jeweils ganz persönliche Prägung durch die deutsche Geschichte berichtet. Daniel geht es eigentlich gut, bis sich zeigt, dass seine Eltern sich mit Hausbau und Firmengründungen übernommen haben. Nicht nur die Finanzierung von Klassenfahrt und Konfirmationsanzug steht auf der Kippe. Schünemann, der bisher besonders als Krimiautor aufgefallen ist (zuletzt eine Reihe gemeinsam mit Jelena Volic), legt ein autobiographisches Werk vor, das durch seine sprachliche Authentizität, den Kunstgriff der Perspektivwechsel und die sich in Einzelschicksalen spiegelnde historische Dimension überzeugen kann.
Wegen seiner inhaltlichen Vielfalt nicht nur für eine breite erwachsende Zielgruppe interessant, sondern auch gut denkbar ab ca. 15 Jahren.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Tobias Behnen
| Preis | geb.: 25,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Diogenes |
| Originalsprache | deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 251 Seiten |
| ISBN | 978-3-257-07331-7 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | (Familie / Deutsche Geschichte) |