Das Lied der Amsel
Annick möchte das Leben ihrer Oma durch eine Knochenmarkspende retten - und kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur.
Johanna hat Leukämie und benötigt 2011 eine passende Spende ihrer nächsten Verwandten - doch diese sind biologisch nicht mit ihr verwandt. Fünf Drucke aus dem durch die Nationalsozialisten besetzten Amsterdam verweisen auf eine unbekannte Vergangenheit. Annick macht sich mit dem Streetartist Koenji auf den Weg und findet heraus, dass ihre Oma zu den versteckten jüdischen Kindern gehörte, die durch den Mut einiger überlebten. Es kommt zu einer Begegnung mit Omas unbekanntem Bruder Sol und den Nachfahren der Künstlerin Emma in Amerika.
Eine allwissende Amsel erzählt, kommentiert und gibt Hoffnung in dunklen Zeiten. Mut, Mitgefühl und Kunst für den Widerstand gegen den Hass.
Die kongeniale Gestaltung von Cover, Text und Illustration, der minimalistische Einsatz von Farbe, das Motto, der Anhang mit Verweis auf die historischen Ereignisse und Personen hinter dieser Geschichte, die Verweise auf Bilder wie weiterführende Bücher überzeugen außerordentlich und warten auf ein Lehrerhandbuch!
Klug und sehr berührend. Zur eigenen Lektüre ab 14 J., für die Schule in diversen Fächern, für Veranstaltungen. Wer „Maus" oder „Persepolis" schätzt, sollte sofort zugreifen.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Frauke Thees
| Altersempfehlung | ab 14 Jahren |
| Preis | geb.: 22,00 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Originalsprache | Englisch |
| Übersetzer:in | Ulrike Schimming |
| Verlag | Fischer Sauerländer |
| Seitenzahl | 255 S. |
| ISBN | 978-3-7373-7490-3 |
| Signatur | Ju 3 |
| Schlagworte | Nationalsozialismus / Familie / Graphic Novel |