Das Mosaik der Frauen

Rafik Schami

Rafik Schami, einer der bedeutenden arabischen Autoren, Vertreter arabischer Erzählkunst und Botschafter orientalischer Kultur und Lebensart entfaltet in diesem Roman eine Hommage an Frauen.

Der sterbenskranke Exilsyrer Nadim Suri erzählt dem Autor, Said Mardini, von seinem Leben und bittet ihn, es nach seinem Tod aufzuschreiben. Unschwer werden hier autobiographische Züge Rafik Schamis erkennbar. 
Die Lebenserzählung ist geprägt von Suris Begegnung mit Frauen, die einen nachhaltigen Einfluss auf ihn hatten, ihm wundervolle Momente der Liebe beschert, aber in ihm auch zuweilen eine Narbe der Trauer, der Tragik oder der Enttäuschung hinterlassen haben. Beginnend mit seiner Liebe zur Mutter sind es vor allem Liebesbeziehungen mit Frauen (Warum leider ausschließlich junge Frauen!?), die zu wichtigen Mosaiksteinen seines Lebens wurden.
Dem Roman merkt man ebenfalls die tiefe Liebe zu Syrien und der Stadt Damaskus an. Zugleich kritisiert er die gesellschaftliche Erniedrigung von Frauen in seiner Heimat und beklagt sein Leiden an der politischen Entwicklung, den wechselnden Diktaturen und der Brutalität ihrer Regime in Syrien. 
Irritierend sind die abschweifenden Anekdoten, die den Lesefluss ablenken.
 

In Gemeindebibliotheken, Lesezirkeln und in interkulturellen Gesprächskreisen. 

 

Bewertung: 2/3   

Rezension von:   Wolf-Peter Koech


Preisgeb.: 25,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagHanser
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl302 Seiten
ISBN978-3-446-28684-9
SignaturSL
SchlagworteWürdigung von Frauen / Liebe / Lebensbilanz / Syrien