Die Wanderbücherei
Ein zur Bücherei umgebauter Tramwagen fährt ab 1937 durch München und wird Vera und Hans zum Schicksal.
Die Halbjüdin Vera, Kellnerin im Münchner Traditionscafé Luitpold, liebt die Wanderbücherei, die in den 1930er-Jahre in einem umgebauten Trambahnwagen durch die Stadt fährt. Dort begegnet sie dem Sozialisten Hans. Zwischen den beiden entsteht eine verbotene Liebe. Sie verstecken verschlüsselte Botschaften in Büchern verfemter Autoren und hoffen, dass niemand ihr Geheimnis entdeckt. Jahrzehnte später arbeitet die Restauratorin Sophie an dem alten Wagen. Als sie eine verblasste Ausleihkarte findet, ist ihre Neugier geweckt. Auf der Suche nach der Geschichte dahinter entschlüsselt sie den geheimen Code einer großen Liebe. Schon auf der ersten Seite fühlt man, dass hier eine Riesenportion Leidenschaft in den historischen Roman einfloss. Die abwechslungsreiche Erzählstruktur, eingestreute Gedichte, vielschichtige Figuren, eine tragische Dynamik sowie Sätze wie „Ich werde immer an dich denken!“ verleihen eine besondere Intensität, die noch lange nach der letzten Seite in Erinnerung bleibt.
Fazit: Kaufen! Ausleihen! Lesen!
Bewertung: 3/3
Rezension von: Martina Mattes
| Preis | geb.: 22,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | S. Fischer |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 266 Seiten |
| ISBN | 978-3-7587-0005-7 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Historischer Roman / München / 2. Weltkrieg |