Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
Eine Geschichte, die über Generationen Menschen begleitet.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn Hardy nennt und schon im Heim zu beschützen versucht. „Anders als sonst nahm es an diesem 24. Dezember 1947 niemand mit dem üblichen Redeverbot so genau. Doch mit wem hätte Margret sprechen sollen? Der kleine Kerl neben ihr, von dem sie nur die Nummer und nicht den Namen kannte, war dafür zu dumm". Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend. Susanne Abel gelingt es, schonungslos und gleichzeitig einfühlsam über ein verstörendes Thema einen Roman zu schreiben.
Es ist ein sehr interessantes Thema, das alle angeht. Unbedingte Empfehlung für alle, die nicht ihre Augen verschließen vor der Vergangenheit in Deutschland.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Andrea Zimmermann
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 537 Seiten |
| ISBN | 978-3-423-28392-2 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Heimkinder / 2. Weltkrieg / Familie / Gewalt |