Ein Hund namens Katze
Bilderbuch über Obdachlosigkeit.
„Katzen sind unabhängig“, sagte die Mutter, daher der ungewöhnliche Name für ihren Welpen. Seine Geschwister sind tot, ein Vater ist nicht im Bild, und auch die Mutter verlässt ihn irgendwann. Nicht ohne ihn vorher vor Menschen und überhaupt allem zu warnen. Unabhängig, misstrauisch und einsam streift Katze nun durch die Straßen von Helsinki. Bis er und Marder, ein Obdachloser, sich finden. Von nun an erkunden sie die Stadt gemeinsam. Marder zeigt Katze die besten Schlafplätze, Katze findet die Mülleimer mit dem besten Essen. Sie sammeln Flaschen: Hunderte Flaschen gibt Marder im Supermarkt ab und mit einer kommt er zurück. „Wir geben viel und nehmen wenig. Das ist großzügig.“ Sie haben es gut zusammen. Manchmal singt oder tanzt Marder, wenn die Flasche leer ist. Kinder kommen und streicheln Katze. Und plötzlich ist er kein einsamer, räudiger Mischling mehr, sondern ein Hund namens Katze mit vielen Freund:innen.
Ein Bilderbuch, das Obdachlosigkeit zeigt, ohne zu bewerten. Klug, die Geschichte aus Sicht eines Hundes zu erzählen, der Obdachlosigkeit nicht als sozialen Missstand begreift, sondern nach seinen eigenen Bedürfnissen bewertet. Eine Vertiefung des Themas ist aber sinnvoll. Die beeindruckenden Illustrationen begleiten und weiten den poetisch anmutenden Text. Ab 6 J., wenn das Thema aufkommt auch früher einsetzbar.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Wiebke Mandalka
| Altersempfehlung | ab 6 Jahren |
| Preis | geb.: 22,90 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Originalsprache | Finnisch |
| Übersetzer:in | Maximilian Murmann |
| Verlag | Jupitermond |
| Seitenzahl | O. Pag. |
| ISBN | 978-3-949239-44-1 |
| Signatur | Jm 1 |
| Schlagworte | Obdachlosigkeit / Freundschaft / Anderssein / Vielfalt |