Ein mittelschönes Leben

Kirsten Boie. Ill. von Jutta Bauer

Die Geschichte eines Mannes, der aus einem ganz normalen Leben heraus in die Obdachlosigkeit geraten ist.

Eine Familie, Arbeit, mit der man Geld verdienen kann, ein Zuhause - eigentlich ist das selbstverständlich. Der Mann, von dem hier erzählt wird, hatte das alles auch. Aber als seine Frau sich von ihm scheiden ließ und er kurz darauf seine Arbeit verlor, fingen die Schwierigkeiten an: Vereinsamung in einer fremden Stadt, erneuter Verlust des Arbeitsplatzes, Schulden, Alkohol. Anders als manche Themenbücher ähnlicher Art kommt Kirsten Boie ohne pädagogischen Zeigefinger aus. Sie erzählt in einem einfühlsamen Sprachduktus, unsentimental, ohne falsches Mitleid. So entsteht Verständnis für das Schicksal von obdachlosen Menschen und das macht eine menschenwürdige Begegnung möglich. Jutta Bauers Illustrationen zeigen deutlich die  Emotionen des Mannes und bewegen genauso wie der Text. Im Anhang befragen Grundschulkinder Obdachlose über ihr Leben. Die Antworten werden durch Sachinformationen ergänzt.    


Ein ganz wichtiges Buch für alle Kinder im Grundschulalter und ihre Eltern, für Religions- und Projektunterricht.

 

Bewertung: 3/3 

Rezension von:  Heidrun Martini


Altersempfehlungab 7 Jahren
Preiskt.: 5,80 EUR
Erscheinungsjahr2008
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
VerlagHinz & Kunzt 
Seitenzahl27 S.
ISBN978-3-00-026146-6
SignaturJu 1
SchlagworteObdachlosigkeit / Werte / Erziehung / Arm und Reich