Ein unerhörter Wunsch
Die Liebe im Endstadium.
Claire hat Krebs im Endstadium. Und Claire hat einen Ehemann und zwei erwachsene Kinder, die ihren letzten Wunsch „unerhört“ finden, denn sie möchte ihre übrige Lebenszeit mit ihren beiden Freundinnen Holly und Michelle verbringen, nicht mit Eliot, mit dem sie über fast 40 Jahre glücklich verheiratet ist. Diesem missfällt die Sache, aber er erhört sie und weicht in das Luxusdomizil von Holly aus. Ann Packer beschreibt, wie Menschen sich durch Krankheit verändern, wie aus Partnern Pfleger und Patient(in) werden, wie sehr es an uns rüttelt, wenn wir doch alles richtig gemacht haben und schließlich erkennen müssen, dass unser Partner trotz Krankheit ein freies Wesen bleibt, so wir ihn lassen. Packer schreibt angesichts dieser belastenden Thematik mit einer großen Leichtigkeit darüber, dass wahre Liebe bis zum Ende ein Balanceakt bleibt, den man nur doch Zuwendung, Kompromisse und Großzügigkeit meistert. Kleiner Kritikpunkt: Die Frauenfiguren dieses Romans wollen einem - im Gegensatz zu Eliot - nicht so recht ans Herz wachsen und das Ende kommt sehr abrupt.
Besonders für (ältere) Leser:innen, die Romane im gehobenen amerikanischen Ostküstenmilieu schätzen.
Bewertung: 2/3
Rezension von: Marie Varela
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Hanser Berlin |
| Originalsprache | Englisch |
| Übersetzer:in | Patricia Klobusiczky |
| Seitenzahl | 302 Seiten |
| ISBN | 978-3-446-28719-8 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Sterben / Liebe / Freundschaft / USA |