Mein gelber Pullover

Ursula März

Eine Reise nach Italien wird zum Kristallisationspunkt für Erinnerungen aus mehreren Lebensschichten.

Als junge Frau fährt die Ich-Erzählerin im späten November noch einmal nach Stromboli. Sie war im Sommer gerade da und war fasziniert von dieser Insel.  Auf der Fähre begegnet ihr eine englische Familie mit rauchendem Vater und kleiner, willensstarker Tochter, die unbedingt den Vulkan besteigen möchte. Alle zusammen landen zur Untermiete bei Michelle, die ganz anders lebt, als es im Sommer schien. Aber sie bleibt eine femme fatale, manipulativ und bösartig. Sie provoziert Erinnerungen an die einstige Kindheitsfreundin der Ich-Erzählerin in Herzogenaurach. Das war in den 60ern, und die Freundschaft endete mit dem ersten gemeinsamen Rauchversuch. Überhaupt das Rauchen: Es ist immer wieder Ausgangspunkt für neue Erinnerungen in diesem assoziativ mäandernden, aber immer wieder Kreise schließenden Roman. Wer die Rauchschwaden in dieser Geschichte nicht scheut, wird gut unterhalten auf dieser Reise zu den Inseln der Erinnerungen – und findet vielleicht seinen eigenen gelben Pullover.
 

Ein gut lesbarer, klug komponierter Roman, der die Erinnerungen älterer Generationen belebt. Für ein breites Lesepublikum.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Angelika Barth 


Preisgeb.: 22,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagPiper
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl174 Seiten
ISBN978-3-492-07441-4
SignaturSL
SchlagworteReisen / Rauchen / Kindheitserinnerungen