Nur noch ein bisschen mehr

Jenny Jordahl

Mädchen (11/12) leidet an einer Essstörung.

Janne ist ein Mädchen. Sie ist tierlieb. Sie ist gut im Computerspiel „Zelda“ und offenbar eine aufmerksame Schülerin. Ihre Umwelt kommentiert aber allen voran ihren Körper. Ungefragt, unbedacht und unverschämt. Das fängt bei seltsamen Äußerungen ihrer Großmutter an, die Schönheit und dünnen Körperbau der restlichen Familie feststellt und Janne dann kurzerhand dem Briefträger „zuordnet“ und setzt sich bei Mitschülern fort, die sie „Fettklops“ nennen. Auch ihre Eltern sprechen sie auf ihr Mehrgewicht an, zwar nicht so beleidigend, aber ebenso verletzend. „Bewegung wird dir gut tun, willst du wirklich noch eine Portion?“ und schlagen dann tatsächlich den Deal vor, ihr für jedes verlorene Kilo Geld zu zahlen. 
Jenny Jordahl erzählt die Geschichte einer Essstörung in einer Graphic Novel und fängt Jannes gestörtes Körperbild mittels einer wabernden Körpermasse, die sich wie ein Anzug um ihren eigenen Körper legt oder sie horrorartig als dunkles riesiges Monsterwesen verfolgt und ihr Leben erschwert. Deutlich wird auch, dass Jane mittels Essen auf Stress und Ärger reagiert und darin eine Art Trost findet. 
 

Gut, um in das komplexe Zusammenspiel von Essstörungen einzuführen. Sensibler Umgang aller Beteiligten nötig. Ab 10 J. 

 

Bewertung: 2/3 

Rezension von: Anna Winkler-Benders


Altersempfehlungab 10 Jahren
Preisgeb.: 19,00 EUR
Erscheinungsjahr2025
OriginalspracheNorwegisch
Übersetzer:inLeonie Teckenburg
VerlagAtrium
Seitenzahl203 S.
ISBN978-3-85535-219-7
SignaturJu 2
SchlagworteBodyshaming / Essstörung / Familie / Graphic Novel