Pfingsten - Erinnerungen an ein Ende der Welt

Miroslav Hlaučo

Die Moderne bedroht das wunderbare Leben eines kleinen Dorfes. Können die Bewohner mit Witz und Klugheit die Vertreibung aus dem Paradies verhindern?

Sie wird verschwinden, die Welt, wie wir sie kennen. Das ist die Erkenntnis der Bewohner von St. Georg, einem tschechischen Bergdorf um 1900. Während sie ein Leben voller Wunder führen, halten in den Städten technischer Fortschritt und Wissenschaft Einzug. Ausgerechnet Odysseus, der nach 15 Jahren Wanderschaft zurückkehrt, soll sie nun auf diese neue Zeit vorbereiten, denn in wenigen Wochen kommt der Notar aus der Hauptstadt, der weder Gespräche mit Heiligenstatuen noch das Gehen über Wasser akzeptieren dürfte.
Hlaučo spielt mit einer Vielzahl von Namen und Motiven aus Literaturgeschichte und christlicher Tradition und verwebt diese mit fantastischen Anteilen zu einem vielschichtigen Erzählteppich. Der Zauber liegt jedoch vor allem in seinem Ton: Bildgewaltig und mit nostalgischer Zartheit schildert er das Leben voller Magie abseits der Moderne, doch es sind vor allem sein Witz und die feine Ironie, mit der er sein Ensemble sprechen, streiten und träumen lässt, die „Pfingsten“ zu einem großen Lesevergnügen machen.
 

Eine Parabel über das Leben angesichts umwälzender Ereignisse und einer Welt, die nie wieder so sein wird, wie sie war. Klug, humorvoll und umwerfend erzählt. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Sven Bigl 


Preisgeb.: 26,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagAnthea
OriginalspracheTschechisch
Übersetzer:inRaija Hauck
Seitenzahl421 Seiten
ISBN978-3-89998-460-6
SignaturSL
SchlagworteParabel / Moderne / Tschechien / Weltende