Rassismus im Rückspiegel

Angélique Beldner

Lebensgeschichte einer Schwarzen Schweizerin.

Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Angélique Beldner wurde 1976 in einem Schweizer Dorf geboren, als uneheliche Tochter einer Dorfbewohnerin und eines Franzosen mit Wurzeln in Benin. Die Eltern hatten sich schon kurz vor der Geburt getrennt. Da die Familie im Dorf beliebt war, wurde der Gemeindeschreiber kurzerhand zum Beistand des Kindes ernannt und der jungen Mutter eine Stelle verschafft. Dass die kleine Angélique immer ungefragt berührt wurde, ihre krausen Haare angefasst oder ihre guten Schulleistungen bestaunt wurden, lächelte ihre Mutter weg. Die Tochter brauchte sehr lange, bis sie Alltagsrassismus erkennen und ihr Bemühen um Anpassung hinterfragen konnte. Im Blick zurück auf ihre Lebensgeschichte untersucht die Autorin, wie sich die Wahrnehmung von Rassismus in der Schweiz und der Umgang damit seit den 1970er Jahren verändert haben. Geschickt verknüpft sie ihre Erfahrungen mit alltäglichen Diskriminierungen mit dem langsamen Erwachen der Schweizer Gesellschaft. Glossar, Anmerkungsapparat und Quellen- und 

Literaturverzeichnis komplettieren das außerordentlich lesenswerte Buch, das in keiner Bibliothek fehlen sollte.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:  Claudia Puschmann


Preisgeb.: 28,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagLimmat
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl191 Seiten
ISBN978-3-03926-094-2
SignaturSL
SchlagworteAlltagsrassismus / Schweiz