Something happened to Ally

Hayley Krischer

Eine eingängige Geschichte über US-amerikanische Rape-Culture, über Mitwisserschaft und wie das Schweigen gebrochen werden kann.

Ally ist verliebt in Sean, den Star-Sportler ihrer Highschool. Als sie sich auf einer Party näherkommen, ist sie überglücklich. Doch dann übergeht er gewaltsam ihr Nein. Verstört verlässt sie die Party. Sean fürchtet um seinen Ruf und überredet seine beste Freundin Blythe, die Sache „in Ordnung zu bringen“. Blythe, die in der Highschool-Hierarchie weit oben steht, freundet sich mit Ally an und manipuliert sie, damit sie niemandem etwas erzählt. Doch dann entsteht tatsächlich etwas wie Freundschaft zwischen ihnen. Blythe kommen Zweifel: Tut sie wirklich das Richtige? Früh enthüllt der Roman, dass auch sie von systematischer sexualisierter Gewalt betroffen ist. Und Ally findet nach und nach Worte für das Geschehene: Mir ist etwas passiert. Ich wurde vergewaltigt. 
Ally und Blythe erzählen im schnellen Wechsel. Verhalten und Beziehungen beider Figuren sind nachvollziehbar und angenehm komplex. Ein eindrucksvoller Roman über die Verquickung von Rape Culture, Mitwisserschaft und Macht.
 

Interessant für Jugendliche wie auch Erwachsene, vor allem als Anregung zur Beschäftigung mit dem System sexualisierte Gewalt. Ab 14 J. 

 

Bewertung: 3/3 

Rezension von: Melanie Krause


Altersempfehlungab 14 Jahren
Preiskt.: 16,00 EUR
Erscheinungsjahr2025
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inMichelle Landau
Verlagdtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG
Seitenzahl382 S.
ISBN978-3-423-74119-4
SignaturJu 3 / SL
SchlagworteRape Culture / Solidarität / sexualisierte Gewalt / Sexismus