Wie Treibholz auf Asphalt
Oral-History-Buch von jungen Menschen, die obdachlos waren oder sind.
14 junge Menschen berichten von ihren Erfahrungen, kein festes Zuhause zu haben, „Platte zu machen", draußen zu (über-)leben. Es sind Erfahrungen von Freiheit und Ungebundenheit, von Solidarität und überwältigender Hilfe, von spontanen und lang andauernden Freundschaften, aber ebenso Erfahrungen von (sexueller) Gewalt, Drogenabhängigkeit, Beschimpfung, Ausgrenzung und Suizidalität.
Diese 14 erzählen ausdrücklich und teils sehr reflektiert ihre persönliche Geschichte - von den unterschiedlichen Wegen in die Obdachlosigkeit aus behütenden und prekären Familien, von ihrem Alltag zwischen Schnorren, Feiern, Schlafplatz-Suchen, von ihren Erfolgen und ihren Abstürzen, von ihren Träumen und Sehnsüchten.
Nahezu alle wünschen sich mehr Hilfe struktureller wie persönlicher Art sowie Respekt und das Gefühl, gesehen, nicht ignoriert zu werden - dass Menschen nicht weggucken und sie beschimpfen, sondern hinschauen. Eine freundliche oder zumindest neutrale Begegnung ist ihnen dabei sogar meist wertvoller als der erschnorrte Euro.
Ein Buch für Menschen, die nicht weggucken wollen.
Bewertung: 2/3
Rezension von: Anne Rank
| Altersempfehlung | ab 14 Jahren |
| Preis | kt.: 13,90 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Verlag | Fischer Sauerländer |
| Seitenzahl | 299 S. |
| ISBN | 978-3-7335-0930-9 |
| Signatur | Jb / Jf |
| Schlagworte | jugendliche Obdachlose / Obdachlosigkeit / Wohnungslosigkeit / Drogenabhängigkeit |