Wild wuchern
Shortlist 2026
Marie flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Zuflucht findet sie bei ihrer Cousine Johanna, die seit Jahren einsam und zurückgezogen, wie eine Eremitin auf der Alm lebt. Nur langsam nähern sich die beiden Frauen einander an. Eine kraftvolle Erzählung über weibliche Selbstermächtigung, gewürzt mit einer Portion Mysteriösität und gewaltigen Naturschilderungen.
Rezension:
Marie flieht vor häuslicher Gewalt auf eine Berghütte und stellt sich dort ihrer Vergangenheit für einen Neuanfang.
Marie flieht. Nicht nach Italien, wie gedacht, sondern zu Johanna. Über den Berg, durch den Wald, wo er sie nicht findet – das hofft sie.
Marie hatte studiert, die Welt bereist: New York, Paris, London – und ist nun dort wieder angekommen, wo sie die Sommer ihrer Kindheit verbrachte: in der Hütte auf dem Berg. Äpfel voller Würmer, Mäusegetrappel auf dem Dachboden, eisiges Wasser am Brunnen, Kälte in der Hütte – alles besser als der prügelnde Ehemann daheim. Der, der so beliebt war – früher bei all ihren Freunden und auch heute noch bei ihren eigenen Eltern.
Kein Mensch glaubt ihr, wenn sie erzählen würde, dass ausgerechnet er sie schlägt. Immer und immer wieder.
Es ist ihre wundersame Cousine Johanna – die, die nur wenig spricht, außer mit den Tieren –, die ihr zunächst Schutz bietet, bis auch sie Marie rauswirft.
Ein eindringlicher Text über häusliche Gewalt und weibliche Selbstermächtigung. Triggerwarnung: Dieses Roman enthält explizite Darstellungen von körperlicher und seelischer Gewalt.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Jennifer-Christin Hein
| Preis | geb.: 22,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Penguin |
| Originalsprache | deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 204 Seiten |
| ISBN | 978-3-328-60392-4 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | häusliche Gewalt / Gewalt gegen Frauen / Femizide / Selbstermächtigung |