Achte Woche
„Eigentlich rechnet jede Frau damit, dass sie mit ihrem Kind allein sein wird.“
Laura ist schwanger und hat es noch niemandem gesagt. Sie ist bereits alleinerziehende Mutter einer Tochter, arbeitet an ihrer Dissertation und jobbt nebenher in einer gynäkologischen Praxis. Dort beobachtet sie, wie andere Frauen mit Schwangerschaften umgehen, wie sie zweifeln, sich freuen, sich entscheiden. Laura selbst hadert: Will sie dieses Kind bekommen, allein?
Die Handlung geschieht nur wie am Rande. Im Vordergrund steht die Reflexion über Schwangerwerden und Kinderbekommen oder eben -nichtbekommen. Sie nimmt die Leserin ein, weil alles so bekannt ist, gleichermaßen unspektakulär und dramatisch. Der Mann, mit dem man so viel von sich geteilt hat, der jetzt aber keine Verantwortung übernehmen will. Die Gefühle und Widersprüche, die man mit niemandem wirklich bereden kann. Die Eltern und Nichteltern, die einem vorleben, dass jede Entscheidung irgendwie unperfekt sein wird. Wie zufällig Lebensglück ist. Und dass die Schwangere mit ihrer Entscheidung letzten Endes alleine ist.
Für alle, die selbst wissen, wie widerstreitend die Gefühle rund um eine Schwangerschaft sein können, und für alle, die das verstehen wollen.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Melanie Krause
| Preis | geb.: 21,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Claassen |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 121 Seiten |
| ISBN | 978-3-546-10087-8 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Mutterschaft / Lebensentscheidung / Feminismus / Kinderwunsch |