All das Blaue vom Himmel

Mélissa Da Costa

Eigenwillige Krankheitsbewältigung.

Emile, der Protagonist, bekommt, 26jährig, die Diagnose "DEMENZ", ein Schock für ihn, Familie und Freundeskreis. Er will keinesfalls seine potentielle Lebenszeit in Kliniken verbringen. Stattdessen sucht er, per Anzeige, eine Reisebegleitung für sein Vorhaben, per Wohnmobil durch Frankreich zu fahren, mit den unterschiedlichsten Zielen. Joanne, eine introvertierte, zurückhaltende junge Frau, ist zu dem „Aufbruch" ins Ungewisse bereit. Emile weiht sie ein in die Krankheit, deren Verlauf mit eventuellen dramatischen Konsequenzen. Er bittet Joanne, sobald es notwendig wird, ihn zu betreuen, ihn zu pflegen, Verantwortung für ihn zu übernehmen. Magische Eindrücke führen die beiden jungen Menschen zu sich selbst. Sie entdecken die heilende Kraft des Körpers und der Seele mit intensivsten Naturerlebnissen, für sie inspirierende Momente, gepaart mit einer fast suggestiven Zuversicht, die trotz der unaufhaltsamen Persönlichkeitsveränderung Emiles, gefühlt werden kann, wodurch tiefdunkle Augenblicke sinnvoll erhellt werden. Eine sich zaghaft entwickelnde Emotionalität, stärkt ihre Verbindlichkeit.
 

Thematisch ein fesselndes, hochaktuelles Werk. Episch dicht. Sensibles, facettenreiches Thema. Breit gefächert einsetzbar mit hohem Diskussionspotential.

 

Bewertung: 2/3   

Rezension von:  Brigitta Morgenstern


Preisgeb.: 22,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagPenguin
OriginalspracheFranzösisch
Übersetzer:inSusanne Van Volxem
Seitenzahl747 Seiten
ISBN978-3-328-60403-7
SignaturSL
SchlagworteKrankheit / Natur / Demenz