All the way to the river

Elizabeth Gilbert

Eine ergreifende chaotische Liebes- und Suchtgeschichte.

Rayya gebrauchte zu Lebzeiten gern den Stadtplan von New York, um ihre Freundschaften zu beschreiben. Es gebe „Fifth-Avenue-Freunde“, denen man nur seine Fassade zeigt und wenn man sehr viel Glück hat, dann gibt es im Leben eine Freundin, die mit einem bis zum East River geht und das ist dann die, die alles von einem weiß. „Du bist meine Bis-zum-Fluss-Freundin“, so hatte Rayya es ihrer Partnerin Elizabeth (Liz) gesagt. Und dieser Roman geht wirklich ans Ende aller Flüsse, ans Eingemachte, an absolute Schmerzgrenzen und darüber hinaus. Elizabeth Gilbert, deren Leben wir Leser:innen nach „Eat, Pray, Love“ doch alle glücklich wähnten, endlich mit dem richtigen Mann und v.a. in der richtigen Balance, verlässt ihren Mann, nachdem sie erfährt, dass ihre langjährige Freundin Rayya Krebs hat und nicht mehr viel Lebenszeit. Die beiden stürzen sich in eine großartige, rauschhafte Zeit, in der nur sie und ihre Liebe eine Rolle spielen, um dann auf den Asphalt der Realität geschleudert zu werden. Rayya ist wieder drogensüchtig und randaliert in dem Luxusappartment, in dem sie auf Liz' Kosten lebt. Auch Gilbert ist eine Süchtige und begibt sich in eine Selbsthilfegruppe für Sex- und Liebessüchtige.

 

Ein erschütternd ehrliches, experimentelles, schonungsloses Buch über eine große Liebe und ihren Absturz und darüber, dass man andere nicht retten kann.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:  Marie Varela


Preisgeb.: 25,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagS. Fischer
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inBritt Somann-Jung
Seitenzahl462 Seiten
ISBN978-3-10-397180-4
SignaturSL
SchlagworteLiebe / Sucht / Memoir