Alle unsere Leben
Geschichte einer unerfüllten Liebe in einer Metropole im Wandel.
Die Iren Milly und Pip treffen sich 1979 in London, als zur Hochzeit des IRA-Terrors alle Iren unter Generalverdacht stehen. Milly will ihre Schwangerschaft verheimlichen. Pip versucht sich erfolglos als Profiboxer und rutscht ab in den Alkohol. Wir begleiten beide abwechselnd: Milly chronologisch, Pip im Jetzt, durchsetzt mit seinen Erinnerungen. Die Versatzstücke müssen wir selbst zusammensetzen. Als Barfrau und Stammkunde einer Kneipe lernen sie sich kennen. Über 40 Jahre, Schicksalsschläge und Ehen inklusive, verbindet sie eine starke Anziehung, sie kommen wiederholt zusammen, doch stets nur kurz. In diesem packenden Roman über Einsamkeit, Liebe und die Macht verschwiegener Geheimnisse steht neben den zwei Außenseitern London im Zentrum. Der Pub, erst Treffpunkt für Arbeiter in einer Industriegegend, wandelt sich mit der Umgebung. Schicke Büros und Angestellte kommen, bis zur Finanzkrise 2008. Jahre später rückt die Gentrifizierung bis an den Pub, der längst geschlossen ist.
Liebhaber:innen nicht-chronologischen und anspielungsreichen Erzählens kommen hier auf ihre Kosten. Auch solche, die über Großbritannien und Irland mehr erfahren wollen.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Kerstin Wohne
| Preis | geb.: 26,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Unionsverl. |
| Originalsprache | Englisch |
| Übersetzer:in | Kathrin Razum |
| Seitenzahl | 558 Seiten |
| ISBN | 978-3-293-00625-6 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Liebe / Familiengeheimnisse / Irland / London |