Am Ende der Kleinigkeiten

Franziska Hauser

Befreiung aus toxischen Beziehungen und selbstbestimmter Neuanfang.

Irma wächst mit einer narzisstischen und gewaltbereiten Mutter in einer alternativen Lebensgemeinschaft auf dem Lande auf.  Es gibt keine Konventionen, sondern eine Art Wahlfamilie. Als Irma die toxische Mutter nicht länger ertragen kann, flüchtet sie nach Berlin. Hier landet sie zufällig in einem Theater und findet schnell Anschluss, bekommt tatsächlich eine Hauptrolle, rutscht aber in die nächste unheilvolle, missbräuchliche Beziehung mit dem Regisseur Taron. Als Irma ein Kind von Taron bekommt, zu dem er sich nicht bekennen will, ändert sich ihr Blick auf die Gesellschaft, rücksichtslose Männer und unser bürokratisches System. Sie lernt sich selbst immer besser kennen und erkennt, dass sie ihr Selbstbild nicht von anderen bestimmen lassen muss. Trotz der großen und manchmal schmerzhaften Themen kommt der Roman unterhaltsam und fast leicht daher, Franziska Hauser schreibt klar und ohne zu viel Dramatisierung. Genaue Beobachtungen und Lebendigkeit zeichnen ihren Stil aus. 
 

Beeindruckender, sehr lesenswerter Roman über anerzogene Rollen, Resilienz und Selbstakzeptanz.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Stefanie Drüsedau


Preisgeb.: 26,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagFrankfurter Verl. - Anst. 
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl346 Seiten
 978-3-627-00343-2
SignaturSL
SchlagworteEigenverantwortung / Patriarchat / Gewalt/Abhängigkeit / Resilienz