Balagan

Mirna Funk

Roman um die Deutsch-Jüdin Amira, die in Berlin Gemälde ausstellt und dadurch zunehmend Antisemitismus ausgesetzt ist.

Amira erbt in Berlin eine im 2. Weltkrieg geraubte und verschollen geglaubte Gemäldesammlung, die ihr Großvater sich gewaltsam zurückgeholt hat. Die Sammlung befindet sich in einem Lagerraum in Berlin-Moabit. Die weiteren Familienmitglieder sind nicht angetan, dass Amira fast alles allein erbt, es entsteht heftiger Widerstand. Amira löst mit ihren Aktionen aber auch Chaos (Balagan) aus, erst bringt sie mit einem Anwalt, der etwas mehr als ein Anwalt ist, Sex gehört dazu, die Kunstsammlung in die Schweiz. Später, als sie die Kunstsammlung in einer Ausstellung präsentieren will, erlebt sie massiven Antisemitismus in Berlin, vor allem von palästinensischen Kreisen. Die Heuchelei der nichtjüdischen Gesellschaft, trotz des 7. Oktober, wird dabei massiv angeklagt, alte Freundschaften gehen verloren. Amira geht ihren Weg, auch mit Leo, der jetzt orthodoxer Rabbiner ist. Sie entschließt sich endgültig, nach den andauernden Anfeindungen und dem erfolgreichen Verkauf der Sammlung, in Israel zu leben.
 

Das Buch ist eine bittere Anklage, man versteht wie es Jüdinnen und Juden mit dem neuen Antisemitismus ergeht: Die Verbrechen der Hamas werden toleriert und rechte Positionen sind „hoffähig“.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Martin Ertz-Schander


Preisgeb.: 25,00 €
Erscheinungsjahr2026
Verlagdtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl364 Seiten
ISBN978-3-423-28490-5
SignaturSL
SchlagworteAntisemitismus / Kunstwelt / Selbstfindung