Das Geschenk des Meeres

Julia R. Kelly

Liebe und Verlust in einem kleinen Fischerdorf an der schottischen Küste zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die protestantisch-strenge Erziehung durch eine dominante Mutter macht es Dorothy, der neuen Lehrerin im kleinen schottischen Küstenstädtchen Skerry, schwer, mit den Alteingesessenen warm zu werden. So bleibt das Verhältnis immer kühl und distanziert zu den Dörflern, nur mit dem Pfarrer geht es etwas freundschaftlicher zu. Alle im Dorf, im rauen Alltag an der schottischen See, haben ihr Päckchen zu tragen, ob es gewalttätige Ehemänner, ungewollte Kinderlosigkeit oder verschmähte Liebe ist. Dorothy bemüht sich um Verständnis für die Familie, deren Kinder sie unterrichtet. Doch sie steht sich selbst im Weg, kann ihre Gefühle für einen gutmeinnenden Fischer nicht zulassen, flüchtet in eine schlechte eheliche Verbindung und verliert ihr einziges Kind bei einem Sturm. Als während eines weiteren Sturmes Jahre später ein norwegischer Junge angespült wird, reißen alte Wunden wieder auf. Geheimnisse erzeugen Lügen, Ungesagtes führt zu Missverständnissen und Schuldgefühlen.
 

Atmosphärisch dicht und einfühlsam erzähltes historisches Leben im dörflichen Schottland in den 1900er Jahren. Für herbstliche Leseabende eine unterhaltsame Möglichkeit. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:  Karin Steinfeld-Bartelt


Preisgeb.: 25,00 €
Erscheinungsjahr2025
Verlagmare
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inClaudia Feldmann
Seitenzahl350 Seiten
ISBN978-3-86648-748-2
SignaturSL
SchlagworteDörfliches Leben / Schottlands Küste / Liebe / Verlust