Das große Fehlen
Trauerbewältigung nach dem Tod der Mutter.
Die Hauptfigur ist ein kleines Kind, das um den Tod seiner Mutter trauert. In seiner Phantasie gibt es der tiefen Trauer die Gestalt eines großen, weißen, freundlichen Riesen, zu dem es Nähe sucht und der es ständig begleitet. Veränderung in der Natur, das Blühen einer besonderen Pflanze, unterstützt bei dem Kind die Entwicklung des Trauerprozesses. So beginnt es wieder sich zu öffnen und am Leben teilzunehmen. Auffallend kurze Sätze in kindgemäßer Sprache fordern zum Gespräch auf. Die farbliche Gestaltung passt stimmungsmäßig zum erzählten Trauerverlauf. Die wenigen Details auf den großformatigen Bilder spiegeln Leere und Einsamkeit. Die große, weiße Figur ist für die visuelle Darstellung der Trauer gut gewählt, weil sie ein schwer sagbares, gewaltiges Gefühl sichtbar macht. Leider fehlen Bilder der umsorgenden Begleitperson, die dem Kind körperliche Nähe und Trost geben. Die wiederholten Bilder des Kindes ohne die beschützende Nähe einer Bezugsperson sollte im Gespräch bearbeitet werden.
Ein Bilderbuch als Gesprächseinstieg über Trauer. Ein Gespräch über die Rolle der haltgebenden Bezugsperson wird empfohlen.
Bewertung: 2/3
Rezension von: Barbara Cramer
| Altersempfehlung | ab 4 Jahren |
| Preis | geb.: 16,00 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Originalsprache | Persisch |
| Übersetzer:in | Mehrdad Zaeri |
| Verlag | Fischer Sauerländer |
| Seitenzahl | O. Pag. |
| ISBN | 978-3-7373-7407-1 |
| Signatur | Jm 1 |
| Schlagworte | Trauer / Tod |