Der Buchhändler von Gaza

Rachid Benzine

Kein Ende in Sicht ..., ein Leben in Gaza.

Es ist 2014 in Gaza-Stadt. Ein palästinensischer Buchhändler erzählt inmitten seiner Bücher die Geschichte seiner Familie. Ein Fotojournalist hört ihm - für die Erlaubnis zu fotografieren -zu. Er erhält jedoch als Gegenleistung noch viel mehr: vorbehaltlose Gastfreundschaft inmitten der zerstörten Umgebung eines traumatisierten Volkes, Buchgeschenke und vor allem eine berührende, dramatische Familiengeschichte. 
Geboren in ärmlichsten Verhältnissen nahe Haifa, musste der Buchhändler 1947 mit seiner Familie nach einem Angriff der Irgun fliehen. Es folgte ein jahrzehntelanger Überlebenskampf in Zeiten der Besatzung und der palästinensisch-israelischen Auseinandersetzungen.
Der Fotograf und der Buchhändler bleiben in Kontakt, bis der 7. Oktober 2023 ihn abbrechen lässt. Als eine Reise in den Gazastreifen 2025 wieder möglich wird, ist immer noch kein Ende der Litanei von Vergeltung auf Vergeltung in Sicht...
 

Ein schmaler Roman, geschrieben in der ungewöhnlichen und intensiven Du-Form. Eine Familiengeschichte in einem seit Generationen gebrandmarkten Gebiet, für dessen Probleme es keine Lösung zu geben scheint. Berührend und hochaktuell, ohne der Versuchung zu erliegen, zu einfache Antworten zu geben.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Karin Hedke


Preisgeb.: 22,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagPiper
OriginalspracheFranzösisch
Übersetzer:inAndreas Jandl
Seitenzahl124 Seiten
ISBN978-3-492-07457-5
SignaturSL
SchlagwortePalästinensische Familiengeschichte / Gaza-Konflikt / Krieg / Flucht