Der Nahost-Komplex

Natalie Amiri

Reportagen und (Hintergrund)Analysen aus dem Nahen Osten.

Am Ende hat Natalie Amiri Hoffnung. Zu verdanken hat die renommierte Autorin sie den Menschen, denen sie bei ihren Reisen und Recherche n im Nahen Osten begegnet ist, „die ihr Leben dem Frieden widmen.“ Das schreibt Amiri am Ende ihres 416-seitigen lesenswerten Buches. Ihre Zuversicht erscheint umso bemerkenswerter, ist sie doch seit vielen Jahren eine profunde Kennerin der Region. Mit dem 7. Oktober 2023 beginnt Amiri ihr Buch, das sie unter den Vorsatz gestellt hat, einen Beitrag zum Versöhnen und zum Verständnis zu leisten. Bewusst habe sie keine Position bezogen und die Menschen aus ihrer Perspektive erzählen lassen. Wenige Tage nach dem Sturz Assads im Dezember 2024 reist sie zum ersten Mal seit 23 Jahren wieder nach Syrien. Amiri hat außerdem den Libanon und den Iran, Israel und das Westjordanland besucht. Die Region ist vielschichtig und nicht wenige der Konflikte greifen ineinander, doch Amiri versteht es gekonnt, menschliche Schicksale mit Hintergrundanalysen, historischen Rückblenden und politischen Einordnungen zu einem sehr dichten Buch zu verbinden. 


Das Buch ist sowohl für Nahost-Neugierige empfehlenswert als auch für bereits mit der Region Vertraute ein (Erkenntnis)Gewinn. Auch für die Gemeindearbeit bestens geeignet. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:  Dagmar Paffenholz


Preisgeb.: 25,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagPenguin
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl415 Seiten
ISBN978-3-328-60452-5
SignaturSa
SchlagworteNaher Osten / 7. Oktober / Syrien / Iran