Der stille Freund

Ferdinand von Schirach

14 Erzählungen, die in Berlin, Rom und anderswo spielen; Moral, Sinn und Schuld im Leben von 1933 bis heute.

Ferdinand von Schirachs Bücher stehen stets auf Bestsellerlisten, sie berühren uns, sind hochspannend und unterhaltsam geschrieben. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Jurist und Autor führt mit der hier vorgelegten Auswahl an längeren und kürzeren Geschichten sein Werk in bekannter Weise fort. Ihn faszinieren die Zufälle, die ein Leben unaufhaltsam verändern können sowie das Böse und menschliche Verstrickungen. Einige Geschichten greifen Ereignisse in der NS-Zeit auf, andere spielen heute. Mit klaren, fast sachlichen Beschreibungen wird Spannung erzeugt und ein Nachdenken bei der Leserschaft in Gang gesetzt. Ob ein Berliner Psychiater zum Taxifahrer wird, weil er meint einen folgenschweren Fehler begangen zu haben oder eine exaltierte Freundin von Deck eines Kreuzfahrtschiffes gestoßen wird und ihr Sohn ein Verwirrspiel um die Vertuschung der Tat treibt - es geht um existenzielle Fragen und Suche nach Gerechtigkeit. Die Geschichten bleiben im Gedächtnis, bewegen uns.
 

Auch wenn die essayistischen Beiträge nicht ganz so gelungen wie die kriminalistischen Beiträge scheinen, ist der Titel ein Muss für alle Büchereien. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:  Bettina Wolf 


Preisgeb.: 22,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagLuchterhand
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl171 Seiten
ISBN978-3-630-87812-6
SignaturSL
SchlagworteSchuld / Liebe / Leben