Die Frauen der Familie

Katherena Vermette

Schonungslose Familiengeschichte von mehreren indigenen Frauen aus Kanada über fünf Jahre hinweg.

Ausnahmslos alle indigenen Frauen in diesem kanadischen Nummer-1-Bestseller tragen schwer. Über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet man sie durch ein Leben voller Brüche, Rückschläge und verzweifelter Versuche, Halt zu finden. Die Geschichte entfaltet ein vielschichtiges Erzählgeflecht. Da ist Elsie: Mit nur 23 Jahren Mutter von drei Kindern dreier Männer; Phoenix bringt im Jugendgefängnis einen Sohn zur Welt. Nur Ich-Erzählerin Cedar nutzt ihre Chancen, löst sich aus ihrem Umfeld und wird zu einem leisen, aber spürbaren Hoffnungsschimmer. Die Autorin, selbst indigene Kanadierin, schreibt roh, direkt und ohne beschönigende Filter. Gerade das macht die Lektüre so eindringlich und gleichzeitig so belastend. Themen wie Verwahrlosung, Gewalt, Traumata, Sucht und strukturelle Ungerechtigkeit ziehen sich durch den Roman. Der Kampf indigener Frauen um Würde, Selbstbestimmung und Chancen steht dabei im Zentrum. Das Buch fordert, erschüttert und lässt einen nicht unberührt zurück. 
 

Empfehlung für alle, die Literatur suchen, welche unter die Haut geht und Lebensumstände zeigt, die man nicht so schnell wieder vergisst. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Martina Mattes


Preiskt.: 15,00 €
Erscheinungsjahr2025
Verlagbtb
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inClaudia Max
Seitenzahl455 Seiten
ISBN978-3-442-77062-5
SignaturSL
SchlagworteIndigene Frauen Kanadas / Dysfunktionale Familien / Sucht / Kriminalität