Eden

Auður Ava Ólafsdóttir

Eden in the making.

Alba ist Dozentin an der Universität von Reykjavík. Als Expertin für aussterbende Sprachen fliegt sie von einer Konferenz zur nächsten. Sie fragt sich, wie viele Bäume sie pflanzen müsste, um ihren CO2-Fußabdruck für all die Flüge zu kompensieren. Es sind 5.600. Während manch eine:r angesichts dieser Zahl direkt aufgegeben hätte, kauft Alba ein großes Grundstück auf dem Land und beginnt sich damit auseinanderzusetzen, welche Bäume den isländischen Witterungsbedingungen standhalten können. Über den Dorfladenbesitzer wird sie rasch in die Dorfgemeinschaft eingebunden, es fehlt überall an Aktiven: Chor und Theaterverein suchen Mitglieder und die im Dorf ansässigen Geflüchteten nach einer Sprachlehrerin. Währenddessen baut Alba unermüdlich weiter an ihrem Garten, der nicht nur für sie zum Zufluchtsort wird.
Eine leise erzählte Geschichte, die einen ganz besonderen Sog entfaltet. Die spröde Alba, der herzliche Dorfladenbesitzer, die wissensdurstigen Dorfbewohner:innen, die Lesekreise rund um Albas aussortierte Sprachwissenschaftsbücher gründen – sie alle lassen einen Kosmos entstehen, der Herzlichkeit und Hoffnung ausstrahlt und in dem man sich gerne noch viel länger aufgehalten hätte.


Ein wunderbares Buch! Für Literaturkreise bietet es viele Themen und eignet sich besonders für Leser:innen, die auch die leiseren Töne schätzen.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Wiebke Mandalka


Preisgeb.: 25,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagInsel
OriginalspracheIsländisch
Übersetzer:inTina Flecken
Seitenzahl247 Seiten
ISBN978-3458-64543-6
SignaturSL
SchlagworteIsland / Bewahrung der Schöpfung / Linguistik / Miteinander