Ein Huhn kommt selten allein

Jowi Schmitz. Ill. von Stefanie Jeschke

Romeos Vater stirbt. Das ist so unausweichlich wie schlimm. Vielleicht hat er noch Wünsche, die man ihm erfüllen könnte?

Die Ärzte können Romeos krebskrankem Vater nicht mehr helfen. Soviel und solange es geht, möchte er zu Hause bei Frau und Sohn sein. Das Zusammenleben mit einem Sterbenden hat ganz eigene Herausforderungen, die ungeschönt, aber nicht angsteinflößend zwischen den (all)täglichen Erlebnissen des 11-Jährigen erzählt werden. Alle haben irgendwie einen Weg gefunden, so gut es geht mit der Situation umzugehen. Unterstützung erfährt die Familie, allen voran Romeo, durch die neuen Nachbarn, mit deren ebenfalls 11jähriger Tochter Jessi er sich anfreundet. Sie weiß, wie es ist, ohne ein Elternteil leben zu müssen; ihre Mutter ist unerwartet gestorben, als sie 4 Jahre alt war. Gemeinsam setzen sie alles daran, um für Romeos Vater eine seiner schönsten Erinnerungen noch einmal erlebbar zu machen und lassen sich dabei auch von Rückschlägen nicht entmutigen. Traurigkeit und Betroffenheit schwingen zwischen den Zeilen mit, im Mittelpunkt aber steht das tröstliche Wissen um Liebe und Hilfsbereitschaft.
 

Ein Buch für alle, die mit trauernden Kindern vor und nach dem Tod eines Elternteils umgehen, z. B. Hospizgruppen. Als Quelle von Gesprächsimpulsen zum Thema, aber auch einfach als gute Lektüre für alle ab 10 Jahren ohne Berührungsängste.

 

Bewertung: 3/3 

Rezension von:  Katja Henkel


Altersempfehlungab 10 Jahren
Preisgeb.: 14,00 EUR
Erscheinungsjahr2025
OriginalspracheNiederländisch
Übersetzer:inAndrea Kluitmann
VerlagCarlsen
Seitenzahl202 S.
ISBN978-3-551-55963-0
SignaturJu 2
SchlagworteTod eines Elternteils / zu Hause sterben / letzte Wünsche