Eine Schachtel voll Geheimnis
Hummel Kulle ist tot. Vielleicht schläft sie nur? Nee, sie ist tot. Weil: Sie summt nicht mehr.
Ausgehend von der toten Hummel entspinnen sich große Gespräche zwischen zwei Geschwistern. Über Eren aus der Igelgruppe, der Angst vor Hunden hat. Darüber, was passiert, wenn man sich mit einer Wimper wünscht, nie zu sterben, und dann irgendwann als Einzige:r übrig bleibt. Darüber, was aus einem wird, wenn man tot ist. Und wo Oma jetzt eigentlich ist. Im Himmel? Oder ist sie einfach weg? Ob Sterben wehtut und wie es wohl ist, tot zu sein. Und wie man vom Totsein erzählen kann.
Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Ebenen: In Sprechblasen unterhalten sich die Geschwister in einer der echten Kindersprache verblüffend nahekommenden Sprache, die gedanklichen Sprünge, eigensinnigen Schlussfolgerungen und großen Fragen wunderbar einfängt. Auf der Bildebene fahren sie mit ihren Eltern zum Haus der offenbar kürzlich verstorbenen Oma. Während die Erwachsenen räumen, Dinge entdecken und Erinnerungen teilen, sind die Kinder mal mittendrin, mal streifen sie durch die Natur.
Ein klug durchdachtes, bis ins Detail überzeugendes Buch, das zeigt, wie eigenständig Kinder über die großen Fragen des Lebens nachdenken. Es lädt dazu ein, mit Kindern über Tod und Vergänglichkeit ins Gespräch zu kommen – niedrigschwellig und mit viel Raum für eigene Gedanken und Beobachtungen.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Wiebke Mandalka
| Altersempfehlung | ab 3 Jahren |
| Preis | geb.: 16,00 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Verlag | Hanser |
| Seitenzahl | O. Pag. |
| ISBN | 978-3-446-28447-0 |
| Signatur | Jm 1 |
| Schlagworte | Tod / Sterben / Jenseits |